• Winteretappe nach Lycksele

    December 8, 2025 in Sweden ⋅ 🌫 1 °C

    Um Punkt 10 Uhr starten wir unseren heutigen Reisetag. Das Wohnmobil brummt zufrieden, während wir uns erneut auf den Weg durch die verschneite Winterwelt Schwedens machen. Heute liegen 314 Kilometer vor uns – eine lange, aber wunderschöne Strecke, die uns in 5 Stunden und 30 Minuten durch stille Landschaften führt.

    Schon auf der E45 zeigt sich der Winter von seiner eindrucksvollsten Seite: dichte Schneedecken, vereiste Fahrbahnen und ein stetiger, leichter Nebel, der wie ein Schleier über dem Land liegt. Die Temperaturen zwischen 1 und 3 Grad lassen die Straße glitzern – schön anzusehen, aber tückisch unter den Reifen. Wir fahren vorsichtig, fast meditativ, im Rhythmus der winterlichen Ruhe.

    Weiter geht es auf die 95, später auf die 363, eine ruhige Strecke durch Wälder, die aussehen, als seien sie direkt aus einem Wintermärchen entsprungen. Die Zeit vergeht langsam, aber angenehm. Immer wieder tauchen kleine Siedlungen auf, rote Häuschen im Schnee, einsame Gehöfte – Spuren von Leben in der weiten, weißen Landschaft.

    Trotz der Kälte begleitet uns ein wohliges Gefühl: die trockene Wärme im Wohnmobil, der Duft von Kaffee aus der Thermoskanne, und die besondere Stille, die nur der skandinavische Winter hat.

    Nach 314 Kilometern erreichen wir schließlich unser Tagesziel: First Camp Ansia in Lycksele. Der Campingplatz liegt friedlich am Fluss, verschneit und ruhig, als hätte er nur auf uns gewartet. Als das Wohnmobil steht und der Motor verstummt, breitet sich ein wunderbares Gefühl von Ankommen aus.

    Ein langer, intensiver Winterfahrtag – und ein Ziel, das ihn mehr als wert war.
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