• Sidi Ifni 3

    10. februar 2019, Marokko ⋅ ☀️ 24 °C

    heute Morgen war kein Nebel hier. Es begrüsste uns ein herrlicher Morgen mit Sonnenschein und warmen 18 Grad.
    Bevor wir die genaue Weiterreise besprechen wollten, mussten wir wissen, ob man hier einkaufen und unsere Vorräte auffüllen kann. So fuhren wir mit dem WoMo in die Stadt und parkten in der Nähe des Marktes - am Schatten!
    Sofort fanden wir den "Supermarkt", ein scheinbar kleiner Laden, aber nur scheinbar. Er war recht schmal, aber sehr weit in die Tiefe gebaut. Wir kauften alles ausser Gemüse, Brot und Fleisch hier ein. Nebenan war eine sehr schöne Bäckerei, wo wir etwas Süsses und Brot einkauften.
    Unser nächstes Ziel war der Sonntagsmarkt. Ein riesiger Markt, den man unbedingt besuchen muss. Einerseits, weil es praktisch keine Touristen gibt, andererseits, weil alle Marktstände draussen auf dem Platz stehen und mit Planen vor der Sonne geschützt sind. Ein solch buntes und freundliches Treiben haben wir bis jetzt noch nirgends gesehen. Wir kauften Tomaten, Kartoffeln, Erdbeeren und weitere feine Sachen von den emsigen Händlern ein - man könnte den ganzen Tag hier bleiben und den Markt beobachten.
    Ich finde, das richtige Marokko beginnt erst hier in Sidi Ifni.
    Nun, da wir eingekauft hatten, werden wir morgen unsere Reise in den Antiatlas starten. Für heute fahren wir nach Legzira an den Strand und wollen die vom Meer bearbeiteten Felsen sehen. Am engen Parkplatz wurden wir nett eingewiesen, wir waren das einzige WoMo, ein zweites hätte auch keinen Platz gehabt ;-)
    Noch bevor wir ausstiegen stärkten wir uns mit den herrlichen Erdbeeren vom Markt mit Joghurt.
    An den Felsen sind ein paar Häuser angeklebt, hübsche Restaurants und ein paar Surfschulen. Wir marschierten fast 10 Kilometer über Sand und die Felsbrocken und gingen durch den riesigen Bogen aus brüchigem Fels, in seinem Schatten war es recht frisch. Den anderen, fragileren Bogen, konnten wir leider nicht sehen, da die Flut schon zu stark einsetzte. Nach einem "Whisky berbèr" in einem der kleinen Restaurants machten wir uns auf den Rückweg, wir wollten heute früher aufbrechen, um den Sonnenuntergang - heute ohne Dunst - zu sehen. Ohne Dunst konnten wir einen besonders schönen Sonnenuntergang sehen, die Sonne verformte sich am Schluss zu merkwürdigen Formen, welche wir noch nie zuvor gesehen hatten. Kaum auf dem Rückweg sprach uns eine junge Frau, welche Schafe dirigierte mit "hello, how are you ?". Wir staunten nicht schlecht, sie sprach ganz gut englisch! Sie studiert in Agadir englisch und freute sich, ihre Fremdsprache mit uns zu üben - einfach wunderbar, wie die Menschen hier so offen und kontaktfreudig sind (ich weiss, ich wiederhole mich).
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