Von der Soča zur Adria
September 24 in Slovenia ⋅ ☁️ 18 °C
Heute hieß es Abschied nehmen vom wunderschönen Soča-Tal. Vier erlebnisreiche Tage in und rund um Bovec lagen hinter uns – mit Wasserfällen, Schluchten, wilden Flüssen und jeder Menge Abenteuer. Nun führte uns unsere Reise weiter Richtung Süden, hinunter zur Adriaküste.
Eine ganze Weile begleitete uns die Soča noch auf unserem Weg. Der Fluss, der uns in den vergangenen Tagen so oft begegnet war, zeigte sich dabei noch einmal von einer ganz anderen Seite.
Je weiter wir uns vom eigentlichen Soča-Tal entfernten, desto breiter wurde sein Flussbett. Aus dem wilden, türkisfarbenen Gebirgsfluss wurde allmählich ein ruhiger und breiter werdender Strom.
Bei Nova Gorica trennten sich schließlich unsere Wege. Die Soča setzte ihren Lauf Richtung Italien fort und mündet schließlich bei Monfalcone in den Golf von Triest und damit in die Adria.
Auch die Landschaft veränderte sich nun deutlich. Die hohen Berge blieben langsam hinter uns zurück und immer häufiger bestimmten Weinberge das Landschaftsbild. Wir fuhren durch die Region Brda, eine der bekanntesten Weinregionen Sloweniens, entlang der Brda-Weinstraße in Primorska. Sanfte Hügel, kleine Dörfer, Weinreben und immer wieder herrliche Ausblicke begleiteten uns.
Unser erstes großes Ziel des Tages waren jedoch nicht die Weinberge, sondern die Škocjan-Höhlen.
Schon der Eingang in diese unterirdische Welt war beeindruckend. Gemeinsam mit einer Gruppe von etwa 40 Besuchern und unserem Guide machten wir uns auf den Weg durch das weitläufige Höhlensystem. Was uns dort erwartete, lässt sich kaum mit den üblichen Vorstellungen von einer Höhle vergleichen.
Die Škocjan-Höhlen gehören zum UNESCO-Welterbe und zählen zu den bedeutendsten unterirdischen Karsterscheinungen Europas. Verantwortlich für diese außergewöhnliche Landschaft ist vor allem der Fluss Reka. Er verschwindet bei Škocjan unter der Erde und hat über Jahrtausende eine gewaltige unterirdische Schlucht geschaffen.
Und dann standen wir tatsächlich mitten in dieser gigantischen Höhlenwelt. Gewaltige Hallen, bizarre Tropfsteinformationen und vor allem die tiefe Schlucht machten die Führung zu einem besonderen Erlebnis.
Ein absoluter Höhepunkt war die Brücke, die 50 Meter über der unterirdischen Schlucht verläuft. Tief unter uns rauschte die Reka durch die Dunkelheit, während wir über die Brücke gingen. Ein Moment, der einem eindrucksvoll vor Augen führte, welche Kräfte Wasser über Millionen von Jahren entwickeln kann.
Nach der eigentlichen Höhlenführung war unser Abenteuer allerdings noch nicht ganz beendet. Vom Ausgang der Höhle führte ein etwa 2,5 Kilometer langer Wanderweg zurück zum Besucherzentrum. Und der hatte es noch einmal in sich: Rund 600 Stufen mussten wir dabei bewältigen. Nach den vielen Eindrücken unter der Erde sorgte dieser letzte Abschnitt noch einmal für ordentlich Bewegung.
Zurück am Besucherzentrum hieß es dann: aufatmen, kurz verschnaufen und weiter Richtung Küste.
Unser nächstes Zuhause für die kommenden fünf Tage liegt in Malija, oberhalb von Izola: unsere Ferienwohnung La Bella Vista. Schon der Name sollte nicht zu viel versprechen – und tatsächlich wurden unsere Erwartungen sogar übertroffen.
Unser Vermieter Mathias begrüßte uns herzlich und zeigte uns unsere schicke Ferienwohnung. Nach den vergangenen Tagen in den Bergen war es schön, nun anzukommen und etwas zur Ruhe zu kommen.
Für einen Sprung in den Pool war es am Nachmittag dann doch etwas zu kühl. Aber ganz ehrlich: Ein erster Cappuccino auf dem Balkon war ohnehin die bessere Idee. Vor uns lagen Portorož und die glitzernde Adria – was für ein Ausblick!
Und als hätte die Küste uns zum Abschluss des Tages noch einmal besonders freundlich begrüßen wollen, schenkte sie uns am Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang.
Die Berge liegen nun hinter uns – vor uns liegen fünf Tage Adriaküste. Wir sind gespannt, was uns erwartet.Read more

























Traveler
🤩
Traveler
...unglaublich ...
Traveler
...wirklich märchenhaft...