Bolivia
Departamento de La Paz

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Top 10 Travel Destinations Departamento de La Paz
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Travelers at this place
    • Day117

      La Paz: höchste Hauptstadt der Welt🇧🇴

      February 4 in Bolivia ⋅ ☁️ 10 °C

      Heute war auf jeden Fall nochmal mehr Relaxen angesagt als Abenteuer. Ich habe gegen 12 Uhr mein Privatzimmer im Hotel verlassen und bin in ein Hostel paar Straßen weiter eingecheckt. Der Vibe in dem Adenture Brew Hostal ist sehr cool und fühlt sich so bisschen an wie Hogwarts hier. Im Innenhof verziert eine Holzfassade mit Fenstergläsern das Hostel und verleitet zu einem urigen Ambiente.

      Nach einiger Zeit im Bett, wo ich Organisation und Planung für meine nächsten Tage erledigt habe, hab ich mich dann raus nach La Paz gewagt. Mit meiner Kamera durch die Stadt. Bei jeder mobilen Fruchtpresse von bolivianischen Inidigenen hol ich mir einen frischgepressten Orangensaft!🍊Mir gefällt La Paz!

      Grad als ich die berühmtesten Hauptplätze in La La Paz durch hatte, hat es ordentlich gewittert und sogar gehagelt. Ich hab mit der Kamera paar Momente aufgefangen, wie auf dem Plaza den Murillo alle kleinen Snack- und Verkaufsstände wie bei einem Wimmelbild versucht haben ihre Ware zu schützen und alle sind wild durch einander gelaufen. Ich hab den Schauer dann in einem Cafe abgewartet.

      In La Paz gibt es weniger Sightseeing, man muss sich den Eindruck selber erarbeiten und verdienen. Ich bin viel durch die Straßen gelaufen, wo an jeder Ecke Krusch, Ramsch und Essen verkauft wird. Auch viele kleiner Kinder mit ganz roten Backen hab ich gesehen, die mit ihrer Mutter nach Essen betteln und etwas verkaufen... Alte vergreiste Männer, die verzweifelt und eingekauert unter einer Regenplastikfolie vergebens paar krumme Töne mit einer Plastikflöte spielen oder die Polizisten die an jeder Ecke mit Schutzschildern patrouillieren. Aber das alles stand dann wieder ganz im Gegensatz zur Tereférico - die Seilbahn, die mega sauber und modern ist.

      La Paz ist mit 4.100 Metern nicht nur höhenmäßig die höchste Hauptstadt der Welt, sondern hat auch das größte städtische Seilbahnnetz der Welt! Die ganze Stadt wird von Seilbahnen überflogen und verbinden so die verschiedenen Stadtteile miteinander. 300.000 Menschen nutzen die Gondeln täglich, wobei ich des derzeit nicht ganz nachvollziehen kann, da in La Paz circa 900.000 Menschen leben und die Seilbahn nicht annähernd ausgelastet war als ich sie gefahren bin. Ich vermute mal Corona spielt da stark mit rein.

      Ich bin auf jeden Fall dann von Seilbahn zu Seilbahn gewechselt und habe so in circa 2-3 Stunden die gesamte Stadt überflogen und hatte unglaubliche Ausblicke! La Paz ist so weitläufig. Überall sind die halbfertigen unverputzen Häuser mit dem orangene Ziegeln gebaut. Alles in diesem großen Trichter der Berge. Man erkennt in der Ferne, die großen schneebedeckten Sechs- und Siebentausender Berge. Wunderschön! Mit einem von denen hab ich übrigens auch noch was vor!

      Wieder zurück bei meinem Hostel hab ich mich dann mit dem Franzosen, den ich bei meinem Flug nach La Paz kennengelernt und gestern nochmal zufällig in der Stadt getroffen habe, zu Abend gegessenen. Mit dabei war noch eine deutsche Studentin, die jetzt die letzten 3 Monate komplett alleine im Amazonas bei einer Familie verbracht hat. Sie war über Weihnachten und Silvester ganz alleine, nur mit den Tieren und war froh mal wieder Deutsch zu sprechen.

      Nachdem paar Reisegeschichten ausgetauscht worden sind, gings zügig Richtung Heiya. Ich hatte nämlich morgen etwas sehr cooles vor! Ich fahre morgen die berühmte DEATH ROAD mit dem Mountainbike runter! Ich hab mal in einer Doku vor vielen Jahren von der Death Road gehört und sie ist hier in La Paz. Also Equipment für morgen herrichten und Schlafen. Möchte morgen fit sein.
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    • Day118

      ☠Death Road Accomplished🚳❕

      February 5 in Bolivia ⋅ ☁️ 7 °C

      Heute mal wieder ein Highlight: Die berühmte Death Road mit dem Mountainbike runterheizen. Endlich mal richtig Action und Bewegung!

      Mit zu wenig Schlaf bin ich vom Wecker geweckt worden. Nach einer einigermaßen warmen Dusche war ich dann wach und wurde dann gegen 7:30 Uhr vor dem Hostel abgeholt. Beim Office hab ich dann meine Gruppe und meine drei Guides für die Death Road kennengelernt. Alle super nett und wir verstehen uns alle bestens. Ein wilder Mix mal wieder: Kolumbianer, ein Kanadier, einer von Malta, Bolivianer, Franzosen und zwei deutsche Mädels.

      Wir haben unsere Ausrüstung bekommen und sind dann voll ausgestattet mit dem Minibus gestartet. Am höchsten Punkt haben wir dann Instruktionen bekommen, wie man Fahrrad fährt. Bei mir ist es zwar 4 Monate her, aber des ist wie Fahrradfahren^^ Paar sinnvolle Tipps waren dann auch dabei, wie nicht nebeneinander fahren oder in Kurven nicht überholen usw. An machen Stellen ist die Straße nämlich nur 3,5 Meter breit und auf der einen Seite gehts Hunderte Meter abwärts.

      Unser Mainguide ist Edi und er ist ein super witziger Typ. Er hat mit uns, unsere Mountainbikes mit Alkohol gesegnet und uns die verschiedenen Lamazeichen gezeigt, wie naked Lama, so call me Lama, Osama bin Lama, usw. Wirklich viel zu Lachen gehabt mit ihm.

      Der erste Teil der Abfahrt war auf der Straße und wir sind mit einem atemberaubenden Panorama runter gerauscht. Die ganze Zeit nur bergab! Herrlich! Meistens bin ich mit Edi vorne weg und alle 10 Minuten gibt es Stopps. Juan und Luke hatten bei der Abfahft schon ihre GoPros an ihrem Helm fixiert und ein bisschen gefilmt. Die schicken mir irgendwann die Aufnahmen.

      Nach 2 Stunden haben wir dann den Beginn der Death Road erreicht. Jeder hat nochmal Instruktionen zur Abfahrt bekommen. Die Death Road ist für Autos und LKWs inzwischen gesperrt und eigentlich nur für Mountainbiker freigegeben. Dennoch verirrt sich manchmal ein Auto dort. Deswegen sollte man stets aufpassen, nicht zu nah an der Kante fahren und vor scharfen Kurven aufpassen! Fehler können mit dem Tod bezahlt werden.

      Ich hab an meinem Helm noch meine 360°-Kamers fixiert und ich bin jetzt schon so gespannt, wie das Aussehen wird! Ich hoffe mal Awesome!

      Über die Abfahrt gibt es dann nicht viel zu erzählen. Ich hab mit Edi meist die Spitze angeführt und zusammen sind wir runtergeheizt. Der Fokus war jederzeit zu 110% auf der Schotterstraße vor uns. Die Landschaft ist unschlagbar und jeder Mountainbiker kann nur neidisch sein auf dieses Erlebnis!

      Wir hatten zwischendrin noch einen Snackstopp
      und beim berühmtesten Spot haben wir dann Fotos direkt an der Klippe gemacht. Ihr habt die meisten Bilder wrsl schon gesehen - ich noch nicht aber ich gespannt was rauskommt!

      Und dann musste passieren was nicht passieren sollte: der Bolivianer ist gestürzt. Ich habe es nicht gesehen wie es passiert ist, aber ich war direkt hinter ihm hinter der Kurve. Er hat sich mit schmerzverzogenen Gesicht die linke Schulter gehalten. Wir haben gleich nachgeschaut und kein offener Bruch oder so. Warscheinlich Schulter ausgekugelt aber für ihn war die Tour auf jeden Fall beendet. Unser Bus, der die ganze Zeit hinter uns fährt, hat ihn dann aufgesammelt. Die Guides haben ihm und seiner Freundin dann ein Taxi zurück nach La Paz in ein Krankenhaus organisiert.

      Ich hatte zuerst Schiss, dass er sich was schlimmeres getan hat. Ich hab mir ja vor 3 Jahren auch an der linken Schulter, mein Schultereckgelenk gesprengt. Des war dann mit OP und allem drum und dran und ich weiß nicht wie sowas dann in Bolivien gelöst worden wäre. Ich glaub ich wäre heimgeflogen..

      Für den Rest der Gruppe gings weiter. Nach 2 Stunden Abfahrt über den Schotter fangen deine Fingergelenke wegen der ständigen brutalen Erschütterung an zu schmerzen. Also wirklich sehr unangenehm und painful. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt - jeder Sprung, jede Kurve - es war mega!

      Wir sind von 4.800 Meter runter auf 900. Kein einziges Mal bergauf^^ Hier im Tal ist es so viel wärmer als oben. Die Höhe gibt in Südamerikanische übrigens meistens die Temperatur vor. Unten angekommen gab es erstmal ein glückliches High Five und ein großes Bier! Wir hatten immer noch nichts zu Mittag und es war inzwischen 16 Uhr. Bei einem Hotel gabs dann endlich was zu Mittag und wir konnten uns duschen. Jetzt 3 Stunden zurück nach La Paz. Zum Glück haben wir nicht die Death Road zurück genommen!

      Hier im Van hab ich jetzt den Footprint geschrieben und freue mich auf mein Bett! Morgen hab ich nämlich mindestens genau so was großes vor!
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      Traveler

      🤪Bist du verrückt ?

      2/6/22Reply
       
    • Day120

      Aklimatisieren für Tag X.

      February 7 in Bolivia ⋅ ⛅ 8 °C

      Heute Nacht konnte ich nochmal richtig Energie und Schlaf für morgen tanken. Wir werden heute nach dem Mittagessen zum nächsten Camp auf 5.130 m aufsteigen. Den Vormittag haben wir nochmal frei und die Zeit hier oben ist zum Aklimatisieren gedacht. Für mich gabs dann ein spätes Frühstück und gleich dafür noch Mittagessen.

      Gegen 11 Uhr sind wir dann aufgebrochen. Ich hab am Internethügel noch meinen Footprint von gestern hochgeladen und dann mein Handy in den Flugmodus geschalten. Bis morgen Nachmittag bin ich jetzt ohne Netz. Mein einziges Lebenszeichen was ich jetzt noch absetzen kann, ist mein GPS-Tracker.

      Das Wetter heute war gut und wir hatten teilweise klare Sicht auf die Berge. Unsere Backpacks waren schwer, da wie unser gesamtes Equipment mit uns tragen mussten. Ich hab mich irgendwann bis auf meine blaue Skiunterwäsche ausgezogen weil mir so warm war. Ovi fand des sehr lustig. El Hombre Azul!

      Der Weg nach oben ging über Steingeröll und Felsen. Irgendwann hat sich dann der erste Schnne zwischen die Felsspalten gemischt, bis es dann sogar leicht geschneit hat. 2 Stunden später hatten wir das Campo Alto dann erreicht, wo wir die Nacht verbringen. Höher als 5.000 Meter wird es nämlich immer schwieriger mit Schlafen, weil der Körper eben den Luftdruck spürt und mit Herzrasen oder einer schnelleren Atmung reagiert.

      Mit einem Highfive von Ovi sind wir dann in die Steinhütte eingetreten. Und ich hab Juan kennengelernt - mein Guide für den Aufstieg morgen. Eher bisl ruhiger und er brauchte erst ein bisschen zum Auftauen. Aber was ein guter Bergsteiger er ist! Und was er morgen leisten wird.. Wahnsinn und vollsten Respekt dafür.
      Wir haben dann den Nachmittag gemeinsam in der eisig kalten Stube verbracht und Qwix gespielt. Juan wurde das Spiel erklärt und wir hatten eine Mordsgaudi. Ovi ist der Champion und hat jetzt dreimal hintereinander gewonnen. Er fühlt das Spiel so sehr, dass Jan und Lena überlegen ihm das Spiel als Geschenk zu überlassen.

      Gegen 17 Uhr gabs dann Abendessen und um 18 Uhr war Schlafenszeit. Wir haben noch zu einem wunderschönen Panorama Zähne geputzt und unsere Ausrüstung für morgen vorbereitet. Wir brauchen morgen alles was man sich unter einer Bergbesteigung vorstellen kann. Intelligentes Packen und eine optimale Planung von Kleidungsschichten ist da gefragt.

      Wir sind alle drei mega aufgeregt und würden am liebsten jetzt schon aufbrechen. Wir wissen, dass es eine sau anstrengende Tour wird, wo die Chancen es bis zum Gipfel zu schaffen fifty fifty sind und in der Regenzeit sogar noch geringer. Wir haben das Logbuch des Camps am Nachmittag gefunden und uns paar Einträge durchgelesen. Motivierend war das eher weniger.. viele Scheitern auf einer Höhe von 5.500 m. Bei einer Gruppe von 11 Leuten haben es 3 geschafft und wieder andere haben den Gipfel erreicht, aber als das härteste und anstrengte bezeichnet was sie je gemacht haben. Aber - es hat sich gelohnt nach ihren Aussagen!

      So sind wir dann um 18:30 in den Schlafsäcken gelegen - in der Hoffnung, dass die Füße wieder ein bisschen auftauen im Schlafsack. Es ist nämlich nicht desto trotz mega kalt hier und durch den ständigen Kontakt von Füßen zum eiskalten Boden, friert es einem da am stärksten. Mal sehen was der Tag in 5 Stunden bringt!
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    • Day121

      HUAYNA POTOSI! (6.088m) - Grenzerfahrung

      February 8 in Bolivia ⋅ ⛅ 0 °C

      🔺️Das ANSTRENGSTE was ich je gemacht habe!
      🔺️Ein Aufstieg auf 6.088 m und bis zu den eigenen körperlichen GRENZEN.
      🔺️So viel ATEMBERAUBENDES erlebt in einer Nacht.
      🔺️Jeder SCHRITT durch den Schnee hat sich gelohnt.
      🔺️Das war der HUAYNA POTOSI!

      Diesen Footprint wollte ich zuerst gar nicht verfassen. Ich hab mir gedacht, dass es cooler und spannender wäre wenn ich die Geschichte von diesem verrückten Abenteuer jedem persönlich nach meiner Reise erzählen könnte. Ich hab nämlich so viele verschiedene Gefühle und Erlebnisse heute Nacht mitgenommen und so tolle Dinge gesehen und mich auch sooo unbeschreiblich gefreut als wir den Gipfel erreicht haben, dass ich das in einem Footprint gar nicht alles beschreiben und rüberbringen kann. Also ich werds trotzdem versuchen, weil ich viele Leser erst in einigen Monaten sehen werde, aber falls ihr in Deutschland mal zu einer Reisegeschichte was genaueres erfahren möchtet, dann fragt mich nach der anstrengensten und krassesten Sache die ich erlebt habe auf meiner Reise: dem Aufstieg zum Huyana Petosi!

      Los ging der Tag früh am Morgen - sehr früh. Um 12 Uhr nachts klingelte endlich der Wecker. Lena, Jan und ich waren schon gestern Abend bereit und heiß los zu starten und haben den Wecker gefühlt abgewartet. Viel geschlafen hat keiner von uns drein. Ich vielleicht 2 Stunden, Jan um den Dreh genauso so lang und Lena gar nicht. Die Höhe lässt deinen Körper nachts nicht zur Ruhe kommen und man liegt mit einem Puls von 110 im Schlafsack. Man atmet doppelt so schnell und versucht es zu kontrollieren. Währenddessen hab ich auch versucht meine kalten Füße warm zu reiben. Es ist kalt.

      Endlich: der Wecker klingelt. Die Ausrüstung, bestehend aus Helm, Stirnlampe, Buff, zwei Schichten oben rum und Zwein unten rum, zunächst dünne Handschuhe, das Sicherungsgeschirr, die Bergsteigerschuhe für die Steigeisen später und die Gaiters wurden angelegt. Mit am Rücken dabei war mein Rucksack, wo zusätzliche Jacken, Wasser, Snacks, usw. transportiert werden. Die Stirnlampe voll geladen, sowie die 360°-Kamera und das Handy um den Weg festzuhalten.

      Um 12:30 Uhr hatten wir Frühstück, um nochmal Energie zu tanken. Cocotee gegen die Höhe und generell viel trinken ist wichtig und hilft dem Körper zu aklimatisieren. Den ganzen Weg nach oben haben wir auf Cocoblättern rumgekaut, bis der Mund taub war. Um 1:10 Uhr war dann alles angelegt und wir sind mit einer Truppe aus fünf Personen aufgebrochen. Das erste Stück ging noch über eisige, verschneite Felsen bis wir nach einer halben Stunde den Gletscher erreicht haben. Jetzt haben wir die Steigeisen angelegt und ich bin mit Juan in eine Seilschaft. Den ganzen Weg bis nach oben und auch wieder nach unten, sind wir miteinander mit einem Seil verbunden, dass den anderen bei einem Absturz sichern soll.

      Dort haben wir das erste Beweisbild von uns gemacht. Wir haben uns mit der Ausrüstung gefühlt wie die Kings und waren voller Flamme & Energie. Juan ist stets voraus, ich hinterher und hinter mir dann Ovi mit Lena und Jan in der zweiten Seilschaft. Mit den Lichtpegeln unserer Stirnlampen haben wir uns so den Weg nach oben geleuchtet. Schritt für Schritt treten wir mit den Steigeisen auf den glänzenden Schnee. An manchen Stellen war der Schnee stark genug den Tritt zu halten, an manchen Stellen ist man eingebrochen, was natürlich anstrengender ist.

      Das Wetter war übrigens optimal und wir hatten klare Sicht auf den Sternenhimmel. In der Ferne konnte man irgendwann das Lichtband von der Stadt El Alto erkennen. Es ging kaum Wind und vereinzelt liefen wir mal im Nebel oder es schneite leicht. Also wettertechnisch hatten wir Glück! Ein entscheidener Faktor von Dreien für den Aufstieg war somit schonmal erfüllt: die Wetterbedingungen. Die anderen beiden sind die Reaktion des Körpers auf die Höhe und das Durchhalten des Körpers unter der ständigen Anstrengung: die Fitness.

      Wie waren die ersten 2 Stunden wie im Tunnel haben die ersten paar hundert Höhenmeter gut gemacht. Juan und Ovi haben immer zum richtigen Zeitpunkt Pausen festgelegt, in denen wir Oreos gegessen haben. Juan ist ja vorne weg gegangen und hat den Weg durch die verschneite dunkle Schneelandschaft geführt. Erst bei Helligkeit haben wir gesehen, an wie vielen Gletscherspalten er uns sicher drumherum geführt hat. Ein beeindruckende Leistung, die er dort vorneweg geleistet hat und das war noch gar nichts zu dem, wie er sich später noch zu einem hervorragenden Bergführer bewiesen hat. Big Respect!

      Wir waren inzwischen auf 5.400 Metern und die Schritte werden anstrengender. Wir drei waren aber zu diesem Zeitpunkt immer noch bestens in Form und gefühlt, sind wir zügig voran gekommen. Jetzt kommen wir zum Aufwachmoment an diesem Morgen und zu dem dritten Bild, was diesem Footprint angefügt ist: Die erste Vertikale. Eine circa 30 m hohe Schneewand, die 70° hat und in die Dunkelheit verschwindet. Wir haben das von unten gar nicht gesehen gehabt und es hieß nur, dass wir jetzt von Walkingstick zur Eisaxt wechseln. Diese war am Rucksack befestigt. Juan geht los und ich hinterher. Die Wand wird immer steiler und auf einmal häng ich mit allen Vieren am Berg. Die Eisaxt in der einen Hand und die Spikes an den Schuhen halten mich an der Schneewand.

      Das Seil zwischen Juan und mir, das immer auf Spannung sein muss, gibt einen Ruck nach oben und signalisiert mir, das ich weiter nach oben muss. Ich schlag die Eisaxt in die Schneewand und drück mich aus den Beinen nach oben. Auf einmal kommt das Aha-Erlebnis. Ich realisiere, dass ich beispielsweise jetzt in diesem keine Möglichkeit habe, abzubrechen. Egal wie ich muss weiter, weil wenn ich jetzt los lasse, fall ich. Ich bin zwar mit einem Seil mit Juan verbunden, aber er hängt genauso wie ich an der Wand und ich zweifle, dass er mich in dieser Situation hätte halten können. Unter mir kommt schon Ovi mit Lena und Jan und tippt mir von unten auf den Schuh und ruft: Vamos Leo! Vamos! Also weiter. Mit 120% Konzentration kletterte ich nach oben. Ich hab diesen überraschenden Aufstieg zufälligerweise mit der 360°-Kamera mitgefilmt, die hinten in meinem Rucksack gesteckt hat. Als ich mir das Video im Nachhinein mit Lena und Jan angeschaut habe, dachten wir krass... das war krass und eine ordnentliche Ansage an uns in diesem Moment.

      Wir sind weiter und haben dann die magische Marke von 5.500 m überschritten, wo erfahrungsgemäß viele aufgeben. Wir waren gut drauf und sind zielstrebig weiter. Inzwischen sieht der Bewegungsablauf so aus: ein oder zwei Schritte und ein tiefer Atmer durch den Mund. Der Blick stets auf den Boden vor sich, wo man versucht mit dem Fußtritt die optimale Stelle im Schnee zu treffen, um nicht die dünne Eisschicht zu durchbrechen. Die Pausen zwischendrin wurde immer wieder das Befinden abgefragt und wir haben immer mit "Estamos bien" geantwortet. Wir hatten jetzt alle drei schon eine Höhenpille genommen, weil Kopfschmerzen mit einhergehen. Und Oreos und Wasser gabs bei jedem Stopp.

      Ich muss sagen, dass ich mich an diese Stunden gar nicht so genau erinnern kann. Wir haben Höhenmeter für Höhenmeter gut gemacht, bis wir dann nach 5 Stunden endlich unterhalb vom Gipfel waren. Der Tag bricht langsam an und wir hatten eine atemberaubende Aussicht und einen wunderschönen Sonnenaufgang. Hier waren wir auf 5.950 m. Wenn wir auf den Gipfel wollen dann müssen wir um spätestens 7 Uhr oben sein, da die Sonne den Schnee sulzig und den Abstieg schwieriger und auch gefährlicher wegen Schneebrettlösungen macht. Juan und Ovi haben sich über die möglichen Routen zum Gipfel besprochen, während wir außer Atem uns in den Schnee fallen lassen haben. Wir waren jetzt schon seit 6 Stunden auf den Beinen und fünf davon unter einer extremen Belastung. Wir waren fertig - aber heiß den Gipfel tatsächlich zu erreichen.

      Das Ziel war so nah und den ganzen Weg über hab ich schon davon geträumt oben zu stehen und den GPS-Tracker zu aktivieren und so ein Zeichen an Zuhause zu senden und den Erfolg des Aufstiegs zu zeigen. Juan hat uns dann alle einzeln nochmal gefragt, ob wir uns wirklich fit genug fühlen aufzusteigen. Wir haben ja gesagt. Wir wollen nach oben! Das Wetter ist perfekt und wir fühlen uns fit!

      In den letzten 3 Wochen hat es keine Gruppe geschafft, den Huayna Petosi zu erklimmen. Es gibt keine Route nach oben, weil keine Spuren mehr zu erkennen sind. Das letzte Stück zum Gipfel muss serpentinenartig an einem großen Schneehang beklettert werden. Juan hat die Führung übernommen. Wir klettern alle nach seinen Erfahrungen. Er ist einfach krass!

      Juan hat den gesamten Weg die ersten Schritte in den Schnee getreten. Ich bin gleich hinter ihm gewesen. Jeden Schritt am Hang hab ich meine Eisaxt in den Schnee bis zum Anschlag reingerammt. Daran hab ich mich festgehalten, während ich den nächsten Schritt in den Schnee getreten habe. Immer mindestens zwei feste Ankerpunkte. Ich sags euch wie es ist: es war geisteskrank!

      Wir haben auch hier am Weg Pausen eingelegt und bei einer hat mich Ovi dann ermuntert meine Kamera rauszuholen. Also hab ich den Aufstieg bis nach oben mitgefilmt. Wahnsinns Aufnahmen. Bei den Pausen war unser Seil dann mit der Eisaxt, welche als Schneeanker umfunktioniert wurde, gesichert. Groß geredet haben wir nicht bei diesen Pausen. Wir waren eigentlich immer außer Atem und das war echt der Part, wo man Zähne zusammenbeißen musste. Du hast alles gespürt und es war anstrengend as hell. Immer hochkonzentriert sind wir nach oben.

      Dann war der Gipfel ganz nah und auf einmal haben wir den Schneekamm erreicht! Juan und ich hatten den Blick aufs gesamte Tal und es war wunderschön! Die letzten Meter und JAAA!!! Ein lauter Freudenschrei!!! Überglücklich über diese Leistung haben Juan und ich uns umarmt und gleich danach waren auch die andern drei da. Wir sind uns alle in die Arme gefallen und konnten es nicht glauben! Es war 7:16 Uhr und wir standen auf 6.088 Metern!

      Die Wetterbedingungen waren perfekt und wir haben unsere Beweisbilder gemacht. Hasi war mit dabei und wurde für die Bilder rausgeholt und ich hab mit meinem GPS-Tracker das Signal abgesetzt. Juan und Ovi haben tolles geleistet, uns auf den Gipfel zu bekommen! Toll!

      Jetzt kommt wohl oder übel der Abstieg. Wir hatten im Prinzip ja erst die Hälfte geschafft. Jan durfte dann vorangehen nach unten. Die Guides waren hinter uns und haben uns abgesichert. Lena ist ein Stück mal kurz abgerutscht und eine Flasche ist aus ihrer Seitentasche den Abhang runtergerutscht. Die war schnell weg. Ovi hat uns das aber erst später erzählt, dass er es gesehen hat. Er hat in diesem Moment aber nichts gesagt und das war genau richtig! Vielleicht wäre sonst Jan oder Lena in einer Kurzschlussreaktion hinterher gehechtet. Hier gings übrigens 400 Meter runter.

      Sobald wir diesen ersten Abstieg hinter uns hatten, ist es passiert. Wir waren auf einmal komplett ausgelaugt und hatten keine Energiereserven mehr. Wir waren am Ende... Wir mussten aber weiter wegen der Sonne und haben alles zurückgefahren bis auf die Konzentration. Im schnellen Tempo sind wir runter gelaufen. Wir sind an vielen Gletscherspalten vorbei, die wir in der Nacht gar nicht zu Gesicht bekommen haben. Ich kann mich ohne Spaß wenig an diesen Part erinnern.

      Wir haben dann irgendwann die vertikale Schneewand erreicht, wo wir dann abgeseilt worden sind. Da gibts ein Bild von mir wie ich halbtot im Schnee liege und auf mein Leben klar kommen muss, während die andern gerade abgeseilt werden. Ich bin dann voraus und wie im Tunnel den Fußstapfen von heute morgen gefolgt. Ich habe nichts gesehen bei dem hellen Schnee und dem Nebel. Hinter mir war Juan mit dem Seil mit mir verbunden, was ja immer noch stets auf Spannung sein muss. Wir mussten uns dann noch bei einer Gletscherspalte konzentrieren und sonst gings einfach so schnell wie möglich runter. Es war sau anstrengend. Wir haben zu uns immer nur wieder gesagt, dass wir komplett im Arsch sind.

      Endlich endlich haben wir die Felsen erreicht, wo wir die Steigeisen abgelegt und die Seilschaft beendet wurde! Endlich wieder frei! Wobei ich es noch ganz gut hatte. Zwischen Jan, Lena und Ovi war der Seilabstand nur halb so lang als wie zwischen Juan und mir und das war hat den Laufrhythmus gestört. Nach 20 Minuten waren wir dann am Campo Alto. Ich musste mich erstmal aufs Bett werfen und klar kommen. Wir waren erschöpft. Wir haben noch eine heiße Suppe bekommen und uns todesstolz in dem Logbuch verewigt! Wir haben es geschafft! Wir standen oben! Wir waren überglücklich! Nach 9 Stunden pure extreme Anstrengung.

      Für den letzten Abstieg zum nächsten Camp mussten wir nochmal alle zurückgelassenen Sachen an den Rucksack schnallen und waren dann um 11 Uhr endlich da. Ich hab am Weg nochmal für ein Spaßbild in meiner hellblauen Skiunterwäsche posieren müssen, was Ovi übrigens auf seinem Instagramkanal als vorderstes Bild einer Fotoreihe hochgeladen hat, der Spaßvogel... Naja bin zum Glück nicht verlinkt;)

      Mit dem Auto von Juan sind wir dann voll beladen zurück nach LaPaz und erst hier haben sich meine Energiespeicher wieder gefüllt. Wir haben alle auf der Fahrt unsere Bilder ausgetauscht und Ovi hat natürlich gleich ein 360°-Video rausgerendert bekommen.

      Wir haben dann noch das Equipment in El Alto abgegeben und Jan und Lena haben ne Runde Eis für alle ausgegeben. In La Paz hieß es dann Abschied nehmen von Ovi und Juan. Den beiden haben wir den Aufstieg zu verdanken. Ohne die beiden unmöglich und die haben dann auch nen guten Tip bekommen. Und Ovi hat die Hälfte vom Spielblock von Qwix geschenkt bekommen. Die beiden waren echt super!

      Für uns war der Tag surreal. Es war jetzt 14 Uhr und wir standen heute Morgen schon auf einem Sechstausender! Wir haben uns noch was zu essen geholt und zufällig eine Spezialität aus La Paz entdeckt: ein Sandwhich de Choloa. Wir sind dann in verschiedene Richtungen zu unseren Hostels und haben uns für morgen zum Cafe trinken verabredet. Jetzt heißt es runterkommen und das Erlebnis erstmal verdauen - realisieren - reflektieren.

      Im Hostel wurde ich dann mit schlechten Neuigkeiten überrascht: Mein versprochenes Zimmer ist nicht mehr verfügbar. Meine Laundry haben sie verschusselt und der Zimmerschlüssel für mein zurückgelassenes Gepäck war grad nicht da... Mir wurde dann ein Bier versprochen und ich hab ein Bett in einem Viererdorm bekommen, wo ich ganz alleine heute Nacht drin Schlafen werde. War alles in allem dann nicht schlecht.

      Ich hab dann Family und jeden der von der Tour gewusst hat, Bescheid gegeben, dass es mir gut geht.

      Am Abend bin ich noch runter zum Hostelrestaurant, wo ich mein kostenloses Bier abgeholt und einen Burger gegessen habe. Ich hab paar Videos ausgewertet, mich mit einem Franzosen über die Bergtour unterhalten und bin dann um 23 Uhr, nach 23 Stunden ohne Schlaf und einer sechstausnder Besteigung eingeschlafen. Hundemüde und fix und foxy.
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      Traveler

      oh Mann Leo das liest sich echt sehr spannend, und das war au ch sehr mutig. Das ist sicher ein unbeschreibliches Gefühl so was geschafft zu haben.

      2/10/22Reply
       
    • Day154

      Copacabana & Isla del Sol

      April 4 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

      Von Puno machten wir uns am Morgen auf den Weg in das 5. Land unserer Reise, Bolivien. Die Landesgrenzen Boliviens waren wegen Corona lange Zeit geschlossen und man musste teuer ins Land einfliegen. Zu unserem Glück hat sich das aber vor wenigen Wochen geändert, sodass wir einfach zu Fuß die Grenze überqueren konnten.
      Dafür fuhren wir mit einem Sammeltaxi bis kurz vor die Grenze, erhielten den Ausreisestempel und liefen dann ca. 100 m bis wir bolivianischen Boden unter den Füßen hatten. Nachdem wir dann den Papierkram abgegeben haben und offiziell eingereist sind, ging es mit einem anderen Sammeltaxi weiter. Während der Fahrt fuhren wir die ganze Zeit entlang des Titicacassees und konnten erstmals erkennen wie riesig der ist. Wie Google uns verriet, ist er ca. 8300 km² groß und damit der größte See Südamerikas und 13 mal so groß wie der Bodensee. Er wirkt zwischendurch immer mal wieder eher wie ein Meer, weil man das Ufer auf der anderen Seite gar nicht sehen kann.
      Unser erstes Ziel in Bolivien war Copacabana. Copacabana ist wie unser letzter Stopp eine Stadt am Titicacasee. Im Vergleich zu Puno ist sie aber ein bisschen kleiner und in unseren Augen schöner, wenn auch nichts wirklich Besonderes. Wir waren hauptsächlich dort, um einen Ausflug auf die Isla del Sol zu machen. Diese hat bei den Inka eine besondere Bedeutung. In der Mythologie wurden dort vom Sonnengott die ersten Inka auf die Erde gesendet. Außerdem ist die Insel auch so einfach schön und bietet traumhafte Blicke über den See.
      Nach einer Nacht in Copacabana ging es für uns also mit einem Boot auf die Insel der Sonne. Dort angekommen liefen wir ca. anderthalb Stunden bis zu unserem Hotel und genossen unterwegs die schönen Ausblicke. Immer mal wieder begegneten uns Esel und Schafe. Untergekommen sind wir die Nacht in einem kleinen Hotel auf einem Berg mit einem der schönsten Zimmer, das wir bisher hatten. Vom Bett aus hatten wir durch die drei großen Fenster einen perfekten Blick auf den See. Da uns dort angekommen aber langsam der Hunger packte, verließen wir erstmal wieder unser schönes Zimmer und gingen in ein kleines Restaurant mit Garten. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick in die andere Richtung der Insel und genossen die Sonne. Danach erkundeten wir noch etwas die Insel und ruhten uns aus.
      Am Abend mussten wir dann nochmal los, um etwas zu essen. Wir liefen eine ganze Weile durch das Dorf und alle Restaurants, die wir finden konnten, waren geschlossen, an einem Samstag Abend. Da sahen wir leider die Auswirkungen der Pandemie. Nach einer Weile war die Sonne verschwunden und es regnete in Strömen. Zum Glück trafen wir zwei andere Reisende, die gerade aus einem Restaurant kamen. Das lag direkt hinter unserem Hotel, nur 100 m durch einen Wald den Berg hinauf. Also machten wir uns mit unseren Regenponchos auf den Weg und kamen dort gerade rechtzeitig an, als es anfing zu hageln. Letztendlich war das aber alles perfekt so, weil wir einen sehr schönen Abend in dem Restaurant hatten. Es war ein kleines Haus, nur mit Kerzenlicht beleuchtet und eine alte Frau kochte entspannt in der Küche. Nach kurzer Zeit waren wir auch nur noch die einzigen Gäste und genossen das sehr leckere Essen. Nach dem schönen Abendessen, machten wir uns mit Taschenlampe bewaffnet wieder auf den Rückweg durch den Wald.
      Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit dem Boot wieder zurück nach Copacabana und blieben da noch eine Nacht bevor es wieder weiter ging.
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      Traveler

      ...ein Traum ! Und ein kleiner Unterschied zu Eurer Unterkunft im Urwald...😉

      4/7/22Reply
      Traveler

      Ist der Süsssssse

      4/7/22Reply
      Traveler

      Mönsch, da weiß man gar nicht, welches Bild man später aufhängen soll. Soooooo viel schöne Bilder

      4/13/22Reply
       
    • Day60

      La Paz, Bolivia

      April 8 in Bolivia ⋅ 🌧 22 °C

      Ça y est nous voilà en Bolivie ! 🇧🇴
      (Après un premier petit loupé au passage de la frontière 😂)

      La Paz, capitale administrative la plus haute du monde à 3500m d'altitude. Ouille ouille les cuisses ça monte et ça descend tout le temps 😒.

      Assez contentes de quitter la frénésie de cette ville, très bruyante et polluée 😅! La pluie n'a pas aidé à vraiment apprécier la ville.

      Mais nous avons tout de même pu découvrir :
      - De nombreux marchés locaux dont l'immense mercado Rodriguez en pleine rue, et le marché aux sorcières.
      - Téléphérique rojo pour aller à El Alto, en passant par le quartier coloré Chualluma (projet terminé seulement depuis fin 2020).

      On repassera sûrement à La Paz à la fin de notre périple Bolivien pour visiter les alentours !
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      Traveler

      des couleurs, toujours plein de couleurs, ça semble si joyeux...🥰🤩

      4/10/22Reply
      Traveler

      Très joli périple avec de belles couleurs et lumières...

      4/11/22Reply
      Traveler

      Ils ont dû bien s’amuser à peindre les bâtiments. Super beau. Bisous

      4/11/22Reply
      Traveler

      Très joli avec de très belles couleurs 👍

      4/24/22Reply
       
    • Day158

      La Paz

      April 8 in Bolivia ⋅ ⛅ 17 °C

      Die letzten vier Nächte haben wir in La Paz verbracht. Die Großstadt liegt in der Hochebene der Anden auf über 3500 m und ist damit der höchste Regierungssitz der Welt.
      So wie wir es in Großstädten meistens machen, haben wir auch in La Paz wieder eine Walking Tour für unseren ersten Tag gebucht. So sehen wir meistens am ersten Tag schon die wichtigsten Plätze, hören viele interessante Dinge über die Stadt und bekommen Tipps, was wir die restlichen Tage noch machen können. Die Walking Tour in La Paz hat uns besonders gut gefallen. Mit unserem Guide waren wir nur zu fünft und er hat uns sehr viele spannende Geschichten und Legenden über die Stadt und die Geschichte Boliviens erzählt. Gestartet hat die Tour am berühmten San Pedro Gefängnis. Das liegt mitten in der Innenstadt und ist so besonders, weil es innerhalb des Gefängnisses keine Polizei oder Wärter gibt. Nur um das Gefängnis herum gibt es Wachleute, die schauen, dass niemand ausbricht. Innerhalb des Gefängnisses verwalten die Insassen alles selbst und die Frauen und Kinder der Gefangenen können sogar mit im Gefängnis wohnen. Nach ein paar spannenden Geschichten dazu spazierten wir dann zu einen trubeligen regionalen Markt und anschließend auf den berühmten Hexenmarkt. Dort kann man allerhand Tinkturen und Heilkräuter kaufen. Vor allem ist er aber bekannt für verschiedene Gaben, die die Bolivianer ihrer Göttin Patchamama ("Mutter Erde") opfern. Dort gibt es zum Beispiel Süßigkeiten in Form von Autos oder ähnlichem, die dann zeremoniell verbrannt werden, um Patchamama so um ein neues Auto zu bitten. Beim Bau eines neuen Hauses reichen jedoch solche Süßigkeiten nicht aus und so werden verstorbene, mumifizierte Lamababys oder -föten geopfert, um ein glückliches Leben im neuen Haus zu gewährleisten. Diese toten Babylamas hängen auf dem Hexenmarkt an jedem Stand von der Decke. Für uns war das Ganze sehr spannend, wenn auch ein bisschen befremdlich. Die restliche Tour sind wir dann über verschiedene Plätze gelaufen und der Guide hat interessante Dinge aus der Geschichte der Stadt erzählt.
      Die nächsten Tage haben wir die Stadt dann noch weiter auf eigene Faust erkundet. Wir sind viel umherspaziert und eine große Runde mit der Seilbahn, um die ganze Stadt gefahren. La Paz ist nämlich die Stadt mit dem längsten Seilbahnnetz der Welt. Ähnlich wie in Medellin werden so die Randbezirke auf den Bergen mit der Innenstadt verbunden. Der Blick von der Gondel auf die Stadt war sehr schön.
      Einen Vormittag haben wir dann noch einen Ausflug in das nahegelegene Valle de la Luna (Tal des Mondes) gemacht. Dort kann man durch eine coole Steinlandschaft laufen, die an den Mond erinnern soll.
      Den letzten Abend haben wir mit ein paar Mojitos in einer kubanischen Bar ausklingen lassen und haben in Erinnerungen an unseren Kubaurlaub von vor 4 Jahren geschwelgt.
      La Paz hat uns beide ziemlich überrascht. Die Stadt wirkt sehr authentisch und ist sogar in der Innenstadt kaum touristisch. Durch die vielen unfertigen Häuser und das teilweise Durcheinander auf den Straßen wirkt die Stadt so unperfekt, was wir sehr mochten. Wir haben uns von erster Sekunde an sehr wohl gefühlt.
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    • Day71

      La Paz, Bolivia

      April 19 in Bolivia ⋅ ☀️ 15 °C

      Retour au point de départ, la boucle est bouclée ! Cette fois sous le soleil, la vi(ll)e est plus belle 🤩
      Au programme : repos, restos et bières 🍻

      Accompagnées de Manon et Teddy nos acolytes du Salar.

      Et direction l'aeropuerto pour de nouvelles aventures ! Petite nuit ressourçante sur un banc (9h d'escale on adore)
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      Traveler

      voys allez revenir avec beaucoup de nouvelles idées culinaires dites donc😉😊 gardez bien en en-tête les recettes...

      4/24/22Reply
      Traveler

      en dessert, ils ont l air au point! 😅🥰🤩

      4/24/22Reply
      Traveler

      😅😅petite nuit...

      4/24/22Reply
      Traveler

      c'est quoi ? on dirait un coton démaquillant 😂

      4/24/22Reply
       
    • Day88

      Bolivia nous voilà

      April 22 in Bolivia ⋅ ☀️ 13 °C

      Aujourd'hui et comme hier, le réveil est assez frais pour certains puisque sans surprise il fait toujours froid sous la tente.
      Alors on est bien content quand le soleil se lève, et les tentes deviennent rapidement des fours.

      Nous prenons notre petit déjeuner tranquillement, rangeons le campement puis nico va faire un plongeon dans le lac afin de se réveiller un peu et se "doucher", comme s'il était dans sa salle de bain, toujours devant les Péruviens ébahis (par sa beauté ?).
      Nous finissons d'imprimer les papiers qui nous manquent pour aller en Bolivie, puis nous prenons un premier collectivo, et un deuxième pour se rapprocher de la frontière.
      À la ville juste à côté de la frontière, nous prenons un tuktuk afin d'aller à la frontière, et réussissons a rentrer avec nos trois gros sacs sans être trop serrés. Après avoir tamponné nos passeports avec le tampon sortie du Perou (youpi nos passeports vont être tous beaux), nous prenons le temps de faire pipi dans la zone internationale parce que c'est rigolo.
      Nous arrivons ensuite au poste frontière bolivien où on peut bien voir l'état d'esprit du pays: le contrôle des différents papiers est complètement aléatoire. Le douanier demande à Nico une déclaration sur l'honneur (que nous avons mis deux jours à trouver sur internet tellement c'est bien expliqué), tandis qu'il ne demandera pas l'assurance covid.
      Bizarrement, avec le même douanier ce sera le contraire pour les filles. En plus, pour faire des photocopies Gaëlle est "entrée" en Bolivie avant même d'avoir passer la douane... Très stricte la douane on vous a dit!

      Arrivés en Bolivie, nous prenons un nouveau collectivo pour rejoindre Copacabana. Petit détail marquant, sous nos yeux et pendant qu'ils nous proposaient une place de taxi, les conducteurs buvaient une bière avant de conduire.
      Enfin à Copacabana, nous sommes allés poser nos sacs, manger (toujours les mêmes plats, mais pour notre plus grand bonheur les menus del dia boliviens incluent un dessert), acheter des cartes sims et remanger des pop corns locaux dans la rue.
      Nous avons aussi visité la cathédrale, vraiment très belle d'extérieure et un peu plus simple d'intérieur, sauf son coeur qui était rempli de doreries et de tableaux. (Malheureusement, les photos étaient interdites a l'intérieur et on veut pas jouer avec notre karma, alors je vous mets des photos internet).
      Pour la fin de journée nous avons visité la ville à pied, préparé la journée du lendemain, cherché une bière en vain, et sommes rentrés à l'hôtel faire pour certains un peu de sport (un peu trop pour Nico qui a oublié qu'on était à presque 4000m d'altitude), de yoga, manger et nous coucher.
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      Traveler

      oh la la ils n'ont pas l'air commodes ....qui sont Ils?

      4/25/22Reply
       
    • Day89

      Isla del Sol

      April 23 in Bolivia ⋅ ☀️ 7 °C

      Ce matin on se réveille plein d'ambition pour prendre un p'tit dej efficace, ranger nos affaires et prendre un bateau à 8h30 pour rejoindre l'isla del sol, sauf qu'on avait oublié de prendre en compte la notion d'horaire d'ici et qu'on est arrivé au petit dej avant que celui ci ne soit prêt.

      C'est donc un peu plus tard que prévu que nous sommes arrivés devant les agences de ticket. La, nous avons du user de notre meilleur espagnol et notre logique pour trouver comment réaliser notre itinéraire pourtant pas si compliqué: arriver au nord de l'ile le matin et repartir du sud le soir. Entre une agence qui nous disait qu'on pouvait aller au nord de l'île puis aller manger de la truite sur l'île de la Luna, et celle qui nous assuraient qu'on pouvait prendre le bateau de 8h30 pour aller au sud, alors qu'il était déjà 8h45 ce n'a pas été chose facile.

      Finalement, nous avons acheté l'allée par le bateau de 9h30, et avons profité de l'attente pour aller acheter des bananes rouges (!!) Et des empanadas pour le pique nique, laisser nos gros sacs a un restau, et acheter des jolis chouchous boliviens. Encore une fois absorbé par le marché, et par la file de boliviens faisant la queue pour remplir leur bonbonne de gaz, nous avons failli rater notre bateau.

      1h30 de trajet plus tard et après avoir rencontrer des belges et un scout argentin avec qui Gaëlle s'est fait un plaisir de discuter, nous sommes arrivés au nord de l'îsla d'El sol.
      De la, le guide Fernando nous a emmené vers les vestiges incas et pre incas du nord de l'île. Nous avons pu découvrir un temple, une table de sacrifice où nous avons laisser toutes nos mauvaises énergies pendant une micro séance de méditation et goûter l'eau de longévité (on espère que ça marchera).
      Puis, nous sommes partis tous les trois le long du chemin des crêtes qui traversent l'ile du nord au sud, et nous avons pique niqué au niveau d'un temple sur le plus haut sommet qu'on ait trouvé. La vue à 360 degré sur les différentes parties de l'île, avec le lac et les montagnes boliviennes et péruviennes en fond était incroyable. On a été complètement convaincu par la beauté de l'île, ses pierres et falaises blanches, l''eau turquoise et les champs à étage, et on s'est demandé pourquoi elle était si différente d'Amantani (l'autre île qu'on a visité côté Péruvien pour ceux qui sont perdus).
      Nous sommes repartis de plus belle, avec des discussions passionnantes, pour rejoindre le port ou nous étions censés trouver notre bateau retour. Cependant, même en ayant demandé notre chemin, nous avons réussi à nous tromper de port. Heureusement, Nico a pu négocier (30 soles) avec des habitants du coin pour qu'ils nous emmènent au bon endroit, et cette erreur s'est transformée en petite balade dans leur barque à moteur, on était ravi.

      Nous avons finalement rejoins le bon bateau, récupéré nos sacs à Copacabana et sauté dans un bus pour La Paz après avoir eu le droit à un dernier coucher de soleil sublime sur le lac Titicaca.

      Le trajet en bus a aussi été improbable puisque pour rejoindre le continent, nous avons du prendre ce qu'ils appellent un bateau (mais qu'on qualifierait plutôt de radeau), constitué de grandes planches de bois avec des feux babords et tribords, qu'ils laissent un peu dériver avant d'allumer le moteur pour rejoindre l'autre île. On a aussi emprunter des raccourcis au niveau des épingles à cheveux de La Paz, et le bus avait pas vraiment l'air d'être fait pour couper les virages.

      Après ce long trajet nous avons rejoins Amir pour notre premier couchsurfing bolivien. On a goûté nos premiers anticucho c'était très bon, puis les bières locales et le singani, avant d'aller nous coucher bien fatigués!
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      Traveler

      vous êtes devenus des vrais aventuriers, quoiqu il arrive vous trouver toujours une idée ou une solution. Et le tout à 4000m!

      4/25/22Reply
      Traveler

      Quel bonheur de voyager avec vous trois !!! 🙏🏻

      4/25/22Reply
      Traveler

      Que d' aventures , c'est passionnant de vous suivre .

      4/25/22Reply
      5 more comments
       

    You might also know this place by the following names:

    Departamento de La Paz, La Paz

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