Venedig
October 14 in Italy
⛅ 13 °C
Tag 5: Tagesausflug nach Venedig
Ich war in den letzten Tagen ein bisschen faul und hatte keine Lust, groß zu schreiben oder etwas hochzuladen. Deshalb kommt jetzt ein kurzer Abriss.
Ich bin schön früh gegen 7 oder 7:15 Uhr mit dem Zug von Padua nach Venedig gefahren. Es war total schön, weil wir bei der Überfahrt über die Lagune die Sonne aufgehen gesehen haben und alles noch ruhig und entspannt war. Der Bahnhof in Venedig ist ziemlich groß, ein Kopfbahnhof mit bestimmt 10, 15 Gleisen, auch ein cooles Erlebnis.
Nach einer kurzen Recherche bin ich losgestapft, in eine relativ untouristische Gegend. Dort habe ich mir zwei, drei kleine Paninis geholt und ein kleines Café gefunden, in dem ich für einen sehr schmalen Taler noch einen Cappuccino bekommen habe. Danach bin ich durch die noch leeren Gassen geschlendert, es war erst 8:30 Uhr. So ist die Stadt auf jeden Fall sehens- und liebenswert.
Dann bin ich ins jüdische Viertel gegangen und habe eine Selbstführung mit Audioguide gemacht. Ich war in den Synagogen und habe ein bisschen Geschichte mitgenommen. In Venedig gibt es nämlich das erste Judenghetto der Welt, zumindest so dokumentiert. Auch wenn es nur ganz klein war, fand ich es spannend. Ich glaube, es haben vielleicht 1000 Leute dort gelebt, was für die damaligen Verhältnisse in Venedig schon ziemlich viel war.
Zum Mittagessen habe ich einen schönen Laden sehr abseits gefunden, an der Ecke, wo ein Kanal in die Lagune mündet. Dort waren nur Italiener, und ich habe einen leckeren Burger gegessen.
Dann bin ich frohen Mutes Richtung Markusplatz gelaufen. Es war inzwischen so gegen 12:30 Uhr und wurde auf jeden Fall voller. In den Shoppinggassen war es wahnsinnig voll, manchmal hat man sich gefühlt festgelaufen. Der Markusplatz selbst war beeindruckend und gar nicht so voll, aber nach fünf, zehn Minuten hatte ich auch genug. Ich war ja schon seit 6, 7 Stunden in der Stadt unterwegs.
Auf dem Rückweg bin ich noch bei einem Laden vorbeigegangen, der mir beim Schlendern aufgefallen war. Er macht ähnliche Sachen wie Freitag: Taschen, Portemonnaies, Schlüsselanhänger und Laptoptaschen aus alter LKW-Plane. Ich habe mich lange mit der Besitzerin unterhalten. Die Sachen werden im Gefängnis gefertigt, denn Venedig hat zwei Gefängnisse, ein Frauengefängnis und ein Kurzzeit-Männergefängnis. Das ist Arbeit für die Insassen, damit sie ein bisschen Geld verdienen und nicht ganz den Draht zur Realität verlieren. Das fand ich richtig cool. Die Sachen waren außerdem gefühlt nur ein Drittel so teuer wie bei Freitag.
Zum Schluss habe ich noch den Domkeller gefunden, einen ganz kleinen, süßen Eckladen mit Weißwein, Rotwein, Prosecco und Paninis. Ein Aperol oder Campari Spritz kostete dort, glaube ich, 2 oder 2,50 Euro. Fabio, der Barmann, war sehr lustig. Ich habe mir dort vier, fünf Aperol gegönnt, ein bisschen die Leute beobachtet und bin mit einem kleinen Schwips nach Hause gefahren. Gegen 4 oder 5 Uhr war ich wieder in Padua, habe nur noch ein bisschen meine Route geplant und früh geschlafen.
Hinweis: Den Namen „Domkeller" habe ich so übernommen, weil das Diktat unklar war. Falls es ein anderer Name ist, ändere ihn bitte. Ich habe den Eintrag als Tag 5 gezählt, passe das gern an.Read more





















