• Henry Hecker
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Kleine Runde Norditalien

So im golden herbstlichen Wetter geht es für mich nochmal für zwei Wochen aufs Rad und ich genieße Landschaft und Futti in Norditalien :) Read more
  • Trip start
    October 9, 2026
  • Etappe 1: Villach - Gemona

    October 10 in Austria ☁️ 18 °C

    Tag 1: Von Villach nach Gemona

    Die erste Nacht in Villach habe ich gut geschlafen und noch einmal genossen, in einem warmen Bettchen zu liegen. Die nächsten zwei, drei Nächte werden vermutlich auf Campingplätzen stattfinden. Das Frühstück war entspannt, danach habe ich meine Sachen gepackt. Draußen waren es erst 10 Grad, und ich hatte gehofft, dass es im Lauf des Tages ein bisschen wärmer wird. Ich habe mich auf die erste Tour gefreut. Meine Knie haben schon vom Vortag ein wenig wehgetan, deshalb wollte ich die erste Etappe vorsichtig hinter mich bringen.

    Die Fahrt war wunderschön. Ich bin bei 10 bis 11 Grad in Villach gestartet. Nach ein paar Höhenmetern bergauf ging es deutlich länger bergab, und bei der Ankunft in Gemona war es spürbar wärmer, gefühlt 18 Grad. Die Strecke führte zwischen den Bergen hindurch, über ein, zwei Pässe, größtenteils auf einer stillgelegten Bahntrasse. Das ist der Alpe-Adria-Radweg, mit überwiegend super Asphalt und richtig guter Radinfrastruktur. Immer wieder gab es ein kleines Café oder eine Möglichkeit, ein Sandwich mitzunehmen.

    Unterwegs habe ich zwei Community-Hotspots gesehen, bei denen man vermutlich unkompliziert im Garten zelten kann. Ich habe mich trotzdem entschieden, noch 30 Kilometer weiter nach Gemona zu fahren. Dort hatte ich mir einen schönen Campingplatz ausgesucht, der noch einmal 150 Meter tiefer liegt und dadurch ein bisschen wärmer ist.

    Im Supermarkt habe ich mir etwas zu essen geholt, danach habe ich warm geduscht und das Zelt aufgebaut. Heute bin ich 95 Kilometer gefahren, und ich bin ganz schön platt. Die Knie merken es auf jeden Fall, auch wenn es viel bergab ging. Aber ich bin happy, angekommen zu sein.
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  • Etappe 2: Gumena - Pordenone

    October 11 in Italy ☁️ 21 °C

    Wie erwartet habe ich die Nacht nicht sonderlich gut geschlafen, aber das ist am Anfang meistens so, die ersten Nächte im Zelt. Ich habe leider kein ganz gerades Stück gefunden und bin mit meinem Schlafsack auf der Isomatte die ganze Zeit ein bisschen runtergerutscht. Zwei, drei Mal lag ich zusammengekauert wie ein kleines Würmchen am Fußende. Aber es passiert halt.

    Der Morgen ist trotzdem sehr gut gestartet, mit einem guten Frühstück: ein bisschen Joghurt, Nüsse, Äpfel und zwei große Kannen Kaffee. Dann habe ich alles zusammengepackt und war abfahrbereit. Und natürlich hat es genau jetzt angefangen zu regnen. Ein Stündchen Regen musste ich noch abwarten.

    Nachdem sich der Regen nach einer Stunde wieder verzogen hatte, bin ich losgefahren und hatte einen richtig guten Run. Die ersten zwei Stunden bin ich, glaube ich, komplett durchgefahren. Ich bin über 23 Brücken gefahren, immer wieder über den sehr leeren Gletscherfluss. An manchen Stellen war er gefühlt 200, 300 Meter breit, aber wegen des trockenen Sommers und der fehlenden Schneeschmelze war nur ein Rinnsal von vier, fünf Metern übrig.

    Bei einem Aufstieg habe ich einen wunderbaren See mit absolut türkisem, sauberem Wasser gefunden. Ich habe mich natürlich nicht getraut, meinen Po da reinzuhalten, ich glaube, es wäre extrem kalt gewesen.

    Gegen Mittag, nach der letzten Aufstiegsetappe, habe ich ein total nettes Restaurant gefunden. Es gab Tagliatelle e Funghi, und ich bin natürlich gleich in eine Großfamilienkommunion hineingerauscht, was sehr lustig war. Danach bin ich relativ zeitig weitergefahren.

    Heute Abend schlafe ich in einem kleinen Hotelzimmerchen. Ich habe noch einen Snack in der örtlichen Trattoria gegessen und plane jetzt meine nächsten Tage. Auf Empfehlung von Flo versuche ich, ein, zwei Nächte in Padua zu bleiben. Vielleicht nehme ich von dort den Zug nach Venedig, laufe einen Nachmittag durch die Gegend und trinke für 14 Euro einen Kaffee.

    Mein Knie merke ich auf jeden Fall, und mein Hintern tut auch schon ein bisschen weh. Entweder in Padua oder in Bologna muss ich mal Pause machen. Jetzt wird noch ein bisschen im Bett gedaddelt, und dann geht es ab ins Bett.
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  • Etappe 3: Pordenone - Padua

    October 12 in Italy ☀️ 19 °C

    Tag 3: Von Gemona nach Padua

    Ich bin heute Morgen ganz entspannt gestartet. Mit einem Bett im Hotel ist morgens immer viel weniger zu tun, als wenn man das Zelt abbauen und trocknen muss. Zum Frühstück gab es nur einen Apfel, ein, zwei Riegel und einen Kaffee. Den koche ich im Hotelzimmer immer mit meinem Trangia, meine kleinen Redneck-Outdoor-Skills.

    Ich bin extra früh losgefahren, damit ich die ganze Distanz nach Padua an einem Tag schaffe. Mir war klar, dass das letzte Drittel ziemlich knirschen würde, weil mein Knie gestern Abend schon relativ doll wehgetan hat. So kam es auch. Gut 20 Kilometer vor Padua habe ich eine Kaffeepause gemacht und ein geiles Pistazien-Croissant und einen Espresso genommen. Beim Aufs-Rad-Schwingen habe ich dann gemerkt, wie sehr das Knie schmerzt, und hätte am liebsten geschoben. Das kam aber natürlich nicht in Frage, also habe ich mich durchgequält.

    Die Strecke war wunderschön. Gefühlt 60 Kilometer führten über eine alte Bahntrasse, mal auf entspanntem Asphalt, mal auf leichtem Gravel. Es war die ganze Zeit grün, eingerahmt von Bäumen. Dazu hat den ganzen Tag die Sonne geschienen, und bei ein, zwei Pausen in der Sonne dachte ich kurz, es wäre wieder Sommer: italienische Sonne, 20 Grad und Windstille. Die brutzelt einem im Oktober ganz schön ins Gesicht.

    Am Nachmittag habe ich im Hostel eingecheckt. Auf Empfehlung von Flori bleibe ich zwei, drei Tage in Padua. Morgen oder übermorgen mache ich vielleicht einen kleinen Tagesausflug nach Venedig, auch wenn das ursprünglich nicht geplant war. Es gibt entspannte Züge dorthin, und ich habe keine Lust, drüben zu übernachten. Vielleicht connectet mich Dom noch mit einer Freundin von sich, dann hätte ich sogar einen kleinen Local-Kontakt hier. Donnerstag früh geht es dann wieder aufs Rad Richtung Bologna. Die 130 Kilometer teile ich mir auf zwei Etappen auf, das muss ja alles nicht sein.

    Abends bin ich ein bisschen durch die Stadt geschlendert und habe ein fantastisches Restaurant mit asiatischer Fusion-Küche gefunden. Ich habe mich dort an afghanischem, pakistanischem und bangladeschischem Essen vergnügt, es war ein richtig tolles Mahl. Danach bin ich zum Hostel zurückgelaufen und habe noch einen Abendspaziergang durch die Stadt gemacht.

    Geschlafen habe ich leider extrem schlecht, weil ich im Zimmer einen kleinen Mückenkrieg hatte. Die fünf anderen im Zimmer hat das anscheinend nicht gestört, nur mich. Deshalb musste ich mit einer kleinen Autan-Dusche schlafen.
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  • Padua

    October 12 in Italy 🌙 15 °C

    Tag 4: Ruhetag in Padua

    Heute bin ich nicht Rad gefahren. Ich habe mir einen Tag in Padua genommen, und das war eine sehr gute Entscheidung. Padua ist, glaube ich, einer der am wenigsten touristischen Orte im Ausland, die ich seit Langem gesehen habe. Das ist sehr angenehm, hier ist noch alles so, wie es sein sollte. Die Fußgängerzone hat alte, originale kleine Dorf-Vibes. Es gibt keine großen Ketten wie Starbucks oder H&M, stattdessen liebevoll dekorierte Schaufenster, inzwischen herbstlich eingerichtet.

    Ich bin einfach durch die Stadt geschlendert, habe einen guten Kaffee getrunken und leckere Croissants gegessen. Nachmittags war ich im Naturkundemuseum und habe mich ein bisschen gebildet, das war richtig schön.

    Ich bin perfekt zu den Abschlussfeiern der Uni hier angekommen. Die Italiener scheinen eine Tradition zu haben: Wer sein Studium abgeschlossen hat, bekommt ein süßes Kränzchen auf, ein bisschen wie ein Caesarenkranz, nur geschlossen. Die ganze Familie feiert dann und singt teilweise Lieder, es werden Fotos gemacht, und in manchen Gaststätten hängen Collagen. Zwischen 9:30 Uhr morgens und 9:30 Uhr abends steht gefühlt auf jedem Tisch mit einem Kränzchen mindestens ein 3-Liter-Aperol-Spritz, manchmal sogar fünf. Es wird sich hier Mühe gegeben, ich finde es faszinierend.

    Abends habe ich auf dem Marktplatz fantastische handgemachte Tagliatelle mit Bolognese und Parmigiano gegessen, dazu einen Aperol und einen Negroni. Ich war nach der Mückennacht davor so müde, dass ich schon um 8 im Bett lag. Ich habe wie ein Baby geschlafen, auch wenn ich mich tausendmal gedreht habe, ungefähr von 9 bis 6 Uhr. Damit habe ich meine Stunden mal wieder bekommen.
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  • Venedig

    October 14 in Italy ⛅ 13 °C

    Tag 5: Tagesausflug nach Venedig

    Ich war in den letzten Tagen ein bisschen faul und hatte keine Lust, groß zu schreiben oder etwas hochzuladen. Deshalb kommt jetzt ein kurzer Abriss.

    Ich bin schön früh gegen 7 oder 7:15 Uhr mit dem Zug von Padua nach Venedig gefahren. Es war total schön, weil wir bei der Überfahrt über die Lagune die Sonne aufgehen gesehen haben und alles noch ruhig und entspannt war. Der Bahnhof in Venedig ist ziemlich groß, ein Kopfbahnhof mit bestimmt 10, 15 Gleisen, auch ein cooles Erlebnis.

    Nach einer kurzen Recherche bin ich losgestapft, in eine relativ untouristische Gegend. Dort habe ich mir zwei, drei kleine Paninis geholt und ein kleines Café gefunden, in dem ich für einen sehr schmalen Taler noch einen Cappuccino bekommen habe. Danach bin ich durch die noch leeren Gassen geschlendert, es war erst 8:30 Uhr. So ist die Stadt auf jeden Fall sehens- und liebenswert.

    Dann bin ich ins jüdische Viertel gegangen und habe eine Selbstführung mit Audioguide gemacht. Ich war in den Synagogen und habe ein bisschen Geschichte mitgenommen. In Venedig gibt es nämlich das erste Judenghetto der Welt, zumindest so dokumentiert. Auch wenn es nur ganz klein war, fand ich es spannend. Ich glaube, es haben vielleicht 1000 Leute dort gelebt, was für die damaligen Verhältnisse in Venedig schon ziemlich viel war.

    Zum Mittagessen habe ich einen schönen Laden sehr abseits gefunden, an der Ecke, wo ein Kanal in die Lagune mündet. Dort waren nur Italiener, und ich habe einen leckeren Burger gegessen.

    Dann bin ich frohen Mutes Richtung Markusplatz gelaufen. Es war inzwischen so gegen 12:30 Uhr und wurde auf jeden Fall voller. In den Shoppinggassen war es wahnsinnig voll, manchmal hat man sich gefühlt festgelaufen. Der Markusplatz selbst war beeindruckend und gar nicht so voll, aber nach fünf, zehn Minuten hatte ich auch genug. Ich war ja schon seit 6, 7 Stunden in der Stadt unterwegs.

    Auf dem Rückweg bin ich noch bei einem Laden vorbeigegangen, der mir beim Schlendern aufgefallen war. Er macht ähnliche Sachen wie Freitag: Taschen, Portemonnaies, Schlüsselanhänger und Laptoptaschen aus alter LKW-Plane. Ich habe mich lange mit der Besitzerin unterhalten. Die Sachen werden im Gefängnis gefertigt, denn Venedig hat zwei Gefängnisse, ein Frauengefängnis und ein Kurzzeit-Männergefängnis. Das ist Arbeit für die Insassen, damit sie ein bisschen Geld verdienen und nicht ganz den Draht zur Realität verlieren. Das fand ich richtig cool. Die Sachen waren außerdem gefühlt nur ein Drittel so teuer wie bei Freitag.

    Zum Schluss habe ich noch den Domkeller gefunden, einen ganz kleinen, süßen Eckladen mit Weißwein, Rotwein, Prosecco und Paninis. Ein Aperol oder Campari Spritz kostete dort, glaube ich, 2 oder 2,50 Euro. Fabio, der Barmann, war sehr lustig. Ich habe mir dort vier, fünf Aperol gegönnt, ein bisschen die Leute beobachtet und bin mit einem kleinen Schwips nach Hause gefahren. Gegen 4 oder 5 Uhr war ich wieder in Padua, habe nur noch ein bisschen meine Route geplant und früh geschlafen.

    Hinweis: Den Namen „Domkeller" habe ich so übernommen, weil das Diktat unklar war. Falls es ein anderer Name ist, ändere ihn bitte. Ich habe den Eintrag als Tag 5 gezählt, passe das gern an.
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  • Etappe 4: Padua - Fererra

    October 15 in Italy ☁️ 21 °C

    Tag 6: Von Padua nach Ferrara

    An diesem Tag ist eigentlich relativ wenig Spektakuläres passiert, und ich hatte auch keine Lust, groß Fotos zu machen. Ich habe, glaube ich, relativ viel mit Flo und mit der Mutti telefoniert.

    Ich bin viel Fahrrad gefahren und habe einfach Hörbuch und Musik gehört. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich auch ein bisschen Musik gemacht. Für meinen nächsten Geburtstag habe ich schon etwas vorbereitet und probiert, mal etwas anderes auszuprobieren. Ansonsten ist nicht viel passiert.

    Abends bin ich noch in die Stadt gegangen. Ich hatte extremen Hunger und habe tatsächlich ganz stumpf einen Kebab mit Pommes und einer Cola gegessen. Danach bin ich ins Bettchen gegangen und habe mit meinem neuen Disney-Abo ein bisschen The Bear geschaut. Das ist eine fantastische Serie, die ich nur empfehlen kann.
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  • Etappe 5: Fererra - Mantova

    October 16 in Italy ☁️ 12 °C

    Tag 7: Von Ferrara nach Mantua

    Heute bin ich sehr früh aufgestanden, um zeitig zu starten. Ich hatte knapp über 100 Kilometer vor mir und wollte meine Knie schonen und ein bisschen langsamer fahren, deshalb habe ich mir mehr Zeit eingeplant. Das hat gut funktioniert. Das Frühstück in der Jugendherberge in Ferrara war ganz okay und inklusive.

    Der Morgen war richtig magisch, es war noch neblig, und die Sonne ging gerade auf. Ich bin fast den ganzen Tag am Po entlanggefahren, über wirklich schöne Radwege. Das hat mich ein bisschen an meine Tour an der Donau erinnert. Der Po ist ein cooler Fluss: Er fließt sehr langsam, hat eine tolle Landschaft und sehr türkises Wasser. Woran das liegt, muss ich mal nachschauen.

    Spannend fand ich auch, was die Italiener auf der Flussseite des Damms machen. Es sieht nach einer Renaturierung aus, ich gehe stark davon aus, dass sie so Überschwemmungen vorbeugen wollen. Dort werden viele Bäume in einem ganz bestimmten Raster gepflanzt. Bäume in geraden Linien und Rauten sehen ein bisschen absurd aus, aber das hat wahrscheinlich gartenlandschaftsingenieurmäßig einen Sinn. Je nach Regen und Schneeschmelze in den Alpen kann der Po sicher ganz schön an Masse gewinnen. Selbst jetzt, wo er nach dem Sommer ohne Schneeschmelze und Regen wohl so wenig Wasser führt wie sonst nie im Jahr, hat er noch beachtliche Ausmaße. An manchen Stellen wirkte er deutlich breiter als die Donau, wahrscheinlich aber nicht so tief. Es macht Spaß, hier zu radeln, viele Leute sind joggend, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs und grüßen immer freundlich.

    Gegen frühen Mittag habe ich eine kleine Pause mit ein paar mitgebrachten Brötchen gemacht. Gegen 14 Uhr habe ich dann in einem ganz kleinen Dorf in einer netten Trattoria Bolognese gegessen und ein großes Glas Rotwein getrunken. Dort saß eine Gruppe Italiener, die mich ein bisschen adoptiert hat. Einer sah aus wie ein kleiner verrückter Professor, so eine Art italienischer Slavoj Žižek. Fast alle sprachen ein bisschen Englisch, zwei sogar gebrochen Deutsch. Wir hatten eine richtig gute, lustige Zeit, und als ich nach anderthalb Stunden weiterfuhr, haben mir alle gewunken.

    Danach bin ich die letzten 40 Kilometer bis Mantua geradelt und war ganz schön platt. Nach zwei, drei, vier Nächten im Hostel mit Zehnbettzimmern war ich froh, endlich ein eigenes Zimmerchen zu haben. Natürlich habe ich wieder ein Special-Event erwischt: In der Stadt gab es ein Show-Cooking zu einem ganz traditionellen Kuchen-Keks-Mandelgebäck. Deshalb war mein Zimmer wieder dreimal so teuer. Das kann ja kein Hase riechen, dass ich genau zu so einem Wochenend-Event ankomme, aber so ist es manchmal.

    Abends habe ich mir in einer lustigen Pizzeria Pizzastücke geholt, die sehr lecker waren. Dann bin ich so weit wie möglich weg von den Massen gegangen, die in die Stadt strömten, und habe am äußeren Rand der Altstadt eine total nette Bar gefunden. Dort habe ich ein bisschen in meinem Buch gelesen und mir ein, zwei Aperol gegönnt. Ich habe mich gut mit der Kellnerin unterhalten, sie kommt aus Venezuela und lebt seit sechs Jahren in Mantua. Ihr Freundeskreis war auch da, und ich habe mich dazugesetzt. Das war richtig sweet. Ich habe ein bisschen Lokalgeschichte mitbekommen, und sie hat mir von den regionalen Unterschieden in Italien erzählt, weil sie schon viel im Land unterwegs war.

    Gegen 21:30 Uhr war ich nach zwei Aperol und einem Gin Tonic ganz schön platt. Ich bin ins Bett gegangen und habe erholsame acht Stunden geknackt.
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    Trip end
    October 25, 2026