• Salineras

    September 12, 2025 in Peru ⋅ ⛅ 5 °C

    Über die Salineras habe ich erst ziemlich spät gehört. Deren Besuch ist sozusagen dazwischen gequetscht.

    Die vergleichbaren Salinen liegen in Bolivien, in etwa auf der gleichen Höhe von ca. 4000 m über dem Meeresspiegel. Jetzt sind wir schon ein wenig an die Höhe adaptiert. Wir kommen nicht drumherum, den Nachtbus zu nehmen. Alfred möchte nicht auf 4000 m übernachten. Seitdem wir aus Aguas Calientes weg sind, geht es ihm nicht gut. Er hat einen Infekt, und die Luftverschmutzung sowie die Höhe tun das Übrige.

    Trotzdem möchte er mit zu den Salinen. Die Fahrt ist in etwa die gleiche wie zu Vinicunca: Schotterweg, staubig und kurvig.
    Diesmal nicht so malerisch.

    Unsere erste Stop machen wir, um die Vulkane El Misti (5822 m) gut sehen zu können. Und er steht steht vor unseren Augen, riesig und stolz. In der Ferne erscheinen die schneebedeckten Spitzen des Chachani (6057 m) recht niedlich, obwohl der größer ist. Zwei junge Deutsche aus unserer Reisegruppe überlegen, ob sie den Chachani besteigen. Sie sind jung und fit, aber die Höhe macht sie zu schaffen.

    In Chiguata, einem Dörfchen, machen wir unser Frühstücks-Stopp. Kurz davor werfen wir noch einen Blick auf die Kirche, deren Fassade mit Motiven der schpanieschen Traube und peruanischen Kartoffeln geschmückt ist.
    Die traditionellen Stierkämpfe finden hier im September statt. Hier kämpfen zwei Stiere gegeneinander und nicht wie anderswo Mensch gegen Stier. Dieses Motiv schmückt das Eingangstor des Dorfes.

    An Alpakas vorbei geht es dann zu den Salinen. Um diese Jahreszeit ist der See fast ausgetrocknet. Ich bin ein wenig enttäuscht. Ich habe mir die Aussicht anders vorgestellt. Trotzdem ist es sehr spektakulär. Sogar einige Flamingos treffen wir an. Während der Regenzeit gibt es sehr viele von ihnen. Sie haben hier ihren natürlichen Lebensraum.

    Auf dem Weg zu den Salinen fahren uns unzählige Lkw entgegen, alle vollbeladen. „Was transportieren Sie nach unten?“ frage ich. Seit ein paar Jahren gibt es eine italienische Firma, die hier Borax, einen Rohstoff, gewinnt. Salz wird hier ebenfalls abgebaut.

    Wir befinden uns auf 4000 m. Es scheint, als ob hier keine Menschen leben würden. Allerdings, wem gehören die vielen Alpakas und Lamas? Tatsächlich gibt es hier Dörfer. Sie wurden meistens aus einer Mischung aus Erde und dem hier überall wachsenden Gras gebaut.
    Für peruanische Verhältnisse alles sehr sauber.

    Nach ein paar Bildern geht es zu den Thermalquellen. Göttlich!!

    Zum Mittagessen habe ich mich heute getraut, den Cuy zu probieren. Das Meerschweinchen gilt in Peru als Delikatesse. Lecker ist das Fleisch auf jeden Fall. Allerdings hätte ich es bevorzugt, das Tier ohne den Kopf serviert zu bekommen. Ich hoffe, ich habe keine Ratte gegessen. ;)

    Zum Mittagessen habe ich mich heute getraut den Cuy zu probieren. Das Meerschweinchen gilt in Peru als Delikatesse.
    Lecker ist das Fleisch im jeden Fall. Allerdings hätte ich bevorzugt das Tier ohne den Kopf serviert zu bekommen.
    Ich hoffe, ich habe keine Rate gegessen ;)
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