• Die Suche nach dem Wasser

    February 27 in Sri Lanka ⋅ 🌙 26 °C

    Wir brauchen noch Wasser! Kein Problem. Freitag ist ein ganz normaler Tag. Hier sind selbst am Sonntag alle Läden offen.

    Wir machen uns auf den Weg, um uns ein Urteil über den Strand von Nilaveli zu bilden. Es gibt nämlich unterschiedliche Meinungen: von "sehr schön" bis "völlig vermüllt".

    Der Strand von Nilaveli fängt etwa 6 Kilometer nördlich des Dorfes. Bevor wir das Tuk-Tuk bestellten, mussten wir Wasser kaufen. Nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Zähneputzen kaufen wir hier das Wasser in Flaschen – sicher ist sicher. Im Dorf angekommen, stellten wir fest, dass alles wie ausgestorben war. Die von Muslimen geführten Läden hatten noch nicht geöffnet. Mit dem Tuk-Tuk unterwegs sahen wir zwar viele offene Geschäfte, doch am Strandeingang war wieder alles geschlossen! Bei gefühlten 40 °C und dem Mangel an Schatten war das eine echte Herausforderung.

    So verbrachten wir die nächsten paar Stunden über die Strände wandernt und suchten nach Wasser. Apropos Strände: Dazu lasse ich unten die Bilder für sich sprechen.

    Schließlich erreichten wir einen belebteren Teil des Ortes. Hier war die Atmosphäre ganz anders. Wir wussten nicht, wer hier was feierte, aber der Kleidung nach zu urteilen, war es der hinduistische Teil der Bevölkerung. Wir fanden ein offenes Restaurant und sammelten dort erst einmal wieder Kräfte.

    Später liefen wir an Menschenmengen vorbei, die gerade das fantastische Wasser des Indischen Ozeans genossen. Ältere Menschen wurden von Jüngeren begleitet und gehalten, damit sie in den Strömungen stehen konnten. Gewöhnlich gehen hinduistische Frauen bekleidet ins Wasser. Da wir hier die einzigen Touristen waren, wollte ich nicht im Bikini ins Meer, um die Gefühle der Leute nicht zu verletzen. Ein paar hundert Meter weiter badeten kaum bekleidete weiße Touristen. Dort schien es in Ordnung nur in Stoff- fetzen bekleidet zu sein. Hier respektierten sich eben alle.
    Am Ende des Tages hatten wir sowohl Wasser aus auch eigene Meinung über die Strände bekommen.

    Wir schlenderten den Strand entlang in Richtung unseres Hotels. Einige Abschnitte waren recht sauber, andere glichen einer Plastikmüllkippe. Wie schade, denn die Strände an sich sind wunderschön.

    Das letzte Stück zum Hotel gingen wir durch unser kleines Dorf von dem ich ebenfalls versuchte ein paar Fotos zu machen.
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