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  • Day17

    Copacabana

    June 7, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 7 °C

    Entgegen aller Vorurteile und Zweifel habe ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen und mich doch dazu entschieden den Umweg nach Bolivien zu nehmen. Von Puno ging es so mit den lokalen Bussen in Richtung Copacabana. Da ich mich gegen die komfortablen Touristenbusse entschied, fand ich mich eingezwängt mit 15 anderen Bolivianern bzw. Peruanern in einem kleinen VW-Bus wieder - inklusive neugieriger Blicke. Am Ende ist alles gut gegangen und ich kam sogar schneller an als alle anderen Touristen.
    Mein erster Eindruck von Bolivien: Landschaftlich ähnlich wie Peru, noch traditioneller, leider jedoch auch dreckiger und ärmlicher.

    Die bolivianische Seite des Titicacasees hat mir besser gefallen als die peruanische. Auch hier entschied ich mich gegen eine Bootstour und für eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt, von welchem aus man die berühmte Isla dem Sol sehen konnte.
    Hier in Bolivien ist es doch ziemlich kalt und ich bin ein wenig neidisch auf unsere derzeitigen Temperaturen daheim.
    Auch die Höhe mit über 3800m über Null ist hier nicht zu unterschätzen und so schnaufe ich trotz diverser Touren in diesen Höhen noch ganz schön. Mein Höhepunkt des Tages war der Sonnenuntergang von einem weiteren Aussichtspunkt, dem Cerro Pucara. Auch hier musste ich mir den Blick verdienen und einige Höhenmeter erklimmen. Dabei habe ich scheinbar den völlig falschen Weg genommen, da meine Wanderung am Ende in Klettern ausartete. Auf dem Rückweg habe ich dann auch die Treppen gefunden. Naja so findet jeder seinen Weg und ich konnte wohlverdient die vielen Farben über dem Titicacasee genießen.
    Ein Großteil des Tages habe ich leider auch damit verbracht einen Geldautomaten zu finden. Scheinbar habe ich Probleme mit meiner Mastercard Geld abzuheben. Meine Karte konnte einfach nicht gelesen werden. Kleine Notiz für mich: Bei BancoFie hat es endlich geklappt!

    Die Fahrt Richtung La Paz war noch abenteuerlicher, als die zur Copacabana. Ich entschied mich wieder für eines der lokalen Collectivos, da diese zeitlich einfach besser passten und preislich unschlagbar waren. Nur leider wusste ich überhaupt nicht wie mir geschah. Nach einer Stunde Fahrt mussten alle das Auto verlassen, irgendwo im Nirgendwo. Was ich nicht wusste: Mit der Fähre ging es weiter Richtung La Paz, dabei überquerten die Autos den Titicacasee auf separaten Booten. Danach wurden wieder alle eingeladen und es ging weiter. Auch hier bin ich wieder ohne Probleme in La Paz angekommen und habe mich gefreut mal nicht den typischen Touristenpfad zu nehmen.
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