Tag 63: BTW....bring Cash
February 12 in New Zealand ⋅ ☀️ 24 °C
Übernachtet haben wir irgendwo zwischen Blenheim und Picton, in einer Gegend, die man am besten als „ländlich‑funktional“ oder "4G ein Strich" beschreibt. Für die nächsten drei Tage ist das unser Zuhause.
Und für alle, die sich fragen, ob ich bald Scheren schleife, Küchensets verkaufe oder sonstige Haustürgeschäfte mache, um über die Runden zu kommen:
Nein, so weit ist es noch nicht.
Noch nicht.
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📦 Die China‑Phase – oder: Wie viele schwarze Plastiksäcke passen in einen Briefkasten?
Kurz nach Covid war ich der festen Überzeugung, dass man in China legendäre Schnäppchen machen kann.
Zeitweise kamen wöchentlich schwarz‑graue Plastiksäcke in den Briefkasten.
Einige davon enthielten tatsächlich brauchbare Dinge — zum Beispiel Verbände und Pflästerli.
Der Rest war eher:
„Direkt in den Müll“ oder „funktioniert eine Woche, so wie die Radpumpe fürs Auto“.
Heute musste ich daran denken, als ich die China‑Schweiz‑Neuseeland‑Weltreise‑Pflästerli auspackte, um die Sandfly‑Wunden zu verarzten.
Globalisierung, aber auf die harte Tour.
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🎒 Schule in Neuseeland: Ein administrativer Hindernislauf
Das mit der Schule funktioniert jetzt doch nicht.
Mindestens 10 Wochen müssten es sein.
Wir haben uns wund geschrieben, diverse Schulen angeschrieben — sogar ganz fromme christliche Schulen.
So nach dem Motto:
„Ein paar Wochen beten kann nicht schaden.“
Jetzt prüfen wir, ob wir wenigstens für eine Woche einen Privatlehrer finden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie hustet schon ein bisschen.
Die Englischlehrerin meinte heute schlicht: „Bring cash.“
Kein Kontext, keine Erklärung.
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🌊 Picton bekommt seine Chance
Heute ging es das erste Mal bewusst nach Picton.
Wenn man auf der Südinsel ankommt, ist das normalerweise nicht der Ort, an dem man bleibt.
Aber wir haben Zeit.
Also bekommt Picton jetzt drei Tage Aufmerksamkeit.
Man gönnt sich ja sonst nichts.
Kaum im Zentrum angekommen, sind die Kinder direkt mit den Stingrays geschwommen.
Den Schwanz sollte man nicht anfassen — aber in Französisch‑Polynesien darf man sie füttern, streicheln und wahrscheinlich auch zum Kindergeburtstag mieten.
Ich bin froh, dass die Kinder das Plakat „Mit Delfinen schwimmen“ noch nicht gesehen haben.
Das findet nur zweimal pro Woche statt, und am Samstag sitzen wir schon wieder auf der Fähre.
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🛏️ Airbnb oder: Sind wir noch kompatibel mit einem Haus?
Heute habe ich mit Lisa die Option Airbnb besprochen.
Ein paar Tage nicht‑nomadisches Leben, einfach um zu testen, ob wir noch kompatibel sind mit einem Wohnort, der nicht rollt.
Lisa hat Angst, dass danach niemand mehr in den Camper zurück will.
Ich halte das für ein realistisches Risiko.
Ich habe dem Host mal geschrieben, um zu fragen, was für ihn „sauber“ bedeutet.
Bei Airbnb ist Reputation wichtiger als Erfolg im Leben.
Und nur um ein paar Nächte in einem Bett zu schlafen, will ich meine Bewertung nicht ruinieren — schon gar nicht wegen unserer vier Kinder.Read more





