• Mit dem Rad durch die Bergwelt Bohinjs

    September 19 in Slovenia ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute stand unser dritter Tag der Slowenien-Rundreise ganz im Zeichen von Bewegung, Natur und beeindruckender Bergwelt.
    Heute machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Ribčev Laz, am östlichen Ende des Bohinj-Sees. Der Bohinj-See liegt mitten im Triglav-Nationalpark und ist mit rund 3,2 Quadratkilometern der größte natürliche See Sloweniens. Er entstand während der letzten Eiszeit und wird von den mächtigen Gipfeln der Julischen Alpen eingerahmt.

    In Ribčev Laz wechselten wir vom Auto aufs Fahrrad. Von hier aus ging es immer am Südufer des Sees entlang in Richtung Ukanc. Die Strecke bot uns immer wieder schöne Ausblicke auf das tiefblaue Wasser, die umliegenden Berge und die alpine Landschaft.

    Unser erstes großes Ziel war die Vogel-Seilbahn. Die Talstation liegt direkt am Bohinj-See. Mit der Gondel ging es in wenigen Minuten von etwa 569 Metern auf 1.535 Meter Höhe.

    Oben angekommen, ging es für uns sogar noch ein Stück weiter mit dem Sessellift. Von hier aus hatten wir noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Bergwelt. Besonders spannend fanden wir die zahlreichen Skipisten, die sich über die Hänge zogen. Jetzt im Spätsommer wirkten sie ganz anders als im Winter.

    Das Skigebiet Vogel befindet sich im Herzen des Triglav-Nationalparks und erstreckt sich über rund 78 Hektar. Es verfügt über bis zu 22 Kilometer Skipisten und ist bekannt dafür, dass hier auf Naturschnee gefahren wird.

    Nach diesen beeindruckenden Ausblicken ging es wieder mit der Seilbahn hinunter zur Talstation. Dort warteten unsere Fahrräder bereits auf uns. Wir schwangen uns wieder auf die Räder und fuhren weiter in Richtung Savica-Wasserfall.

    Am Parkplatz angekommen, stellten wir die Fahrräder ab. Von dort führte ein Fußweg durch den Wald bergauf. 553 Stufen lagen vor uns – und die hatten es durchaus in sich. Aber schließlich erreichten wir den Aussichtspunkt und konnten den berühmten Savica-Wasserfall bestaunen.

    Der Savica ist mit einer Fallhöhe von rund 78 Metern einer der bekanntesten Wasserfälle Sloweniens. Das Besondere: Das Wasser kommt nicht einfach oberirdisch aus einem Bach, sondern tritt aus einem unterirdischen Höhlensystem hervor und teilt sich am Fels in zwei Wasserläufe. Der größere Wasserfall stürzt anschließend spektakulär in die Tiefe. Die Savica gilt außerdem als Quelle der Sava Bohinjka, die schließlich in den Bohinj-See fließt.

    Nach dem Abstieg über die vielen Stufen gönnten wir uns erst einmal eine kleine Pause. Dann hieß es wieder: Fahrräder satteln und zurück zum Bohinj-See. Die Rückfahrt entlang des Sees war nach den vielen Eindrücken des Tages fast schon entspannend. Noch einmal genossen wir die Ruhe, das klare Wasser und die beeindruckende Kulisse der Julischen Alpen.

    Anschließend ging es mit dem Auto zurück nach Bled. Dort ließen wir unseren letzten Abend am Bleder See ganz gemütlich auf unserer Terrasse ausklingen – natürlich wieder mit diesem wunderschönen Blick auf den See und die kleine Insel mit ihrer Kirche.

    Ein weiterer Tag voller Natur, Bewegung und beeindruckender Landschaften ging zu Ende. Heute haben wir Slowenien auf ganz unterschiedliche Weise erlebt: mit dem Fahrrad am See, hoch oben am Vogel und schließlich am tosenden Savica-Wasserfall.
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