• Inge Hohmeier
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Down Under - Aotearoa

Un’avventura di 62 giorni di Inge Leggi altro
  • Inizio del viaggio
    21 ottobre 2025

    Es ist so weit!

    21 ottobre 2025, Germania ⋅ ☁️ 15 °C

    All our bags are packed - we're ready to go......
    Wochen - ja eigentlich Monate langer Vorbereitungen liegen hinter uns.
    Jetzt sind wir startbereit, aber auch etwas erschöpft 😩.
    Obwohl wir das Prozedere inzwischen ja zur Genüge kennen, bin ich immer wieder überrascht und erschlagen von dem, was alles zu erledigen, zu beachten und vorausschauend zu organisieren ist.
    Neben der konkreten Reiseplanung galt es auch, noch ein wunderschönes Weihnachtspaket auf den Weg nach Japan zu bringen und zwei Operationen für uns beide vorzubereiten.
    Kurzum - ich pfeife mal wieder aus dem letzten Loch.
    Aber die Vorfreude und die aufgeregte Erwartung auf den wunderschönen Inselstaat im südlichen Pazifik überlagern alle Zweifel und Ängste.
    Neuseeland, wir kommen!!!
    Gute Reise - Kia pai te haere ✈️
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  • Die Anreise

    23 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 22 °C

    WIR SIND ANGEKOMMEN!!!
    Mehr als 18.000 Kilometer liegen hinter uns.
    Der zweite Abschnitt, also der Flug von Dubai nach Auckland hat fast 16 Stunden gedauert und schien kein Ende nehmen zu wollen. 💀
    Wir haben dreimal etwas zu essen bekommen und gefühlt 8 Filme angeschaut.
    Es war fürchterlich anstrengend - insgesamt ( mit dem Aufenthalt in Dubai ) sind wir jetzt 27 Stunden unterwegs .
    Doch der Tag ist noch nicht zu Ende:
    Nun müssen wir erstmal den Zoll passieren, unser Gepäck einsammeln und zu dem Autoverleih fahren, wo wir den gemieteteten Camper übernehmen wollen.
    Ein paar Stunden später:
    So, auch das haben wir geschafft.
    Wir navigieren zu unserem ersten Platz - es ist so etwas wie ein privater Garten bei einem Ehepaar. Wir hatten eigentlich gedacht, es sei ein Campingplatz mit Duschen und Toiletten. 😱
    Egal, wir haben auch keine Kraft mehr, etwas Anderes zu suchen.
    Nach 48 schlaflosen Stunden fallen wir todmüde ins Bett - so kaputt war ich nur einmal im Leben nach einer Klassenfahrt, wo wir Lehrer ganze 4 Nächte kein Auge zugemacht haben.
    Gute Nacht 🌃
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  • Auckland

    24–25 ott 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 20 °C

    Auckland, mit über 1,4 Millionen Einwohnern die größte Stadt Neuseelands, liegt im oberen Teil der Nordinsel.
    1840 als Hauptstadt Neuseelands gegründet behielt sie diesen Status, bis sie 1865 von Wellington abgelöst wurde.
    Für die Einwohner von Auckland gibt es
    die Slang-Bezeichnung:
    " Jafa".
    Ursprünglich abfällig gemeint steht diese Abkürzung für "Just Another Fucking Aucklander " .
    Vermutlich war die starke Dominanz der Aucklander, die etwa ein Drittel der Einwohner des gesamten Landes ausmachen, der Grund für die Entstehung des Wortes.
    Inzwischen aber ist der Begriff ganz ohne Ironie in den Wortschatz übergegangen und wird auch von den meisten Bewohnern als humorvolle Eigenbezeichnung verwendet.

    Das landschaftliche Bild Aucklands wird von 53 inaktiven Vulkanen geprägt, zwischen denen sich die große Stadt erstreckt.
    Auch die Lage an den geschützten Meeresbuchten trägt wesentlich zur Szenerie Aucklands bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen "City of Sails" einbrachte.
    Wir verbringen einen abwechslungsreichen Tag hier und speisen abends köstlich in einem der vielen Restaurants.
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  • Fast das Ende der Reise

    25 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 15 °C

    Am Morgen des 25.10. verlassen wir Auckland.
    Wir wollen nach Tiha Beach , einem spektakulären Strandabschnitt an der Tasmanischen See, auch Tasmanmeer genannt.

    Unseren Kühlschrank und ein paar Schubladen haben wir bei Woolworth reichlich mit Lebensmitteln aufgefüllt, obwohl wir eigentlich am liebsten essen gehen.
    🤣🤣🤣
    Kaum haben wir Auckland verlassen, wird die Straße schmaler und ihr Zustand deutlich schlechter.
    Durch größere Regenfälle in der letzten Zeit sind die Seitenstreifen neben dem Asphalt tief ausgewaschen, teilweise fehlen sie vollkommen.
    Bei Gegenverkehr wird es richtig eng.
    Plötzlich, wir sind schon fast an unserem Ziel angekommen, rast uns ein Jeep auf unserer Spur entgegen.
    Oh, mein Gott!!! 😨
    Links von mir ist neben der kaputten Bankette gleich ein tiefer Abgrund.
    Trotzdem muss Viktor ausweichen, wenn er einen Zusammenstoß verhindern will.
    Und dann macht es auch schon Rumms, und wir hängen in einem tiefen Riesenschlagloch!
    Einerseits schlecht, so abrupt und unsanft gestoppt zu werden. Andererseits hat das uns vor dem sicheren Absturz in die Tiefe bewahrt
    Aussteigen auf meiner Seite ist nicht mehr möglich, also hangele ich mich in der extremen Schieflage auf die rechte Seite, hoffend, dass der Wagen nicht gleich durch die Bewegungen den Abhang herunterrutscht.
    Schließlich stehen wir beide auf der Straße, der andere Fahrer hat sich aus dem Staub gemacht.
    Wir sind komplett unter Schock, selbst Viktor ist kreidebleich und sichtlich erschüttert.
    Es dauert keine zwei Minuten, und die ersten Helfer stoppen neben uns.
    Auch sie sind total erschrocken und vergewissern sich erst einmal, dass keiner von uns verletzt ist.
    Zunächst ist der Plan, dass einer von ihnen uns mit seinem großen Van wieder auf die Straße zieht.
    Doch der Untergrund unter dem linken Vorderrad ist zu unstabil. Es besteht die Gefahr, dass die Erde darunter abbricht und wir den Helfer dann mit in den Abgrund reißen.
    Einer der Neuseeländer ruft deshalb unsere Autovermietung an, die sich wiederum mit einem Abschleppdienst in Verbindung setzt.
    Nach etwa 2 Stunden wälzt sich ein Riesentruck die enge Straße hinunter, und nicht einmal 15 Minuten später steht unser Camper wieder sicher auf der Straße.
    🙏 🙏 🙏
    Unfälle auf engen Straßen sind in Neuseeland leider keine Seltenheit, was auf die Beschaffenheit der Straßen, sowie schmale und kurvenreiche Abschnitte zurückzuführen ist.
    Zudem stellt das Fahren auf der linken Straßenseite für ausländische Fahrer eine große Herausforderung dar.

    Wir sind Gott sei Dank noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen.
    Erst Stunden später realisieren wir so richtig, wieviel Glück wir gehabt haben.
    Das hätte das Ende unserer Reise sein können.
    Diesen Augenblick werden wir so schnell nicht wieder vergessen.
    Danke an unseren Schutzengel und die freundlichen Helfer!!!!
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  • Relaxen am Muriwai Beach

    26 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 16 °C

    Muriwai Beach ist ein faszinierender Küstenabschnitt an der Westküste der Nordinsel von Neuseeland, der für seine spektakuläre Landschaft, den tiefschwarzen Sand und das wilde Meer bekannt ist.
    Hier bleiben wir 3 Tage, um zu relaxen und uns von dem Schrecken zu erholen.
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  • Muriwai Beach und die Tölpel

    26 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 17 °C

    Die rauhe Küste erstreckt sich über 60 Kilometer und bietet eine einmalige Kulisse aus schroffen Klippen, tosenden Wellen und einer vielfältigen Flora und Fauna.

    Der schwarze Sand des Strandes, dessen Farbe durch den hohen Eisenanteil im Vulkangestein entsteht, ist eines der markantesten Merkmale von Muriwai Beach und verleiht der Küste ihr einzigartiges Aussehen.
    Wir haben das große Glück, an einem beeindruckenden Naturschauspiel teilzunehmen zu dürfen.
    Zwischen Oktober und März nisten nämlich etwa 70.000 australische Tölpel hier auf den vorgelagerten Inseln Neuseelands.
    Kleine Pfade und Aussichtspunkte ermöglichen es, die Vögel aus nächster Nähe zu beobachten - und die scheinen sich in keiner Weise an den neugierigen Touristen zu stören.

    Es sind sogenannte Austral-Tölpel, die sich am Anfang nur auf den bizarren Felsen im Meer niedergelassen hatten. Mittlerweile haben sie jegliche Scheu verloren und nisten sogar unmittelbar neben den Aussichtspunkten und an den Steilhängen der Kaipara Coast.
    Tölpeĺ erreichen eine Körpergröße von 84 bis 91 Zentimetern, ihre Flügelspanne beträgt unglaubliche 170 bis 200 Zentimeter.
    Benannt sind sie nach ihrem unbeholfen wirkenden Gang auf dem Land.
    Dafür aber sind sie regelrechte Künstler der Lüfte.
    Die schmalen Flügel setzen relativ weit hinten am Körper an und ermöglichen dadurch beeindruckende Flugmanöver selbst bei stärkstem Wind.
    Entdecken sie weit unter sich eine mögliche Beute, so stürzen sie sich aus Höhen von 30 Metern und mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h senkrecht in die Tiefe.
    Im Moment des Auftreffens auf der Wasseroberfläche pressen sie ihre Flügel eng an den Körper, so dass sie mit ihrem langen, kräftigen Schnabel voran wie mit einer Harpune durchs Wasser schießen und dabei bis zu 30 Meter tief ihr Opfer jagen.
    Tölpelnester bestehen aus Seetang, Gras, Erde und Treibgut jeglicher Art. Das Nistmaterial wird überwiegend vom Männchen gesammelt, mitunter auch aus gerade nicht besetzten Nestern in der Nachbarschaft gestohlen. Das Weibchen verbaut das angschleppte Material sorgfältig und flickt und verbessert das Nest während der gesamten Brutperiode.
    Das Gelege besteht nur aus einem einzigen Ei, da die Küken sehr verletzlich und anstrengend in der Aufzucht sind.
    Ab Januar ist es dann so weit: die Küken schlüpfen und stürzen sich wenig später zu ihrem allerersten Flug vom Felsen und fliegen sofort ca 2000 Kilometer bis nach Australien.
    Erst nach 4- 5 Jahren kehren sie in ihre Heimat Neuseeland zurück, um selbst hier zu brüten.
    Tölpel sind übrigens streng monogam und bleiben ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen. Wenn einer stirbt, sucht der andere sich keinen neuen mehr.
    Weltbekannt wurde der Tölpel Nigel, der jahrelang als einziger echter Vogel unter unzähligen Beton - Attrappen auf der Insel Mana lebte und ausgerechnet eine dieser Nachbildungen als seinen Partner auserkor. Bis zu seinem Tod mied Nigel andere Vögel und kümmerte sich ausschließlich um seine Partnerin aus Stein.
    Ein Ranger fand den toten Nigel eines Tages direkt neben dem geliebten Beton - Tölpel.
    Über die Todesursache sind sich die Wissenschaftler nicht ganz einig, aber es wird vermutet, dass Nigel an seinem gebrochenem Herzen starb.
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  • Route 26 und das Kauri Museum

    28 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 15 °C

    Die Route 16 gilt als ein Juwel Neuseelands, eine malerische Straße mit Blick auf grüne, sanfte Hügel und - an einem schönen Tag - endlos blauen Himmel.
    Heute allerdings haben wir nicht so ein Glück mit dem Wetter: der Himmel ist wolkenverhangen. Ein paar Stunden unserer Fahrt schüttet es sogar wie aus Kübeln. ☔️
    Unser heutiges Ziel ist Matakohe.
    Fast 100.000 Besucher
    finden jährlich den Weg in das kleine Dorf und sein Kauri Museum, das
    seit der Gründung vor mehr als fünfzig Jahren eine erstaunliche Sammlung über die ersten Siedlerfamilien auf der Nordinsel Neuseelands zusammengetragen hat.
    Wir erleben die
    faszinierenden Geschichten der Pionierzeit beinahe hautnah. Sehenswürdigkeiten, Geschäfte und Werkstätten eines ganzen Dorfes sind detailgetreu nachgebildet.
    Man hat das Gefühl, um Hunderte von Jahren zurück in die Vergangenheit versetzt worden zu sein.
    Neugierig schlendern wir durch kleine Straßenzeilen mit Läden und originaler Schaufensterdekoration
    und Straßenbeleuchtung. Betritt man die Wirtschaft, hört man gleich typische Hintergrundgeräusche einer richtigen Kneipe wie Gespräche, Lachen und Gläserklingen.
    Beim Betrachten der Wohnhäuser mit Kinderzimmern, Schlafräumen und Wohnbereichen entstehen konkrete Bilder vor unseren Augen: ja, wir sind mit all unseren Sinnen tief in die damalige Zeit eingetaucht und ein Teil der
    Geschichten von Mut und Entschlossenheit, Tragödie und Triumph, grenzenloser Hoffnung und unermesslichem Verlust.

    Schnell wird uns während der Ausstellung klar, dass die sanften grünen Hügelketten nicht immer das Bild der Nordinsel geprägt haben.
    Bevor europäische Einwanderer die beiden großen Inseln im Pazifik entdeckten, waren die Northlands wild, rauh - und über und über dicht mit riesigen Kauribäumen bewachsen.
    Die ersten Siedler rodeten die gigantischen Wälder, um für sich Acker- und Weideland zu schaffen.
    Bald realisierten sie aber auch, dass sich aus dem festen und geraden Holz der Kauri Bäume wunderbar Material für die Schiffe der britischen Flotte sowie Bauholz für die wachsenden Dörfer Neuseelands herstellen ließ.
    Die radikale Abholzung der meisten Wälder durch die europäischen Siedler nahm ihren Lauf und führte zum fast vollständigen Verschwinden der meisten Wälder.
    Ein weiterer begehrter Rohstoff, den diese besonderen Bäume lieferten, war ihr Harz, aus dem sich Linoleum und Polituren für Möbel und Fußböden herstellen ließen. Zuerst sammelten so genannte Gum-Picker dieses kostbare Gut vom Urwald-Boden ein. Als diese Ressource jedoch ausgeschöpft war, begann man, die Bäume anzuzapfen, um an den wertvollen Rohstoff zu gelangen.

    So wurde der Bestand der Kauri Bäume immer weiter dezimiert,
    und bald gab es nur noch eine übersichtliche Zahl dieser besonderen Bäume.
    Übrig blieben schließlich die leer geräumten Hügel, die wegen der mageren Böden allenfalls noch als Weideland taugten.
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  • WAIPOUA FOREST

    28 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌬 15 °C

    WAIPOUA FOREST
    270 km nordwestlich von Auckland befindet sich der Waipoua Forest, einer der letzten verbliebenen ursprünglichen Urwälder Neuseelands.
    Einst war der Großteil Northlands mit solchen Wäldern bewachsen, doch fielen diese - wie im letzten Blog beschrieben - der gnadenlosen Rodung durch europäische Einwanderer zum Opfer.
    Dass die Bäume hier überhaupt noch stehen, liegt wohl daran, dass die Bodenqualität zu schlecht war, um daraus Weide - oder Farmland zu machen.
    Im Jahr 1952 wurde das Gebiet nach heftigen Protesten von Umweltschützern gegen die Rodungen zum Naturschutzgebiet erklärt. Auch in den Nachbarwäldern von Mataraua and Waima wächst nun langsam ein sich regenerierender Kauri-Wald heran.
    Die Naturschutzverwaltung DOC (Department of Conservation) wacht inzwischen streng darüber, dass in Zukunft kein Wald mehr zerstört wird.
    Der Waipoua Forest ist schwer zugänglich, und es gibt nur wenige, kurze Rundwege.
    Wir befinden uns nun im Dickicht der Dinosaurier aller Pflanzen.
    Die in mehr als 1000 Jahren bis zu 50 Meter hoch wachsenden Bäume standen hier schon, als die Menschen vor 3000 Jahren noch in Höhlen lebten.
    Schließlich gelangen wir zur
    Hauptattraktion des Nationalparks: "Tane Mahuta", dem "Gebieter oder Gott des Waldes".
    Mit stolzen 51.20 Metern und einem Umfang von 17.77 Metern ist er der berühmteste Baum Neuseelands und der wohl größte Kauri-Baum der Welt.
    Insgesamt stehen hier geschätzte 275 Festmeter Holz.
    Tane Mahuta, der Sohn des Himmelsvaters und der Himmelsmutter, trennte einer maorischen Legende nach einst die Umarmung seiner Eltern und brachte dadurch Licht auf die Erde.

    Dominant erhebt sich der gigantische Riese über die gesamte Umgebung. Selbst die größeren Bäume in seinem Umfeld wirken wie Streichhölzer.
    Ein paar Bänke laden ein zum Innehalten und stillen Betrachten von Tane Mahuta, in dessen oberen Etagen sich zahlreiche Pflanzen auf Ästen und am Stamm niedergelassen haben und ein Universum für sich bilden.
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  • Opo, der kleine Delphin

    29 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 16 °C

    Opononi George, kurz Opo, war ein junger weiblicher Großer Tümmler, der zwischen Juni 1955 und März 1956 die Herzen Tausender Menschen in Opononi im Hafen von Hokianga eroberte.
    In jenem Frühling und Sommer kam der kleine Delfin regelmäßig zum Strand nahe des Opononi-Anlegers. Er wurde von Tag zu Tag zutraulicher und begann, mit den Einheimischen zu spielen. Zu Opos Späßen gehörte es, Strandbälle und Flaschen auf ihrer Schnauze zu jonglieren. Zeitungsartikel und Fotos lockten Tausende von Urlaubern an.
    Aus Sorge um ihr Wohlergehen wurde ein „Opononi Dolphin Protection Committee“ gegründet mit einem Erlass, der das Fangen oder Belästigen von Delfinen im Hafen von Hokianga unter Strafe stellte.
    Doch diese Maßnahme rettete Opo leider nicht. Sie wurde am nächsten Tag tot in einer Felsspalte gefunden. Manche vermuteten, sie sei beim Fischen gestrandet, andere sind überzeugt, sie sei von Fischern getötet worden.
    Ihr Tod erschütterte die Einwohner von Opononi zutiefst. Sie begruben den kleinen Delphin oberhalb des Strandes, an dem er so viele Menschen erfreut hatte.
    Es gab eine öffentliche Beisetzung mit Maori-Feierlichkeiten, bei der die Flagge am Kai von Opononi auf Halbmast hing.
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  • Hukatere Campground

    30 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 16 °C

    Der Hukatere Campingplatz ist unser nächstes Ziel auf dem Weg weiter Richtung Norden.
    Er liegt in völliger Abgeschiedenheit direkt am Meer.
    Gaby, die Besitzerin, die vor 25 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist, empfängt uns überaus herzlich.
    Der Platz ist sehr ursprünglich: große, tiefgrün bewachsene Hügel, und zwischen der dichten Dünenheide zeigen die ersten Frühblüher, dass der Frühling allmählich seinen Einzug hält.
    Es ist ein traumhafter Ort zum Verweilen und zum Abschalten, der auch phantastische Wandermöglichkeiten und die Kulisse für atemberaubende Sonnenuntergänge bietet.
    Die Toiletten sind blitzsauber, und die Duschen haben sogar heißes Wasser - das hatten wir niemals erwartet!
    Nicht ganz "a home away from home", aber schon nah dran.
    Den gesamten Tag hat es nicht aufgehört, zu regnen, so dass wir den Camper kaum verlassen konnten.
    Mit meinen 5 verschiedenen Desinfektionsmitteln in flüssiger, fester Form, als Schaum, als Spray oder als Feuchttuch habe ich den Innenraum des Wohnmobils mehrfach hintereinander desinfiziert- er machte einen etwas herunter gewirtschafteten Eindruck.
    Mehr ist jetzt nicht mehr heraus zu holen- Viktor ist sowieso schon genervt 😒.
    Also entscheiden wir am späten Nachmittag, 5 km auf er Schotterpiste zurück in den kleinen Ort Pukenui zu fahren.

    Dort gibt es ein von TripAdvisor empfohlenes Restaurant, auf das wir uns schon riesig freuen. 😋
    Als wir dort ankommen, trauen wir unseren Augen nicht: ein schäbigen kleines Take Away Büdchen mit jeder Menge Fast food im Angebot erwartet uns.
    Egal, es gibt nichts Anderes.
    Das Essen - wir bestellen Fish and Chips- schmeckt recht lecker, allerdings können wir es auf der windigen Terrasse, wo auch ab und zu dicke Regenschwaden hineingeblasen werden, nicht wirklich genießen.
    Natürlich fallen wir als einzige Touristen sofort auf, was aber dieses Mal nicht an Viktors Flip Flops liegt.
    Denn außer Zehenlatschen, Crocs oder Gummistiefeln wird kein anderes Schuhwerk getragen- egal ob zur kurzen oder langen Hose, zum Arbeitsanzug oder zum Kleid. 😀
    Satt, aber völlig durchgefroren spurten wir zurück zum Wagen.
    Auf dem Weg zurück zum Campingplatz schalten wir die Heizung auf Höchststufe, um uns wieder ein wenig aufzuwärmen. ☺️
    Den Abend lassen wir ausklingen bei einem wirklich leckeren neuseeländischen Rotwein und dem Film " The piano ", in dem eine junge Schottin mit ihrer Tochter und dem geliebten Klavier in den entlegensten Winkel Neuseelands gebracht wird, um dort eine arrangierte Hochzeit mit einem Siedler einzugehen.
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  • Richtung Norden - Te Paki Dünen

    31 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 17 °C

    Für uns geht es weiter Richtung Norden.
    Die Gegend ist recht hügelig und streckenweise stark bewaldet ( mit Kiefern, Zypressen und baumartiger Heide). Entsprechend führt der Highway mal bergauf und mal herunter. Er wurde mit all seine Steigungen und Kurven komplett dem Relief der Landschaft angepasst. Also fahren wir hoch und runter, links und rechts und genießen dabei die weiten Ausblicke auf die Landschaft rings um uns herum.
    Die Northlands sind dünn besiedelt. Kaum zu glauben, dass die Millionensradt Auckland keine 400 Kilometer entfernt liegt.
    Immer wieder gibt es riesige, nicht enden wollende Weideflächen.
    Die einzelnen Farmen liegen meilenweit auseinander. Das Leben muss hier ganz schön einsam sein.
    Einspurige Brücken, auch "One-Lane Bridges" genannt, sind in Neuseeland aufgrund der geringen Verkehrsdichte und Kostengründen weit verbreitet. Die Verkehrsregelung erfolgt durch Vorfahrtsschilder, die anzeigen, welche Richtung Vorrang hat.
    Auf dem Weg zum Cape Reinga begegnet man dem Schild „Te Paki Great Sand Dunes“.
    Wir biegen am Abzweig ab und fahren durch eine wunderschöne grüne Landschaft mit Bäumen, Wiesen, Kühen und Schafen – doch es stellt sich einem die Frage: Wo, bitte, sollen denn hier Dünen sein?

    Dann, ganz plötzlich stehen wir vor einer atemberaubenden Landschaft.
    Das kleine Flüsschen „Te Paki " markiert die Grenze zwischen zwei Hälften: Sandgebiet, die
    " gelbe Hölle " auf der einen und grüne Oase, die " grüne Hölle“ auf der anderen Seite.
    Wir sind sprachlos und können nicht aufhören, Fotos von dieser unglaublichen Szenerie zu machen.
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  • Cape Reinga

    31 ottobre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 17 °C

    Cape Reinga mit seinem berühmten Leuchtturm bildet (beinahe) den nördlichsten Punkt Neuseelands.
    Genaugenommen liegen aber die 30 Kilometer entfernten Surville Cliffs noch ein klein wenig nördlicher.
    Hier am Kap trifft das zwischen Australien und Neuseeland liegende tasmanische Meer mit seinen spektakulären Strömungen auf den mächtigen pazifischen Ozean.
    Es ist ein atemberaubender Moment, wenn man erkennt, mit welcher Wucht die beiden riesigen Salzgewässer aufeinander treffen.
    Die Gezeiten der beiden Meere sind leicht versetzt, wodurch ein kleiner Höhenunterschied entsteht und sich Verwirbelungen, Wellen und eine weiße Schaumlinie bilden.
    Anhand der unterschiedlichen Farben kann man genau erkennen, welches Wasser aus der Tasmansee (helles Wasser von Westen) und welches aus dem Pazifik (dunkles Wasser von Osten) kommt.

    Hier stehen wir jetzt vor einem knorrigen Pohutukawa-Baum, von dem man glaubt, dass er über 800 Jahre alt ist.
    Mündlich überlieferte Maori-Legenden erzählen, dass die Seelen ihrer Verstorbenen
    von dem Baum ins Meer springen, um von dort die letzte Reise in das Heimatland ihrer Ahnen (Hawaiki) anzutreten.
    Das Wort „Reinga“ bedeutet so viel wie „Absprungplatz“ oder „Überfahrt“.
    Aufgrund dieser Mythologie ist Cape Reinga ein heiliger Ort mit einer ganz besonderen Bedeutung für die Māori.

    Und dann sind wir tatsächlich ganz allein an diesem magischen Ort:
    der kleinen Begrenzungsmauer, den Leuchtturm mit den Wegweisern im Rücken, den starken Wind im Gesicht und die zwei kollidierenden Meere direkt vor uns.

    Man kann es nicht in Worte fassen, dieses Gefühl, am Ende der Welt oder am Tor zu einer anderen Welt zu stehen. Man wird einfach nur demütig.
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  • Bay of Islands

    1 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Bay of Islands liegt weit oben auf der Nordinsel und besteht aus 144 Inseln,
    einsamen Stränden, malerischen Buchten und gemütlichen Hafenorten. Hinzu kommt eine fantastische Kulisse aus dichten grünen Regenwäldern und wilden Landschaften vulkanischen Ursprungs.

    Viktor und ich lieben Bootstouren, und so buchen wir eine Fahrt für den Nachmittag.
    Die 4-stündige Tour durch diese grandiose Meereslandschaft ist ein absolutes Highlight und bietet immer wieder neue Aussichten von wirklich unglaublicher Schönheit.
    Seht selbst!
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  • Waitangi Treaty Gounds

    2 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 19 °C

    Nur 2 Kilometer nördlich von Paihia befinden sich die Waitangi Treaty Grounds.
    Hier wurde am 6. Februar 1840 der "Vertrag von Waitangi" zwischen Vertretern der britischen Krone und 45 der wichtigsten Maori-Häuptlinge unterschrieben.
    Er gilt bis heute als die älteste Verfassungsurkunde Neuseelands und als Geburtsstätte des Landes.
    Zunehmende Einwanderungsströme aus Europa und Australien schienen es damals erforderlich zu machen,
    " geordnete Verwaltungsstrukturen" zu schaffen.
    Dabei sollten die Rechte und das Eigentum der Māori geschützt und geachtet werden.
    Im Gegenzug dazu mussten die Māori die Souveränität der britischen Krone über alle Inseln Neuseelands anerkennen.
    Heute ist der Ort eine spirituelle Stätte mitten in der Bay of Islands.
    Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände sind das Te Kōngahu Museum, das Treaty House aus dem Jahr 1834 ( in dem der Vertrag unterzeichnet wurde) und das vollständig geschnitzte Versammlungshaus der Maori.
    Die Gebäude stehen inmitten eines weitläufigen Parks, umgeben von Gärten und Spazierwegen durch den einheimischen Wald.

    Und heute?
    Wir fragen uns: Wurde der Vertrag von Waitangi eingehalten.
    Die Antwort ist ein klares: Nein! Der Vertrag wurde in vielen Punkten nicht eingehalten, und die Missachtung seiner Bestimmungen ist bis heute ein zentrales Thema in Neuseeland.

    Noch ein bisschen mehr Info - nur, wer will!!! 😉

    Mit Ankunft der ersten europäischen Siedler und Walfänger (1780) ereilte die Māoris fast dasselbe Schicksal wie die Aborigines in Australien.
    Zunächst gab es einen florierenden Handel mit den Neuankömmlingen. Missionare bemühten sich anfänglich, die Kultur der Māoris zu verstehen, entfremdeten sich später aber zunehmend von dieser. So geriet das Leben der Māoris aus der Balance. Unter dem Einfluss der Weißen - die Pakehas genannt wurden - veränderte sich nicht nur ihre Kleidung, sondern auch die Essensgewohnheiten.
    Es kam beinahe zu einer kompetten Auflösung ihrer Stammeskultur. Eingeschleppte Krankheiten, gegen die die Māoris keine Abwehrkräfte hatten, dezimierten ihre Zahl beachtlich.

    Ebenso wie die Aborigines verkauften auch die Māoris den Weißen ihr Land, allerdings in dem Glauben, dies nur für eine begrenzten Zeitraum zu tun. Mit dem 1840 geschlossen Vertrag von Waitangi bekamen die Māori-Stämme die Zusage des uneingeschränkten Besitzes von Land, Wäldern und Fischgründen sowie die gleichen Rechte wie britische Staatsbürger.
    Doch die Weißen hielten sich nicht an die Verträge, und so reduzierte sich mit und mit der Anteil des Landbesitzes der Māoris bis 1912 auf 5%. Trickreich verweigerte man ihnen das vertragliche Wahlrecht.

    Als den Māoris klar wurde, dass sie ihr Land nie wieder bekommen würden, schlossen sich die bislang verfeindeten Stämme zusammen, wählten einen König und forderten für ihn die gleichen Rechte wie für den britischen Gouverneur.
    Wie zu erwarten, interessierte das die Weißen nicht, die Situation eskalierte, und es brach eine Art „Bürgerkrieg“ aus, der 1864 blutig und brutal von den Briten beendet wurde.
    Für die Māoris blieb nur das Land übrig, das für die Weißen unbedeutend war. Zu dem Zeitpunkt machten die Māoris gerade noch 6% der Bevölkerung aus.

    Die Wende kam Ende des 19. Jahrhunderts durch die Politiker der Young Māoris Party. Sie verfolgten das Ziel, die Kultur ihres Volkes wieder zu beleben und dabei das westliche Wissen in der Medizin oder Ausbildung zu übernehmen und mit der traditionellen Kultur der Māoris zu vereinen.

    Seit den 70er Jahren wird ihre Sprache in Schulen und Kindergärten gelehrt.
    Heute ist Māori ebenso wie Englisch Amtssprache, und auf allen offiziellen Schriftstücken sind beide Sprachen vertreten.

    Doch, auch wenn die Māoris weitestgehend in die weiße Bevölkerung integriert sind, gibt es dennoch Unterschiede.
    Sie verdienen im durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen deutlich weniger, und in der sozialen Unterschicht sind die Māori überproportional vertreten. 39,5 % aller Māori über 15 Jahren haben keinen Schulabschluss, und ihre Lebenserwartung liegt deutlich unter der der Weißen.
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  • Coromandel Peninsula

    4 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 20 °C

    Coromandel Peninsula, in der Sprache der Māori Te Tara-o-te-ika-a-Māui genannt, ist eine Halbinsel auf der Nordinsel von Neuseeland.
    Diese Region, die für ihre unberührten weißen Strände, dichten Wälder und ihre besondere Atmosphäre bekannt ist, zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen des Landes.
    Der Hot Water Beach ist ein ganz besonders berühmter Strandabschnitt im Osten.
    Es gibt hier einen Bereich, in dem heißes Wasser aus der Erde austritt - und zwar ungefähr 1 bis 2 Stunden während der Ebbe, wenn der Sand nicht vom Meer bedeckt ist.
    In dieser Zeit wird der Küstenstreifen von Einheimischen und Touristen in großer Zahl heimgesucht.
    Mit Spaten und Schaufeln graben sie sich Mulden und Löcher in den Sand, um in dem warmen Wasser zu baden.
    Doch woher kommt das zum Teil kochend heiße Wasser?Vor 5-9 Millionen Jahren herrschte an dieser Stelle große vulkanische Aktivität. Etwa 2 km unter der Strandoberfläche befindet sich das aus dieser Zeit übrig gebliebene, 170 Grad heiße Vulkangestein.
    Gräbt man Löcher an der richtigen Stelle, kommt heißes Wasser zum Vorschein und man kann seinen eigenen kleinen Spa-Pool am Strand genießen.
    Und wenige Meter entfernt lädt der Pazifik ein, sich in seinem frischen Wasser abzukühlen- ein einzigartiges Erlebnis.
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  • Cathedral Cove , Coromandel Peninsula

    5 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 20 °C

    Die zerklüftete Küste von Cathedral Cove zog schon vor Hunderten von Jahren die ersten Seefahrer in ihren Bann.
    Und auch heute verzaubert sie ihre Besucher noch immer mit einer Kulisse, die schon fast unwirklich schön ist.
    Der Maori Name dieser Bucht lautet Te Whanganui-A-Hei – was übersetzt " Die große Bucht des Hei " bedeutet und die Heimat des Maori-Häuptlings Hei bezeichnet.

    Ein imposanter Felsbogen aus hellem Kalkstein, der ein wenig wie eine gotische Kathedrale aussieht, wird umrahmt von einem atemberaubend weißen Sandstrand und kristallklarem, smaragdgrünem Wasser.
    Diese Bilder sind so unfassbar schön, dass sie fast unsere Vorstellungskraft übersteigen.
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  • Das Auenland - zu schön, um wahr zu sein

    7 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 24 °C

    Neuseelands natürliche Schönheit und die vielfältige, teils atemberaubende Landschaft haben etwas hervorgebracht, was nicht viele Länder auf dieser Welt hätten erschaffen können: die perfekte Kulisse für Mittelerde. Hier wurde „Der Hobbit“ , Tolkiens episches Meisterwerk, zum Leben erweckt!
    Auf der Suche nach den schönsten und vielfältigsten Gebieten fanden der aus Neuseeland stammende Peter Jackson und sein Team die saftigen und sanft gewellten Hügel von Matamata auf Neuseelands Nordinsel – Mittelerde ward geboren.

    Die Geschichte ist bekannt und wird am Anfang jeder Hobbiton-Tour erzählt: Es war der große Baum am Ufer eines kleinen Sees, den die Location Scouts von Regisseur Peter Jackson aus dem Helikopter erblickten und für geeignet befanden. Sie fuhren daraufhin zur Fam von Ian Alexander, der beinahe nicht geöffnet hätte, weil er gerade Rugby schaute.
    Mr. Alexanders Frau sorgte dafür, dass er den Vorschlag des Filmteams akzeptierte und seine Schaffarm für die Dreharbeiten zum “Herr der Ringe”- Epos zur Verfügung stellte.
    Das Ehepaar wird diese Entscheidung nie bereut haben.
    Grüne Hügel, soweit das Auge reicht, überall Schafe und ein paar vereinzelte Bäume. Das tiefe, goldene Licht des späten Nachmittags verleiht dem Ort einen magischen Glanz.
    Schon als wir am ersten kleinen, aber mit viel Liebe zum Detail gestalteten Garten vorbeikommen, ist mir klar: Wir sind hier nicht mehr in Neuseeland – sondern in Mittelerde.
    Die Blumen blühen, die Bienen summen, Kürbisse liegen in den Beeten.
    Jeder Winkel des Dorfes ist so liebevoll und authentisch hergerichtet, dass wir keineswegs überrascht wären, an der nächsten Biegung einem echten Hobbit, am liebsten Frodo, zu begegnen.
    Aber die Bewohner des Dorfs scheinen alle verschwunden zu sein.
    Unser Guide ruft uns immer wieder Szenen aus den Filmen ins Gedächtnis und wir haben das Gefühl, mittendrin zu sein.
    Die meisten Häuschen mit ihren markanten runden Türen kann man nicht betreten. Dieses hier aber gewährt uns einen Blick ins Innere:
    Es ist komplett eingerichtet mit Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer inklusive Stockbetten und natürlich einem kleinen Badezimmer mit Wanne.
    Die Einzigartigkeit dieses Ortes und seine friedliche Atmosphäre versprühen eine ganz besondere Magie -
    Ja, wir waren wirklich und wahrhaftig einen halben Tag bei Frodo und Gandalf im Auenland.
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  • Rotorua- geothermales Wunderland

    10 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 20 °C

    Ein Hauch von Schwefelgeruch ( der Geruch nach faulen Eiern, der beißend in der Nase hängt und von dort auch nicht wieder verschwinden möchte) und wabernde Dampfschwaden um uns herum - das sind die ersten Hinweise: Wir müssen ganz in der Nähe von Rotorua sein.
    Das Gebiet ist einzigartig,
    ein geothermisches Wunderland, wo die Natur zahllose Meisterwerke erschaffen hat:
    Sprudelnde Geysire, blubbernde Schlammbecken, schillernste Farbenspiele und leuchtende Sinterterrassen.
    Ein faszinierendes Naturschauspiel, das jedes Jahr Millionen Besucher aus aller Welt anzieht.
    Das Land liegt am Rand des Pazifischen Feuerrings, einer Zone mit starkem Vulkanismus und Erdbeben.

    Die ersten Māori-Siedler wählten die Region um Rotorua nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen der reichen, überlebenswichtigen Ressourcen.
    Die geothermischen Gegebenheiten lieferten Wärme, heißes Wasser und die Bedingungen für Hāngī, eine traditionelle Kochmethode, bei der Lebensmittel in der Erde gegart werden.
    Bis heute leben die Māori hier im Whakarewarewa-Tal im Einklang mit den geothermischen Kräften unter ihren Füßen.
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  • Glühwürmchen in Waitomo

    11 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ⛅ 21 °C

    Waitomo - eigentlich ist der kleine Ort in Neuseeland kaum erwähnenswert, gäbe es da nicht die Glowworms (Glühwürmchen),
    die weltweit bekannt sind für ihren faszinierenden Leuchtzauber.
    Sie sind nicht vergleichbar mit den bei uns bekannten fliegenden Insekten.
    Eigentlich handelt es sich hierbei um die Larven der Pilzmücke, ausgewachsen erinnern sie ein wenig an Moskitos.
    Glowworms leben in feuchten, dunklen Höhlen, Grotten oder Wäldern und sind Fleischfresser.
    Ihr attraktives Leuchten verwenden sie, um kleine Insekten anzulocken, die sich in den klebrigen Fäden verfangen, die die Larven produzieren.
    In den Waitomo Caves, wo wir heute ankommen sind, gibt es so unzählig viele von ihnen, dass sie die Höhlendecken zum Strahlen bringen und wie märchenhafte Sternenhimmel erscheinen lassen.
    Die zweite Höhle, die wir besuchen, ist die
    Aranui Cave.
    Viktor ist total fasziniert von ihren filigranen und detailreichen Kalksteinformationen - Überreste der prähistorischen Gewässer, die einst durch diese Höhlen flossen. Es gibt hier zwar keine Glühwürmchen, aber es ist das komplexeste Höhlensystem der Region mit besonders für Geologen imposanten Stalaktiten und Stalagmiten.
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  • Orakei Korako

    12 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ 🌧 17 °C

    Auf dem Weg zum Lake Taupo machen wir einen kleinen Umweg.
    Die meisten Leute konzentrieren sich so sehr auf die Parks in Rotorua, dass sie an diesem Gebiet glatt vorbeirauschen.
    Viktor, der Fuchs, hat es gefunden, und wir sind uns einig: Der Besuch hat sich mehr als gelohnt.

    Das vulkanische Gebiet liegt am Ufer des Lake Orakuri und ist von üppigem Wald umgeben.
    Dieses Tal, das auch als "Verborgenes Tal" bezeichnet wird, hat sich in den letzten Tausend Jahren kaum verändert. Das ist bestimmt auch der Grund, dass wir den Eindruck haben, in einer anderen Zeit oder sogar einer anderen Welt angekommen zu sein.

    Der erste Teil des Abenteuers ist eine kurze Bootsfahrt. Der Kapitän lässt es sich nehmen, uns als einzige Gäste auf die andere Seite zu bringen.
    Holzstege im gesamten Areal ermöglichen es, die Schönheit der geothermischen Wunderwelt aus verschiedenen Blickwinkeln zu bewundern.
    Die Farben sind - trotz des nicht so guten Wetters - atemberaubend.

    Zwischen den Becken voller kochendem Wasser und Schlamm gibt es keine Absperrungen, was Viktor nicht davon abhält, den Rundweg in Flip Flops zu gehen.
    Einige Besucher scheinen seine Füße mindestens so interessant zu finden wie die eigentlichen Sehenswürdigkeiten. 😉

    Eine kurze Abzweigung führt zur Ruatapu Cave, eine von nur zwei bekannten geothermischen Höhlen weltweit.
    Am Grunde der Höhle befindet sich ein jadegrünes Becken, dessen spiegelndende Wasseroberfläche früher von Maori Frauen bei der Vorbereitung auf Rituale genutzt wurde.
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  • Verheerende Feuer im Tongariro NP

    13 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☁️ 10 °C

    Der Tongariro-Nationalpark ist der älteste Nationalpark Neuseelands (und der viertälteste weltweit).
    Er befindet sich im Zentrum der Nordinsel und gehört sowohl zum Weltkultur - als auch zum Weltnaturerbe der Unesco. Dieser Park sollte unser übernächstes Ziel gewesen sein.
    Doch dann schockiert uns eine Nachricht aus dem Internet:
    Im Park hat es verheerende Brände gegeben. Zunächst erfasste das Feuer nur etwa 50 Hektar Wald, doch aufgrund des starken Windes und der sehr trockenen Wetterbedingungen geriet der Brand am Morgen des 9. November völlig außer Kontrolle.
    Seitdem sind bereits mehr als 2935 Hektar innerhalb der Parkgrenzen Opfer der Flammen geworden.
    Mehrere Gebiete im und um den Tongariro-Nationalpark hat das Feuer in verkohlte Landschaft mit Asche und Ruß verwandelt.
    Auch einer der beliebtesten Wanderwege Neuseelands, Tongariro Alpine Crossing, ist wegen Brandgefahr geschlossen. Da wollten wir eigentlich hin.
    Doch die Sperrungen wegen des Feuers und die Auswirkungen von Rauch und Asche haben den Tourismus und die Outdoor-Aktivitäten in der gesamten Parkregion nahezu lahm gelegt.
    Selbst der State Highway 47 ist vorübergehend geschlossen, um Löscharbeiten und sichere Evakuierungsrouten zu ermöglichen.
    Inzwischen lesen wir, dass alle Brandherde weitgehend unter Kontrolle gebracht worden sind, doch die Schäden sind immsens.
    Was für eine Riesenkatastrophe für das Land uns seine Menschen.
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  • Lake Taupo

    14 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ⛅ 15 °C

    Der Lake Taupō in Neuseeland ist der Kratersee des vor rund 26.500 Jahren eruptierten Vulkans Taupo und der größte See des Landes.
    Am Ende des sich über Wochen und Monate hinziehenden Ausbruchs kollabierte die Magmakammer unter dem Vulkan, wodurch sich eine Caldera, eine 140 km² große Senke, bildete.
    Der Ausbruch war so gewaltig, dass er den Himmel bis Europa und China verdunkelte.

    Wir buchen auf dem See einen Segeltörn zu Maori Felszeichnungen, die nur vom Wasser aus erreichbar sind und ein beliebtes Ziel für Bootstouren darstellen.
    Wie alt sind diese gigantischen Kunstwerke? Tja – ungefähr 40 Jahre. 😀
    Die 14 Meter hohen Schnitzereien werden
    als eines der herausragendsten zeitgenössischen Beispiele für Māori-Kunst in Neuseeland angesehen.
    Der Künstler Matahi Whakataka-Brightwell schuf die Felsbilder als Abschluss seiner zehnjährigen Ausbildung als Bildhauer bei alten Maori-Meistern.

    Die Felsenbilder sind zu einer kulturellen Attraktion der Region geworden und zeigen anschaulich, dass das traditionelle Wissen und Können der Māori weiterhin von Generation zu Generation weitergegeben wird.
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  • MTB Tour am Tauposee

    15 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ☀️ 17 °C

    Am nächsten Tag leihen wir uns Fahrräder aus.
    Eine mittelschwere Mountainbiketour von ca. 19 Meilen (etwa 30 km) führt uns vorbei an den Huka Falls, durch das Wairakei Valley bis zum Aratiatia Staudamm.
    Die Landschaft ist wieder atemberaubend schön, und die Perspektive vom Fahrrad aus mal eine ganz andere.

    Die berühmten Huka Wasserfälle bestehen aus zwei Kaskaden mit einer 235 Meter langen, dazwischen liegenden Stromschnelle, in der der Waikato River von einer Breite von zuvor rund 100 Metern in eine Schlucht auf 15 Meter verengt wird.
    In der ersten Kaskade schießt das Wasser über einen Höhenunterschied von 8 m zu Tal, bevor es in der zweiten Kaskade mehr als 11 m herunter donnert.
    Die Huka Falls galten lange als unbefahrbar, doch im Jahre 1981 gelang zwei wagemutigen Kajakfahrern bei einem niedrigen Wasserstand eine erfolgreiche Erstbefahrung.

    Doch gab und gibt es an den Falls immer wieder Todesfälle, bei denen fast jedes Mal Kajakfahrer involviert waren.
    So habe ich dann auch ein mulmiges Gefühl, als wir bemerken, dass sich 3 Paddler fertig machen, um diese weiße Hölle zu bezwingen.
    Die kleine Brücke, von der aus wir alles beobachten können, hat sich bis auf den letzten Platz gefüllt.
    Der erste fährt los: drei starke Paddelschläge, und er saust mit der Hauptströmung abwärts. Mehrmals wird er durch die Wasserwucht versetzt, es gelingt ihm aber immer wieder, sein Boot auszubalancieren.
    Hinter der ersten Stufe verschwindet er.
    Schnell kann ich noch einmal einen kurzen Blick auf ihn erhaschen, bevor er den zweiten, den großen Wasserfall hinunterstürzt.
    Es dauert eine Weile, bis ich sein Boot weit unterhalb der Kaskaden im wieder ruhigen Wasser treiben sehe.
    Oh, was bin ich erleichtert! 😌

    Gott sei Dank schaffen es auch die beiden anderen ohne Probleme. Ich möchte nicht miterleben, wenn so eine Kamikaze Aktion einmal böse endet.

    Für uns indes geht der Ritt weiter.
    Die Aratiatia Rapids sind Stromschnellen des Waikato River, die durch ein Staudammkraftwerk kontrolliert werden. Das Wasser wird regelmäßig abgelassen, wodurch eine spektakuläre Flutung der Schlucht entsteht, die nicht nur uns zu den Aussichtspunkten lockt.
    Zweimal am Tag bietet sich den Zuschauern ein spektakuläres Schauspiel: Innerhalb von Minuten verwandelt sich der trockene, mit Felsen verblockte Canyon in einen reißenden Wildbach.
    Bis zu 90.000 Liter Wasser pro Sekunde stürzen aus den Dammtoren und füllen die Rapids mit tosendem Schaum. Was für ein beeindruckender Kampf der Naturgewalten.
    Nach etwa einer halben Stunde schließen sich die Tore wieder, und der Fluss verwandelt sich zurück in ein friedliches Bächlein.
    Am Abend geben wir nach einem richtig tollen Tag die Räder wieder unversehrt zurück.
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  • Desert Road und Forgotten Highway

    16 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute fahren wir auf einer einsamen Straße, die Viktor unbedingt kennenlernen wollte:
    Es ist der berühmte State Highway No 1, auch Desert Road genannt.
    Warum? Den Namen verdankt die Straße ihrer absoluten Abgeschiedenheit in der vegetationsarmen Vulkanlandschaft Rangipo Desert - abseits der üblichen Touristenpfade.
    Es ist eine karge Gegend mit Geröllfeldern und unfruchtbarem Boden.
    Ihre wüstenähnlichen Bedingungen sind eher auf die Höhenlage von über 1000 Metern und die rauen, kalten Winde zurückzuführen als auf einen Mangel an Feuchtigkeit.
    Das Gebiet wirkt unwirtlich, ganz anders als das Neuseeland, das wir bisher kennengelernt haben.
    Kein Wunder, dass die Region weitgehend unbewohnt ist. Ich weiß nicht, wie Menschen in so einer Abgeschiedenheit leben können.
    Ich könnte es nicht.
    Meine Beschreibung lässt das gerade nicht vermuten, doch gilt diese Straße
    als eine der schönsten Strecken Neuseelands.
    Mit einem Anstieg auf 1.074 Meter ist die Desert Road die höchstgelegene Fernstraße des Landes.
    Immer wieder öffnen sich Blicke auf die Gipfel der hoch aufragenden Vulkane: Tangariro, Ngauruhoe und Ruapehu.

    Auch diese Straße steht auf der to do Liste meines Mannes:
    " The Forgotten World Highway ".
    Auf über 155 km führt der Highway 43 durch unberührte
    Landschaft mit Schluchten und Pässen, entlang subtropischer Regenwälder und vorbei an historischen Orten. Oft sieht man stundenlang keine anderen Reisenden, man ist für sich und mutterseelenallein.
    Es gibt auf der Strecke wenige kleine Dörfchen,ein paar Kohlebergwerke, aber keine Supermärkte oder Tankstellen.
    Kein Wunder, dass der Highway den Namen „Forgotten World Highway“ bekommen hat.
    Die Welt hat ihn schlicht vergessen.
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  • Egmont Nationalpark

    17 novembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ⛅ 17 °C

    Der Egmont Nationalpark, offiziell auch Te Papa-Kura-o-Taranaki genannt, wird von einem imposanten, als ruhend eingestuften Vulkan, dem Taranaki (ebenfalls bekannt als Mount Egmond) dominiert.
    Er ist für seine fast perfekte Kegelform berühmt und
    erinnert uns ein wenig an den Fuji in Japan.
    Der Taranaki ist rund 120.000 Jahre alt. Sein letzter Ausbruch erfolgte im Jahr 1775, doch sind sich Vulkanologen darin einig, dass der Vulkan nur „schläft“ und nicht etwa erloschen ist.

    Mit seinen über 300 Kilometer langen malerischen Wanderwegen ist der Egmont National Park ein Traum für jeden Wanderer.
    Auf Trails unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades
    bietet er beeindruckende Blicke auf Wasserfälle, Regenwaldabschnitte und moosige Sümpfe.

    Wir entscheiden uns für eine Wanderung zu den
    Wilkies Pools, ein paar natürlichen Felsenbecken, die durch größere und kleinere Wasserfälle miteinander verbunden sind.
    Unser Weg dorthin führt durch einen wunderschönen Wald.
    Verschlungene, knorrige Äste der Kamahi-Bäume strecken sich wie Hände zum Himmel, und die dichte Moosdecke verleiht dem Ganzen eine verzauberte Atmosphäre - wir fühlen uns wie in einem Märchen.
    In einem der kristallklaren Becken zu schwimmen, ist bestimmt ein unvergessliches Erlebnis.
    Doch dazu ist es uns zu kalt, und so begnügen wir uns nur mit Anschauen und Staunen.
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