• Spaß mit Vögeln

    24. Mai in Deutschland ⋅ ⛅ 29 °C

    Während wir am Frühstückstisch sitzen und die Mauersegler bei ihren akrobatischen Kunststücken über der Pegnitz beobachten, beschließen wir unseren gesamten Tag d̶e̶m̶ den Vögeln zu widmen. Wir packen also alsbald unsere Sachen, durchsuchen das Appartement nach einem geeigneten Feldstecher und düsen los zum Altmühlsee.
    Dieser wurde vor vielen Jahren von ambitionierten Wasserbauern angelegt. Angeblich um den Wasserstand im Main-Donau-Kanal zu regulieren, oder so ähnlich. Viel wichtiger ist aber, dass man dabei ein Inselsystem angelegt hat, in dem sich heute zahlreiche Vögel tummeln. Wie wir auf einer Hinweistafel lernen, zeichnet sich das Feuchtgebiet durch geringe Wassertiefen, niedrige Fließgeschwindigkeit und hohen Nährstoffgehalt aus. Eine Umschreibung für viel Vogelkacki. Über eine hölzerne Brücke gelangen wir auf die Vogelinsel, wo bereits alles schnattert, fiept und zwitschert. Wie üblich verstecken sich die meisten der Musikanten im dichten Grün der Bäume, aber hier und da erhaschen wir Blicke auf Buntspecht, Eichelhäher und Frosch. Das dichte Grün wird allerdings nicht nur durch Vogelrufe unterbrochen, sondern auch von Geisterbäumen. Diese wurden von Knospe bis Stamm von Raupen eingesponnen und sehen nun ganz und gar gruselig aus.
    Wenig später können wir vom Vogelturm aus unzählige Graugänse, Kiebitze und ein Paar Löffler beobachten. Außerdem noch viele andere Vögel, die wir aber nicht aufzählen k̶ö̶n̶n̶e̶n̶ möchten. Auf dem Rückweg lassen wir uns noch von einer Mönchsgrasmücke in ihren Bann schlagen und werden dafür mit zerstochenen Beinen belohnt.
    Wir möchten es nun den Gänsen gleichtun und hüpfen auf der anderen Seite des Sees (weniger Vogelkacki) ebenfalls ins kühle Nass. Dazu gibt es dann noch eine Eisschokolade und zu Marlenes Vergnügen starten wir noch eine Runde Canasta.
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