• Lesotho

    2022年8月14日, 南アフリカ ⋅ ☀️ 10 °C

    14. August
    In der ersten Nacht, die wir in Lesothos Bergen verbringen, wird es klirrend kalt.
    Bei Kai und Karola fällt, wahrscheinlich aufgrund der enormen Höhe, die Heizung aus. Trotz diverser Reparaturversuche mitten in der Nacht kriegt Kai die Maschine nicht mehr in Gang.
    Bei minus 9 Grad gefriert das Wasser am Hahn und im Spülbecken.
    Doch dank ihrer warmen Decken überstehen die Beiden die Nacht unbeschadet.
    Zum Aufwärmen und für Internetgeschäfte statten wir der höchsten Bar von Afrika erneut einen Besuch ab. Karola muss noch ein paar Telefonate für die Firma führen, ich versuche, meinen Blogbeitrag über den Sanipass hochzuladen.
    Beim allerletzten Foto stürzt das gesamte Programm ab, und mehr als zweieinhalb .Stunden Arbeit lösen sich komplett in Nichts auf. Die ganze investierte Zeit umsonst! Jetzt muss ich alle Bilder noch einmal heraussuchen und einzeln hochladen, doch mittlerweile stehen wir unter Zeitdruck. Es liegt noch ein langer, beschwerlicher Weg vor uns.
    So gerät sowohl die Auswahl als auch die Nummerierung meiner Bilder durcheinander. Aber ich hoffe, Ihr konntet Euch trotzdem einen Eindruck von der Strecke machen und dem Text die entsprechend passenden Bilder zuordnen.
    Erst gegen 12.30 Uhr befinden wir uns auf wieder auf der Pad.
    Weit werden wir heute nicht kommen, denn hier in den Bergen geht die Sonne noch früher unter als in der Ebene. Bis spätestens 17.00 Uhr müssen wir ein Schlaflager gefunden haben, was in diesem Gelände nicht einfach ist. Neben dem steinigen Weg gibt es so gut wie keine ebenen Fläche, die Platz genug für unsere beiden Autos bietet.
    Ein richtiger Campingplatz ist für die nächsten Hundert Kilometer nicht zu erwarten.
    Unterwegs passieren wir ein paar Schneefelder, der neue Pass führt uns bis auf eine Höhe von 3.240 Metern hinauf. Einige riesige Felsblöcke sind auf die Straße gestürzt. Viktor spricht von mechanischer Erosion, was bedeutet, dass die großen Temperaturunterschiede in Verbindung mit Wasser, Kälte und Hitze, Teile des Felsens regelrecht absprengen.
    An den Berghängen sehen wir immer wieder kleine Siedlungen, manchmal bestehen sie nur aus ein paar Steinhäuschen.
    Darum herum und dazwischen liegen große Felder.
    Es erscheint uns unfassbar, dass die Äcker hier bis zu einer Höhe von 2700 Metern bearbeitet werden.
    Wie ist das möglich in diesem extrem steilen Gelände? Was für eine mühsame Knochenarbeit!
    Aufgrund der Höhe und Unwegsamkeit sind in vielen Gebieten Pferde und Esel das einzige Transportmittel für die Bergbewohner. Die Basotho, so heißen die Menschen hier, sind durchweg freundliche Menschen. Selbst die, denen wir in den spärlich besiedelten höchstgelegenen Gebieten begegnen, lachen uns unvoreingenommen zu.
    Der Weg indes ist fürchterlich, anstrengend und Kraft raubend.
    Geröll und große Steinbrocken wechseln mit tiefen Schlaglöchern und ausgewaschene Spurrillen ab. Wir quälen uns Kilometer für Kilometer bergauf, um dann auf der anderen Seite die mühsam erarbeiteten Höhenmeter wieder herunter zu poltern. Den Fahrern wird alles abverlangt. Ich bin froh, nur Beifahrer zu sein, und das ist schon anstrengend genug.
    Am Abend finden wir einen schönen Platz, geschafft haben wir gerade mal Kilometer.

    Aufgrund seiner besonderen Lage, das ganze Land liegt über 1000 Meter hoch, wird Lesotho auch " The Kingdom in the Sky " („ Das Königreich im Himmel“) genannt.
    Es gehört zu den kleineren Ländern Afrikas (Platz 42 von 54) und hat mit 30.355 km² etwa die Größe Belgiens. Das Land zählt 2, 14 Millionen Einwohner.
    Lesotho ist vollständig von Südafrika umgeben, was man ansonsten nur von San Marino und dem Vatikanstaat kennt.
    Die weite Landschaft wird durch die markanten Drakensberge dominiert, die bis zu einer Höhe von fast 3500 Metern reichen. Diese mächtigen Erhebungen aus überwiegend basaltischen Gesteinen entstanden vor etwa 180 Millionen Jahren durch einen auf der Südhalbkugel weit verbreiteten Vulkanismus.

    Lesotho bietet unendlich viele Möglichkeiten zum Wandern, Mountainbiken, Skifahren und andere Aktivitäten für Menschen, die sich weit ab von ausgetretenen Pfaden bewegen wollen. Das passt doch zu 100 Prozent, zumindest auf unsere Männer.
    Karola und mir genügt als Nervenkitzel allein unsere abenteuerliche Durchquerung des Landes.
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