• Kuscheltime

    5 de abril, Itália ⋅ ☀️ 18 °C

    Viel zu früh werde ich das erste mal wach, alles dreht sich und mein Kopf explodiert. Das waren gestern wohl 2-3 Bier zu viel, man o man. Nur kurz Wasser trinken und nochmal die Augen schließen. Um 10Uhr unternehme ich den ersten kleinen Ausflug, der noch nicht sehr viel Freude macht. Alle wünschen einem schöne Ostern und machen natürlich Bella Figura, im Sonntagsgewand. Komme mir wahnsinnig underdressed vor. "Zuhause" verabschiede ich mich von meinem restlichen Mageninhalt, dadurch geht es mir sofort wieder besser. Kann jetzt wieder ein bisschen was essen und die wärmende Sonne genießen. Gianluca taucht erst Mittags auf, weil er gestern auch gut getankt hat. Wir sind uns einig, heute kein Alkohol, niente. Wieder zahlt er meinen Kaffee, obwohl ich protestiere. Dann geht's zu seinem Auto, weil wir gestern besprochen haben uns seine Tiere anzuschauen. Stilecht geht es im Fiat 500 immer nen ticken zu schnell, über kurvige Straßen. Seine Hühner und Hähne sind bei seinem Olivenhain. Auch wenn seine Familie finanziell besser dasteht, als viele andere auf Sizilien, produziert er eigenes Olivenöl für la familia und die amici. Ein paar eigene Eier Schaden auch nicht, am 2ten Standort hat er auch noch eine kleine Schafherde für den Eigenkonsum, nichts davon kommerziell. Danach schauen wir uns seine Hundezucht an. Bei einem kleinen Teich wimmeln viele schwarze Schildkröten, die schauen fast surreal aus. Erst denke ich es handelt sich um Statuen, bis ein paar sich schnell ins Wasser stürzen, um sich zu verstecken. Seine Hunde sind wahre Kuschelmaschinen, sie können gar nicht genug bekommen und bei solchen süße Tieren, ich ehrlich gesagt auch nicht. Natürlich versorgt er parallel alle und ich darf einfach mit ihnen spielen. Mittlerweile verstehen wir uns richtig gut, Gianluca wird mir auf alle Fälle in Erinnerung bleiben. Vielleicht besuche ich ihn nochmal auf meinem Rückweg. Dann will ich aber auch noch ein paar Meilen zurücklegen, wie man auf dem Land immer gesagt bekommt, wer feiern kann, kann auch schaffen. Dazu mache ich mir harten Rap an und Tanze durch die Pampa. Gleich die nächste schöne Begegnung findet auf einer kleinen Straße statt, als mir von meiner Tour begeisterte Passanten, eine Handvoll frische Bohnen schenken. Frisch und knacking wie sie sind, verspeise ich direkt alle. Abends habe ich noch das Glück aufgrund von Nebel, tolle Aufnahmen zu machen. Wegen dem Ostersonntag hatte ich mich drauf eingestellt, nur schwer was zu essen zu finden. Doch ich finde eine tolle Pizzeria, die wahnsinnig schnell sind. Nicht mal 10 Minuten brauchen sie pro Pizza. Lieber Tim die Pizza San Daniele ist auch wirklich damit belegt, man glaubt es kaum. Gestärkt steige ich mit der Stirnlampe noch kurz zum See ab. Wieder ein toller Tag.Leia mais