• Pause und etwas zum Fluss

    June 23 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C

    Der Stora Luleälven ist kein gewöhnlicher Fluss. Tief im Norden Schwedens, dort, wo sich hohe Fjällberge, endlose Wälder und kristallklare Seen begegnen, beginnt seine Reise. Sein Wasser stammt aus den wilden Gebirgen Lapplands und sammelt sich im gewaltigen Akkajaure-See, bevor der Fluss seinen Weg durch die nordische Landschaft antritt.

    Wer am Ufer des Stora Luleälven steht, spürt sofort die besondere Atmosphäre. Das Wasser fließt ruhig und kraftvoll zugleich. Im Sommer scheint die Mitternachtssonne fast rund um die Uhr auf die Landschaft und taucht den Fluss in goldenes Licht. Im Winter dagegen liegt eine tiefe Stille über dem Tal. Eis und Schnee bedecken das Land, und am Himmel tanzen manchmal die grünen Schleier der Nordlichter.

    Auf seinem Weg durchquert der Fluss tiefe Täler, weite Seen und den beeindruckenden Stora-Sjöfallet-Nationalpark – eine Landschaft, die seit Jahrhunderten nahezu unberührt wirkt. Hier leben Elche, Rentiere, Braunbären und Steinadler. Für die Samen, die Ureinwohner Lapplands, ist diese Region seit Generationen Heimat und Weideland ihrer Rentierherden.

    Früher rauschte der Stora Luleälven mit gewaltigen Stromschnellen und Wasserfällen durch das Land. Heute wird seine Kraft an vielen Stellen genutzt, um saubere Energie zu erzeugen. Große Wasserkraftwerke haben den Fluss verändert, doch seine natürliche Schönheit ist vielerorts erhalten geblieben.

    Schließlich erreicht der Stora Luleälven den Ort Vuollerim. Dort vereinigt er sich mit dem Lilla Luleälven. Gemeinsam bilden sie den Luleälven, der weiter durch Nordschweden fließt und schließlich in den Bottnischen Meerbusen der Ostsee mündet.

    Der Stora Luleälven erzählt die Geschichte des Nordens – von unberührter Wildnis, den Menschen, die seit Jahrhunderten mit der Natur leben, und der gewaltigen Kraft des Wassers. Wer einmal an seinen Ufern gestanden hat, vergisst dieses Gefühl von Weite, Stille und Freiheit nur selten.
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