Katrin Fiedler

Joined July 2019
  • Day34

    Goodbye Sumatra

    September 29 in Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C

    Sooo schnell fliegt die Zeit - 8 Wochen Asien sind rum. Nun heißt es Abschied nehmen von Sumatra um mit voller Vorfreude auf Neuseeland zuzusteuern. So ganz können wir es jedoch noch nicht glauben...

    Die letzten beiden Wochen in Westsumatra waren wirklich nochmal unbeschreiblich. Noch mehr durften wir doch die Kultur und die Herzlichkeit kennenlernen und neue Freunde gewinnen!

    Nach 5 Tagen am Meer sind wir nochmals nach Bukittinggi zurück, wo wir auf viele bekannte Gesichter gestoßen sind.

    Mit Rony und Al haben wir dann die Gegend erkundet und viele tolle Orte sehen dürfen, die den Touris eher vorbehalten sind.

    Das Highlight war dann nochmal ein Dschungeltrekking, mit einer Übernachtung im Canyon am Fluss und einer Übernachtung am Berg mit Seeblick. Im Nachhinein hat Al uns erzählt, dass hier ein paar Tage vorher ein Tiger gesichtet worden ist.

    In den verschiedene Treks konnten wir nochmal viel über die verschiedenen Pflanzen und Tiere lernen.

    Zuletzt sind wir noch zu einem traditionellen Cowrace gefahren. Das Cowrace ist einzigartig in der Region! Natürlich hinterfragen wir immer das Wohl der Tiere hingegen im gleichen Schritt auch der Respekt gegenüber der Kultur gewahrt werden sollte. Die Tradition gibt es seit vielen Jahren. Es geht hier nicht um Preisgelder sondern um den Verkaufswert der Kühe. Umso schneller und umso weiter die Kuh läuft umso höher der Wert.
    Solche Traditionen gilt es zu bewahren und unsererseits manchmal zu akzeptieren, da es um mehr geht, als dass was wir auf den ersten Blick sehen.
    Dies soll keine Rechtfertigung sein, sondern lediglich ein Perspektivenwechsel um manches nicht immer Schwarz Weiß zu sehen!

    Unvergesslich machen die letzten beiden Wochen jedoch die neu gewonnen Freunde! Terima Kasih!!! (Danke)
    Das war wohl der bis jetzt schwierigste Abschied für uns... Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir zurückkommen :)
    Read more

  • Explore, what other travelers do in:
  • Day27

    Einfach überwältigt!!

    September 22 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Geschrieben von Kerstin:

    Manchmal passiert es doch - mir fehlen die Worte...
    Ich wollte kein großes Trara - einfach nur einen schönen Tag! Aber nun erstmal von Anfang an!

    Am 18. September sind wir mit zwei Locals Al und Ronny nach Bagus, bei Padang, gefahren. Beiden haben wir auf der Hochzeit kennengelernt. Kurzerhand sind wir spontan bereits mit ans Meer in einsame schöne Bucht gefahren. Auf dem Boot durften wir bereits einen Wahnsinns Sonnenuntergang sehen. Angekommen gab es etwas zum Essen, bevor wir wieder gemeinsam Musik machten. Dies gehört momentan zu unserem fast täglichem Ritual...

    Um kurz vor 12 hieß es dann: „Kerstin, du musst deine Augen schließen und raus gehen.“ Mein Geburtstag stand bevor. Katrin hat meine Augen zugehalten und wir sind gemeinsam zum Strand. Dort wurde im Sand eine große 31 angezündet und gesungen! Da war ich schon überwältigt!
    Dies wurde dann nochmal - wirklich komplett unerwartet - am nächsten Tag getoppt!
    Nach einem vollen Tag, haben wir Abends gemeinsam Gado Gado gekocht und wieder gemütlich Musik gemacht. Ich habe mit nichts gerechnet, bis plötzlich zu späterer Stunde gemeinsam losgesungen wurde und eine kleine Torte reingetragen wurde. So wie früher durfte ich dann die Kerzen ausblasen, während auf indonesisch gesungen worden ist! Danach ging es noch ans Meer um ein kleines Feuerwerk zu entzünden....

    Es sind nicht die Geschenke mit hohen materiellen Wert, die einem glücklich machen. Kein Geld der Welt kann solche Momente der Herzlichkeit ersetzen. Die Hilfsbereitschaft, die Zuvorkommenheit und der vorherrschende Optimismus ist wirklich toll!
    Katrin hat mir im Nachhinein erzählt, wie viel Gedanken sich die anderen gemacht haben um mich zu überraschen! Wir kannten uns gerade erst ein paar Tage! Mich flasht dies einfach nur!

    Natürlich haben wieder ein paar visuelle Eindrücke :)
    Read more

  • Day23

    Die Hochzeitseinladung!

    September 18 in Indonesia ⋅ ⛅ 22 °C

    Wo Pläne enden fangen Abenteuer an! ⛰

    Davon können wir ein Lied singen... Es war das erste Mal, dass wir einen Plan machten (Aufgrund Visa Themen usw.) Doch dann kamen wir ins wunderschönen Haurau Valley, wo sich unser Plan ca. 3 mal änderte. Statt ursprünglich einer geplanten Nacht blieben wir dann ganze 6 Nächte.
    Ein Grund war die Einladung zu einer Hochzeit. Da mussten wir natürlich zusagen! Die Hochzeiten werden hier in den Dörfern noch sehr traditionell gefeiert. Bereits am Tag zuvor 6 Uhr morgens trifft sich das ganze Dorf um gemeinsam für geschätzte 700 Gäste zu kochen. Dies gleicht, um es in Neudeutsch zu sagen, einem großen Social Event. Die Essen werden alle über großen Feuer zubereitet. Auch wir konnten etwas helfen. So rührte ich eine riesen Pfanne Gulasch (für das Nationalgericht Randung) um, als auch haben wir gemeinsam Kokos ausgepresst. Es war sehr faszinierend zu sehen, wie hier der Zusammenhalt im ganzen Dorf ist.

    Am nächsten Tag schien morgens alles sehr entspannt. Wir hätten eher ein gestresstes Brautpaar und Familie erwartet. Wir fuhren zu dem Haus, wo der Vater des Bräutigams aufwuchs. Traditionell wird hier das Brautpaar geschmickt und angezogen, bevor es dann mit einem Zug und etwas Musik in Richtung dem aktuellen Wohnort der Bräutigam Eltern ging. Hier wird traditionell die Hochzeit gefeiert und hier wurde am vorherigen Tag auch fleißig gekocht.

    Es ist dann nicht wie bei uns, dass alle Gäste den ganzen Tag hier sind, sondern diese kommen über den Tag verteilt, Essen etwas, gratulieren dem Brautpaar und gehen wieder. Das Brautpaar sitzt den ganzen Tag in einem wunderschön dekorierten Raum und wartet auf die Gäste, die zum gratulieren und fotografieren kommen. Man kann sich vorstellen wie anstrengend dies ist.

    Abends war dann Karaoke und etwas Tanzen angesagt. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen auch zu tanzen 👯 .

    Und man kann es sich fast nicht vorstellen, dass die die Feier ohne Alkohol war.

    Katrin wurde an dem Tag auch kurzerhand zur Assistentin eines Fotografen ernannt. Beide waren dann voll in Ihrem Element!

    Für uns war dies mal wieder eine einzigartige tolle Erfahrung! Wir können uns sehr glücklich schätzen!

    Wir habe euch noch ein paar weitere Eindrücke vom Harau Valley angehängt. Ganz getreu dem Motto „Bilder sagen mehr als Tausend Worte“.
    Read more

  • Day21

    #4 Lernen mit Kerstin und Katrin

    September 16 in Indonesia ⋅ ☁️ 31 °C

    Ein nebeliger Schleier liegt über Harau Valley - ein wunderschönes Tal in Sumatra, weit weg von allem Trubel.

    Ein Schauspiel der Natur? Leider nein...

    Wie wir später erfahren, wird dieser Dunst durch die jährlich zur selben Zeit stattfindende, illegale Verbrennung des Dschungels in benachbarten Orten verursacht. Für Flächen, welche im Nachhinein dafür genutzt werden, um die ertragsreichen Bäume zur Palmöl-Produktion anzupflanzen. Nicht nur Harau Valley ist von diesen nebeligen Abgasen betroffen...in vielen Teilen Sumatras und auch weiter über die Insel hinaus wird die Sicht auf die Landschaft bedeckt oder verschwindet ganz hinter dem Dunst.

    Die Brandrodung des Dschungels zur Palmöl-Produktion - ein Thema das längst in Deutschland angekommen ist. Doch hier im wunderschönen Sumatra werden uns die tatsächlichen Ausmaße direkt vors Auge geführt. Während der Busfahrten rauschen an uns die Felder mit den Palmen vorbei und nehmen gefühlt kein Ende. Auch die von verbrannten Bäumen gekennzeichneten Lücken mitten im Dschungel tun unserem Herzen weh. Warum müssen Tiere Ihren Lebensraum verlieren? Warum wird die Natur zerstört und den Einheimischen dadurch auch das Wasser weg genommen, da die Palmen Unmengen davon benötigen? Warum lässt man es zu, dass sich sogar dadurch langfristig das Klima ändert? Viele Fragen, die einem hier durch den Kopf gehen. Das kann man doch nicht verantworten ...!? Wir versuchten mit einigen Einheimischen darüber zu reden, unter welchen keiner diese Entwicklung befürwortete. Viele von ihnen tragen auch bereits Gesichtsmasken, da die Partikel in der Luft natürlich auch sehr ungesund sind.

    Doch können wir etwas dagegen machen? Nach einigen Recherchen ist die Antwort trotz allem sehr schwierig. Palmöl ist mittlerweile in nahezu jedem Produkt enthalten und es ist viel ertragsreicher, wie zum Beispiel die Alternativen Rapsöl. Würden wir auf diese gehen, bräuchten wir nochmals um einiges mehr an Flächen, was einen noch größeren negativen Einfluss auf das Ökosystem hätte. Folgender Ausschnitt fasst dies gut zusammen:

    "Der simple Austausch von Palmöl durch andere Pflanzenöle löst die Probleme nicht, sondern kann sie sogar verschlimmern“, fasst Ilka Petersen vom WWF Deutschland zusammen. „Das gilt insbesondere dann, wenn Palmöl durch Soja- oder Kokosöl ersetzt wird. Es führt daher kein Weg daran vorbei, den Anbau von Ölpflanzen ausnahmslos umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Gleichzeitig muss unser Bedarf drastisch gesenkt werden.“
    Quelle: https://mobil.wwf.de/2016/august/kein-palmoel-ist-auch-keine-loesung/

    Die Problematik mit dem Palmöl ist sehr facettenreich und man kann lange darüber diskutieren. Im Internet kursieren ebenso viele verschiedene Meinungen darüber. Wir möchten keine "richtige" Lösung dafür hervorheben, sondern eher zu einem bewussten Umgang mit Palmöl aufrufen.

    "Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht dieser Welt verändern." - Sprichwort der Xhosa

    Folgende Berichte und folgendes Video geben beispielsweise noch mal gute kompakte Infos dazu:

    Allgemeine Infos zu Palmöl:

    https://www.regenwald.org/themen/palmoel/fragen-und-antworten#start

    https://youtu.be/P_P2GcHbUw8

    Sehr gute Reportage zu dem Thema:
    https://youtu.be/gCSGD1nOyoA

    Aktuelle Infos zur Rodung:

    https://www.regenwald.org/news/9510/sumatra-und-borneo-brennen

    https://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/brandrodung-in-borneo-und-sumatra-da-liegt-was-in-der-luft-a-1287880.html

    https://mustsharenews.com/indonesia-red-sky/

     
    Read more

  • Day14

    Über den Wolken...

    September 9 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    ... oder auch stairways to heaven!!

    Gestern noch waren wir am größten Kratersee der Welt, dem Lake Tobo (1776 km2 und 86 km lang inkl. einer Insel die groß wie Sumatra ist) und heute beklimmten wir bereits einen der aktivsten Vulkane in Sumatra den Mt. Marapi in der Nähe der Stadt Bukittingi. 🌋 Der Marapi ist zuletzt im Mai 2018 ausgebrochen.

    Bereits um 07:30 Uhr standen wir am Fusse des Vulkans. Nach nicht wenig anstrengenden 3 1/2 Stunden und mehr als 1300 hm erreichten wir den höchsten Punkt auf 2891 m. Der Weg aufwärts ging größtenteils abenteuerlich durch den Dschungel bis zur Baumgrenze wo es dann sehr steinig wurde.

    Oben angekommen waren wir nur noch geflasht!
    Über den Wolken konnten wir direkt in den Krater sehen und hatten einen Ausblick der unbeschreiblich war! Zudem kam dazu, dass wir alleine waren! In dieser traumhaften Atmosphäre genossen wir dann unser mitgebrachtes Nasi Goreng!

    Leider gibt es auch eine Schattenseite. Für die locals ist die Besteigung des Marapi ebenso ein Highlight. Leider fehlt es hier jedoch an jeglicher Aufklärung bzgl. Müll, weswegen es auf dem Weg teilweise sehr vermüllt war!
    Könnte man durch Aufklärung tatsächlich etwas ändern? Welche Rolle spielt die Regierung? Das sind Gedanken die uns gerade sehr beschäftigen...
    Read more

  • Day9

    Berastagi. 1 Tag voller Eindrücke!

    September 4 in Indonesia ⋅ ⛅ 19 °C

    Für lediglich 2 Nächte entschieden wir uns nach Berastagi zu fahren. Eine Kleinstadt am Rande der Vulkane Sinabung und Sibayak.

    Beide sind aktiv und letzterer brach nach bereits häufigen Eruptionen zuvor kürzlich erst wieder im Juni 2019 aus. Daher ist aktuell lediglich der Vulkan Sibayak begehbar.

    Zu Fuss von unserem Guesthouse dauerte es ca. 2h bis wir die bereits angekündigten Helikoptergeräusche gehört hatten. Die Geräusche, welche beim Austritt des Schwefels entstehen. Bald folgte auch schon der nach verfaulten Eiern erinnerernde Geruch - wovon sich jedoch trotzdem viele Locals vom Campen am Vulkankrater nicht abhalten lassen. Anschliessend ging es noch zu den heissen Quellen, welche zwar sehr gesund sein sollen - der Schwefelgeruch dort aber auch nicht 100 % zum entspannen einladet. 😅

    Eine weitere Erfahrung am selbigen Abend werden wir wohl auch lange nicht vergessen.

    Der Besitzer unserers Guesthouse lud uns ein, ihn zu einem kleinen Dorffestival zu begleiten, bei welchen wir traditionelle Tänze sehen konnten. Das Angebot schlugen wir natürlich nicht aus! Dort angekommen realisierten wir mit einer Vorahnung, dass wir die einzigen Europäer sind. Mit einer entsprechenden Gastfreundlichkeit wurden wir dort auch begrüsst...über einen kleinen roten Teppich wurden wir per Handschütteln von diversen Personen begrüsst und durften uns in die erste Reihe - ich würde sagen als Ehrengäste - hocken. Alle schauten uns mit neugierigen Blicken an und ohne ein Wort davon zu verstehen, ließen die Moderatoren Kommentare in unsere Richtung los - gefolgt von einem Gekichere im Publikum. Wir wollen gar nicht wissen, was da geredet wurde 😄. Schliesslich wurden wir sogar auf die Bühne geholt und mussten uns einem kurzen Interview aussetzen und bekamen anschliessend Tee und Süsses zum Naschen. Einmal BERÜHMT sein. Das Gefühl durften wir an diesem Abend auf jeden Fall erleben und wird uns in Erinnerung bleiben!
    Read more

  • Day6

    Übernacht im Dschungel

    September 1 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Es wird hell, langsam erwachen wir im Zelt, wir hören das Rauschen des Flusses und auf unserem Zeltdach hört man die Affen 🐒.
    Wir stehen auf, ziehen unseren Bikini an und springen in das kalte Wasser. Klingt wie in einem Traum? Genau diesen Traum dürfen wir leben!
    Aber erstmal von Anfang....

    Mittlerweile sind wir in Sumatra angekommen. Nach einer Nacht in Medan ging es direkt nach Bukit Lawang, nahe den Gunung Leuser Nationalpark.
    Dort wohnen wir in einem kleinen einfachen aber wunderschönen Bungalow am Fluss!
    Dieser ruhige sehr entspannte Ort hat ein Glücksgefühl ausgelöst, welches schwer zu beschreiben ist.
    Nach einem entspannten Tag in Bukit Lawang, ging es dann für 2 Tage in die Tiefen des Dschungels. Unser Guide Rasta hat uns viel zu Flora und Faune erklärt und uns unvergesslichen Eindrücke gewinnen lassen. Das Highlight waren jedoch die Orang Utans in freier Wildbahn, welche wir hautnah (wortwörtlich) erleben durften. Ich (Kerstin) wurde tatsächlich auch von einem Orang Utan Namens Jacky festgehalten. So beeindruckend es für mich war, so traurig ist es fast schon. Jacky ist semi-wild und eine kleine Attraktion. Sie kommt zu den Touris und hält diese fest, bis sie was zu Essen bekommt. Auch hier spürt man somit den Tourismus bereits...

    Danach ging es in unser Camp am Fluss, wo wir einen tollen entspannten Abend erlebt haben. Neben sehr guten Essen haben wir mit den Einheimischen einen amüsanten Rätsel- und Spieleabend gehabt.

    Jaaa... am nächsten Morgen durften wir nach dem Aufstehen ein gutes Frühstück am Fluss geniessen, haben einen Abstecher zu einem Wasserfall gemacht und sind mit Tubes den Fluss zurück in unser Dorf geraftet!!
    Read more

  • Day20

    #3 Lernen mit Kerstin und Katrin

    August 26 in Myanmar ⋅ 🌧 26 °C

    Bevor unsere Reise in Myanmar endet, möchten wir auf ein kritisches Thema eingehen, welches unserer Meinung nach neben den wunderschönen Eindrücken nicht in Vergessenheit geraten darf. Wir selbst haben von dieser Thematik nichts vor Ort mitbekommen.

    Die Vertreibung der Rohingyas.

    Als hauptsächlich muslimische Minderheit dürfen sie sich durch eine Gesetzesänderung der Militärjunta im Jahr 1982 nicht mehr zu den 135 offiziell anerkannten ethnischen Minoritäten zählen, welche in Myanmar leben. Als Rechtfertigung der Regierung wird unter anderem die nicht geklärte Herkunft dieser Völkergruppe genannt. Sie wurden somit von einem auf den anderen Tag zu illegalen Einwanderern ohne Staatsbürgerrecht erklärt und dürfen somit in Myanmar nicht wählen und haben keinen Zugang zu höherer Bildung. Als wäre das nicht genug, stellen ihre erbauten Siedlungen und religiöse Stätten illegale Bauwerke dar und können somit unangekündigt beschlagnahmt oder zerstört werden.

    Bereits 300000 Rohingyas sind seither nach Bangladesch geflohen. Durch einen Überfall auf Polizei- und Militärstützpunkte durch eine Ronhingya-Miliz waren im August 2017 circa 600 000 weitere Ronhingyas dazu gezwungen, in die Nachbarländer zu flüchten. Vergewaltigungen der Frauen, Plünderungen der Dörfer, bishin zu Tötungen wurden durch das Militär ausgeübt. Die Vereinten Nationen sprechen unter anderem von "ethnischen Säuberungen".

    Seitdem leben fast 1 Mio. Menschen in Flüchtlingslagern bei Bangladesch unter erschwerten Bedingungen. Über die Hälfte sind Kinder.

    Gerade aktuell führen heftige monsunartige Regenfälle zu Erdrutschen und überfluteten Lagern.

    Mittlerweile gibt es zwischen Myanmar und Bangladesch eine Einigung in welchen Myanmar sich bereit erklärt 3000 der Rohingyas wieder zurück zu führen.

    Bevor diese unkontrolliert und unter Zwang erfolgt wird nach Freiwilligen zu suchen.

    Solange jedoch keine Einigung über die Rechte, einer Sicherheitsgarantie und die Anerkennung der Staatsbürgerschaft vorliegt, löst die Rückführung große Sorgen aus.

    Aus der Presse kann man folgende Zitate der Rohingyas entnehmen.

    „Die haben unsere Frauen und Mädchen vergewaltigt, unsere Kinder getötet, unsere Häuser und unser ganzes Hab und Gut verbrannt. Vier meiner Enkel sind ums Leben gekommen und zwei Onkel", erzählt ein Betroffener. Und trotz dieser Ereignisse wolle man sie nun in dieses brutale Land zurückschicken. "Dann können sie uns gleich hier töten. Gebt mir Gift, ich trinke es sofort. Dorthin zurück gehe ich niemals!",

    Vorerst bleiben die Busse leer. Die Rückführung gilt als gescheitert.

    Wir müssen abwarten wie die UNO, die Regierung und das Militär weiter agiert.
    Read more

  • Day19

    3-Tages-Trecking Tour zum Inle Lake

    August 25 in Myanmar ⋅ ⛅ 28 °C

    Wie kann man nochmals mehr über das Leben der Burmesen lernen? Die 3-Tages-Trecking-Tour hat uns hierbei auf jeden Fall geholfen!

    Von Kalaw zu Fuss zum Inle Lake. 60 km. Keine Elektrizität. Kein WiFi. Back to the Roots!

    Die Tour war auf jeden Fall eines unserer Highlights! Wir übernachteten in einem kleinen Dorf bei Einheimischen, als auch im Kloster mit 15 Mönchen. Eine einmalige Erfahrung, welche einem nochmals zeigt, wie einfach und befreiend das Leben ohne jeglichen Schnickschnack sein kann. Der Weg selbst war geprägt von wunderschönen Ausblicken auf die knallig, grünen Reisfeldern, Anbauten von allerlei Gemüse (v.a. Ingwer und Chili war uns neu) und den neugierigen Blicken der Büffel. Wie in alten Zeiten helfen diese beim Ackerbau, da noch nicht viele Farmer sich teure Traktoren leisten können. Das Passieren diverser Dörfer war ebenso sehr spannend. Wann kommt man schon mal hier her? Abseits von den grossen Städten.

    Nach 3 Tagen voller matschiger Rutschpartien (es regnete viel!), Mosquitoplagen und vor allem vielem leckerem Essen sind wir nun am Inle Lake. Ein faszinierender, riesengroßer See (Der zweitgrösste in Myanmar), welcher dafür bekannt ist, dass auf ihm (ja AUF ihm) Gemüse angebaut wird. Die Wasserpflanzen fixiert mit Bambus bieten dafür die Ebene.

    Heute Abend geht es wieder zurück zu unserem Startpunkt Yangon...wo die Weiterreise am Dienstag angetreten wird. 😱
    Read more

  • Day13

    Unsere Zeit in Bagan

    August 19 in Myanmar ⋅ ☁️ 22 °C

    Die letzten Tage haben wir in Bagan [bəgàn] (birmanisch ပုဂံမြို), einer historische Königsstadt in Myanmar mit über zweitausend erhaltenen Sakralgebäuden aus Ziegelstein verbracht.

    Im Jahr 1975 - als auch im Jahr 2016 gab es leider schwere Erdbeben, wo einige Pagoden zum Teil stark beschädigt worden sind und deswegen auch nicht mehr erklimmbar sind.

    In Bagan haben wir auch Julia (eine sehr gute Freundin von Katrin) getroffen, mit der wir eine tolle Zeit verbracht haben.

    Morgens um 04:45 Uhr klingelt der Wecker. Mit dem E-Scooter ging es Richtung Tempelstätte um den Sonnenaufgang zu erleben. Wie ruhig es doch noch ist. Danach haben wir ein Frühstück genossen und anschließend weiter Bagan erkundet. Wir konnten tolle Sonnenaufgänge und -untergänge beobachten und haben Tempel erklimmt! Zur Erfrischung sind wir dann in denn Hostel eigenen Pool gesprungen und haben uns burmesisches Bier schmecken lassen.

    Hier ist der Tourismus (leider) schon etwas angekommen, was man an manchen Abzockversuchen merkt.

    Trotzdessen ist es sehr beeindruckend und wunderschön und wird von einer unglaublichen Mystik begleitet.

    Unsere Eindrücke findet ihr im Video 🌞
    Read more

Never miss updates of Katrin Fiedler with our app:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android