Tag 9: Hanoi - Pausentag und Nachtzug
June 26, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 29 °C
Ich nenne die Tage ohne geplantes Programm zwar "Pausentage", aber wir unternehmen trotzdem immer genug.
Heute entspannen wir uns den Vormittag über aber im Hotelzimmer, um uns von Gestern zu erholen und essen ein paar Snacks zu Mittag.
Am Nachmittag steht Michaels Anzuganprobe an. Der Laden ist voller als beim letzten Mal, aber der Schneider nimmt sich trotzdem ausreichend Zeit, genau zu schauen, was noch angepasst werden muss. Die Hose ist bereits fertig und sitzt perfekt. Das Sakko hat noch keine Ärmel und wird auch an der Schultern noch mit Stoffstücken zur Probe aufgepolstert, sieht aber bereits sehr gut aus. Wir vereinbaren, dass wir am Donnerstagnachmittag zur finalen Anprobe und Abholen des Anzugs kommen werden.
Auf dem Rückweg besichtigen wir auch endlich die St. Josephs Kirche, an der wir bereits mehrfach vorbeigelaufen sind. Ich finde es immer wieder schön, wie ähnlich sich Kirchen weltweit doch sind und trotzdem alle ihre Besonderheiten haben. Besonders ein Wandbild der Heiligen Drei Könige hinter der Kirche gefällt mir gut. Man merkt der Kirche aber an, dass sie von der französischen Besatzung erbaut wurde, sie weißt Ähnlichkeiten zu Notre Dame auf und auch die Beschriftungen der Fenster sind zum Großteil französisch. Neben der Kirche entdecken wir noch einen schönen Innenhof eines sehr großen Gebäudes, dass sich als der Sitz des hiesigen Bischofs entpuppt.
Zurück im Hotel packen wir unsere Rucksäcke für die zweitägige Wanderung in Sapa, die morgen beginnt. Wir sind gespannt, wie gut die anderen im Vergleich ausgestattet sind, Michael hat sich schließlich nicht nur endlich ein ordentliches Paar Wanderschuhe, sondern auch -hose und langärmliges Funktionsshirt angeschafft und ich besitze von meinen Pilgerreisen sowieso passende Kleidung und Schuhe. Die Hinfahrt nach Sapa werden wir im Nachtzug verbringen, worauf ich schon sehr gespannt bin.
Zum Abendessen entscheiden wir uns dieses Mal für ein japanisches Restaurant.
Bereits am Eingang sitzt jemand und kündigt anscheinend Gäste mit einem Walkie Talkie im Restaurant an, damit ein Kellner die Schiebetür manuell von Innen zum richtigen Zeitpunkt öffnen kann.
Da wir vergleichsweise früh essen, um anschließend pünktlich zum Bahnhof zu laufen, sind wir die einzigen im Restaurant und fühlen uns vom Personal leicht überbetreut. Dafür bekommen wir einen schönen Platz mit direktem Blick auf die Köche, die unser Sushi vorbereiten, das sehr gut schmeckt.
Auf dem Weg zum Bahnhof kaufen wir im Supermarkt noch ein paar Snacks für die Wanderung. Da Nhung auch wieder sehr großzügig eingekauft hat und im Zug auch noch einige Dinge verteilt werden, werden wir einiges davon nach der Wanderung wieder mit nach Hanoi nehmen und nur spazieren tragen.
Am Bahnhof treffen wir Celine, Nhung, Jan und Kirsten und machen uns gemeinsam auf zu unseren Abteilen. Während die anderen vier eine Kabine belegen, ziehen Michael und ich nebenan ein. Die Abteile haben jeweils vier Betten und ich entscheide mich direkt für das obere, das sehr bequem ist, während Michael unten testet, wie er mit seiner Länge am Besten ins Bett passt. Ein Zugbegleiter serviert uns ein paar Snacks und ein Getränk, die im Fahrtpreis inbegriffen sind und erklärt, wo sich die Toiletten befinden. In unser Abteil zieht noch ein italienisches Pärchen ein und kurz darauf geht die Reise los. Es sind rund 8 Stunden Fahrt, mal sehen, wie gut ich schlafen werde.Read more










