• Vier-Seidla-Steig

    29. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 26 °C

    Unser jüngster Gast weckt uns bereits vor 07:00 nachts. Widerstand ist zwecklos, also bereiten wir das Frühstück vor. Als wir alle soweit sind, ist Frieda bereits wieder eingeschlafen. Da Leonie direkt mit einschläft, verpassen wir unsere Bahn und warten müde bis alle wieder wach sind.
    Schließlich können wir aufbrechen und fahren mit der Bahn nach Gräfenberg zu Friedas erster Wanderung. Auch wenn sie mit Robben und ersten Krabbelversuchen bereits ziemlich Mobil ist, sind wir bei längeren Strecken noch auf einen Kinderwagen angewiesen. Als kinderwagenfreundliche Tour wurde uns der Fünf-Seidla-Steig ans Herz gelegt, bei dem auf einem Rundweg fünf fränkische Brauereien angesteuert werden. Bei dem Programm ist es naheliegend, dass auf zu anspruchsvolle Wege verzichtet wird.
    Da die fünfte Brauerei in Weißenohe heute wegen Reichtum geschlossen hat, laufen wir direkt in Gräfenberg los. Das Kind zeigt sich dabei wechselnd in Trage und Kinderwagen leidlich zufrieden. Zu spät fällt uns auf, dass in Gräfenberg direkt zwei von vier Brauereien angesiedelt waren. Unsere vermeintlich vernünftige Entscheidung nicht bereits vor der Wanderung aufs erste Seidla einzukehren, sorgt also dafür, dass wir uns später gleich zwei nacheinander reinstürzen müssen.
    Da das aber kein Problem für den Augenblick ist, geht es weiter über hügelige Felder und durch fränkische Wälder nach Hohenschwärz, wo wir uns den ersten Stempel für unsere Fünf-Seidla-Steig-Bierkrug-Karte erhoffen. Den Weg nutzt Frieda für ein weiteres Nickerchen, aus dem sie erst erwacht, als wir unsere Seidla und die begleitenden Bratkartoffeln bereits vernascht haben.
    Ausgeschlafen und besser gelaunt geht es weiter nach Thuisbrunn, wo nach einem kurzen Stück Weg bereits die nächste Brauerei mit Seidla und zünftigem Mittagessen auf uns wartet. Von hier an führt der Weg hauptsächlich über sehr sonnige Felder, ist dafür aber mit dem Kinderwagen bis auf wenige steile Passagen deutlich leichter zu bewältigen. Wir freuen uns, dass wir vor Gräfenberg, wo unsere nächsten Seidla warten, wieder im Schatten des Waldes laufen können.
    Trotz des aufgrund äußerer Umstände verwehrten fünften Stempels bekommen wir im Bräustüberl Friedmann glücklicherweise trotzdem unsere Krüge. Stolz auf unsere und vor allem Friedas Leistung trinken wir aus, leeren die Seidla und nehmen die Bahn zurück.
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