• Antje Rinske
  • Antje Rinske

Antwerpen

A short but fine adventure by Antje Read more
  • Trip start
    April 12, 2026

    Prolog

    April 12 in Belgium ⋅ ☁️ 7 °C

    Spontan hat sich unsere Reise nach Antwerpen ergeben: wir werden unser Wohnmobil hier statt in Hamburg abholen.

    Die Vorbereitung fiel kurz aus. Wir dachten, dass wir an einem Tag alles gesehen haben. Spoiler: nein 😅. Antwerpen bietet so einiges, so dass wir auf jeden Fall wiederkommen wollen.

    Zur Einstimmung gibt es ein paar Fakten ☺️

    Antwerpen war im 15. und 16. Jahrhundert eine der größten Städte der Welt, zeitweise die wichtigste Handelsmetropole Europas und als bedeutendes kulturelles Zentrum Wirkungsstätte von Künstlern wie Peter Paul Rubens. Die Stadt war 1920 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele und 1993 Kulturhauptstadt Europas. Das Druckereimuseum Plantin-Moretus, das Maison Guiette (1926, Le Corbusier) und der Turm der Liebfrauenkathedrale gehören zum UNESCO-Welterbe.
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  • Königlicher Empfang

    April 12 in Belgium ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir kommen pünktlich in Antwerpen- Centraal an und sind gleich hin und weg von diesem Bahnhofsgebäude.

    Die heutige Anlage aus den Jahren 1899 und 1905 erhielt eine 186 m lange und 66 m breite Bahnhofshalle aus Stahl nach einem Entwurf des Ingenieurs Clement Van Bogaert. Die Höhe von 43 m berücksichtigte die Abgase der Dampflokomotiven.
    Das steinerne Empfangsgebäude in eklektizistischem Stil stammt von Louis de la Censerie. Er ließ sich vom Bahnhof Luzern und dem Pantheon in Rom inspirieren. Wegen der dominierenden Kuppel (75 m hoch) wird das Gebäude im Volksmund Spoorwegkathedraal (= Eisenbahnkathedrale) genannt. Eröffnet wurde der Bahnhof am 11. August 1905.
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  • Handelsbörse

    April 12 in Belgium ⋅ ☁️ 15 °C

    Die „Nieuwe Beurs“ (Neue Börse) wurde im Jahr 1531 errichtet, weil die „Oude Beurs“ in der Hofstraat zu klein geworden war. Es war die erste Börse überhaupt, die speziell für diesen Zweck gebaut wurde, und wurde später zum Vorbild aller Börsengebäude der Welt.

    Diese neue Börse, ein Entwurf des Antwerpener Architekten Domien de Waghemakere (1460-1542), brannte 1583 und 1858 ab. Nach dem letzten Brand wurde sie im überschwänglichen Stil der Neugotik rekonstruiert.
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  • MAS

    April 12 in Belgium ⋅ ☁️ 14 °C

    Das Museum aan de Stroom (deutsch: „Museum am Fluss“), kurz MAS, ist ein Museum das im Mai 2011 eröffnet wurde und verschiedene Austellungen umfasst.

    Am Sonntag hatte das Museum leider schon geschlossen und am Montag ist Ruhetag. Dafür konnten wir am Sonntag noch auf die Dachterrasse und hatten einen super Blick über die Stadt. Das Gebäude selbst fanden wir auch faszinierend, mit einer tollen Lage am Stadthafen.

    Die Ausstellungsräume des 62 Meter hohen Museumsturms sind über zehn Etagen in Containern oder „Boxen“ gestapelt. Dabei ist jede Ebene um 90 Grad gedreht, so dass sich eine spiralförmige Anordnung ergibt. Die dazwischen liegenden Galerien mit gewellten Glasflächen erlauben wechselnde Ausblicke auf Stadt und Hafen. Die Fassade des Museums aus rötlichem indischem Sandstein ist mit 3000 Händen aus poliertem Aluminium verziert, eine Anspielung auf die Herkunft des Stadtnamens von Antwerpen.
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  • Liebfrauenkathedrale

    April 13 in Belgium ⋅ ☁️ 11 °C

    Was für ein imposantes Bauwerk! Wir nehmen am Montag an einer Führung teil. In rund zwei Stunden erfahren wir viel Interessantes zu Architektur, Geschichte und Kultur. Der Guide erzählt so kurzweilig, dass wir noch länger zuhören und entdecken könnten.

    Im Jahr 1352 wurde mit dem Bau einer neuen Kirche in gotischem Stil mit Mittelschiff und sechs Seitenschiffen begonnen, doch 1521 wurden die Bauarbeiten eingestellt. Bei einem Brand 1533 wurde die Kirche stark beschädigt. In der Folgezeit bauten die Antwerpener sie wieder auf.
    Im Jahr 1559 wurde das Bistum Antwerpen gegründet und die Kirche zur Kathedrale erhoben. Am 20. August 1566 zerstörten calvinistische Bilderstürmer einen großen Teil der Kunstwerke und des Mobiliars der Kathedrale. 1581 kam Antwerpen unter protestantische Herrschaft, was zur weiteren Vernichtung bzw. zum Verkauf unschätzbarer Kunstwerke führte.
    Infolge der Französischen Revolution plünderten französische Besatzungstruppen 1794 das Gebäude, das zeitweise als Viehstall benutzt wurde und schwere Schäden erlitt. Im Laufe der folgenden Zeit wurde die Kathedrale mehrfach verändert (das Tympanon des Hauptportals entstand erst im Jahr 1903). 1965 begann die Provinz Antwerpen die Restaurierung, die 1993 im Wesentlichen fertig gestellt wurde.

    Die Liebfrauenkathedrale ist die einzige siebenschiffige gotische Kirche mit Querhaus und Umgangschor mit Radialkapellen. Das Bauwerk ist 117 m lang und innen 40 m hoch und wird von 125 Pfeilern getragen. Von der geplanten Zweiturmfassade im Westen wurde im 16. Jahrhundert nur der Nordturm vollendet, der allerdings sowohl mit seiner Höhe von 123 m, als auch durch seine filigrane Bauweise mit aufsitzender Laterne ein Meisterwerk spätgotischer Architektur darstellt. Der Vierungsturm war wohl (wie der Turm der Sint-Niklaaskerk in Gent) als Laternenturm konzipiert; er wurde jedoch nicht fertiggestellt und im 17. Jahrhundert durch eine dreistufige hölzerne Haubenkonstruktion geschlossen. Das leicht und beinahe schwebend wirkende Maßwerkoktogon, welches vom quadratischen Querschnitt des Vierungsturmes zur Haube überleitet, ist ebenfalls beachtenswert.
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  • Kulinarisches

    April 13 in Belgium ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir müssen natürlich alles probieren, was typisch belgisch ist :-)
    Die Auswahl an Schokolade ist riesig, Pommes und Waffeln gibt es überall. In der Altstadt gibt es unzählige Restaurants.
    Am zweiten Abend landen wir im 'Wolf Sharing Food Market' und bleiben länger als geplant. Es ist total gemütlich und das Essen wirklich sehr gut.
    Zum Abschluss gehen wir noch in eine Bier-Bar. Die Bier-Karte ist ein richtiges Buch und Gerald braucht eine ganze Weile für die Auswahl.
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  • Stadtbesichtigung

    Apr 15–16 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir nutzen die Abendstunden und besichtigen die Innenstadt.

    Fulda war Sitz des Klosters Fulda und ist eine Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt mit Bischofssitz des gleichnamigen Bistums. Wahrzeichen der Stadt ist der Dom St. Salvator.
    Wir fangen mit der Michaelskirche an, eine der ältesten Kirchen Deutschlands (818–822 erbaut). Wie die ehemalige Ratgar-Basilika diente sie wohl auch als Grabeskirche. Der Innenraum der Michaelskirche ist mit Freskenmalereien ausgeschmückt. Uns beeindruckt vor allem der runde Altarraum - so etwas haben wir noch nicht gesehen.

    Der Dom St. Salvator zu Fulda ist das Wahrzeichen der Stadt. Im Inneren des Doms befindet sich u. a. die Grabstätte des Hl. Bonifatius, des ersten Apostels der Deutschen. Die Pläne des Doms wurden im Jahr 1700 von einem der bedeutendsten deutschen Barockbaumeister, Johann Dientzenhofer (1663–1726), im Auftrag von Fürstabt Adalbert von Schleifras angefertigt. Der Vorgängerbau, die Ratgarbasilika, einst größte Basilika nördlich der Alpen, wurde zugunsten des neuen Doms niedergelegt, ehe 1704 der Bau im (damals aktuellen) barocken Stil begonnen wurde. Am 15. August 1712 wurde der Dom geweiht. Der Dom zu Fulda ist seinem inneren System nach an den Petersdom in Rom angelehnt.

    Wir schlendern weiter zum Stadtschloss, in welchem sich heute vor allem die Verwaltung der Stadt befindet. Wir erklimmen den Turm und haben wieder eine fantastische Aussicht auf die Stadt. Weiter geht es ins barocke Zentrum, wo vor allem das alte Rathaus hervorsticht.

    Irgendwann treibt uns der Hunger heimwärts; morgen ist ja auch noch ein Tag. Leider ist allerdings am nächsten Tag von der Sonne gar nichts zu sehen, dicke Wolken machen sich breit und wir entschließen uns, die Stadt zu verlassen und nach Hause zu fahren.

    Dennoch, ein Stopp, der sich gelohnt hat 😀
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    Trip end
    April 14, 2026