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- Jour 84
- samedi 22 octobre 2022
- ⛅ 30 °C
- Altitude: 1 280 m
ZambieMatero15°23’41” S 28°16’36” E
Es läuft nicht rund
22 octobre 2022, Zambie ⋅ ⛅ 30 °C
Nun sind wir seit 5 Tagen in Lusaka, wo ein paar wichtige Dinge zu erledigen sind.
Von einem Freund von Kai und Karola werden wir sehr herzlich empfangen, dürfen unsere Camper dort parken, die sanitären Anlagen mit benutzen und 2 Partys als Gäste aus Übersee mitfeiern.
Einen halben Tag verbringen wir in Lusaka auf der deutschen Botschaft, um eine eidesstattliche Erklärung für zu Hause beglaubigen zu lassen.
Allerdings kommen wir ohne Termin. Den gibt es erst im November, und so lange können wir nicht warten.
So stellen wir uns einfach mit in die Schlange der Wartenden, bis wir schließlich an der Reihe sind. Nein, wir haben keinen Termin, nur eine persönliche Einladung, behaupte ich frech und zeige eine Mail von der deutschen Botschafterin, in der sie mir mitteilt, dass sie keine eidesstattliche Erklärung beurkunden darf.
Als die Security Beamtin die Unterschrift sieht - den Rest des Briefes versteht sie glücklicherweise nicht - dürfen wir mit der vermeintlichen Einladung rein in die Botschaft.
Dort bekommen wir nach fast 2 Stunden Wartezeit plus zwei Stunden Fahrtzeit einen Ersatz für die Beurkundung der eidesstattliche Erklärung, die wir dann für 25 Euro nach Deutschland schicken. Bleibt nur zu hoffen, dass das Straßenverkehrsamt dieses Schreiben akzeptiert, sonst war der ganze Aufwand umsonst.
Dann geht es weiter zu DHL, wo wir ein Päckchen mit dem Ersatz für den verlorenen Gasadapter in Empfang nehmen wollen.
Leider ist er noch nicht angekommen, und dummerweise kann an drei verschiedenen Stellen in Lusaka - und die Stadt ist riiiiesig groß - keiner eine Auskunft geben oder im Internet einen Hinweis finden, wann, wo und ob überhaupt das Päckchen irgendwie einmal ankommt. Wird hier etwa noch getrommelt????
Ich bin völlig genervt und habe die Nase gestrichen voll.
Um mir etwas Gutes zu tun, erkundige ich mich in einem Hairdresser Shop, ob mir einer die Ponyhaare schneiden kann. Vielleicht bewirkt eine schönere Frisur einen Stimmungswechsel???
Nein, es kann leider niemand mit der Schere die Haare schneiden?
Hä??? Ich schiele verstohlen zum Fenster und vergewissere mich, dass ich nicht im falschen Laden gelandet bin. Nein, es ist wirklich ein Friseursalon. Womit, bitte, wird denn hier geschnitten? ✂️
Da huscht ein Strahlen über das Gesicht der Angestellten: " I can do it with a lazer." Oh, das ist ja Wahnsinn. Wie fortschrittlich.
Laserhaarschnitte, so was gibt es noch nicht einmal bei uns zu Hause. Sie verschwindet in einem Nebenraum, und ich erwarte, dass sie gleich mit einem großen Lasergerät zurückkommt.
Sie erscheint ohne großes Gerät, hält nur etwas kleines Silbernes in der Hand.
" Here is the laser, Madam."
Mit Mühe kann ich mich auf dem Stuhl halten und nur mit großer Selbstbeherrschung einen Lachanfall unterdrücken: Sie hält eine einfache Rasierklinge in der Hand und meint razor, kann aber, wie die meisten Schwarzen kein " r " aussprechen. Also wird aus dem razor ein laser!!!🤣
Das Schlimmste aber ist, dass mein Pony wirklich aussieht, als sei er mit einer Rasierklinge bearbeitet worden.🙈
Ernsthafter als diese Ärgernisse des Alltags sind aber ganz andere Probleme, mit denen wir konfrontiert werden.
Auf dem Weg hierher hatten wir schon von Holländern gehört, dass im Iran große Unruhen herrschen, ( ihr seid bestimmt besser darüber informiert als wir), so dass die deutsche Botschaft dringend von einem Besuch des Landes abrät.
Den Iran zu durchqueren war aber unser Plan.
Alternativ könnten wir über Saudi-Arabien und Jordanien nach Israel reisen und dann über das Mittelmeer in die Türkei oder nach Griechenland.
Ohne Verschiffung wäre eine andere Route über Äthiopien, den Sudan und Saudi-Arabien möglich. Aber hier sind die politischen Verhältnisse unsicher und niemand weiß, wie sich die Situation in den Ländern weiter entwickelt.
Als sei das noch nicht genug, erreicht uns eine neue Hiobsbotschaft, dass in Äthiopien unser Carnet de Passage seit kurzem nicht mehr akzeptiert wird. Man muss statt dessen eine Bürgschaft im Wert des Fahrzeuges hinterlegen : in US Dollar und in bar! Klar, die haben wir doch mal locker in der Portokasse😳
Alle Ausweichmöglichkeiten sind neu für uns, anders als ursprünglich von langer Hand geplant und müssen nun durchdacht und geprüft werden. Wir hatten uns auf eine komplett andere Route vorbereitet und eingestellt.
Hinzu kommt, dass uns von anderen Overlandern mitgeteilt wurde, dass in Uganda, einem unserer nächsten Reiseländer, Ebola ausgebrochen ist.
Wenn alles schief läuft, müssen wir zurück nach Südafrika und von dort wieder nach Hause verschiffen. Das wäre wirklich schrecklich!
Doch zunächst einmal möchten wir noch Malawi, Tansania, Kenia und Ruanda bereisen.
Und dann will ich Weihnachten ja auch noch nach Hause, was ebenfalls geplant, organisiert und mit dem Rest der Gruppe getimed werden muss.
Wir müssen abwarten, beobachten und dann entscheiden, wie es weitergeht mit unserem Abenteuer .
Doch nicht zu wissen, was kommen wird und wohin der Weg uns führt - das zu akzeptieren, gehört nicht gerade zu meinen Stärken.
Also, bitte: Keep your fingers crossed for us 🤞!!!En savoir plus






VoyageurIch drücke euch ganz fest die Daumen, dass doch alles wie geplant läuft!🍀✊
Vielleicht doch lieber nach Australien?? [Manfred Loth]
Voyageuralso, ich durfte ute schon 2x die Haare schneiden. Beim ersten Mal war sie nicht begeistert. Aber zum Glück wachsen ihre Haare ja noch 🤣