Fahrradrundtour entlang der slowenischen Adria
September 25 in Slovenia ⋅ ☀️ 21 °C
Für heute hatten wir uns eine Fahrradtour entlang der slowenischen Adriaküste vorgenommen. Um 8:45 Uhr wurden wir von unserem Fahrradverleiher abgeholt und nach Portorož gebracht. Dort nahmen wir unsere E-Bikes in Empfang – und dann konnte unsere Küstentour beginnen.
Unser erster Abschnitt führte uns von Portorož auf die Parenzana, einen der bekanntesten Radwege Sloweniens. Die Route verläuft auf der ehemaligen Schmalspurbahn, die einst Triest mit Poreč verband. Die rund 130 Kilometer lange Strecke führt heute durch Italien, Slowenien und Kroatien und wird auch als „Weg der Gesundheit und Freundschaft“ bezeichnet.
Wir radelten in Richtung Jagodje und Izola. Immer wieder wechselten sich Meerblicke, mediterrane Landschaft und die typischen istrischen Häuser ab. In Izola legten wir zunächst eine wohlverdiente Pause ein – natürlich nicht ohne einen großen Eisbecher. 🍦
Izola ist eine traditionsreiche Fischerstadt, deren Geschichte eng mit dem Meer verbunden ist. Heute prägen die verwinkelten Gassen der Altstadt, der Hafen und die mediterrane Atmosphäre das Stadtbild.
Frisch gestärkt ging es anschließend direkt an der Küste weiter nach Koper. Die größte Küstenstadt Sloweniens verbindet historische venezianische Architektur mit einem modernen Hafen- und Stadtleben. Nach einer Trinkpause machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Über Izola führte unsere Strecke anschließend weiter in Richtung Strunjan.
Hier wurde es noch einmal etwas abenteuerlicher. Der Weg führte über Schotter, Wurzeln und unebenes Gelände. An den Strunjan-Klippen war deshalb teilweise Schluss mit entspanntem Radeln – hier mussten wir unsere E-Bikes kurzerhand schieben.
Die Landschaft entschädigte jedoch für die Mühe: Der Naturpark Strunjan besitzt mit seiner markanten Flysch-Klippe die höchste Klippe an der östlichen Adriaküste. Unterhalb der Felsen liegt die malerische Mondbucht.
Das eigentliche Highlight unserer Tour erwartete uns danach: Piran.
Von Strunjan kommend näherten wir uns der Stadt zunächst von oben – und plötzlich lag dieses wunderschöne Gewirr aus roten Dächern, engen Gassen und blauem Meer unter uns. Ein Blick, bei dem wir erst einmal stehen bleiben mussten. 📸
Piran liegt auf einer schmalen Halbinsel und gilt als eine der bedeutendsten historischen Küstenstädte Sloweniens. Das Stadtbild ist stark von der venezianischen Vergangenheit geprägt: enge mittelalterliche Gassen, dicht aneinanderstehende Häuser und venezianische Paläste geben Piran seinen besonderen Charakter.
Im Mittelpunkt liegt der Tartini-Platz, benannt nach dem berühmten in Piran geborenen Geiger und Komponisten Giuseppe Tartini (1692–1770). Interessant: Der heutige Platz entstand erst, nachdem der frühere kleine Hafen zugeschüttet worden war.
Über der Stadt thront die St.-Georgs-Kirche. Von ihrem Glockenturm reicht der Blick weit über die Adriaküste und bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen.
Auch die Geschichte des Salzes ist untrennbar mit Piran verbunden. Die Salinen der Region gibt es bereits seit Jahrhunderten; die traditionelle Salzgewinnung prägte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und ist bis heute Teil ihrer Identität.
Heute zeigte sich Piran von seiner lebendigen Seite: volle Cafés und Bars, Livemusik, Menschen an der Uferpromenade und überall sonnenhungrige Besucher, die das mediterrane Flair genossen. Wir ließen uns einfach ein wenig treiben und genossen die besondere Atmosphäre dieser Stadt.
Danach hieß es noch einmal kräftig in die Pedale treten. Insgesamt kamen wir heute auf 52 Kilometer – eine stolze Strecke für eine Küstentour mit einigen abenteuerlichen Abschnitten.Read more









































