• Tafraoute 5, zum Flussbett

    16. februar 2019, Marokko ⋅ 🌧 12 °C

    Heute war ein besonderer Tag, die Sonne weckte uns nicht mit ihren Strahlen!
    Leider war es ganz bedeckt und sehr windig, dafür bereits 12 Grad warm. Dennoch frühstückten wir im WoMo.
    In einer zweiten Beziehung war der Tag ebenfalls etwas Besonderes, wir kauften Bananen und Mandarinen und dann, und dann ?? Dann fanden wir einen Damen Coiffeur und Susann liess sich die Haare schneiden - und, welche Überraschung, der Coiffeur verstand sein Handwerk! Für 100dm bekam sie einen schönen Haarschnitt und gewaschene Haare.
    Voll motiviert starteten wir wieder zu einer Wanderung, nur herumsitzen ist nichts für uns .Wir machten uns auf, um den südlichen Teil der Umgebung zu erkunden.
    Wir überquerten die Strasse und das Flussbett und landeten sofort in dünn besiedeltem Gebiet. Die kleinen Siedlungen waren durchwegs sauber und die Häuser haben uns sehr gut gefallen. Dann war Ende der Zivilisation, wir gelangten in ein felsiges Gebiet mit vielen kleinen Oasen, in denen manchmal sogar ein Ziehbrunnen und Wasser vorhanden war - genau so wie in "100 und einer Nacht". Allerdings begegneten wir Ali Baba nicht (übrigens nennt man hier alle bärtigen Männer ironisch "Ali Baba", also auch mich :-) ).
    Wir stiegen die Hügel hinauf und hinunter und bestaunten die riesigen, meist abgerundeten Felsen, welche manchmal gut 10 Meter hoch waren.
    Da, plötzlich fielen einige Tropfen vom Himmel, es regnete tatsächlich ganz leicht.
    Auf einem Hügel fanden wir einen Wasserspeicher, durch seine Farbe war er kaum von den Felsen zu unterscheiden. Unten im Dorf Adaï bummelten wir durch die engen Gassen und gelangten an ein ummauertes Feld mit aufrecht stehenden Steinen darin. Zum Glück kam gerade ein Mann vorbei, den ich fragte, was dies sei. Er erklärte uns, dass dies der alte Friedhof sei. Jeder Stein stehe für einen Verstorbenen. Weshalb denn keine Namen auf den Steinen stehe, fragte ich ihn. Das sei nicht nötig, bei den Steinen seien kleine Beigaben, an denen die Angehörigen ihre Verblichenen erkennen.
    Wir wanderten zwar nur etwa 10 Kilometer weit, aber es war doch etwas anstrengend und wir genossen jetzt, da die Sonne etwas hervorkam - man hat uns zwei Sonnenstunden versprochen - die verdiente Ruhe.
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