Granville Island
June 26 in Canada ⋅ 🌧 15 °C
Heute war unser letzter ganzer Tag in Vancouver. Ganz früh hatten wir den Wecker gestellt, denn um 8:00 Uhr mussten wir bereits das Wohnmobil abgeben, nachdem wir geduscht, gefrühstückt, getankt und 30 Minuten gefahren sind. Die Abgabe des Wohnmobils ging sehr zackig. Wir waren kaum dort, kam eine Angestellte und hat alles kontrolliert. Da wir keine Vorkommnisse hatten (kein Unfall, keine Pannen, nichts defekt), ging der Ablauf sehr schnell. Wir bestellten ein Uber, und schon waren wir wieder unterwegs. Alles in allem hat es kaum 15 Minuten gedauert. Wow. Das hatten wir nun doch nicht erwartet.
Das Uber fuhr uns ins Hotel Days Inn by Wyndham in Langley, welches 45 Minuten mit dem Auto von der Waterfront entfernt liegt. Tatsächlich fanden wir kein Hotel mit akzeptablem Preis in Downtown Vancouver. Dies aufgrund der Fussball-WM; alle Hotels waren entweder besetzt oder boten Hotelzimmer um die CHF 2'000/Nacht an. Wahnsinn!
Wir mussten ca. 15 Minuten warten und dann konnten wir bereits das Hotelzimmer beziehen. Sehr schön. Es war doch frischer als gedacht, und so wurden die ¾-Hosen kurzerhand gegen lange Jeanshosen ausgetauscht.
Ein Uber brachte uns dann nach Granville Island. Wir wollten dort den Public Market noch besuchen. Leider regnete es und ein Pullover kommt noch unter die Regenjacke. Das erste Mal nun sahen wir ein Public Viewing, welches in einem eingezäunten Bereich zu finden war. Der Eintritt war gratis und für Alkohol musste man ein Armband beziehen. Als wir eintrafen, konnte Frankreich gerade ein Goal schiessen und es wurde laut gejubelt. Endlich war mal so richtig Fussball-Fieber zu spüren. Wir schauten kurz zu, gingen aber dann weiter zum gesagten Public Market. Auf der Granville Island dürfen die Leute nur regionalr Produkte verkaufen (Lebensmittel, Kleider, Kunsthandwerke, etc.). Die Gegend war sehr lebendig und es gefiel es sehr gut hier. In der Halle des Public Market war es ziemlich laut. Die Geräuschkulisse von den Leuten war ein grosses Durcheinander. In der einen Halle konnte man Lebensmittel und in der anderen Halle konnte man Speisen zum Direktessen kaufen. Da es bereits Mittagszeit waren, assen wir asiatisch. Wir fanden noch zwei Plätze an einem Vierertisch und fragten, ob wir uns dazu setzen dürfen. Aber sicher doch, kein Problem. Das Essen war lecker, wenn auch nur warm und nicht heiss. Aber was wir hier auch wieder bemerkten, wie z.B. in New York, man kann einfach nicht in Ruhe essen und sitzen bleiben. Natürlich hatte es zu wenige Tische und alles muss schnell gehen. Die Leute standen mit Ihren Essen neben uns, schauten uns bei jedem Bissen zu, so quasi «seid ihr endlich fertig, damit wir uns nun hinsetzen können?». Wir sassen an einem Tisch mit 4 Stühlen. 2 Stühle waren unterdessen wieder frei. Die beiden Frauen setzten sich nicht zu uns dazu, sondern blieben neben den Stühlen stehen, bis wir fertig gegessen hatten. Das war ziemlich unangenehm und so beeilten wir uns. Wir spazierten noch etwas auf der Granville Island rum und schauten dem Treiben zu. Vor allem die Bäckereien boten sehr leckere Ware an, aber wir waren ja bereits satt. Wir kamen beim Granville Island Boatyard (Professionelle Auswasserungen, Travel-Lift, Bootsreparaturen, Rumpfreinigung und Bootslagerung) vorbei und schauten zu, wie gerade ein Segelschiff aus dem Wasser geliftet wurde. Dies war äusserst spannend.
Kurz entschlossen nahmen wir eines der kleinen Fährschiffe und liessen uns zum anderen Ufer rüberfahren, von False Creek nach Sunset Beach. Dies war auch wieder ein schönes neues Erlebnis. Auf der anderen Buchtseite liefen wir die Strasse hoch, die in die Himmelrichtung führte, wo wir hinwollten, zum Canada Place. Leider regnete/nieselte es die ganze Zeit und so bestellen wir uns dann wieder ein Uber, das uns ins Zentrum fuhr. Im Mahony's Tavern, ein irisches Pub, wärmten wir uns bei einem Getränk auf. Irgendwie hatten wir keine Lust, bei diesem Hudelwetter weiter rumzulaufen und blieben einfach sitzen. Der Raum war mit mehreren grossen Bildschirmen ausgestattet und so sahen wir noch etwas Fussball. Die Happy Hour rückte näher und wir bestellten noch ein weiteres Getränk und ein Aperohäppli.Read more










TravelerNa ja. Dann habt Ihr am Ende des Tages doch das Beste aus dem gemacht, das auch wettertechnisch möglich war. Wir waren übrigens irgendwann 1996 oder 97 in Vancouver. Schon damals war kein Hotelzimmer „bezahlbar“. Wir haben dann in Chinatown gewohnt.
TravelerDie Erfahrung, die ihr in dem Restaurant machen musstet, ist mehr als unschön. 😤 Waren das Kanadier? Kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. In solchen Situationen kann ich ja regelrecht zum Biest mutieren. Auch wenn ich geplatzt wäre, ich hätte noch ein Dessert genommen, nur, um länger zu sitzen. Ich weiß, das ist nicht Lady like. 😬