Ringsteiner Mühle
June 27 in Germany ⋅ ⛅ 35 °C
Nach einer guten und sehr ruhigen Nacht ging es um 7 Uhr los in Richtung Monreal, das ca. 4 km entfernt lag. Das dortige Café Plüsch öffnete um 8 Uhr seine Pforten und wir wollten pünktlich dort sein, auch um keine Zeit zu verlieren (weil wir heute viel vorhatten). Zunächst ging es einen schönen Pfad oberhalb von Monreal entlang, vorbei an Löwenburg und Philippsburg, bevor es hinunter in den wunderschönen, pittoresken Fachwerkort ging. Um diese Zeit am frühen Morgen war selbstredend noch nichts los und wir schlenderten durch die alten Gassen bis zu unserem Café, wo wir ein ausgedehntes und sehr leckeres Frühstück einnahmen. Ab Monreal sollte es dann 35 km durch das idyllische Elzbachtal gehen, wo es jedoch keinen Supermarkt gab. Auch bei den verzeichneten Cafés und Restaurants war unsicher, ob sie geöffnet hatten und überhaupt noch existierten. Es lagen auch keine Dörfer am Weg, wohl aber einige Mühlen, die bewohnt zu sein schienen. Wir mussten also jede Gelegenheit nutzen, um uns Wasser zu besorgen. Der Weg an der Elz entlang ging meist durch Wald mit Myriaden von Mücken, Milben und Bremsen, die uns trotz Dauereinsatzes unseres kleinen Handtuchs ganz schön piesackten. Nach 20 km insgesamt kamen wir an der Ölmühle vorbei, deren Biergarten aber heute leider geschlossen hatte (weil sie sich selbst und den Wanderern die Hitze ersparen wollten). Also nichts war’s mit kalten Getränken. An einem privaten Haus im Tal war eine Familienfeier zugange. Dort wurden wir nett begrüßt und bekamen kalte Getränkeflaschen geschenkt. Was für eine Freude. Beschwingt ging es weiter durch die Hitze, heute bestimmt an die 38 Grad, es war übrigens die zur Zeit heißeste Region Deutschlands, in der wir uns wandernd bewegten. Das Restaurant Brückenmühle nach 23 km hat nur noch für Events geöffnet, war also auch geschlossen. da findet sich wohl seit zwei Jahren kein Pächter mehr. Nächste Möglichkeit einer Einkehr war die Burg Pyrmont, die wir nach 27 km erreichten. Auch das dortige Burgcafé gibt es wohl nicht mehr. So langsam hatten wir so richtig Durst. Auch an der Pyrmonter Mühle weiter unten – nichts! Nach insgesamt 30 km heute erreichten wir dann die Löffelmühle, ein edler Übernachtungsort und Restaurant nur für Hausgäste. Wir fragten durch ein kleines Fenster einen Koch, ob er uns Wasser geben würde. Und wir bekamen jeder nochmal zwei Liter, zudem hatten wir uns noch ein nettes Gespräch mit dem Mann, der aus Luxemburg kam. Die zwei Liter waren jedoch sehr schnell getrunken. Nach 33 km kamen wir an eine Straße, wo wir uns auf eine Bank setzten (die glücklicherweise im Schatten lag). So fertig war ich mental und physisch echt selten in meinem Leben, wenn überhaupt schon mal so. Albtrails ging dann 700m die Straße hoch in den Ort Müntenich, wo ein Gasthaus ihm sechs Getränke verkaufte. Die brachte er dann in einem Karton wieder zur Bank runter und wir tranken die Flaschen eine nach der anderen aus. 9 bis 10 Liter hatten wir an diesem Tag bisher getrunken und es war wohl immer noch zu wenig. Nach diesem Zuckerschub ging es mir sehr schnell wieder richtig gut, man glaubt gar nicht, welches Wunder einfacher Zucker in solch einer kurzen Zeit vollbringen kann. Die letzten 7 km bis zu unserer Unterkunft flogen wir förmlich über die Wege. Und kamen denn auch nach heute 40 km noch rechtzeitig an, um nach einer kalten Dusche noch etwas zu Essen zu bekommen. Perfekt!Read more



























Traveler
Rösti gefüllt mit Wurst!? Das sieht aber lecker aus!
TravelerJa, könnte man echt ein bisschen vergleichen mit Rösti :-)
Traveler
Das ist Kuchen nach meinem Geschmack 😉😋
TravelerAlbtrails hat er auch hervorragend geschmeckt 😋