• MTB Tour am Tauposee

    15 ноября, Новая Зеландия ⋅ ☀️ 17 °C

    Am nächsten Tag leihen wir uns Fahrräder aus.
    Eine mittelschwere Mountainbiketour von ca. 19 Meilen (etwa 30 km) führt uns vorbei an den Huka Falls, durch das Wairakei Valley bis zum Aratiatia Staudamm.
    Die Landschaft ist wieder atemberaubend schön, und die Perspektive vom Fahrrad aus mal eine ganz andere.

    Die berühmten Huka Wasserfälle bestehen aus zwei Kaskaden mit einer 235 Meter langen, dazwischen liegenden Stromschnelle, in der der Waikato River von einer Breite von zuvor rund 100 Metern in eine Schlucht auf 15 Meter verengt wird.
    In der ersten Kaskade schießt das Wasser über einen Höhenunterschied von 8 m zu Tal, bevor es in der zweiten Kaskade mehr als 11 m herunter donnert.
    Die Huka Falls galten lange als unbefahrbar, doch im Jahre 1981 gelang zwei wagemutigen Kajakfahrern bei einem niedrigen Wasserstand eine erfolgreiche Erstbefahrung.

    Doch gab und gibt es an den Falls immer wieder Todesfälle, bei denen fast jedes Mal Kajakfahrer involviert waren.
    So habe ich dann auch ein mulmiges Gefühl, als wir bemerken, dass sich 3 Paddler fertig machen, um diese weiße Hölle zu bezwingen.
    Die kleine Brücke, von der aus wir alles beobachten können, hat sich bis auf den letzten Platz gefüllt.
    Der erste fährt los: drei starke Paddelschläge, und er saust mit der Hauptströmung abwärts. Mehrmals wird er durch die Wasserwucht versetzt, es gelingt ihm aber immer wieder, sein Boot auszubalancieren.
    Hinter der ersten Stufe verschwindet er.
    Schnell kann ich noch einmal einen kurzen Blick auf ihn erhaschen, bevor er den zweiten, den großen Wasserfall hinunterstürzt.
    Es dauert eine Weile, bis ich sein Boot weit unterhalb der Kaskaden im wieder ruhigen Wasser treiben sehe.
    Oh, was bin ich erleichtert! 😌

    Gott sei Dank schaffen es auch die beiden anderen ohne Probleme. Ich möchte nicht miterleben, wenn so eine Kamikaze Aktion einmal böse endet.

    Für uns indes geht der Ritt weiter.
    Die Aratiatia Rapids sind Stromschnellen des Waikato River, die durch ein Staudammkraftwerk kontrolliert werden. Das Wasser wird regelmäßig abgelassen, wodurch eine spektakuläre Flutung der Schlucht entsteht, die nicht nur uns zu den Aussichtspunkten lockt.
    Zweimal am Tag bietet sich den Zuschauern ein spektakuläres Schauspiel: Innerhalb von Minuten verwandelt sich der trockene, mit Felsen verblockte Canyon in einen reißenden Wildbach.
    Bis zu 90.000 Liter Wasser pro Sekunde stürzen aus den Dammtoren und füllen die Rapids mit tosendem Schaum. Was für ein beeindruckender Kampf der Naturgewalten.
    Nach etwa einer halben Stunde schließen sich die Tore wieder, und der Fluss verwandelt sich zurück in ein friedliches Bächlein.
    Am Abend geben wir nach einem richtig tollen Tag die Räder wieder unversehrt zurück.
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