• Stadt und Dom Besuch

    14. januar, Sverige ⋅ 🌨 1 °C

    Die Sage vom heiligen König und dem Dom von Uppsala

    In alten Zeiten, als Schweden noch jung war und der Glaube neu im Land wurzelte, herrschte König Erik, ein gerechter und frommer Mann. Er liebte Frieden und Recht und scheute weder Mühe noch Gefahr, um sein Volk zu schützen.

    Eines Tages, so erzählt man, stand König Erik in Uppsala in der Kirche und hörte die heilige Messe. Doch Feinde hatten sich gegen ihn verschworen. Ungeduldig warteten sie draußen mit gezückten Schwertern. Als man Erik warnte und ihm riet zu fliehen, schüttelte er den Kopf.

    „Erst will ich Gott dienen“, sprach er, „dann mag geschehen, was geschehen soll.“

    Kaum hatte er die Kirche verlassen, stürzten sich die Männer auf ihn. Erik kämpfte tapfer, doch er wurde tödlich verwundet und sank zu Boden. In dem Augenblick, als sein Blut die Erde berührte, geschah ein Wunder: Aus dem Boden entsprang eine klare Quelle, hell und rein wie Kristall.

    Die Menschen sagten, diese Quelle sei heilig. Kranke wuschen sich darin und fanden Heilung, Blinde erhielten ihr Augenlicht zurück, und Verzweifelte schöpften neue Hoffnung. Bald pilgerten Menschen aus nah und fern nach Uppsala, um an der Stätte des gefallenen Königs zu beten.

    Viele Jahre später beschloss man, an diesem gesegneten Ort einen großen Dom zu errichten — höher als alle Kirchen zuvor, damit er bis in den Himmel reiche. Als die Mauern wuchsen und die Türme sich erhoben, flüsterten die Leute, der Geist des heiligen Königs wache noch immer über die Stadt.
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