• Sri Lankas Geschichte

    February 28 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 28 °C

    Die Veddas sind die ältesten bekannten, indigenen Einwohner Sri Lankas, deren Wurzeln bis in die Steinzeit zurückreichen. Sie gelten als vom Aussterben bedroht, mit einer Population von schätzungsweise 2.000 bis 2.500 Menschen. Traditionell Jäger und Sammler, leben sie heute hauptsächlich im Landesinneren (Bintenne-Region) und sind zunehmend in die singhalesische Gesellschaft assimiliert.
    Heutige Situation: Durch Umsiedlungsprogramme und den Verlust traditioneller Jagdgebiete (z. B. durch den Maduru Oya Nationalpark) ist ihre Kultur bedroht. Viele Veddas sind heute wirtschaftlich und politisch marginalisiert. Begegnungen sind in der Nähe von Dambana (Mahiyangana) möglich, wo einige Familien ihre Traditionen als lebendige Kultur präsentieren. Leider haben wir über die Möglichkeit sie zu besuchen zur spät erfahren und deshalb nicht besucht :(

    Die Geschichte Sri Lankas erzählt von Vijaya (Sieger), einem verstoßenen Königssohn aus Nordindien, Enkel eines Löwen, der im Jahr 480 v. Chr. in einer Vollmondnacht mit seinem Heer von 700 Mann die Ureinwohner der Insel besiegte, die in der Legende als Dämonen verteufelt wurden. In derselben Nacht ging auch Sidharta Gautama, der historische Buddha ins Nirwana ein. Vijaya wurde somit der erste König von Sri Lanka und somit leiten die Singhalesen (Söhne des Löwen) von dieser Begebenheit ihre Herkunft und Stammesnamen ab.
    Der Löwe wurde zum Nationalsymbol.

    Etwa 247 v. Chr. brachten der buddhistische Mönch Mahinda und seine Schwester den Buddhismus nach Sri Lanka. Sie pflanzen ein Ableger von Baum ein, an dem Buddha die Erleuchtung hatte. Der Baum gilt bis heute als einer der heiligen Stätte der Insel.
    50 Jahre später wurde dieser zur Staatsreligion.
    vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis ins 11. Jahrhundert n. Chr. war Anuradhapura die Hauptstadt des singhalesischen Königreichs.

    Hinzu kamen weitere Königreiche, die unter dem Druck des benachbarten Südindien standen. Aber auch mit China gab es Konflikte.

    In mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen wurde Anuradhapura im Goldenen Dreieck aber 1017 von den südindischen Chola-Königen eingenommen. Polonnaruwa wurde die neue Hauptstadt des nun hinduistischen Reiches.

    Die ehemaligen buddhistischen Herrscher waren zum Exil gezwungen, die Bevölkerung wurde größtenteils ausgebeutet, sodass im Jahr 1255 vom ehemals mächtigen Reich nur noch ein Scherbenhaufen übrig geblieben war.

    Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert etablierten sich auf Sri Lanka mehrere kleine Fürstentümer. Im Hochland waren diese buddhistisch geprägt. In den Küstenstädten war durch die arabischen Händler, die sich hier niederließen, der Islam vorherrschend. Im Norden erstarkte rund um Jaffna das Reich der hinduistischen Tamilen.

    Im 16. Jahrhundert wurde Sri Lanka mehrfach von den Europäern erobert. Die ersten waren die Portugiesen 1518, Niederländer und Briten folgten – 1815 wurde Sri Lanka zur Kolonie Britisch-Ceylon. Diese Herrschaft währte bis 1947; dann durfte sich die Kolonie selbst verwalten. Ein Jahr später wurde sie innerhalb des britischen Commonwealths unabhängig, und ab 1972 wurde aus Ceylon die Republik Sri Lanka.

    Von 1983 bis 2009 kämpften tamilische Separatisten, die aus Südindien stammen, um die Unabhängigkeit von Sri Lanka. Nach 25 Jahren endete der bewaffnete Konflikt mit einem Sieg der sri-lankischen Truppen. Friedlicher war das Jahr 2004: Zu diesem Zeitpunkt kandidierten zum ersten Mal buddhistische Mönche bei den Parlamentswahlen – sie gewannen neun Sitze. Seit dem Ende des Bürgerkrieges kam es im Land nicht mehr zu Terroranschlägen. Und in den letzten Jahren haben immer mehr Reisende das Land mit seinen kulturellen Schätzen und der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt besucht.
    So viel zu historischen Fakten und Legenden.

    Wie wir persönlich Sri Lanka erlaubt hatten folgt. 😉
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