Ljubljana – zu Fuß, per Boot und von oben
October 1 in Slovenia ⋅ ☀️ 22 °C
Heute stand der letzte Ortswechsel unserer Slowenienrundreise auf dem Programm. Wir machten uns auf den Weg in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Damit begann zugleich der letzte Abschnitt unserer Reise – und der sollte noch einmal richtig abwechslungsreich werden.
In Ljubljana angekommen, erwartete uns zunächst eine Stadtführung durch die historische Altstadt. Unser Rundgang begann am Prešeren-Platz, dem zentralen und wohl bekanntesten Platz Ljubljanas. Benannt ist er nach dem slowenischen Nationaldichter France Prešeren, dessen Denkmal den Platz prägt. Von hier aus tauchten wir Schritt für Schritt in die Geschichte der Stadt ein.
Unser Weg führte uns zunächst zur St.-Nikolaus-Kathedrale, einem der bedeutendsten Sakralbauten Ljubljanas. Besonders beeindruckend ist die bronzene Eingangstür, die mit zahlreichen Darstellungen aus der Geschichte Sloweniens gestaltet ist. Sie wurde anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1996 geschaffen.
Weiter ging es zum Rathaus von Ljubljana, dessen Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Der heutige Bau vereint verschiedene Stilepochen und bildet zusammen mit dem Rathausplatz einen wichtigen historischen Mittelpunkt der Altstadt. Nur wenige Schritte entfernt kamen wir zur Fleischerbrücke, die heute vor allem durch die zahlreichen Liebesschlösser bekannt ist. Sie verbindet die beiden Ufer der Ljubljanica und ist zugleich Teil der romantischen Flusspromenade.
Anschließend schlenderten wir über den Marktplatz, der sich entlang der Ljubljanica erstreckt. Hier findet man Obst, Gemüse, regionale Produkte und allerlei slowenische Spezialitäten.
Natürlich durfte auch eines der berühmtesten Bauwerke der Stadt nicht fehlen: die Drei Brücken, die Tromostovje. Was heute wie ein außergewöhnliches Brückenensemble wirkt, entstand aus einer älteren zentralen Brücke, die durch zwei seitliche Fußgängerbrücken ergänzt wurde. Der berühmte slowenische Architekt Jože Plečnik prägte damit das Stadtbild entscheidend. Überhaupt begegnet man seinem Werk in Ljubljana immer wieder – seine Architektur hat das Zentrum der Stadt nachhaltig gestaltet.
Nach dem Rundgang wechselten wir die Perspektive und bestiegen ein kleines Boot. Nun ging es auf der Ljubljanica, dem Fluss, der sich durch das Zentrum Ljubljanas schlängelt, gemütlich durch die Stadt. Viele der Bauwerke, die wir gerade noch zu Fuß erkundet hatten, konnten wir nun vom Wasser aus betrachten. Die Uferpromenaden, Brücken, historischen Fassaden und Cafés wirkten aus dieser Perspektive noch einmal ganz anders.
Nach so viel Geschichte und Sightseeing war erst einmal eine Pause angesagt. Wir ließen uns in einem der zahlreichen Lokale direkt an der Ljubljanica nieder und gönnten uns einen Kaffee. Das Leben spielt sich in Ljubljana ganz besonders entlang des Flusses ab: Die Ufer sind gesäumt von Cafés, Restaurants und Bars und laden dazu ein, einfach sitzen zu bleiben und das Treiben der Stadt zu beobachten.
Am Nachmittag setzten wir noch einen Tipp unseres Stadtführers um und machten uns auf den Weg zum Nebotičnik, dem „Wolkenkratzer“ Ljubljanas. Das historische Hochhaus wurde bereits 1933 eröffnet und war seinerzeit eines der höchsten Gebäude Europas. Mit dem Aufzug ging es kostenlos bis in den 14. Stock. Oben angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Rundumblick belohnt: Ljubljana lag uns zu Füßen, und bei guter Sicht reicht der Blick weit über die Stadt bis zu den umliegenden Bergen. Wir verbanden den Besuch mit einem Getränk und stimmten uns dort gemütlich auf den Abend ein.
Zum Abendessen ging es anschließend ins Gostilna Sokol, ein traditionsreiches Lokal mitten in der Altstadt. Hier wollten wir natürlich noch einmal die slowenische Küche kennenlernen und ließen uns typische slowenische Spezialitäten schmecken. Nach all den kulinarischen Eindrücken unserer Reise war das ein schöner Abschluss für unseren ersten Tag in der Hauptstadt.
Ljubljana zeigte sich am Abend noch einmal von einer ganz besonderen Seite. Die historischen Gebäude waren beleuchtet, die Straßen und Plätze füllten sich mit Menschen und entlang der Ljubljanica herrschte eine lebendige, zugleich entspannte Atmosphäre. Ljubljana ist nicht nur die politische und kulturelle Hauptstadt Sloweniens, sondern auch eine ausgeprägte Studentenstadt. Die Universität Ljubljana wurde bereits 1919 gegründet und prägt das Stadtleben bis heute. Rund um die Universität, in den Cafés, Bars und Parks begegnet man vielen jungen Menschen.
Passend dazu konnten wir zum Abschluss unseres Tages noch ein wenig Studentenleben miterleben. Im Park Zvezda fand anlässlich des Studienbeginns der Universität Ljubljana eine Erstsemesterparty statt. Eine Band sorgte für Musik, während zahlreiche junge Leute gemeinsam den Beginn ihres neuen Studienabschnitts feierten. Wir blieben noch eine Weile stehen, lauschten der Musik und ließen die besondere Atmosphäre auf uns wirken.
Dann ging auch unser Ljubljana-Tag langsam zu Ende.Read more









































