Heute bin ich nicht Rad gefahren. Ich habe mir einen Tag in Padua genommen, und das war eine sehr gute Entscheidung. Padua ist, glaube ich, einer der am wenigsten touristischen Orte im Ausland, die ich seit Langem gesehen habe. Das ist sehr angenehm, hier ist noch alles so, wie es sein sollte. Die Fußgängerzone hat alte, originale kleine Dorf-Vibes. Es gibt keine großen Ketten wie Starbucks oder H&M, stattdessen liebevoll dekorierte Schaufenster, inzwischen herbstlich eingerichtet.
Ich bin einfach durch die Stadt geschlendert, habe einen guten Kaffee getrunken und leckere Croissants gegessen. Nachmittags war ich im Naturkundemuseum und habe mich ein bisschen gebildet, das war richtig schön.
Ich bin perfekt zu den Abschlussfeiern der Uni hier angekommen. Die Italiener scheinen eine Tradition zu haben: Wer sein Studium abgeschlossen hat, bekommt ein süßes Kränzchen auf, ein bisschen wie ein Caesarenkranz, nur geschlossen. Die ganze Familie feiert dann und singt teilweise Lieder, es werden Fotos gemacht, und in manchen Gaststätten hängen Collagen. Zwischen 9:30 Uhr morgens und 9:30 Uhr abends steht gefühlt auf jedem Tisch mit einem Kränzchen mindestens ein 3-Liter-Aperol-Spritz, manchmal sogar fünf. Es wird sich hier Mühe gegeben, ich finde es faszinierend.
Abends habe ich auf dem Marktplatz fantastische handgemachte Tagliatelle mit Bolognese und Parmigiano gegessen, dazu einen Aperol und einen Negroni. Ich war nach der Mückennacht davor so müde, dass ich schon um 8 im Bett lag. Ich habe wie ein Baby geschlafen, auch wenn ich mich tausendmal gedreht habe, ungefähr von 9 bis 6 Uhr. Damit habe ich meine Stunden mal wieder bekommen.Read more
TravelerTraditionell stehen auf den Collagen, teilweise recht schlüpfrige, Anekdoten, die von den Absolventen in Anwesenheit von Freunden und Familien vorgetragen werden. Dabei muss die Person alkoholische Getränke leeren und bei Versprechern darf mit Eiern, Ketchup, Mehl oder auch Hundefutter geworfen werden
TravelerTraditionell stehen auf den Collagen, teilweise recht schlüpfrige, Anekdoten, die von den Absolventen in Anwesenheit von Freunden und Familien vorgetragen werden. Dabei muss die Person alkoholische Getränke leeren und bei Versprechern darf mit Eiern, Ketchup, Mehl oder auch Hundefutter geworfen werden