• Sturm

    April 2 in Italy ⋅ 🌧 9 °C

    Was soll ich sagen, es hört einfach nicht auf. Wie sich herausstellt ist mein Lagerplatz gut gewählt. Die Senke bewahrt mich vor den schlimmsten Böen und ein Abfluss sichert mich davor in einer großen Pfütze zu schlafen. Außerdem finde ich die Lage wunderschön, auch wenn ich sie kaum bewundern kann. Zu meinem Erstaunen ziehen hier oben einige Schafe durch. Zu meinem Nachteil hinterlassen sie überall, sichtbare Spuren. Nun befinden die sich an meinen Schuhen und auch sonst an so ziemlich meinem ganzen Equipment. Die Spuren sind gerade keine klassischen Köttel, sondern ziemlich flüssige Fladen. Hoffentlich sterben keine der Tiere am Durchfall, hab ich schon häufiger erlebt. Jeweils kurz alle paar Stunden kann ich meine direkte Umgebung erkunden, aber spätestens nach 5 Minuten fängt es jedes Mal an zu schütten. So liege ich in meinem wackelden Unterschlupf und hoffe das mir nicht der Himmel auf den Kopf fällt. Einen Lichtblick gibt es ich werde heute Abend wieder die lecker Pistazien Nudeln verspeisen können.

    Ein kleiner Einwurf, auch wenn meine Vater es nicht so gut findet zu häufig meine persönliche Meinung Kundzutun. Wenn ihr Aufmerksam die Orte (auf meinen Fotos) betrachtet, dann seht ihr natürlich die kompakte Altstadt. Aber auch die Erweiterungen bestehen nicht primär aus Einfamilienhäusern mit Garten, sondern Mietskasernen. Wahrscheinlich ist dies der Topographie und den finanziellen Mitteln geschuldet. Trotzdem finde ich wir können uns angesichts unseres Versiegelungsproblems einiges abschauen. Jeden Tag wird in Deutschland die Fläche eines landwirtschaftlichen Familienbetriebs, also ungefähr 55 Hektar versiegelt. Das muss aufhören, ansonsten kann die restliche Flächennutzung noch so Nachhaltigkeit sein, auch da wird es einen Tipping Point geben. Also haltet die Augen auf, wenn ihr irgendwo Innovative Möglichkeiten seht, Pragmatismus und Ästhetik zusammenzubringen. Teilt diese unbedingt, wir brauchen Visionen die begeistern und umsetzbar sind.
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