Tafraoute 1
12 febbraio 2019, Marocco ⋅ ☀️ 22 °C
Wir stehen fast alleine hier in Tafraoute, auf 1000 Meter Höhe und es wurde in der Nacht recht kalt, nur noch 8 Grad war es am Morgen um halb neun. Dann stieg die Sonne über die Berge und es wurde sofort gefühlt 20 Grad warm, so konnten wir (bei 8 Grad) bereist draussen Frühstücken.
Die nette Dame von gestern holte die Wäsche ab und wir bummelten in die Stadt zum Markt. Der ist absolut sehenswert. Hier gibt es alles, was man für den täglichen Bedarf braucht. Sei es ein Elektromotor, ein Handy-Ladekabel, eine Teekanne, oder rostige Nägel. Natürlich kann man auch allerlei Gemüse und Obst einkaufen. Ohne belästigt zu werden findet man sich unter den Einheimischen und jeder hat Zeit für einen Schwatz, auch wenn nur wenige Leute französisch sprechen. Ein "bon jour", ein Händedruck und ein "ça va?" reicht völlig aus, der Rest geht halt mit den Händen und viel Lachen! Übrigens stimmt es nicht, dass man Frauen nicht ansprechen soll. Alle haben immer freundlich gegrüsst und sich nach unserem Wohlbefinden erkundet.
Wenn wir wieder einmal hinfahren, werden wir alle ausgedienten Werkzeuge und Geräte mitbringen, hier ist nichts kaputt genug, um es nicht wieder verwenden zu können. Bei einem Bummel durch die Stadt hat sich Susann eine Brax-Jeans (für 170 DH) gekauft und wir haben, in einem kleinen Restaurant mit zwei Tischen, einen mega-leckeren "special jus maison" getrunken. Auf dem Rückweg haben wir am Markt eingekauft. Tomaten, Zwiebeln, Erdbeeren und einen grossen Chabis, alles zusammen für 17 DH, jedes Produkt kostet 5 DH/kg, sehr einfach zum rechnen.
Unser Kühlschrank hatte unglücklicherweise das Gefühl, er habe jetzt auch Ferien, was bei diesen Temperaturen keine gute Idee war. Nachdem ich keinen Fehler in der Gasversorgung gefunden hatte, habe ich das ganze 12V Netz aus- und wieder eingeschaltet - und siehe da, der Kühlschrank war wieder voll motiviert.
Die hiesige Dame brachte uns die Wäsche zusammengelegt zurück und ein Händler nach dem anderen erschien um Bestellungen für Brot aufzunehmen, oder etwas zu verkaufen, zum Beispiel Himbeeren oder Champignons. Alles wird im Kopf behalten, die meisten hatten nie die Gelegenheit lesen und schreiben zu lernen. Das sieht heute zum Glück ganz anders aus. Man kann an der Schule neben arabisch, französisch und englisch auch berberisch lernen.Leggi altro















