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Richtung wissen wir nicht

Wir Fahren wieder mal in den Skandinavischen Lรคndern oh wie schรถn noch lange nicht alles gesehen ๐Ÿคฉ๐Ÿ˜๐Ÿš๐Ÿค— Read more
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    ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ฐ Kvรฆrndrup, Dรคnemark
  • Schloss ๐Ÿฐ teil 1

    Today in Denmark โ‹… โ˜๏ธ 17 ยฐC

    ๐Ÿฐ๐Ÿš Heute wird’s adelig – zumindest von außen! ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ฐ๐Ÿคฃ

    So, nun geht es zum berühmten Schloss Egeskov bei Kværndrup.

    Perle ๐Ÿš an und schon geht’s los!

    Aber ja kein Rennen – wir haben schließlich Ferien und bekommen für eine schnelle Ankunft keinen Pokal. ๐Ÿ†๐Ÿคฃ Also gemütlich zuerst über die Autobahn ๐Ÿ›ฃ๏ธ und danach über die dänischen Landstraßen bis zum besagten Ort.

    Dort angekommen wird unsere Perle ๐Ÿš standfest parkiert. Bei uns weiß man schließlich nie, ob aus einer „kurzen Besichtigung“ nicht plötzlich wieder ein halber Tagesmarsch wird. ๐Ÿคฃ๐Ÿฅพ

    Und dann stehen wir davor:

    Schloss Egeskov! ๐Ÿฐ๐Ÿ˜

    Was für eine Kulisse!

    Das prächtige Wasserschloss stammt aus dem 16. Jahrhundert und liegt tatsächlich mitten in einem See. Der Name Egeskov bedeutet „Eichenwald“. Einer alten Überlieferung zufolge wurden für das Fundament so viele Eichenpfähle gebraucht, dass dafür ein ganzer Eichenwald herhalten musste. ๐ŸŒณ

    Ob das wirklich so war?

    Keine Ahnung – aber bei diesem Schloss darf eine ordentliche Legende natürlich nicht fehlen. ๐Ÿคฃ

    Ins Schloss selbst gehen wir heute nicht hinein. Wir bewundern es von außen – und davon gibt es wahrlich genug zu sehen. Mit dem Wasser, den Türmen, den roten Mauern und den gepflegten Anlagen sieht es fast aus, als hätte jemand ein Märchenschloss mitten nach Fünen gestellt. ๐Ÿฐ

    Und rundherum beginnt erst das eigentliche Abenteuer.

    Die Gartenanlage von Egeskov umfasst ungefähr 20 Hektar und besteht aus vielen ganz unterschiedlich gestalteten Gartenbereichen. ๐ŸŒน๐ŸŒณ

    Da gibt es streng geschnittene Hecken, Blumen, alte Bäume, Wasseranlagen und wunderschön angelegte Wege. Manche der Heckenanlagen haben eine Geschichte, die mehrere hundert Jahre zurückreicht.

    Und natürlich darf etwas nicht fehlen:

    Das Labyrinth! ๐ŸŒณ๐Ÿคฃ

    Reingehen ist einfach.

    Rauskommen wäre eigentlich ebenfalls der Plan.

    Links … rechts … nochmals links …

    „Da waren wir doch schon!“ ๐Ÿค”

    Mein Schatz ๐Ÿฅฐ: „Nein!“

    Ich: „Doch!“

    Mein Schatz: „Komm einfach!“ ๐Ÿคฃ

    Also hinterher.

    Man soll schließlich nach vielen gemeinsamen Jahren wissen, wann eine Diskussion zwecklos ist. ๐Ÿ˜๐Ÿคฃ

    Zum Glück finden wir wieder hinaus – sonst würde unsere Perle ๐Ÿš heute Abend vermutlich noch alleine auf dem Parkplatz stehen und sich fragen, wo ihre zwei Schweizer geblieben sind.

    Doch Egeskov kann noch viel mehr als Schloss und Garten.

    Jetzt kommen nämlich die Ausstellungen – und da gibt es einiges zu entdecken! ๐Ÿš—๐Ÿ๏ธ๐Ÿš’๐Ÿš

    Historische Autos und Motorräder stehen hier ebenso wie alte Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge. Man kann wunderbar verfolgen, wie sich die Technik über die Jahrzehnte entwickelt hat.

    Und dann natürlich:

    Camping! ๐Ÿš๐Ÿคฃ

    Bei der Campingausstellung wird es für uns besonders interessant.

    Alte Wohnwagen, Campingausrüstung und Dinge aus einer Zeit, in der Camping noch etwas anders funktionierte als heute.

    Kein 5G-Router.

    Kein Wechselrichter.

    Keine riesige Batterie.

    Und wahrscheinlich musste man für einen Kaffee โ˜•๏ธ tatsächlich noch Wasser auf dem Herd heiß machen. ๐Ÿ˜ณ๐Ÿคฃ

    Wenn unsere Perle ๐Ÿš das sehen könnte, würde sie vermutlich sofort ein paar Zentimeter höher auf ihren Reifen stehen:

    „Seht ihr – ich bin Luxusklasse!“ ๐Ÿคฃ๐Ÿš

    Auch die übrigen Sammlungen sorgen dafür, dass man ständig irgendwo hängen bleibt und denkt:

    „Das schauen wir auch noch schnell an.“

    Dieses „schnell“ kennen wir inzwischen. ๐Ÿคฃ

    Und irgendwo über allem thront immer wieder das wunderschöne Schloss Egeskov ๐Ÿฐ und sorgt für die perfekte Kulisse.

    So wird aus einer gemütlichen Fahrt über Autobahn und Landstraße wieder einmal ein richtig abwechslungsreicher Tag.

    Schloss von außen bestaunt โœ…
    Garten erkundet ๐ŸŒน
    Labyrinth überlebt ๐ŸŒณ๐Ÿคฃ
    Ausstellungen angeschaut ๐Ÿš—๐Ÿ๏ธ๐Ÿš’
    Campinggeschichte studiert ๐Ÿš
    Und Perle wiedergefunden. โœ…๐Ÿคฃ

    Was will man mehr?

    Jetzt geht’s zurück zu unserer Perle ๐Ÿš, die vermutlich schon denkt:

    „Na endlich! Ich dachte schon, ich müsste die Nacht alleine bei den Adeligen verbringen.“ ๐Ÿคฃ๐Ÿฐ

    Wieder ein toller Ort, wieder viel gesehen und natürlich wieder mehr gelaufen als ursprünglich geplant. ๐Ÿฅพ๐Ÿ˜‚

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
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  • Neus Land ist uns aber bekannt

    Yesterday in Denmark โ‹… โ›… 17 ยฐC

    Heute steht eigentlich gar nicht so viel auf dem Programm. Eigentlich! ๐Ÿคฃ

    Denn heute heisst es Abschied nehmen von Schweden ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช. Und bevor wir dieses Land verlassen, gibt es natürlich noch eine ganz wichtige Mission:

    Einkaufen! ๐Ÿ›’๐Ÿคฃ

    Alles, was wir aus Schweden lieben und von dem wir zu Hause garantiert wieder sagen würden:
    „Hätten wir davon bloss noch etwas mehr mitgenommen!“ ๐Ÿ˜

    Also wird noch einmal ordentlich schwedischer Vorrat gebunkert. Die Perle ๐Ÿš kennt das Spiel inzwischen – irgendwo findet mein Schatz ๐Ÿฅฐ bestimmt noch eine Ecke, in die etwas hineinpasst. Und wenn nicht, wird eben umsortiert. ๐Ÿคฃ

    Danach bekommt auch unsere Perle ihre Verpflegung. Erst wird der Gastank gefüllt, dann gibt es Diesel โ›ฝ๏ธ. Schliesslich soll niemand behaupten können, wir würden hungrig nach Dänemark einreisen – weder wir noch unser Wohnmobil. ๐Ÿ˜‚

    Dann nehmen wir Kurs Richtung Malmö und weiter zur dänischen Grenze.

    Und plötzlich taucht sie wieder vor uns auf: die Öresundbrücke ๐ŸŒ‰.

    Auch wenn wir schon darüber gefahren sind – dieses Bauwerk begeistert uns jedes Mal aufs Neue. ๐Ÿคฉ

    Die Verbindung zwischen Malmö und Kopenhagen ist nämlich nicht einfach nur eine Brücke. Die gesamte Öresundverbindung ist rund 16 Kilometer lang. Zuerst geht es über die fast acht Kilometer lange Öresundbrücke hoch über das Wasser, danach über die künstlich angelegte Insel Peberholm und schliesslich durch den Drogdentunnel weiter Richtung Kopenhagen.

    Warum nicht einfach eine Brücke bis ganz nach Dänemark?

    Unter anderem, weil der Schiffsverkehr im Öresund freie Fahrt braucht und auch der nahe Flughafen Kopenhagen berücksichtigt werden musste. Also verschwindet die Strasse irgendwann einfach unter dem Meer.

    Schon verrückt: Erst fährt unsere über fünf Tonnen schwere Perle ๐Ÿš hoch über dem Öresund – und wenig später unter dem Wasser hindurch. ๐Ÿ˜ณ๐Ÿคฃ

    Für uns bleibt diese Fahrt jedes Mal etwas Besonderes. Links und rechts Wasser, vor uns Dänemark ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ฐ und hinter uns Schweden ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช.

    Hej då Sverige – hej Danmark! ๐Ÿ‘‹

    Nach der Brücke geht es vorbei an Kopenhagen weiter Richtung Süden. Für heute wollen wir keine grossen Sprünge mehr machen. Ein Platz für die Nacht muss her.

    Also beginnt die bekannte Disziplin:

    ๐Ÿ‘€ Stellplatzsuche!

    Schliesslich werden wir bei der Greve Marina – Hejren fündig.

    Na ja … sagen wir es einmal diplomatisch:

    Der Stellplatz selbst wird vermutlich keinen internationalen Schönheitspreis gewinnen. ๐Ÿคฃ
    Aber für eine Nacht?

    Völlig okay! ๐Ÿค—

    Dafür ist der Hafen umso beeindruckender. Die Greve Marina gehört zu den grossen Freizeithäfen der Gegend und bietet Platz für über 800 Boote und Yachten. โ›ต๏ธ๐Ÿ›ฅ๏ธ

    Beim Blick über die vielen Stege fragt man sich schon, wie hier jeder am Abend sein eigenes Schiff wiederfindet. ๐Ÿคฃ

    „Unseres war doch irgendwo beim dritten Steg links … oder war es der siebte rechts?“ ๐Ÿ˜‚

    Zum Glück haben wir dieses Problem nicht.

    Unsere Perle ๐Ÿš steht bereits ordentlich auf ihrem Platz.

    Ob es ihr hier gefällt, wissen wir allerdings nicht. ๐Ÿค”

    Viel Unterhaltung hat sie heute Abend jedenfalls nicht – und mit den anderen Wohnmobilen spielen kann sie ja auch nicht. ๐Ÿคฃ๐Ÿš

    Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als brav auf uns aufzupassen, während wir noch ein wenig den Hafen geniessen.

    Und damit endet ein weiterer Reisetag: Schweden liegt nun hinter uns, Dänemark unter den Rädern und irgendwo zwischen über 800 Booten steht unsere Perle und wartet auf das nächste Abenteuer. ๐Ÿ‡ฉ๐Ÿ‡ฐ๐Ÿš

    Morgen geht es weiter – wohin genau, wird sich zeigen. Bei uns weiss man schliesslich nie, was unterwegs noch alles dazwischenkommt. ๐Ÿ˜๐Ÿคฃ

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
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  • Bis zum Wasserfall ๐Ÿคฃ

    September 10 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 18 ยฐC

    โ˜•๏ธ๐Ÿฅพ Vom Silberberg über die Lachse bis zum Wasserfall im Sparmodus ๐ŸŽฃ๐Ÿ’ฆ๐Ÿคฃ

    Heute Morgen stehen wir immer noch im wunderschönen Ronneby Brunnspark. Den einen Teil haben wir gestern bereits ausgiebig erkundet – heute ist also die andere Hälfte dran.

    Aber natürlich gilt zuerst unsere wichtigste Morgenregel:

    Ohne Kaffee โ˜•๏ธ keine Wanderung!

    Also erst einmal gemütlich Kaffee trinken, dann Wanderschuhe ๐Ÿฅพ an und los Richtung Silverberget – Silberberg.

    Noch einmal geht es durch den Brunnspark und hinauf in die schöne Umgebung. Ronneby war früher ein bedeutender schwedischer Kurort, und die Gäste kamen wegen des eisenhaltigen Wassers hierher. Wir verzichten heute allerdings auf die Kur und vertrauen weiterhin auf unsere bewährte Behandlung:

    Eine Tasse Kaffee und Bewegung an der frischen Luft. ๐Ÿคฃ

    Nach unserer Runde geht es zurück zur Perle ๐Ÿš.

    Jetzt darf sie arbeiten.

    Denn inzwischen ist auch unser Hunger aufgestanden. ๐Ÿณ๐Ÿคฃ

    Wir fahren Richtung Ostsee und finden bei Bodestorp einen wunderschönen Frühstücksplatz mit Blick aufs Wasser und den kleinen Hafen mit seinen vielen Booten. โ›ต๏ธ

    Perle abstellen, Aussicht geniessen und mein Schatz ๐Ÿฅฐ sorgt wie immer dafür, dass aus unserem späten Frühstück beinahe schon ein Mittagessen wird.

    Aber egal wie man es nennt:

    Hauptsache, es schmeckt! ๐Ÿ˜‹

    Gestärkt geht es weiter zu einem Ort, den wir bereits kennen – aber den kann man ruhig zweimal besuchen:

    ๐ŸŽฃ๐ŸŸ Mörrum und der Mörrumsån

    Auf den ersten Blick ist der Mörrumsån einfach ein schöner kleiner Fluss.

    Aber wehe, man sagt einem Lachsangler hier:

    „Ach, das ist doch nur ein kleiner Fluss.“ ๐Ÿคฃ

    Denn Mörrum ist in der Welt der Lachsangler eine ganz grosse Nummer.

    Bereits 1231 wurde die Lachsfischerei hier schriftlich erwähnt. Die Fischereirechte gehörten früher der Krone – daher stammt auch der Name Mörrums Kronolaxfiske. Seit 1941 wird hier Sportfischerei betrieben und heute reisen Angler aus aller Welt nach Mörrum.

    Also spazieren wir natürlich am Fluss entlang und kontrollieren die Lage.

    Fischer? ๐ŸŽฃ
    Vorhanden.

    Angelruten?
    Auch vorhanden.

    Geduld?
    Bei den Fischern offenbar reichlich vorhanden. ๐Ÿคฃ

    Kapitaler Lachs? ๐ŸŸ

    Fehlanzeige!

    Dabei wissen wir, dass die richtig grossen Burschen hier tatsächlich herumschwimmen.

    Der grösste in Mörrum mit der Angel gefangene Lachs brachte stolze 26,72 Kilogramm auf die Waage. Und an einem einzigen Wochenende im Juni 1991 wurden unglaubliche 121 Lachse gelandet.

    Wir schauen also nochmals etwas genauer ins Wasser.

    Vielleicht schwimmt gerade ein 25-Kilo-Kerl an uns vorbei und denkt sich:

    „Die zwei kenne ich doch – die waren schon einmal hier!“ ๐Ÿคฃ๐ŸŸ

    Direkt beim bekannten Kungsforsen befindet sich auch das Laxens Hus, das Haus des Lachses. Hier schlägt gewissermassen das Herz der Mörrumer Lachsfischerei. Es gibt Ausstellungen rund um den Lachs und die Geschichte der Fischerei – sogar ein Aquarium gehört dazu.

    Und Mörrum hat noch einen echten Rekord zu bieten:

    1993 wurde hier eine gewaltige Meerforelle von 18,36 Kilogramm gefangen. Das Tier ist heute in der Ausstellung zu sehen. (Sveaskogโ )

    Da bekommt der Ausdruck „Forelle zum Abendessen“ plötzlich ganz andere Dimensionen. ๐Ÿคฃ

    Interessant ist auch, dass heute ungefähr 90 Prozent der gefangenen Lachse und Meerforellen wieder freigelassen werden. Der Schutz des wilden Bestandes spielt hier eine wichtige Rolle. Mörrum ist inzwischen sogar Forschungs- und Wissenszentrum; unter anderem werden wandernde Fische gezählt und Untersuchungen zu Genetik durchgeführt. (Sveaskogโ )

    Wahrscheinlich warten die Lachse einfach, bis unsere Perle ๐Ÿš vom Parkplatz verschwunden ist.

    Fünf Minuten später beisst dann bestimmt der Rekordlachs an. ๐Ÿ˜‚๐ŸŽฃ

    Wir werden es nie erfahren.

    Also weiter!

    Unser nächstes Ziel klingt jedenfalls vielversprechend:

    ๐Ÿ’ฆ Forsakar Vattenfall!

    WASSERFALL!

    Da denkt man natürlich an tosende Wassermassen, Gischt im Gesicht und ein Naturschauspiel, das man schon hört, bevor man es überhaupt sieht.

    Also Wanderschuhe ๐Ÿฅพ wieder an und los auf unsere ungefähr zwei Kilometer lange Runde.

    Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Wir wandern durch alten Buchenwald und entlang der tief eingeschnittenen Schlucht, die einst durch gewaltige Schmelzwassermassen nach der Eiszeit geformt wurde.

    Sogar Carl von Linné kam 1749 hierher und war von der tiefen Schlucht beeindruckt.

    Und dann kommen wir zum Wasserfall.

    Ich hatte ja schon so eine Befürchtung. ๐Ÿ˜

    Wir hören…

    nichts.

    Noch ein paar Meter…

    ๐Ÿ’ง

    Plätscher…

    Ich schaue meinen Schatz ๐Ÿฅฐ an.

    „Ist er das?“ ๐Ÿค”

    ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ

    Tatsächlich!

    Offiziell gibt es hier sogar zwei Wasserfälle. Der obere hat eine Fallhöhe von 7,4 Metern, der untere insgesamt stolze 10,6 Meter.

    Die Höhe wäre also vorhanden.

    Nur das Wasser hat heute offenbar frei. ๐Ÿคฃ๐Ÿ’ฆ

    Statt Niagara gibt es heute:

    Forsakar im Energiesparmodus.

    Oder anders gesagt:

    10,6 Meter Fallhöhe mit ungefähr drei Liter Wasser. ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ

    Aber die Wanderung durch den Buchenwald und entlang der Schlucht ist trotzdem wunderschön und hat sich absolut gelohnt.

    Und vielleicht ist das wenige Wasser sogar ein Vorteil:

    Wir können den Wasserfall anschauen, ohne anschliessend die Kleider auszuwringen. ๐Ÿ˜‚

    Um Forsakar ranken sich übrigens auch einige alte Geschichten. Am Wasserfall soll der sagenhafte Wassergeist Näcken sein Unwesen treiben, und in den Wäldern sollen Trolle und andere Fabelwesen leben. (Länsstyrelsenโ )

    Heute haben wir allerdings weder Trolle noch Näcken gesehen.

    Wahrscheinlich hat Näcken einen Blick auf seinen Wasserfall geworfen und gesagt:

    „Bei dem Wasserstand spiele ich heute auch nicht!“ ๐Ÿคฃ๐Ÿ’ฆ

    Also zurück zur Perle ๐Ÿš.

    Wanderschuhe aus, Beine hoch und Feierabend.

    Vom Silberberg in Ronneby über unser Frühstück mit Ostseeblick, die berühmten Lachse von Mörrum bis zum Forsakar-Wasserfall im Sparprogramm war heute wieder einiges dabei.

    Und eines wissen wir jetzt:

    Wenn wir irgendwann wieder nach Mörrum kommen, kontrollieren wir nochmals, ob der 26-Kilo-Lachs endlich auf uns gewartet hat. ๐Ÿคฃ๐ŸŽฃ๐ŸŸ

    So, genug erzählt für heute.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
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  • Schรถn Wetter nicht zu heiss ๐Ÿ˜

    September 9 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 19 ยฐC

    ๐Ÿš๐ŸŒณ Von Oskarshamn nach Ronneby – und plötzlich sind wir Kurgäste ๐Ÿ˜‚

    Heute heisst es wieder: Motor an, Oskarshamn verabschieden und weiter Richtung Süden. Unser heutiges Ziel ist Ronneby.

    Natürlich fahren wir nicht einfach von A nach B. Das wäre für uns ja beinahe schon verdächtig effizient. ๐Ÿคฃ

    Unterwegs gibt es ein paar kleine Zwischenhalte – und irgendwann meldet sich dann auch der Hunger.

    Wobei „Frühstück“ bei uns inzwischen ein ziemlich dehnbarer Begriff geworden ist. ๐Ÿณ๐Ÿฅช
    Am Morgen reicht uns zuerst einmal ein Kaffee โ˜•๏ธ. Mehr braucht der Mensch offenbar nicht, um die ersten Kilometer des Tages zu überstehen.

    Der Hunger kommt dann irgendwann später.

    Sehr viel später. ๐Ÿ˜

    So wird aus dem Frühstück meistens eher ein Mittagessen. Aber solange Eier, Brot und etwas Feines auf dem Tisch stehen, wollen wir bei der Namensgebung nicht kleinlich sein. ๐Ÿ˜‚

    Gut gestärkt rollen wir weiter und erreichen irgendwann am Nachmittag Ronneby.

    Unsere Perle ๐Ÿš bekommt ihren heutigen Stellplatz zugewiesen, Motor aus, Wanderschuhe an – denn Feierabend ist natürlich noch lange nicht.

    Jetzt geht es zu Fuss in den berühmten Ronneby Brunnspark. ๐ŸŒณ๐ŸŒบ

    Und der ist nicht einfach irgendein Stadtpark.

    Seine Geschichte begann bereits 1705, als hier am Ronnebyån die erste Heilquelle erschlossen wurde. 1727 entdeckte man die Quelle, die später als „Gamla Källan“ bekannt wurde. Das Wasser war eisenhaltig und galt damals als ausgesprochen gesund. Die Kurgäste kamen nach Ronneby, tranken das Wasser und badeten darin – vermutlich mit deutlich ernsterer Miene, als wir heute unseren Kaffee trinken. ๐Ÿ˜‚โ˜•๏ธ

    Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Ronneby dann zu einem der bedeutendsten Kurorte Schwedens. 1859 kamen bereits rund 1’400 Kurgäste, und ab 1873 wurden der Brunnspark und der angrenzende Brunnsskogen grosszügig ausgebaut. Es entstanden wunderschöne Holzvillen, Badehäuser, Restaurants und Spazierwege. Ronneby Brunn wurde schliesslich zu einem der führenden schwedischen Kurorte.

    Und genau dieses Flair spürt man beim Spaziergang noch heute.

    Zwischen den alten Villen, mächtigen Bäumen und gepflegten Gartenanlagen kann man sich gut vorstellen, wie hier früher die feinen Kurgäste herumspazierten.

    Wir machen heute eigentlich dasselbe.

    Nur ohne Zylinder, Gehstock und ärztlich verordnete Gläser Eisenwasser. ๐Ÿคฃ

    Besonders bekannt ist der Park für seinen Rhododendronberg. Die ersten grossen Rhododendronpflanzungen entstanden bereits um 1910, und einige dieser gewaltigen Pflanzen prägen den Park bis heute. Dazu kommen Rosengarten, Duftgarten, kleine Seen, Wasserläufe und natürlich der angrenzende Brunnsskogen.

    Auch eine Japanische Gartenanlage gehört zum Park. Sie wurde 1987 angelegt und verbindet japanische Gartenphilosophie mit der schwedischen Landschaft. Steine symbolisieren Gebirge, geharkter Kies stellt Wasser dar und kleine Brücken und ein Teehaus sorgen dafür, dass man plötzlich das Gefühl bekommt, Schweden für ein paar Minuten verlassen zu haben. ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช๐Ÿ‡ฏ๐Ÿ‡ต

    Und wer meint, damit sei der Park fertig erkundet, täuscht sich gewaltig.

    Da gibt es noch den Trollsjön, die alten Brunnshallen, die historische Quelle, den Rosengarten, den Duftgarten, Aussichtspunkte und jede Menge Wege durch den Brunnsskogen. Selbst alte Grabhügel, eine ehemalige Silbergrube und die Reste einer vorgeschichtlichen Befestigung finden sich im weitläufigen Gebiet.

    Kein Wunder also, dass der Brunnspark im Jahr 2003 zusammen mit dem Brunnsskogen zum Kulturreservat erklärt wurde. Zwei Jahre später, zum 300-jährigen Jubiläum 2005, wurde er sogar als Schwedens schönster Park ausgezeichnet. ๐ŸŒณ๐Ÿ†

    Wir schlendern gemütlich durch diese grüne Oase, schauen hier, staunen dort und stellen irgendwann fest:

    Eigentlich wollten wir „nur schnell durch den Park“. ๐Ÿ˜

    Ja klar.

    Das funktioniert bei uns ungefähr so zuverlässig wie „wir machen heute keine grosse Wanderung“. ๐Ÿคฃ๐Ÿฅพ

    Irgendwann finden wir dann aber doch wieder zurück zu unserer Perle ๐Ÿš.

    Ein schöner Fahrtag von Oskarshamn nach Ronneby, ein sehr spätes Frühstück und zum Abschluss noch eine kleine Zeitreise durch mehr als 300 Jahre schwedische Kurgeschichte.

    Was will man mehr? ๐Ÿฅฐ

    Jetzt haben auch unsere Beine Feierabend.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
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  • Oskashamn Spaziergang

    September 8 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 20 ยฐC

    ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช Oskarshamn – ein Spaziergang mit einem kleinen Hexenproblem ๐Ÿง™‍โ™€๏ธ

    Heute haben wir uns Oskarshamn einmal ganz in Ruhe zu Fuss angeschaut. ๐Ÿ‘Ÿ๐Ÿ˜Š Und wie so oft entdeckt man dabei viel mehr, als wenn man nur durch eine Stadt fährt.

    Unser erster Weg führte uns zur Kirche โ›ช๏ธ. Schon von aussen fällt der markante Bau ins Auge, aber natürlich interessiert uns vor allem, was sich hinter den Türen verbirgt.

    Also hinein – und wir werden nicht enttäuscht. Der Innenraum ist wirklich sehenswert: hell, freundlich und mit vielen schönen Details gestaltet. Besonders die Holzarbeiten, die Kanzel, der Altarbereich und die kunstvollen Verzierungen ziehen unsere Blicke auf sich. Man merkt sofort, dass hier nicht einfach nur eine Kirche gebaut wurde, sondern dass viel Wert auf eine besondere Gestaltung gelegt wurde.

    Für einen Moment wird es ganz ruhig. Wir schauen uns in aller Ruhe um und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Und natürlich kommt auch die Frage auf, wie viele Menschen hier wohl schon über Generationen hinweg ihre ganz persönlichen Geschichten, Freuden und Sorgen mit hineingetragen haben.

    Nach diesem kleinen Abstecher in die Geschichte geht es wieder hinaus ins Stadtleben.

    Wir schlendern durch die Fussgängerzone, schauen uns die Geschäfte an und lassen uns einfach treiben. ๐Ÿ˜Š

    Besonders schön finden wir die alten Holzhäuser. ๐Ÿกโค๏ธ Mit ihren unterschiedlichen Fassaden geben sie Oskarshamn einen ganz eigenen Charakter. Zwischen diesen Häusern lässt sich gut vorstellen, wie das Leben hier früher einmal ausgesehen haben muss.

    Und genau hier passt eine alte Geschichte aus dieser Gegend ganz wunderbar dazu …

    Denn draussen in der Ostsee liegt Blå Jungfrun – die Blaue Jungfrau. ๐ŸŒŠ

    Um diese Insel rankt sich eine geheimnisvolle Sage. Schon früher glaubten die Menschen, dass sich dort Hexen ๐Ÿง™‍โ™€๏ธ zu ihren nächtlichen Zusammenkünften trafen. Gefeiert, getanzt und allerlei Zauberei soll dort betrieben worden sein.

    Doch bei einer Sache sollte man besonders vorsichtig sein:

    Bei den Steinen der Insel. ๐Ÿชจ

    Wer einen Stein von Blå Jungfrun mit nach Hause nahm, dem konnte angeblich das Unglück folgen. Und tatsächlich sollen manche Besucher ihre mitgenommenen Steine später wieder zurückgebracht haben.

    Ob daran nun wirklich die Hexen schuld waren oder einfach nur das schlechte Gewissen – wer weiss das schon? ๐Ÿ˜

    Wir jedenfalls haben beschlossen:

    Anschauen ja – mitnehmen nein! ๐Ÿ˜‚

    Denn einen verfluchten Hexenstein brauchen wir nun wirklich nicht in unserer Perle ๐Ÿš. Nachher fängt der nachts noch an zu zaubern und schickt uns statt zum nächsten Stellplatz direkt zurück nach Gotland. ๐Ÿคฃ

    Also lassen wir die Steine schön auf der Insel, geniessen unseren Spaziergang durch Oskarshamn und freuen uns über eine Stadt, die neben ihrer Küstenlage auch Geschichte, schöne Holzhäuser und sogar eine eigene Hexensage zu bieten hat.

    Und falls uns heute noch eine verdächtig freundlich lächelnde Dame begegnet …

    Wir grüssen höflich und gehen weiter. ๐Ÿ˜‡

    Man kann ja nie wissen – vielleicht kommt sie gerade von Blå Jungfrun. ๐Ÿง™‍โ™€๏ธ๐ŸŒŠ๐Ÿคฃ
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  • Abschied aber nicht fรผr Immer

    September 7 in Sweden โ‹… โ˜€๏ธ 20 ยฐC

    ๐Ÿ˜‚โ›ด๏ธ Heute heisst es Abschied nehmen von Gotland – und unsere Perle ๐Ÿš geht tatsächlich aufs Wasser!

    Heute verlassen wir Gotland. Ein bisschen Wehmut ist natürlich dabei, denn die Insel hat uns in den letzten Tagen einiges geboten: Natur, Geschichte, alte Kirchen, Kalkstein, Wind, Meer – und natürlich jede Menge Kilometer für unsere Füsse. ๐Ÿฅพ๐Ÿ˜‚

    Aber bevor wir zur Fähre müssen, bleibt noch etwas Zeit. Und was macht man, wenn man Zeit hat? Genau… man fährt noch irgendwo hin! ๐Ÿคฃ

    Unsere Perle ๐Ÿš bekommt also noch einmal Auslauf und wir fahren der Ostseeküste entlang Richtung Snäckvikens Bad bei Visby. Dort angekommen, heisst es erst einmal: Schuhe an und los! ๐Ÿšถ‍โ™‚๏ธ๐Ÿšถ‍โ™€๏ธ

    ๐ŸŒŠ Snäckviken – noch einmal Ostseeluft tanken

    Der Strand von Snäckviken gehört zum Küstenbereich nördlich von Visby und ist vor allem bei den Einheimischen beliebt. Hier treffen Sandstrand, Felsen und die typische gotländische Küstenlandschaft aufeinander. Bei schönem Wetter lässt es sich hier wunderbar baden – wobei wir heute eher die Variante „Füsse vertreten und Meer anschauen“ gewählt haben. ๐Ÿ˜‚

    Wir spazieren am Wasser entlang, geniessen noch einmal den Blick über die Ostsee und denken uns: Eigentlich könnte man hier schon noch ein bisschen bleiben…

    Aber die Fähre wartet nicht auf unsere sentimentalen Abschiedsgedanken! ๐Ÿ˜œ

    Also zurück zur Perle ๐Ÿš und Richtung Fährhafen.

    โ›ด๏ธ Gotland sagt Tschüss – die Fähre sagt: Alle Mann an Bord!

    Am Fähranleger angekommen, ist endgültig klar: Jetzt geht es wirklich weg von Gotland.

    Die Überfahrt nach Oskarshamn dauert rund 3 Stunden und 15 Minuten. Die Route verbindet Gotland mit dem schwedischen Festland und ist für Einheimische wie auch Urlauber eine wichtige Verkehrsverbindung.

    Und heute zeigt die Ostsee noch einmal, was sie kann. ๐ŸŒŠ๐ŸŒฌ๏ธ

    Draussen ist die See ordentlich wellig – die Fähre darf also ein bisschen mit den Wellen tanzen. ๐Ÿ’ƒโ›ด๏ธ

    Zum Glück merkt man davon an Bord erstaunlich wenig. Die Fähre pflügt ziemlich souverän durch die Ostsee, während wir gemütlich sitzen und uns wahrscheinlich denken:

    „Na bitte, so stellt man sich Seefahrt vor – Wellen draussen, Ruhe drinnen!“ ๐Ÿ˜‚

    Keine Seekrankheit, kein dramatisches Festhalten an der Reling und vor allem keine Szene wie im Piratenfilm. ๐Ÿด‍โ˜ ๏ธ๐Ÿคฃ

    Nach etwas mehr als drei Stunden taucht schliesslich das schwedische Festland vor uns auf.

    ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช Oskarshamn – wir sind wieder auf dem Festland!

    Gegen 20 Uhr legen wir in Oskarshamn an. Die Perle ๐Ÿš hat ihre erste grosse Seereise dieser Etappe ebenfalls erfolgreich überstanden.

    Und jetzt kommt noch der letzte kleine Kraftakt des Tages:

    4 Kilometer bis zum Stellplatz.

    Das schaffen wir natürlich auch noch. ๐Ÿ˜Ž

    Unser heutiger Stellplatz liegt direkt an der Ostsee – und das Schöne daran: Wir sind mitten in der Stadt. ๐Ÿ™๏ธ๐ŸŒŠ

    Also haben wir heute alles bekommen:

    Meer ๐ŸŒŠ
    Strand ๐Ÿ–๏ธ
    Spaziergang ๐Ÿšถ‍โ™‚๏ธ
    Fähre โ›ด๏ธ
    Wellen ๐ŸŒŠ
    und am Schluss sogar noch einen Stellplatz direkt am Wasser.

    Was will man mehr?

    Vielleicht ein Bett… ๐Ÿ˜ด

    Denn nach so einem Tag ist Schluss mit lustig. Die Perle ๐Ÿš steht, wir stehen auch noch – zumindest ungefähr. ๐Ÿ˜‚

    Also Freunde, Vorhang zu für heute!

    ๐ŸŒŠโ›ด๏ธ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช Gotland verabschiedet, Oskarshamn erreicht und die Perle wieder sicher auf festem Boden.

    So, gute Nacht Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ๐Ÿ˜ด
    Morgen schauen wir, was Schweden noch alles für uns auf Lager hat! ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโค๏ธ
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  • Visby Stadt Wanderung ๐Ÿ˜Ž

    September 6 in Sweden โ‹… โ›… 16 ยฐC

    ๐Ÿฐ Visby – heute wird die Mittelalterstadt zu Fuss unsicher gemacht! ๐Ÿ‘Ÿ๐Ÿ˜‚

    Heute geht’s nach Visby – Hauptstadt von Gotland, UNESCO-Welterbe und eine Stadt, bei der man eigentlich an jeder Ecke stehen bleiben könnte und sagen müsste:

    „Wow … und das ist wirklich noch original?“ ๐Ÿ˜ณ๐Ÿฐ

    Also Schuhe an und los!

    Unser Rundgang führt uns zuerst entlang der gewaltigen Stadtmauer. Rund 3,4 Kilometer ist sie lang und umschliesst die mittelalterliche Altstadt. Sie stammt grösstenteils aus dem 13. Jahrhundert, als Visby durch den Handel zu einer der bedeutendsten Städte im Ostseeraum geworden war.

    Visby war ein wichtiger Handelsplatz der Hanse. Kaufleute aus halb Europa kamen hierher, Schiffe brachten Waren aus allen möglichen Richtungen und Visby wurde reich.

    Und wenn man reich ist, hat man bekanntlich zwei Möglichkeiten:

    Entweder man gibt das Geld für schöne Dinge aus …

    oder man baut eine riesige Mauer, damit niemand anderes auf die Idee kommt, die schönen Dinge wieder mitzunehmen. ๐Ÿคฃ

    Die Visbyer entschieden sich für beides. ๐Ÿ˜œ

    Entlang der Mauer stehen noch zahlreiche Türme. Über 50 Türme und Bastionen sind erhalten geblieben. Besonders beeindruckend ist der Kruttornet, der Pulverturm. Der Turm stammt vermutlich bereits aus dem 12. Jahrhundert und gehört damit zu den ältesten Teilen der Stadtbefestigung.

    Wir laufen weiter durch die alten Tore und Gassen. Kopfsteinpflaster unter den Füssen, historische Häuser links und rechts – und plötzlich merkt man, dass Visby nicht einfach nur eine alte Stadt ist. Hier fühlt sich Geschichte erstaunlich lebendig an.

    โ›ช Der Dom – von aussen schön, von innen noch besser

    Dann stehen wir vor dem Dom zu Visby, der Sankta Maria Domkyrka.

    Von aussen schon beeindruckend – aber der eigentliche Wow-Moment kommt drinnen.

    Wir treten hinein und plötzlich ist es ruhig. Die hohen Gewölbe, die mächtigen Säulen, die wunderschönen Fenster und die vielen Details im Inneren machen den Dom zu einem der eindrucksvollsten Gebäude der Stadt.

    Besonders schön sind die Glasfenster, die farbiges Licht in den Innenraum bringen. Dazu kommen die alten Kunstwerke, Verzierungen und die beeindruckende Architektur, die verschiedene Epochen miteinander verbindet.

    Und da steht man dann und denkt:

    „Dafür hat sich das viele Herumlaufen doch schon gelohnt.“

    Na ja … zumindest bis der Magen wieder anderer Meinung ist. ๐Ÿ˜‚

    Denn nach so viel Kultur meldet sich eine ganz andere Institution zu Wort:

    unser Mittagessen! ๐Ÿฝ๏ธ๐Ÿคฃ

    ๐Ÿฝ๏ธ Kultur macht hungrig

    Also raus aus dem Dom und ab zum Mittagessen.

    Schliesslich kann man nicht nur von mittelalterlichen Geschichten, Kirchenfenstern und alten Mauern leben. Obwohl wir heute ziemlich nah dran waren. ๐Ÿ˜‚

    Wir gönnen uns eine ordentliche Mittagspause und laden die persönlichen Energiespeicher wieder auf.

    ๐ŸŒฟ Vom Mittelalter direkt ins Grüne

    Danach geht es weiter in den Botanischen Garten von Visby.

    Der Garten wurde bereits 1855 angelegt und liegt direkt innerhalb der alten Stadt. Und wieder zeigt Visby, dass es mehr kann als nur Mittelalter.

    Zwischen den alten Mauern wachsen wunderschöne Bäume, Blumen und Pflanzen aus verschiedenen Teilen der Welt. Besonders schön sind die alten Bäume, die dem Garten eine ganz besondere Atmosphäre geben.

    Nach dem ganzen Stein und Gemäuer tut ein bisschen Grün richtig gut.

    Und natürlich wird auch hier aus „wir schauen nur kurz“ wieder ein etwas längerer Aufenthalt. ๐Ÿ˜‡

    ๐ŸŒŠ Zum Abschluss am Wasser entlang

    Irgendwann müssen wir aber weiter.

    Wir verlassen die Altstadt und machen uns dem Meer entlang auf den Rückweg zum CP.

    Die Ostsee überrascht uns dabei nicht wirklich – die kennen wir inzwischen gut genug und können sie ja sogar von unserem Campingplatz aus anschauen. ๐Ÿ˜‚๐ŸŒŠ

    Aber der Weg ist trotzdem wunderschön. Noch einmal ein Blick zurück auf Visby, die alten Mauern und Türme, während wir langsam Richtung CP marschieren.

    Und irgendwann ist dann auch bei uns Schluss mit Mittelalter.

    Die Stadtmauer gesehen โœ”๏ธ
    Türme bestaunt โœ”๏ธ
    Dom von innen und aussen erlebt โœ”๏ธ
    Mittagessen erfolgreich absolviert โœ”๏ธ
    Botanischen Garten entdeckt โœ”๏ธ
    Und die Füsse erfolgreich überredet, bis zum CP durchzuhalten โœ”๏ธ ๐Ÿ˜‚๐Ÿ‘Ÿ

    Visby hat heute jedenfalls ordentlich Eindruck hinterlassen.

    Eine Stadt voller Geschichte, wunderschöner Gebäude, alter Mauern und verwinkelter Gassen – und mittendrin wir zwei, bewaffnet mit Wanderschuhen und der festen Überzeugung, dass „ein bisschen Visby anschauen“ niemals so viele Kilometer bedeuten kann. ๐Ÿคฃ

    Kann es doch.

    Und morgen wissen wir wieder ganz genau, warum wir eigentlich ein Wohnmobil haben:

    Damit wir unsere müden Füsse einfach hochlegen können. ๐Ÿ˜‚๐Ÿšโค๏ธ
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  • Heute mรถchten wir Zug ๐Ÿš‚ fahren

    September 5 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 16 ยฐC

    ๐Ÿ˜‚๐Ÿš Heute geht wieder einiges – nur der Zug hat andere Pläne!

    Heute verlassen wir unseren schönen Stellplatz – natürlich mit unserer Perle ๐Ÿš. Schliesslich muss einer dafür sorgen, dass wir auch wieder weiterkommen. ๐Ÿ˜œ

    Unser erstes Ziel heisst Klintustlenden. Ein toller Ort ๐Ÿ˜Š, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Viel zu schade, einfach daran vorbeizufahren.

    Und schon nach ungefähr 500 Metern heisst es wieder: Perle parkiert!

    Wanderschuhe ๐Ÿฅพ an, und los geht’s zur Jungfrun ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช.

    Die Jungfrun ist eine beeindruckende Felsformation und liegt wunderschön in der gotländischen Landschaft. Also wird gewandert, geschaut und natürlich fotografiert ๐Ÿ“ธ.

    Wieder einmal stellen wir fest: Gotland kann nicht nur Meer und Küste – auch mitten auf der Insel gibt es einiges zu entdecken.

    Aber Schluss ist noch lange nicht!

    Mein Schatz ๐Ÿฅฐ hat nämlich noch einen Wunsch:

    Heute wird Zug gefahren! ๐Ÿš‚

    Also nichts wie los nach Roma.

    Der Bahnhof ist schnell gefunden. Und jetzt kommt der interessante Teil:

    Roma war früher nämlich ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt auf Gotland. Die erste gotländische Eisenbahn fuhr bereits 1878 – damals von Visby nach Hemse. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Netz immer weiter ausgebaut und erreichte schliesslich rund 117 Kilometer. (Föreningen Gotlandstagetโ )

    Die Strecke, auf der heute die Museumsbahn fährt, gehört zur ehemaligen Slite–Roma Järnväg. Sie wurde 1902 eröffnet, war rund 33 Kilometer lang und führte von Slite über Dalhem/Hesselby bis nach Roma. (Föreningen Gotlandstagetโ )

    Und genau diese Bahn wollten wir heute ausprobieren.

    Wir stehen also voller Vorfreude am Bahnhof…

    …und warten.

    Und warten.

    Und warten.

    Kein Zug. ๐Ÿค”

    Na gut, vielleicht kommt er ja noch.

    Also Google gefragt.

    Google sagt: Bahnhof geöffnet. ๐Ÿ‘

    Perfekt!

    Nur leider fehlt eine kleine, aber entscheidende Zusatzinformation:

    Die Museumsbahn fährt nur bis Ende August! ๐Ÿคฆ‍โ™‚๏ธ๐Ÿ˜‚

    Wir haben September.

    Da hat Google wohl gedacht:

    „Der Bahnhof ist offen – was wollt ihr eigentlich noch?“ ๐Ÿ˜ค๐Ÿคฃ

    Dabei hat diese Bahn wirklich eine spannende Geschichte. Der reguläre Betrieb der Slite–Roma-Strecke wurde bereits 1953 eingestellt, die Gleise wurden später abgebaut. Heute ist ein Teil der alten Strecke als Museumsbahn wieder aufgebaut. (Föreningen Gotlandstagetโ )

    Die heutige Museumsbahn Gotlands Hesselby Jernväg führt von Hesselby bei Dalhem über Tule bis Roma und nutzt dabei wieder einen Abschnitt der historischen Strecke. Hesselby liegt rund 6,5 Kilometer von Roma entfernt. (Föreningen Gotlandstagetโ )

    Wir hätten also tatsächlich mit einem Stück gotländischer Eisenbahngeschichte fahren können.

    Hätten. ๐Ÿ˜‚

    Aber wenigstens wissen wir jetzt, dass wir nicht einfach an irgendeinem Bahnhof standen und vergeblich auf einen Zug gewartet haben.

    Wir standen an einem Ort, an dem schon seit über 120 Jahren Eisenbahngeschichte geschrieben wurde.

    Nur heute eben ohne Zug. ๐Ÿš‚๐Ÿคฃ

    Also Planänderung!

    Zum Glück liegt gleich in der Nähe die Roma Klosterruine – und die ist mindestens genauso interessant.

    ๐Ÿ›๏ธ Roma Kloster

    Das ehemalige Zisterzienserkloster wurde bereits 1164 gegründet. Heute stehen noch beeindruckende Teile der Klosterkirche und der alten Anlage.

    Zwischen den mächtigen Kalksteinmauern kann man sich gut vorstellen, wie hier vor vielen Jahrhunderten Mönche gelebt, gearbeitet und gebetet haben.

    Und Geschichte interessiert uns beide – deshalb wird natürlich nicht einfach nur kurz durchgelaufen.

    Wir schauen uns die Ruinen in Ruhe an, lesen die Informationen und versuchen uns vorzustellen, wie dieser Ort wohl früher ausgesehen hat.

    Aber bevor die mittelalterliche Wissensaufnahme zu anstrengend wird, kommt zuerst einmal:

    Frühstück! ๐Ÿฅโ˜•๐Ÿ˜‚

    Schliesslich kann man mit leerem Magen keine 860 Jahre Geschichte verarbeiten.

    Danach geht es weiter über das Gelände.

    Und hier gibt es noch einiges mehr zu entdecken: Souvenirs, wunderschöne mundgeblasene Glasarbeiten, Taschen, Kleider und verschiedene Handwerksprodukte.

    Besonders die Glasarbeiten sind wirklich schön anzusehen. Da merkt man sofort, dass hier nicht einfach Massenware herumsteht, sondern echtes Handwerk dahintersteckt.

    Also wird geschaut, gestöbert und natürlich das eine oder andere genauer unter die Lupe genommen.

    Der Zug fährt zwar nicht – aber langweilig wird uns trotzdem nicht! ๐Ÿ˜‚

    Nach unserem ausgiebigen Besuch heisst es wieder:

    Alle zurück zur Perle! ๐Ÿš

    Noch eine kurze Fahrt, und schon erreichen wir unseren Campingplatz bei Visby.

    Perle parkiert, alles verstaut – Feierabend.

    Wenn man unseren Tag so betrachtet, haben wir eigentlich ziemlich viel geschafft:

    Natur ๐ŸŒฟ – Wandern ๐Ÿฅพ – Geschichte ๐Ÿ›๏ธ – Eisenbahn ๐Ÿš‚ – Handwerk ๐ŸŽจ – und natürlich unsere Perle ๐Ÿš.

    Nur eines hat heute nicht ganz funktioniert:

    Der Zug! ๐Ÿ˜‚

    Aber genau solche Tage lieben wir.

    Wir starten mit einem Plan…

    …und Gotland sagt:

    „Wartet mal, ich hätte da eine bessere Idee!“ ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช๐Ÿคฃ

    Und ehrlich gesagt hatte Gotland damit wieder einmal recht.

    Gute Nacht, Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ๐Ÿ˜ด
    Bis morgen – und wer weiss, vielleicht klappt es irgendwann auf dieser Reise doch noch mit einer Zugfahrt! ๐Ÿš‚๐Ÿ˜‚๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโค๏ธ
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  • Wanderung und Spaziergang

    September 4 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 18 ยฐC

    ๐ŸŒง๏ธ Wolken, Regen und eine kleine Zeitreise auf Gotland ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช

    Heute Morgen schauen wir aus dem Fenster und was sehen wir?
    Wolken! โ˜๏ธ

    Dazwischen ein paar Regentropfen ๐Ÿ’ง – also eigentlich genau das Wetter, bei dem ein vernünftiger Mensch sagt: „Frühstück, Kaffee und heute bleiben wir einfach gemütlich stehen.“ ๐Ÿ˜‡

    Aber wir sind ja nicht vernünftig! ๐Ÿ˜‚

    Also Schuhe an, Regenjacke geschnappt und los geht’s noch einmal zur Blauen Lagune. ๐Ÿ’™

    Warum?

    Ganz einfach: Sie ist viel zu schön, um einfach weiterzufahren!

    Die Blaue Lagune ist übrigens kein natürlicher See, sondern ein ehemaliger Kalksteinbruch. Nach dem Ende des Kalkabbaus füllte sich die Grube mit Wasser und bekam durch die besondere Farbe ihren berühmten Namen.

    Also drehen wir noch einmal unsere Runde um die Lagune und geniessen den Anblick. Auch wenn das Wetter heute eher auf „Schwarz-Weiss-Fotografie“ eingestellt ist, bleibt das Wasser beeindruckend blau. ๐Ÿ˜

    Und dann kommt der Moment, an dem wir uns eingestehen müssen:

    Wir können nicht ewig um die Lagune herumlaufen.
    Irgendwann wartet schliesslich unsere Perle ๐Ÿš auf ihren nächsten Einsatz.

    ๐Ÿš Die Perle darf wieder ran

    Also zurück zum Fahrzeug, einsteigen und los geht’s.

    Unser nächstes Ziel liegt gar nicht weit entfernt und diesmal geht es um etwas, das auf Gotland eine ziemlich wichtige Rolle gespielt hat:

    Kalkstein!

    Wir fahren zum Bläse Kalkbruk und zur ehemaligen Bahnstrecke Bläse Kalkbrottet – Bläse Hamnen.

    Und hier merkt man schnell: Dieser Ort hat Geschichte – und zwar jede Menge.

    In Bläse wurde Kalkstein abgebaut und in den Kalköfen zu Kalk gebrannt. Der Betrieb war früher ein bedeutender Arbeitgeber in der Gegend. Der Kalkstein musste natürlich irgendwie vom Steinbruch zum Hafen gebracht werden.

    Und dafür gab es eine kleine Eisenbahn. ๐Ÿš‚

    Die Strecke zwischen dem Kalkbruch und dem Hafen wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Anfangs wurden die Loren sogar von Pferden gezogen. ๐Ÿด

    Da muss man sich einmal vorstellen:

    Wir würden heute sagen:
    „Komm, wir nehmen den Zug.“

    Damals hiess es offenbar:

    „Hol das Pferd!“ ๐Ÿ˜‚

    Später übernahmen Lokomotiven den Transport und der Kalk konnte wesentlich effizienter zum Hafen gebracht werden.

    Wenn man heute dort steht, sieht man noch viele Spuren dieser alten Industrie. Die Bahnstrecke und die Anlagen erzählen davon, wie hart hier früher gearbeitet wurde.

    Und wir machen natürlich genau das Gegenteil:

    Wir schauen uns die Arbeit gemütlich an. ๐Ÿคฃ

    โ›ช Nächster Halt: Hall kyrka

    Nach so viel Kalk, Stein und Eisenbahn fehlt uns eigentlich nur noch eines:

    eine Kirche!

    Also weiter zur Hall kyrka. โ›ช

    Und hier machen wir gleich wieder eine kleine Zeitreise.

    Die Kirche gehört zu den mittelalterlichen Kirchen Gotlands und geht in ihren ältesten Teilen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Der heutige Bau entstand im Wesentlichen im 13. Jahrhundert.

    Drinnen wird es richtig interessant: Mittelalterliche Kalkmalereien erzählen Geschichten aus einer Zeit, in der es weder Fernseher noch Internet gab.

    Man musste sich seine Unterhaltung eben an die Kirchenwände malen lassen. ๐Ÿ˜‚

    Auch der Taufstein ist sehenswert und natürlich wieder aus dem für Gotland so typischen Kalkstein.

    Und plötzlich ergibt alles einen Sinn:

    Heute Morgen waren wir noch an der Blauen Lagune, einem ehemaligen Kalksteinbruch.

    Danach beim Bläse Kalkbruk, wo Kalkstein verarbeitet wurde.

    Und jetzt stehen wir in einer mittelalterlichen Kirche, bei der Kalkstein ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

    Wir haben heute also praktisch einen ganzen Kalkstein-Lehrgang absolviert. ๐Ÿคฃ

    ๐ŸŒง๏ธ Jetzt reicht’s aber!

    Leider hat der Regen inzwischen beschlossen, dass er heute nicht nur Gast, sondern Hauptdarsteller sein möchte. ๐Ÿ’ง๐ŸŒง๏ธ

    Und irgendwann muss man auch einmal vernünftig sein.

    Deshalb machen wir heute etwas früher Feierabend.

    Unsere Perle ๐Ÿš bekommt ihren wohlverdienten Ruheplatz und wir beziehen unseren heutigen Stellplatz bei Gardestugan.

    Jetzt ist Schluss mit Kultur, Geschichte und Kalk.

    Jetzt gibt’s nur noch:

    โ˜• etwas Gemütlichkeit
    ๐ŸŒง๏ธ dem Regen zuhören
    ๐Ÿ˜ด Füsse hoch
    ๐Ÿ˜‚ und den Tag Revue passieren lassen.

    Also liebe Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ, wieder einmal hat uns Gotland gezeigt, dass man selbst bei Regen jede Menge erleben kann.

    Von der Blauen Lagune ๐Ÿ’™ über Kalkstein und Eisenbahn ๐Ÿš‚ bis zur mittelalterlichen Hall kyrka โ›ช – langweilig wird es uns hier jedenfalls nicht.

    Und morgen?

    Mal schauen, was Gotland dann wieder mit uns vorhat. ๐Ÿ˜

    Für heute sagen wir:

    Schönen Abend euch allen und später eine gute Nacht! ๐Ÿ˜ด๐ŸŒ™

    Liebe Grüsse von uns und natürlich von unserer Perle ๐Ÿš๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโค๏ธ
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  • Stรผrmisch aber Schรถn ๐Ÿคฉ

    September 3 in Sweden โ‹… ๐ŸŒฌ 17 ยฐC

    ๐ŸŒฌ๏ธ๐Ÿชโ›ด๏ธ Von fliegenden Schweden, geschlossenen Türen und einer blauen Lagune ๐Ÿ’™

    So oder so – heute heißt es Abschied nehmen von Fårö. ๐Ÿฅน๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช

    Die Nacht war stürmisch.
    Der Morgen war stürmisch.
    Und der Wind ๐ŸŒฌ๏ธ hatte offensichtlich beschlossen, heute persönlich dafür zu sorgen, dass wir Fårö nicht so schnell vergessen. ๐Ÿ˜‚

    Unsere Perle ๐Ÿš wurde ordentlich durchgeschüttelt. Ob wir überhaupt noch schlafen oder bereits auf einem schwedischen Rodeo unterwegs sind, war zeitweise schwer zu unterscheiden. ๐Ÿคฃ

    Aber während wir uns noch überlegen, ob wir bei diesem Wind überhaupt vor die Tür wollen, gibt es tatsächlich Schweden ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช, die genau darauf gewartet haben!

    Kitesurfer! ๐Ÿช๐ŸŒŠ

    Die stehen bei diesem Sturm am Wasser, lassen sich vom Wind über die Ostsee ziehen, springen durch die Luft und haben dabei auch noch ein breites Grinsen im Gesicht.

    Wir schauen begeistert zu. ๐Ÿ‘€

    Und wir müssen zugeben:
    Das sieht richtig spektakulär aus! ๐Ÿ‘

    Selber machen?

    Also… wir sind ja für vieles zu haben. ๐Ÿ˜
    Aber uns freiwillig von einem Drachen über die Ostsee ziehen zu lassen, während der Wind wahrscheinlich gerade versucht, Bäume umzulegen…

    Nein danke! ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ

    Wir bleiben lieber bei unserem Sportprogramm:
    Wandern, Radfahren und kontrolliertes Einsteigen in die Perle. ๐Ÿš๐Ÿ˜‚

    ๐Ÿš Perle fertig – und ab zur Fähre!

    Nun wird unsere Perle ๐Ÿš noch ent- und versorgt.

    Wasser raus, Wasser rein, alles kontrollieren – schließlich soll die gute Dame uns ja noch ein paar Kilometer weiterbringen.

    Dann geht’s los Richtung Fähre. โ›ด๏ธ

    Und heute haben wir tatsächlich einmal Fähr-Glück! ๐Ÿ€

    Wir kommen genau im richtigen Moment an.

    Kaum stehen wir dort, heißt es praktisch:

    „Bitte auffahren!“

    Äh… was ist denn jetzt los? ๐Ÿ˜ณ

    Keine Wartezeit?

    Kein langes Herumstehen?

    Kein Kaffee?

    Keine Diskussion?

    Wir sind fast etwas enttäuscht. ๐Ÿ˜‚

    Also schnell auf die Fähre und schon nach ungefähr zehn Minuten sind wir wieder auf der großen Insel Gotland.

    Fårö verabschiedet sich hinter uns – mit ordentlich Wind als Abschiedsgruß. ๐ŸŒฌ๏ธ๐Ÿคฃ

    ๐Ÿ›’ Der wichtigste Programmpunkt: ICA!

    Bevor wir weiterfahren, gibt es noch einen absolut unverzichtbaren Zwischenstopp:

    ICA! ๐Ÿ›’๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช

    Lebensmittel müssen her.

    Was genau davon lebensnotwendig ist, wird natürlich nicht näher erläutert. ๐Ÿ˜

    Aber wir kennen das inzwischen:

    Man geht mit einer Einkaufsliste hinein…

    und kommt mit Sachen wieder heraus, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie dringend braucht. ๐Ÿ˜‚

    Egal – Kühlschrank wieder gefüllt und weiter geht’s.

    ๐Ÿก Bunge Open-Air Museum – oder: Schwedens bestgehütetes Geheimnis ๐Ÿ”’๐Ÿ˜‚

    Nächster Halt:

    Bunge Open-Air Museum.

    Ein wunderschönes Freilichtmuseum, das einen Einblick in das frühere Leben auf Gotland gibt. Alte Bauernhöfe, Wohnhäuser, Ställe und historische Gebäude zeigen, wie die Menschen hier früher gelebt und gearbeitet haben.

    Klingt super!

    Wir freuen uns und fahren hin.

    Und jetzt kommt der spannende Teil:

    Das Museum sollte geöffnet sein.

    Sollte! โ˜๏ธ

    Wir kommen an…

    ๐Ÿ”’ ZU.

    Wir schauen auf die Tür.

    Die Tür schaut zurück.

    Wir schauen auf die Öffnungszeiten.

    Die Öffnungszeiten schauen vermutlich gerade aus dem Fenster und lachen. ๐Ÿ˜‚

    Wir überlegen:

    Vielleicht sind wir zu früh?

    Vielleicht haben wir etwas falsch verstanden?

    Vielleicht gibt es einen geheimen Eingang?

    Vielleicht muss man dreimal um das Gebäude laufen und „Hej Hej“ rufen? ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช๐Ÿคฃ

    Aber nein.

    Alles geschlossen!
    So richtig geschlossen.
    Mit Tür.
    Mit Schloss.

    Mit eindeutiger Botschaft:

    Heute nicht! ๐Ÿ˜ค๐Ÿ˜‚

    Wir nehmen es sportlich und stellen fest:

    Das ist eben auch schwedische Kultur.

    Man zeigt uns nicht nur, wie die Menschen früher gelebt haben – man lässt uns sogar die verschlossenen Türen bestaunen. ๐Ÿคฃ๐Ÿคฃ

    Also gut…

    ๐Ÿ’™ Blå Lagunen – wenigstens die ist offen!

    Unser nächstes Ziel ist die Blå Lagunen.

    Und hier sind wir uns ziemlich sicher:

    Die kann gar nicht geschlossen sein! ๐Ÿ˜‚

    Die Blå Lagunen ist ein ehemaliger Kalksteinbruch, der sich mit glasklarem Wasser gefüllt hat. Das helle Kalkgestein und das Wasser sorgen für diese wunderschöne blaue bis türkisfarbene Farbe. ๐Ÿ’™

    Und tatsächlich:

    Wow! ๐Ÿ˜

    Das sieht richtig schön aus.

    Perle ๐Ÿš abgestellt, Schuhe ๐Ÿ‘Ÿ an und schon geht’s auf zur Wanderung rund um die Lagune. ๐Ÿฅพ

    Und natürlich kommt irgendwann die Frage:

    „Könnte man hier eigentlich baden?“ ๐ŸŠ‍โ™‚๏ธ

    Ja, könnte man.

    Das Wasser ist glasklar und der Ort sieht geradezu einladend aus.

    Aber nach dem stürmischen Morgen entscheiden wir uns lieber dafür, unsere Körpertemperatur nicht unnötig herauszufordern. ๐Ÿ˜๐Ÿฅถ

    Wir sind schließlich nicht die Kitesurfer von heute Morgen!

    Die haben ihren Spaß auf dem Wasser.

    Wir haben unseren Spaß daneben.
    Jeder so, wie er kann. ๐Ÿคฃ

    Und damit geht wieder ein abwechslungsreicher Tag zu Ende:

    ๐ŸŒฌ๏ธ Sturm auf Fårö
    ๐Ÿช Kitesurfer auf der Ostsee
    โ›ด๏ธ perfekte Fähre
    ๐Ÿ›’ ICA-Einkauf
    ๐Ÿก Bunge Museum – theoretisch offen, praktisch abgeschlossen ๐Ÿ”’๐Ÿ˜‚
    ๐Ÿ’™ Blå Lagunen
    ๐Ÿฅพ und natürlich noch eine schöne Wanderung

    Also, wir können uns wirklich nicht beschweren.

    Schweden liefert!

    Manchmal sogar mehr, als man bestellt hat. ๐Ÿคฃ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช

    Jetzt wird es aber Zeit für die Gemütlichkeit in unserer Perle ๐Ÿš.

    Füsse hoch, Feierabend und den Tag nochmals Revue passieren lassen.

    So, genug für heute!

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด๐ŸŒ™ Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
    Schlaft gut – und hoffen wir, dass morgen wenigstens das geöffnet ist, was wir besuchen wollen. ๐Ÿคฃ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช๐Ÿšโค๏ธ
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  • Fårö, Velotour, Wasserlöcher und steinerne Gestalten ๐Ÿšฒ๐ŸŒฌ๏ธ

    Mittwoch, 8 Uhr, 17 Grad, Sonne, Wolken und Wind im munteren Wechselspiel.
    Fårö kann sich heute offenbar nicht entscheiden, was es eigentlich sein möchte. ๐Ÿ˜„

    Aber egal – das Wetter hält sich erstaunlich gut. Oder tut zumindest so, als hätte es das fest vor.

    Also beschliessen wir: Wir bleiben noch einen Tag!

    Unsere Perle ๐Ÿš darf heute einmal Pause machen, denn nach dem Frühstück heisst es:

    Velos raus und los! ๐Ÿšฒ

    Wir starten direkt von Lauters Hamn und radeln hinein in die typische Landschaft von Fårö. Karge Flächen, Wacholderbüsche, kleine Kiefernwälder und dazwischen hübsche Ferienhäuser.

    Idyllisch, ruhig und wunderschön.

    Bis wir feststellen, dass Fårö offenbar auch eine ganz eigene Definition von „Radweg“ hat. ๐Ÿ˜‚

    Denn plötzlich stehen wir vor riesigen Pfützen.

    Und mit „Pfützen“ meine ich nicht diese kleinen Dinger, bei denen man einfach kurz durchfährt.

    Nein.

    Das sind Wasserflächen mit Tiefgang!

    Glasklar zwar – aber so tief, dass man durchaus überlegen könnte, ob darin bereits Forellen auf uns warten. ๐ŸŸ

    Also beginnt das grosse taktische Radfahrer-Manöver:

    Rechts vorbei?

    Nein.

    Links?

    Auch schlecht.

    Zwischen Wacholder und Wasser durch?

    Theoretisch ja – praktisch hängt danach vermutlich der halbe Busch am Lenker.

    Also bleibt nur die letzte Möglichkeit:

    Augen zu… äh, lieber Augen auf! ๐Ÿ˜ณ
    Beine hoch und durch!

    Mit möglichst viel Geschwindigkeit und möglichst wenig Würde kämpfen wir uns durch die schwedische Version eines Offroad-Parcours.

    Das Ziel ist klar:

    Auf der anderen Seite ankommen – möglichst trocken und möglichst noch auf dem Velo.

    Und tatsächlich gelingt uns das erstaunlich oft. ๐Ÿ˜Ž

    Die Landschaft entschädigt sowieso für jede nasse Socke.

    Langhammars wirkt fast wie eine kleine nordische Savanne: lichte Kiefernwälder wechseln sich mit kargen, heideartigen Alvarflächen und kleinen, saftigeren Feuchtwiesen ab.

    Diese Landschaft ist nicht einfach nur natürlich entstanden. Sie wurde über Jahrhunderte stark durch die Beweidung geprägt – vor allem durch die Schafe. Genau deshalb wirkt Fårö hier so offen, karg und gleichzeitig unglaublich abwechslungsreich. (Länsstyrelsenโ ๏ฟผ)

    Und Apropos Schafe…

    Kurz vor unserem Ziel bekommen wir noch eine kostenlose Live-Vorführung geboten.

    Ein Bauer ist gerade dabei, seine Gotlandschafe zu scheren. ๐Ÿ‘โœ‚๏ธ

    Da wird geschnitten, gezupft und von einer dicken Wollschicht befreit.

    Die Schafe schauen dabei ungefähr so begeistert drein, wie wir nach einem Friseurbesuch, bei dem der Coiffeur sagt:

    „Ich probiere mal etwas Neues.“ ๐Ÿ˜‚

    Dann erreichen wir unser eigentliches Ziel:

    Langhammars Naturreservat.

    Und jetzt wird es richtig spektakulär.

    Vor uns liegt die Küste von Klajvika – und dort stehen die berühmten Raukar.

    Rund 50 dieser bizarren Kalksteinformationen ragen hier aus der Landschaft. Einige sind mehr als acht Meter hoch und sehen tatsächlich aus wie versteinerte Figuren. (Länsstyrelsenโ ๏ฟผ)

    Und das Spannende daran:

    Der Kalkstein, aus dem diese Landschaft besteht, entstand ursprünglich vor rund 430 Millionen Jahren in einem tropischen Meer. Damals war Fårö also alles andere als nordisch. ๐Ÿ ๐ŸŒด

    Heute gibt es dort stattdessen Wind, Wacholder, Schafe und uns zwei auf Velos. ๐Ÿ˜‚

    Die Raukar sind wirklich faszinierend.

    Bei manchen sieht man Gesichter.

    Andere erinnern an Tiere.

    Wieder andere sehen aus wie Menschen, die gerade irgendwohin laufen.

    Und bei manchen fragt man sich schlicht:

    „Was zum Teufel soll das darstellen?“

    Aber je länger man hinschaut, desto mehr erkennt man.

    Oder man bildet es sich zumindest ein. ๐Ÿ˜„

    Die Raukar sind übrigens keine zufälligen Felsbrocken. Sie sind die widerstandsfähigen Überreste einer alten Kalksteinlandschaft, die über sehr lange Zeit durch die Kräfte des Meeres geformt wurde. Einige der äussersten Formationen stehen heute sogar im Wasser und werden weiterhin von den Wellen bearbeitet. (Länsstyrelsenโ ๏ฟผ)

    Wir schauen, fotografieren und staunen.

    Und irgendwann kommt die Erkenntnis:

    Wir müssen wieder zurück.

    Also Velos besteigen und los.

    Und jetzt zeigt Fårö wieder sein ganz besonderes Talent:

    Gegenwind! ๐ŸŒฌ๏ธ

    Egal in welche Richtung wir fahren – der Wind kommt von vorne.

    Wir beginnen langsam zu vermuten, dass der Wind auf Fårö irgendwo einen festen Wohnsitz hat und uns persönlich verfolgt.

    Vielleicht sitzt er auch einfach auf einem Raukar und wartet:

    „Ah, da kommen sie wieder… jetzt blase ich noch ein bisschen stärker.“ ๐Ÿ˜‚

    Diesmal nehmen wir die Küstenstrasse zurück und kommen am Fischerdorf Helgumannen vorbei.

    Dort waren wir gestern schon.

    Und so schön es dort auch ist – heute fahren wir weiter.

    Wir wollen schliesslich nicht, dass die Einheimischen irgendwann denken:

    „Die beiden aus dem grossen Wohnmobil wohnen jetzt wohl hier.“ ๐Ÿ˜‚

    Nach unserer kleinen Velotour sind wir wieder bei unserer Perle ๐Ÿš.

    Kilometertechnisch war es keine Weltreise.

    Aber landschaftlich?

    Ein Volltreffer!

    Wacholder, Kiefern, karge Alvarflächen, Schafe, Meer, Raukar und zwischendrin ein paar Wasserlöcher, die durchaus als kleine Seen durchgegangen wären.

    Und was gibt es Schöneres, als nach so einer Tour einfach vor der Perle zu sitzen?

    Also:

    Beine hoch. โ˜€๏ธ
    Sonne ins Gesicht.
    Nichts mehr müssen.

    Na ja…

    Eine Sache wäre da noch:

    Dem Wind erklären, dass seine Schicht für heute beendet ist.

    Ob er sich daran hält?

    Wir bezweifeln es. ๐Ÿ˜‚๐ŸŒฌ๏ธ

    Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

    Liebe Grüsse von Fårö und von zwei Velofahrern, die heute gelernt haben:
    Auf Fårö gibt es keine schlechten Radwege – nur überraschend tiefe Wasserstellen. ๐Ÿ˜Ž๐Ÿšฒ๐ŸŒŠ
    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
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  • Bis in den Norden Fรฅrรถ

    September 1 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 19 ยฐC

    ๐Ÿ˜‚๐Ÿš Von Riesentoren, rostigen Schätzen und einem Krimi-Fischerdorf

    Nach einer herrlich ruhigen Nacht ๐Ÿ˜ด heißt es heute Morgen wieder: Kaffee โ˜•๏ธ, fertig machen und rein in unsere Perle ๐Ÿš.

    Schließlich wartet schon das nächste Abenteuer auf uns. Und bei uns weiß man ja inzwischen: Wenn irgendwo „nur kurz anschauen“ steht, kann das eigentlich alles bedeuten. Von zehn Minuten bis zum halben Tag. ๐Ÿ˜‚

    Unser erstes Ziel heute: Lergravsporten.

    Und hier zeigt Gotland mal wieder, was es so alles draufhat. ๐Ÿ˜ฎ๐ŸŒŠ

    Die Lergravsporten ist eine beeindruckende natürliche Felsformation – ein riesiges Tor aus Kalkstein, das durch Wind, Wetter und das Meer über Millionen von Jahren entstanden ist.

    Also eigentlich hat die Natur hier gebaut.

    Und zwar ohne Bagger, ohne Maurer und vor allem ohne dass wir dafür bezahlen mussten. ๐Ÿ‘๐Ÿ˜‚

    Wir stehen davor und staunen. Diese Rauken sehen wirklich beeindruckend aus und man kann sich gut vorstellen, wie das Meer hier früher einmal kräftig an den Felsen gearbeitet hat.

    Natürlich werden wieder jede Menge Fotos ๐Ÿ“ธ gemacht.

    Denn spätestens zu Hause kommt ja die Frage:

    „Und wo wart ihr da genau?“

    Da können wir dann ganz professionell antworten:

    „Ääääh … irgendwo auf Gotland.“ ๐Ÿ˜‚

    Also lieber fotografieren! ๐Ÿ˜œ

    Nach der beeindruckenden Felsenlandschaft geht es weiter Richtung Fårö.

    Und diesmal dürfen wir sogar mit der Fähre fahren. โ›ด๏ธ

    Perle ๐Ÿš also auf die Fähre, und schon geht es übers Wasser.

    Eine kurze Überfahrt – aber trotzdem ein kleines Erlebnis. Und das Beste daran: Für ein paar Minuten muss die Perle ausnahmsweise mal nicht selbst fahren. ๐Ÿ˜‚

    Auf Fårö angekommen, geht es weiter zu einem ganz besonderen Ort:

    โ›ฝ๏ธ Kutens Bensin.

    Also wer hier eine normale Tankstelle erwartet, hat eindeutig zu wenig Fantasie. ๐Ÿ˜‚

    Kutens Bensin ist eine völlig verrückte Mischung aus alter Tankstelle, 50er-Jahre-Nostalgie, alten Autos, Schildern, rostigem Blech und jeder Menge Kuriositäten.

    Hier scheint das Motto zu gelten:

    „Was andere wegwerfen, stellen wir einfach irgendwo hin – irgendwann ist es Kult!“ ๐Ÿ˜‚

    Und tatsächlich hat dieser Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Alte Fahrzeuge stehen herum, überall gibt es etwas zu entdecken und man fühlt sich ein bisschen zurückversetzt in eine Zeit, in der Autos noch Charakter hatten und Rost wahrscheinlich noch zur Serienausstattung gehörte. ๐Ÿš—๐Ÿคฃ

    Aber wir sind ja nicht nur zum Anschauen hier.

    Mittagessen! ๐Ÿฅ˜๐Ÿ˜‹

    Schließlich braucht auch ein Abenteurer irgendwann Energie.

    Und da sind wir uns erstaunlicherweise sofort einig. Essen geht immer. ๐Ÿ˜‚

    Also gönnen wir uns ein feines Mittagessen, machen anschließend noch ein paar Fotos ๐Ÿ“ธ und lassen diesen außergewöhnlichen Ort noch ein wenig auf uns wirken.

    Dann heißt es wieder:

    Einsteigen, anschnallen und weiter mit der Perle! ๐Ÿš๐Ÿ’จ

    Unser nächstes Ziel:

    ๐ŸŽฃ Helgumannen fiskeläge.

    Und hier wird es plötzlich richtig idyllisch.

    Das historische Fischerdorf besteht aus kleinen alten Fischerhütten direkt am Wasser. Früher lebten die Fischer hier ganz eng mit dem Meer – rausfahren, Fische fangen, zurückkommen und hoffen, dass das Wetter mitspielt.

    Heute ist es deutlich entspannter.

    Wir müssen keinen Fisch fangen.

    Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht selbst irgendwo zwischen den alten Hütten verloren gehen. ๐Ÿ˜‚

    Und dann fällt uns natürlich noch etwas ein:

    Helgumannen kennt man auch aus „Der Kommissar und das Meer“. ๐Ÿ•ต๏ธ‍โ™‚๏ธ๐ŸŒŠ

    Na wunderbar!

    Kaum sind wir hier, wird aus dem gemütlichen Ausflug plötzlich ein Kriminalschauplatz.

    Jetzt schauen wir natürlich ganz genau hin …

    ๐Ÿ‘€ Hinter jeder Hütte könnte ein Kommissar stehen.

    ๐Ÿ‘€ Hinter jedem Busch könnte ein Verdächtiger lauern.

    ๐Ÿ‘€ Und wenn irgendwo ein Fisch verdächtig aussieht, wird er selbstverständlich sofort verhört. ๐ŸŸ๐Ÿ˜‚

    Aber keine Sorge:

    Heute bleibt alles friedlich.

    Kein Mord, kein Täter und keine polizeiliche Verfolgungsjagd.

    Nur zwei Reisende, die ziemlich viel gesehen haben und langsam auch merken, dass der Tag schon wieder fortgeschritten ist. ๐Ÿ˜‡

    Also zurück zur Perle ๐Ÿš und weiter zu unserem heutigen Stellplatz.

    Und wie sollte es anders sein?

    Natürlich kommen wir etwas später an. ๐Ÿ˜‚

    Aber dafür haben wir wieder jede Menge erlebt, schöne Orte gesehen, gut gegessen und ungefähr 847 Fotos gemacht. ๐Ÿ“ธ๐Ÿคฃ

    Die Perle steht.

    Wir stehen auch.

    Zumindest körperlich – im Kopf fahren wir wahrscheinlich noch ein bisschen weiter. ๐Ÿ˜œ

    Jetzt wird es Zeit, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

    Gute Nacht, Freunde! ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ๐Ÿ˜ด๐ŸŒ™

    Morgen geht das Abenteuer weiter …

    Denn auf Gotland gilt inzwischen:

    Wir suchen keine Abenteuer – die finden uns ganz von alleine! ๐Ÿš๐Ÿ˜‚โค๏ธ
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  • Heute sind wir Fleissig sehr Fleissig

    August 31 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 19 ยฐC

    ๐Ÿ˜‚๐Ÿฅพ Von der Burgenkletterei bis zum Ostsee-Stellplatz – Gotland hat heute alles gegeben!

    Heute Morgen war eigentlich alles ganz harmlos.

    Wir hatten einen Plan. ๐Ÿ˜‡

    Torsburgen – ein bisschen wandern, ein bisschen Geschichte anschauen und dann gemütlich zurück zur Perle ๐Ÿš.

    Ja… „ein bisschen“ war mal wieder eine sehr optimistische Einschätzung. ๐Ÿ˜‚

    ๐Ÿฐ Torsburgen – erst wandern, dann klettern, dann frühstücken!

    Torsburgen ist eine riesige vorgeschichtliche Wallanlage und zählt zu den bedeutendsten Befestigungsanlagen Gotlands. Die gewaltigen Steinwälle stammen aus der Eisenzeit und zeigen, dass die Menschen hier schon vor vielen Jahrhunderten wussten, wie man sich einen schönen Platz zum Verteidigen aussucht.

    Wir dagegen hatten nur einen Auftrag:

    Hoch! ๐Ÿฅพ

    Also machten wir uns auf den Weg und natürlich durfte der Aussichtsturm nicht fehlen.

    „Komm, da hoch!“ ๐Ÿ˜

    Ich: „Müssen wir wirklich?“

    Mein Schatz ๐Ÿฅฐ: „Natürlich!“

    Und damit war die Diskussion beendet. ๐Ÿคฃ

    Also Treppen hoch, immer höher – bis wir oben standen und eine fantastische Aussicht über Gotland hatten. ๐Ÿ˜

    Für diesen Moment hat sich jeder Schritt gelohnt.

    Dann ging es weiter zur Höhle. Wieder wandern, wieder klettern, wieder schauen – langsam begann ich mich zu fragen, ob wir eigentlich Urlaub machen oder für die gotländische Bergrettung trainieren. ๐Ÿ˜‚

    Irgendwann hatten wir aber genug Abenteuer für den Vormittag.

    Zurück zur Perle ๐Ÿš!

    Und dort kam die wichtigste Sehenswürdigkeit des Tages:

    ๐Ÿฅโ˜• FRÜHSTÜCK!

    Denn nach so viel Kultur muss schließlich auch der Körper kulturell versorgt werden. ๐Ÿคฃ

    โธป

    โ›ช Kirche von Gothem – diesmal ohne Klettern

    Nach dem Frühstück ging es weiter zur Kirche von Gothem.

    Die mittelalterliche Kirche gehört zu den größeren Kirchen Gotlands und ihre ältesten Teile reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Besonders beeindruckend sind die mittelalterlichen Wandmalereien im Inneren, die noch heute zeigen, wie farbenprächtig solche Kirchen früher gestaltet waren.

    Wir schauten uns alles ganz andächtig an.

    Kein Klettern.
    Kein Krabbeln.
    Keine Höhle.

    Herrlich! ๐Ÿ˜‚

    Nach unserem Abenteuer bei Torsburgen war ein bisschen ruhige Kultur genau das Richtige.

    Wir bestaunten die alten Gemälde und stellten uns vor, wie die Menschen hier vor vielen Jahrhunderten ihre Gottesdienste gefeiert haben.

    Und ganz ehrlich:

    Nach dem Kletterprogramm am Morgen war „einfach nur anschauen“ für uns schon fast Erholungssport. ๐Ÿคฃ

    โธป

    โšฐ๏ธ Majsterrojr – ein Hügel mit Geschichte

    Danach führte uns der Weg zum Grabhügel Majsterrojr.

    Der Hügel gehört zu den eindrucksvollen vorgeschichtlichen Zeugnissen Gotlands und erinnert daran, dass hier schon vor tausenden Jahren Menschen gelebt haben.

    Wir stehen davor und denken:

    „Das haben die Menschen also ohne Bagger gemacht?“

    Respekt! ๐Ÿ˜ณ

    Wir bekommen schon beim Anblick Muskelkater.

    Die haben solche Anlagen vor tausenden Jahren gebaut.

    Wir sind eindeutig in der falschen Zeit geboren. ๐Ÿ˜‚

    โธป

    ๐Ÿก Den gotländska gården – zurück aufs Land

    Nächster Halt: Den gotländska gården.

    Hier bekamen wir einen Eindruck davon, wie traditionell auf Gotland gelebt und gearbeitet wurde.

    Früher hieß es:

    ๐ŸŒพ Landwirtschaft
    ๐Ÿ‘ Tiere versorgen
    ๐Ÿชต Holz machen
    ๐Ÿ”ฅ Feuer machen
    ๐Ÿ’ช Arbeiten

    Heute heißt es bei uns:

    ๐Ÿš Perle fahren
    ๐Ÿ“ธ Fotos machen
    ๐Ÿฅพ wandern
    โ˜• Kaffee trinken
    ๐Ÿด überlegen, was es zu essen gibt

    Also wenn wir ehrlich sind, haben wir das System ziemlich erfolgreich verbessert. ๐Ÿคฃ

    โธป

    ๐Ÿญ Västra Brottet – jetzt wird es richtig tief!

    Dann kam Västra Brottet, die riesige Grube der ehemaligen Zementindustrie.

    Hier wurde über lange Zeit Kalkstein für die Zementproduktion abgebaut. Und wenn man vor dieser gewaltigen Grube steht, wird einem erst bewusst, welche Mengen an Gestein hier bewegt wurden.

    Ich schaue runter.

    Mein Schatz ๐Ÿฅฐ schaut runter.

    Wir schauen uns an.

    Und vermutlich denken wir beide dasselbe:

    „Da gehen wir heute aber nicht runter!“ ๐Ÿ˜‚

    Nach unserem Kletterprogramm am Morgen war die Entscheidung einstimmig.

    Wir begnügen uns mit der Aussicht. ๐Ÿคฃ

    โธป

    ๐Ÿš๐ŸŒŠ Und jetzt endlich: Meer!

    Nach so viel Geschichte, Kultur und Industrie hieß es:

    Perle ๐Ÿš, wir fahren ans Meer!

    Also Motor an und los Richtung Barläst zu unserem heutigen Stellplatz bei Gotländsk stenindustri Barläst.

    Und was erwartet uns dort?

    Die Ostsee! ๐ŸŒŠโค๏ธ

    Hier treffen alte Spuren der gotländischen Steinindustrie und die Küste aufeinander. Kalkstein spielte auf Gotland über Jahrhunderte eine wichtige Rolle – als Baumaterial, für die Landwirtschaft und natürlich für die Industrie.

    Früher wurde hier gearbeitet, Stein gewonnen und verschifft.

    Heute?

    Heute steht hier unsere Perle ๐Ÿš.

    Und wir haben einen ganz anderen Auftrag:

    Sitzen, schauen, genießen! ๐Ÿ˜Ž

    Nach diesem Tag haben wir uns das aber auch verdient.

    Torsburgen โœ”๏ธ
    Wandern โœ”๏ธ
    Aussichtsturm โœ”๏ธ
    Höhle โœ”๏ธ
    Frühstück โœ”๏ธ
    Kirche von Gothem โœ”๏ธ
    Grabhügel โœ”๏ธ
    Bauernhof โœ”๏ธ
    Zementgrube โœ”๏ธ
    Ostsee โœ”๏ธ
    Stellplatz โœ”๏ธ

    Und das alles an einem einzigen Tag! ๐Ÿ˜‚

    Jetzt wird nichts mehr geklettert.

    Jetzt werden die Füße hochgelegt. ๐Ÿฆถ๐Ÿ˜ด

    Die Perle ๐Ÿš steht gemütlich an der Ostsee, das Meer rauscht und wir lassen den Tag langsam ausklingen.

    Morgen geht der Wahnsinn auf Gotland natürlich weiter.

    Denn wir haben inzwischen gelernt:

    Wenn wir sagen „Heute machen wir es ruhig“, sollten unsere Freunde besser schon mal ihre Wanderschuhe suchen. ๐Ÿคฃ๐Ÿฅพ

    ๐ŸŒ™ Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ

    Schlaft gut, träumt schön und bis morgen von der Insel, auf der selbst ein gemütlicher Urlaubstag irgendwie mit Wandern, Klettern und mindestens einer Überraschung endet. ๐Ÿ˜‚๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโค๏ธ๐Ÿš
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  • Katthammarsvik ๐ŸŒŠ๐ŸŸ๐ŸŒง๏ธ

    August 30 in Sweden โ‹… ๐ŸŒง 18 ยฐC

    Heute hat unsere Perle ๐Ÿš wieder einmal einen richtig schönen Platz erwischt – wir stehen direkt beim Katthammarsviks Rökeri in Katthammarsvik. ๐Ÿ˜‹

    Da muss man also nicht erst irgendwo hinfahren, um an guten Räucherfisch zu kommen. Die Räucherei ist praktisch unsere Nachbarin! ๐Ÿคฃ
    Das nennt man doch mal eine strategisch hervorragende Stellplatzwahl.

    Katthammarsvik liegt an der Ostküste Gotlands und ist ein kleiner, gemütlicher Hafenort. Früher war der Hafen vor allem für den Transport von Kalkstein und andere Güter wichtig. Heute geht es hier wesentlich entspannter zu: Meer, Hafen, Natur – und natürlich Wohnmobile, die genau wissen, wo es gutes Essen gibt. ๐Ÿ˜‚๐ŸŸ

    Das Wetter zeigt sich heute allerdings etwas wechselhaft.

    Mal Wind ๐Ÿ’จ, mal Regen ๐ŸŒง๏ธ und zwischendurch scheint es sogar so, als würde die Sonne ๐ŸŒค๏ธ kurz vorbeischauen wollen. Aber der Wind hat heute eindeutig das Kommando übernommen.

    Unsere Perle ๐Ÿš steht jedenfalls sicher und gemütlich auf ihrem Stellplatz und wir lassen uns davon nicht beeindrucken.

    Und weil wir schon direkt bei der Räucherei stehen, haben wir natürlich geräucherten Lachs gekauft. ๐ŸŸ๐Ÿ˜‹

    Jetzt kommt aber der eigentliche Höhepunkt des Abends:

    Mein Schatz ๐Ÿฅฐ hat dazu Rösti gemacht und einen herrlich frischen Tomatensalat ๐Ÿ….

    Und ich kann euch sagen:

    Geräucherter Lachs + Rösti + Tomatensalat = Schweizer Küche trifft Gotland! ๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡ญโค๏ธ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช

    Draußen pfeift der Wind um die Perle ๐Ÿš, der Regen trommelt zwischendurch aufs Dach ๐ŸŒง๏ธ und drinnen sitzen wir gemütlich beim Nachtessen.

    Also wenn das kein perfekter Stellplatz ist, dann weiß ich auch nicht! ๐Ÿ˜‚

    Wir haben heute gelernt:

    Man muss nicht immer weit fahren, um etwas Besonderes zu erleben.

    Manchmal reicht es, die Perle ๐Ÿš richtig hinzustellen – und schon steht das Abendessen praktisch vor der Tür. ๐Ÿคฃ๐ŸŸ

    Jetzt wird es langsam ruhig in Katthammarsvik.

    Wir machen es uns gemütlich, lassen den Wind draußen seine Runden drehen und freuen uns schon auf den nächsten Tag auf Gotland.

    Also liebe Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ,

    gute Nacht ๐Ÿ˜ด๐ŸŒ™ aus Katthammarsvik!

    Schlaft gut und träumt schön.

    Und falls ihr heute Nacht Wind hört:

    Keine Sorge – unsere Perle ๐Ÿš steht noch da! ๐Ÿคฃ๐Ÿ’จ

    Gute Nacht Freunde ๐Ÿ˜ดโค๏ธ
    Eure zwei Gotland-Abenteurer und die Perle ๐Ÿš
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  • Erst Rest Regen ๐ŸŒง๏ธ Nachmittags ๐ŸŒž

    August 29 in Sweden โ‹… โ˜๏ธ 21 ยฐC

    ๐Ÿฐ Lojsta Slott – Perle ๐Ÿš auf den Spuren der Piraten

    Heute verschlägt es uns nach Lojsta Hall & Slott.
    Und wie es sich für richtige Abenteurer gehört, reisen wir natürlich nicht mit irgendeinem Fahrzeug an – sondern mit unserer Perle ๐Ÿš.

    Unser Plan ist eigentlich ganz einfach: anschauen, ein bisschen Geschichte schnuppern und dann weiter.

    Tja … daraus wird mal wieder nichts. ๐Ÿคฃ

    Denn kaum angekommen, entdecken wir einen Parkplatz, der geradezu danach schreit:
    „Bleibt doch einfach hier!“

    Und da wir bekanntlich nicht lange überredet werden müssen, wenn es um einen schönen Stellplatz geht, beschließen wir kurzerhand:
    Perle bleibt! ๐Ÿ˜Ž๐Ÿš

    Schließlich stehen wir hier an einem Ort, an dem schon vor vielen Jahrhunderten Menschen ziemlich clever gewohnt haben. Die alte Befestigungsanlage Lojsta Slott lag früher sogar auf einer Insel mitten im See. Und später sollen hier auch die berüchtigten Vitalienbrüder, also mittelalterliche Seefahrer und Piraten, ihre Finger im Spiel gehabt haben.

    Piraten also!

    Na, wenn das kein passender Platz für eine Übernachtung ist, wissen wir auch nicht. ๐Ÿ˜‚

    Wir machen uns natürlich auf den Weg und erkunden die Anlage. Über Stege geht es durch die Landschaft, vorbei an Wasser und den Überresten der alten Befestigung.

    Und dann steht da noch die Lojsta Hall – eine rekonstruierte eisenzeitliche Halle. Wenn man sich vorstellt, dass hier schon vor rund 1.500 Jahren Menschen gelebt haben, bekommt der Ort gleich eine ganz andere Atmosphäre.

    Während wir so unterwegs sind, überlegen wir kurz, wie das wohl früher gewesen sein muss.

    Keine Perle ๐Ÿš, kein Navi, kein Kaffeeautomat …

    Also ehrlich gesagt:
    Wir hätten es wahrscheinlich keine zwei Tage ausgehalten. ๐Ÿคฃโ˜•๏ธ

    Aber heute haben wir es deutlich komfortabler. Unsere kleine Festung auf sechs Rädern steht sicher auf dem Parkplatz, und so langsam wird es Abend.

    Kein Piratenangriff in Sicht, keine feindliche Flotte am Horizont und auch sonst alles ruhig.

    Perfekt!

    Also machen wir es uns in unserer Perle ๐Ÿš gemütlich, lassen den Tag noch einmal Revue passieren und genießen unseren ungewöhnlichen Stellplatz mitten in der Geschichte Gotlands.

    Und damit verabschieden wir uns für heute:

    Gute Nacht, Freunde ๐ŸŒ™โœจ
    schlaft gut und bis morgen –
    mal sehen, wohin uns und unsere Perle ๐Ÿš der nächste Tag verschlägt. โค๏ธ
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  • Endlich Freitag ๐Ÿšฒ๐Ÿฆ†๐ŸŒŠ

    August 28 in Sweden โ‹… โ˜€๏ธ 20 ยฐC

    Wir sind immer noch am selben Ort! ๐Ÿ˜„
    Warum? Ganz einfach: Wir sind ja noch gar nicht mit den Fahrrädern ๐Ÿšฒ gefahren! ๐Ÿคฃ

    Also wird es heute höchste Zeit, dass unsere Fahrräder auch mal wieder etwas von Gotland zu sehen bekommen. Allerdings hat der Wind ๐Ÿ’จ heute offenbar beschlossen, uns persönlich auf die Probe zu stellen. Von „ein bisschen windig“ kann keine Rede sein – der pustet so kräftig, dass man beim Radfahren manchmal das Gefühl hat, man fährt mit angezogener Handbremse. ๐Ÿ˜‚

    Also machen wir keine Weltreise daraus und nehmen uns eine überschaubare Runde vor: 18 Kilometer. Für uns eigentlich nicht besonders viel, aber bei diesem Wind ๐Ÿ’จ fühlt sich das stellenweise eher nach einer kleinen Radtour mit eingebautem Fitnessstudio an. ๐Ÿคฃ

    Los geht’s Richtung Ostsee ๐ŸŒŠ. Die Strecke führt uns wieder zu einem kleinen Fischerdorf und natürlich darf auch ein kleiner Fischerhafen โš“๏ธ nicht fehlen. Dort liegen die Boote ganz gemütlich im Hafen, während wir uns fragen, warum eigentlich die Boote keinen Gegenwind haben. Die stehen einfach da und lassen sich schaukeln – haben es richtig gut! ๐Ÿ˜‚

    Nach einer kleinen Pause geht es wieder zurück zu unserer Perle ๐Ÿš. Der Wind schiebt uns diesmal teilweise sogar ein bisschen an – endlich arbeitet er mal für und nicht gegen uns! ๐Ÿ˜œ

    Aber fast hätten wir noch etwas ganz Wichtiges vergessen:

    Heute Morgen vor unserer Perle ๐Ÿš herrschte nämlich schon reger Verkehr!
    Eine richtige Völkerwanderung… ๐Ÿฆ†๐Ÿฆ†๐Ÿฆ†๐Ÿฆ†๐Ÿฆ†

    Nur waren es keine Menschen, sondern Enten! ๐Ÿคฃ
    Eine ganze Enten-Kolonne marschierte seelenruhig vor unserer Perle vorbei. Keine Eile, kein Stress und wahrscheinlich auch keine Ahnung, dass sie gerade unseren Reisebericht bereichern. ๐Ÿ˜‚

    Wir haben jedenfalls festgestellt: Auf Gotland braucht man morgens keinen Wecker. Es reicht offenbar, wenn die örtliche Enten-Gang zur täglichen Kontrolle vorbeikommt. ๐Ÿฆ†๐Ÿคฃ

    Und so geht wieder ein erlebnisreicher Tag zu Ende.
    18 Kilometer mit dem Fahrrad ๐Ÿšฒ, Ostsee ๐ŸŒŠ, Fischerdorf โš“๏ธ, ordentlich Wind ๐Ÿ’จ und dazu noch eine Enten-Parade ๐Ÿฆ† – mehr kann man von einem Tag eigentlich nicht verlangen.

    Jetzt heißt es Füße hoch, entspannen und den Wind draußen lassen. ๐Ÿ˜ด

    Gute Nacht, liebe Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ๐ŸŒ™
    Schlaft gut und träumt schön – vielleicht von einer windstillen Radtour… ๐Ÿ˜‚๐Ÿšฒ๐Ÿ’จ
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  • Waschtag und ๐Ÿ›ถ ๐Ÿ›ถ

    August 27 in Sweden โ‹… โ˜€๏ธ 20 ยฐC

    Heute steht etwas ganz Besonderes auf dem Programm: Waschtag! ๐Ÿงบ
    Mein Schatz ๐Ÿฅฐ legt sich mächtig ins Zeug, damit unsere Wäsche wieder sauber wird und vor allem herrlich duftet. Denn nach ein paar Tagen unterwegs darf es ruhig wieder einmal nach frisch gewaschen und nicht nach „Abenteuer auf Rädern“ riechen. ๐Ÿคฃ

    Während mein Schatz also die Waschmaschine bezwingt, kümmere ich mich um die nächste wichtige Aufgabe: Ich wechsle den Stellplatz! ๐Ÿš

    Warum? Ganz einfach: Unsere Wäsche braucht schliesslich Platz. Und zwar ordentlich!
    Also wird eine Wäscheleine nach der anderen gespannt – und tatsächlich bekommen wir alles unter. ๐Ÿ‘
    Jetzt flattert unsere Wäsche im Wind, dass man meinen könnte, wir hätten hier einen kleinen Camping-Wäscherei-Betrieb eröffnet. ๐Ÿ˜‚

    Aber damit ist der Arbeitstag natürlich noch lange nicht vorbei.

    Wir leihen uns ein Kanu ๐Ÿ›ถ und starten direkt vom Stellplatz auf dem Närkån. Dieser kleine Bach hat es nämlich in sich: Der Närkån ist rund 29 Kilometer lang und fliesst schliesslich hinaus bis zur Ostsee. ๐ŸŒŠ

    Für uns sind es bis zum Meer allerdings nur etwa 3 Kilometer.

    „Das wird eine gemütliche Kanufahrt“, denken wir.

    Ja… genau! ๐Ÿคฃ

    Denn schon nach kurzer Zeit verwandelt sich der Närkån in einen schwedischen Dschungel-Parcours. ๐ŸŒฒ๐ŸŒฟ๐Ÿ›ถ

    Links und rechts liegen immer wieder umgestürzte Bäume im Bach – vermutlich die Hinterlassenschaften irgendeines ordentlichen Sturms. Und plötzlich wird aus einer entspannten Paddeltour ein Geschicklichkeitstest:

    Ast von links – Kopf einziehen!
    Baum von rechts – ausweichen!
    Ast von oben – DUCKEN! ๐Ÿ˜‚

    Wir paddeln uns also durch den Närkån, als wären wir Teilnehmer bei den schwedischen Dschungelspielen. Indiana Jones hätte seine helle Freude gehabt – wir allerdings auch, solange unser Kanu heil bleibt. ๐Ÿคฃ

    Und dann plötzlich: Ostsee! ๐ŸŒŠ

    Nach den ganzen Bäumen öffnet sich der Blick und vor uns liegt die Weite der Ostsee. Herrlich!
    Da sitzen wir im Kanu, schauen hinaus aufs Meer und denken: Dafür hat sich das Abenteuer gelohnt. โค๏ธ

    Doch irgendwann müssen wir ja wieder zurück.

    Also drehen wir um und nehmen Kurs auf unseren Stellplatz. Und jetzt wissen wir ja, was kommt: die Dschungelprüfung Teil 2! ๐Ÿ˜‚

    Wieder unter Ästen hindurch, wieder links und rechts ausweichen und zwischendurch hoffen, dass kein Baum plötzlich beschliesst, genau heute auf unser Kanu zu fallen.

    Aber wir schaffen es!

    Ohne Schaden. ๐Ÿ›ถ๐Ÿ‘
    Keine Beule am Kopf, kein Kratzer am Kanu und sogar die Wäsche hängt noch dort, wo wir sie zurückgelassen haben. ๐Ÿคฃ

    Damit wäre eigentlich alles erledigt:

    ๐Ÿงบ Wäsche sauber
    ๐Ÿš Stellplatz gewechselt
    ๐Ÿ›ถ Kanu gefahren
    ๐ŸŒŠ Ostsee gesehen
    ๐ŸŒฒ Dschungel überlebt

    Was will man mehr?

    Jetzt sind wir allerdings ziemlich müde und machen Schluss für heute.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
    Schlaft gut – und falls ihr morgen mit dem Kanu unterwegs seid: Immer schön den Kopf einziehen! ๐Ÿคฃ๐Ÿ›ถ๐ŸŒฒ
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  • Leuchtturm Drama ๐Ÿคฃ

    August 26 in Sweden โ‹… โ›… 20 ยฐC

    Heute fahren wir erst einmal zu einem Leuchtturm. Klingt gut, dachten wir. Also Perle ๐Ÿš gestartet und los.

    Der Leuchtturm ist schon in Sichtweite – doch dann kommt der Moment, an dem Perle plötzlich ihre Grenzen kennenlernt. Ein Schild sagt: 2,30 Meter maximale Höhe. ๐Ÿ˜ณ

    Tja… unsere Perle ist nun mal keine Zwergen-Dame. ๐Ÿ˜‚๐Ÿš
    Also bleibt nur eines: Bremsen, wenden und Plan B.

    Und Plan B heißt: Wandern! ๐Ÿฅพ

    Eigentlich wollte ich heute das Wandern ganz elegant vermeiden. Aber das Leben fragt ja bekanntlich nicht nach unseren Wünschen. Also Schuhe an und los auf Schusters Rappen Richtung Leuchtturm Närsholmen im Naturreservat.

    Zum Glück waren es nur 3,6 Kilometer hin und zurück – gerade noch im Bereich von „Das schaffen wir locker“ und weit entfernt von „Wer hat eigentlich gesagt, dass Wandern eine gute Idee ist?“ ๐Ÿ˜‚

    Und es hat sich wirklich gelohnt! Der Leuchtturm von Närsholmen steht seit dem 19. Jahrhundert markant in der Landschaft und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen dieser Ecke Gotlands. Die flache, offene Landschaft rundherum wirkt fast wie eine eigene kleine Welt – mit Küste, Wind und ganz viel Natur. ๐ŸŒŠ๐ŸŒพ

    Und so standen wir schließlich dort und dachten: Gut, Perle durfte zwar nicht mit – aber wir waren trotzdem da! ๐Ÿ˜„

    Danach ging es wieder zurück zu unserer rollenden Heimat und mit Motor weiter zum nächsten Ziel: Stånga.

    Unser heutiger Stellplatz liegt auf der Gangvide Farm, einem gemütlichen Hof mitten in der gotländischen Landschaft. Gangvide Farm AB

    Von einem Bauernhof ist allerdings nicht mehr ganz so viel übrig, wie man vielleicht erwartet. Dafür ist es ein richtig schöner Ort, an dem man wunderbar verweilen und die Umgebung genießen kann. Genau das Richtige nach einer ungeplanten Wanderung. ๐Ÿ˜Ž

    Und eines haben wir heute wieder gelernt:

    Wenn ein Schild sagt „2,30 Meter“, dann diskutiert man nicht mit dem Schild. Man nimmt die Wanderschuhe. ๐Ÿคฃ๐Ÿฅพ๐Ÿš

    So, genug erlebt für heute.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
    Schlaft gut – wir melden uns morgen wieder von der Insel der Abenteuer! ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโค๏ธ
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    August 25 in Sweden โ‹… โ˜€๏ธ 19 ยฐC

    Dienstag, 8 Uhr, 17 Grad und Sonnenschein. Dazu ein paar kleine Wölkchen, die offenbar ausschließlich zur Dekoration am Himmel hängen. Wettertechnisch gibt es heute wirklich nichts zu meckern. โ˜€๏ธ

    Scheinbar hat es in der Nacht ein paar Regentropfen gegeben. Einige davon kleben noch an meinem offenen Fenster und versuchen verzweifelt, sich als Beweismaterial zu verkaufen.

    Draußen im Gebüsch brummt und summt es, und überall hoppeln Hasen über den Platz.

    Viele Hasen.

    Sehr viele Hasen.

    Eigentlich müsste man nur noch ein Schild aufstellen:

    „Achtung! Hasengebiet. Menschen nur geduldet.“ ๐Ÿ‡๐Ÿ˜‚

    Heute wollen wir den südlichsten Zipfel Gotlands erkunden. Unsere Perle ๐Ÿš darf natürlich auch mit – schließlich soll sie ja nicht denken, wir würden sie vernachlässigen.

    Allerdings wird sie heute nicht gerade überarbeitet.

    23 Kilometer!

    Das ist für unsere Perle keine Reise, sondern eher ein kurzer Spaziergang mit laufendem Motor.

    Wir rollen ganz gemütlich durch das Husrygg Naturreservat. Die Straße ist schmal, einspurig und trotzdem für Gegenverkehr vorgesehen.

    Sehr beruhigend.

    Auf der gesamten Strecke begegnen uns genau zwei Fahrzeuge.

    Damit bleibt genügend Zeit für die wichtigste Verkehrsfrage:

    Wer fährt rückwärts, wenn jetzt einer kommt?

    Wir natürlich nicht.

    Wir haben schließlich Urlaub. ๐Ÿ˜‚

    Die Straße führt wunderschön direkt an der Küste entlang und so tuckert unsere Perle gemütlich durch die Landschaft. 23 Kilometer sind schließlich schnell genug gefahren – wir wollen ja nicht riskieren, dass sie heute Abend noch einen Muskelkater bekommt.

    Unser nächster Halt ist das Kettelviks Stenmuseum.

    Leider geschlossen.

    Aber wir lassen uns davon nicht aufhalten und besichtigen eben den Außenbereich.

    Dort stehen alte Gerätschaften herum, die offenbar schon seit längerer Zeit mit der Natur zusammenarbeiten.

    Das Ergebnis:

    Das eine rostet.

    Das andere vermodert.

    Und manches scheint noch zu überlegen, ob es lieber rosten oder vermodern möchte.

    Ein echtes Freilichtmuseum mit eingebautem Langzeitversuch:

    „Was passiert, wenn man einfach nichts mehr macht?“

    Die Natur antwortet:

    „Warte ab, ich erledige den Rest.“ ๐Ÿ˜‚

    Und Steine gibt es hier natürlich reichlich.

    Gotlands Grundgestein besteht hauptsächlich aus Kalkstein, im Süden findet man auch Sandstein. Schon im Mittelalter wurden diese Steine verarbeitet und sogar in deutsche Städte verschifft.

    Kirchen, Häuser, Verzierungen – alles aus Stein.

    Andere Länder hatten Gold.

    Gotland hatte Steine.

    Aber offenbar ziemlich gute.

    Danach nehmen wir Kurs auf Vändburgs Hamn.

    Wir fahren hin…

    und fahren daran vorbei.

    Natürlich!

    Ein Ziel direkt zu treffen wäre ja viel zu langweilig.

    Also landen wir im Naturschutzgebiet Holmhällar und finden dort einen Parkplatz direkt an der Küste.

    Jetzt beginnt unsere Küstenwanderung. ๐Ÿฅพ

    Unser Ziel sind die historischen Fischerhütten von Holms fiskeläge. Insgesamt liegen heute 5,5 Kilometer Küstenwanderung vor uns – durch das beeindruckende Raukgebiet, vorbei an bizarren Kalksteinformationen, durch duftende Wacholderhaine und immer wieder direkt am Strand entlang.

    Und die Rauken sind wirklich beeindruckend.

    Diese bizarren Kalksteinformationen stehen hier überall herum, als hätte jemand eine riesige Lieferung Steinskulpturen bestellt und anschließend vergessen, die Rechnung zu bezahlen. ๐Ÿ˜‚

    Wir wandern dazwischen herum, fotografieren und entdecken immer wieder Fossilien.

    Plötzlich wird aus einem Stein ein mehrere Millionen Jahre altes Stück Erdgeschichte.

    Da steht man dann davor und denkt:

    „Schatz, schau mal – der ist älter als wir!“

    Und schon fühlt man sich wieder richtig jung. ๐Ÿ˜‚

    Weiter geht es am Skvalpvik badstrand vorbei.

    Klares Wasser, Sandstrand, herrliche Landschaft.

    Eigentlich der perfekte Ort für ein erfrischendes Bad.

    Eigentlich.

    Denn dann kommt der Geruch.

    Zuerst versuchen wir noch, höflich zu bleiben.

    Meeresduft?

    Algen?

    Natur?

    Maritimes Aroma?

    Nein.

    Die Ostsee stinkt! ๐Ÿคฃ

    Und zwar so überzeugend, dass selbst das schöne Wasser plötzlich keine Einladung mehr zum Baden ist.

    Also bleiben die Kleider an.

    Die Ostsee darf heute alleine schwimmen.

    Schließlich erreichen wir die historischen Fischerhütten aus dem 19. Jahrhundert.

    Und hier wird es richtig interessant.

    Einige Frauen sammeln Pflanzen und kochen diese anschließend in Töpfen über offenem Feuer zu einem Sud, mit dem Schafwolle eingefärbt wird.

    Überall dampft es, Pflanzen werden sortiert, Wolle liegt bereit.

    Ein bisschen historisches Handwerk, ein bisschen Hexenküche – und vor allem ganz ohne Strom.

    Wir sind begeistert.

    Da könnte man glatt mitmachen.

    Nur frage ich mich, ob ich danach noch weiß, welche Pflanze in welchen Topf gehört. ๐Ÿ˜‚

    Wir schauen uns alles in Ruhe an, beobachten die Frauen noch eine Weile bei ihrer Arbeit und machen uns anschließend wieder auf den Rückweg.

    Vorbei an den Rauken, durch die Wacholderhaine und immer wieder direkt am Strand entlang.

    Sonne โ˜€๏ธ, Meer ๐ŸŒŠ, uralte Steine, Fossilien, Fischerhütten, Wacholder und jede Menge Hasen. ๐Ÿ‡

    Und unsere Perle ๐Ÿš?

    Die steht gemütlich auf ihrem Platz und denkt sich wahrscheinlich:

    „Das waren also heute meine großen 23 Kilometer… dafür hätte ich mich nicht einmal warmfahren müssen!“ ๐Ÿ˜‚

    Aber genau so muss Urlaub sein.

    Nicht jeden Tag hunderte Kilometer schrubben.

    Manchmal reichen 23 Kilometer mit der Perle, eine 5,5 Kilometer lange Küstenwanderung und ein bisschen Abenteuer vollkommen aus.

    Nur eines müssen wir noch klären:

    Wer hat eigentlich den Hasen erzählt, dass sie hier das Sagen haben? ๐Ÿ‡๐Ÿคฃ

    So, genug erzählt, liebe ๐Ÿฅฐ Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ

    Jetzt werden die müden Beine hochgelegt, die Eindrücke verarbeitet und wir machen es uns gemütlich.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด๐ŸŒ™ und träumt schön – hoffentlich von einer Ostsee, die morgen wieder etwas besser riecht! ๐Ÿ˜‚โค๏ธ
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  • Weiter nach Sรผden von Gotland

    August 24 in Sweden โ‹… โ›… 18 ยฐC

    Der Tag beginnt, wie ein guter Reisetag eben beginnen muss:
    erst einmal ein Glas Wasser ๐Ÿ’ง und danach Kaffee โ˜•๏ธ.
    Die Reihenfolge ist wichtig – schliesslich wollen wir ja nicht schon am Morgen irgendwelche Abenteuer riskieren. ๐Ÿ˜‚

    Dann folgt die tägliche Kontrolle des Kühlschranks. Ein kurzer Blick genügt und die Entscheidung ist gefallen:

    Wir müssen einkaufen! ๐Ÿ›’๐Ÿคฃ

    Also Perle ๐Ÿš starten und los. Ganze 12 Kilometer bis zum Einkaufszentrum – für unsere Verhältnisse praktisch ein Katzensprung. Und so wird erst einmal dafür gesorgt, dass Kühlschrank, Vorratskammer und natürlich vor allem mein Schatz ๐Ÿฅฐ wieder zufrieden sind.

    Vorräte an Bord – jetzt kann das eigentliche Abenteuer beginnen!

    Wir fahren Richtung Süden und heute zeigt sich Gotland von seiner allerbesten Seite. ๐ŸŒž
    Blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen, bei denen man plötzlich versteht, warum die Schweden diese Insel so lieben.

    Nach ein paar Kilometern allerdings meldet sich unser inneres Warnsystem:

    FRÜHSTÜCK! ๐Ÿฅฃ๐Ÿšจ

    Denn auch wenn die Landschaft noch so schön ist – mit leerem Magen wird selbst die schönste Küste irgendwann langweilig. ๐Ÿ˜œ

    Zum Glück gibt es mein Schatz ๐Ÿฅฐ. Sie übernimmt die Frühstücksproduktion wie immer höchst professionell. Wenn sie Frühstück macht, gibt es keine halben Sachen. Da wird nicht einfach etwas hingestellt – da wird dafür gesorgt, dass wir anschliessend wieder kilometerweit durch Gotland marschieren können. ๐Ÿค—

    Während sie also unser Frühstück vorbereitet, nutze ich die Gelegenheit und erkunde den kleinen Ginsvärds Hamn.

    Ein richtig gemütlicher kleiner Hafen. Boote liegen im Wasser, die Sonne glitzert auf der Ostsee und alles wirkt wunderbar ruhig. Genau der richtige Ort, um ein bisschen herumzuschauen und sich einzureden:

    „Eigentlich könnten wir hier auch einfach bleiben.“ ๐Ÿ˜Ž

    Aber dann wartet ja noch das Frühstück. Und spätestens als mein Schatz ๐Ÿฅฐ ebenfalls zum Hafen kommt, ist klar: Die Kapitänin der Frühstücksabteilung hat ihre Mission erfolgreich abgeschlossen. ๐Ÿ˜‚

    Also wieder in die Perle ๐Ÿš und weiter Richtung Süden.

    Und natürlich darf auf Gotland eines niemals fehlen:

    Eine Kirche! โ›ช๏ธ

    Diesmal landen wir bei der Kirche von Simunde. Gotland ist schliesslich bekannt für seine vielen mittelalterlichen Kirchen – und irgendwie schaffen wir es immer wieder, genau bei einer davon vorbeizukommen. ๐Ÿ˜„

    Man könnte fast meinen, die Kirchen stehen hier strategisch verteilt nach dem Motto:

    „Egal wo ihr hinfahrt – irgendwann kommt ihr an uns vorbei!“ ๐Ÿ˜‚

    Weiter geht’s.

    Und dann erreichen wir unser heutiges Ziel: Hoburgen, ganz im Süden Gotlands – direkt an der Ostsee. ๐ŸŒŠ

    Schon der Stellplatz ist ein Volltreffer. Vor uns das Meer, rundherum diese fantastische Landschaft und dazu strahlender Sonnenschein. ๐ŸŒž

    Aber natürlich wäre es viel zu einfach, jetzt einfach die Füsse hochzulegen.

    Nein! Wir sind ja schliesslich im Urlaub! ๐Ÿคฃ

    Also Schuhe an und los zur Wanderung.

    Diesmal geht es nicht nur oben an der Steilküste entlang, sondern auch unten unter den Felsen. Eine völlig neue Perspektive auf diese beeindruckende Küste.

    Und dann treffen wir auf einen der bekanntesten Felsen hier: den Hoburgsgubben. Der markante Felsen sieht tatsächlich ein bisschen aus wie ein riesiger Kopf, den die Natur einfach mitten an die Küste gestellt hat.

    Wir schauen, staunen, fotografieren und geniessen die Aussicht über die Ostsee. ๐ŸŒŠ๐Ÿ“ธ

    Irgendwann allerdings meldet sich unser Körper zu Wort:

    „Sehr schön alles – aber wir wären jetzt langsam für Feierabend!“ ๐Ÿ˜‚

    Und so geht ein weiterer wunderschöner Tag auf Gotland zu Ende.

    Was will man mehr?

    Vielleicht ein kühles Getränk… und zwei Beine, die morgen noch funktionieren. ๐Ÿคฃ

    Dankeschön für diesen wunderschönen Tag, mein Schatz ๐Ÿฅฐ – und natürlich auch an Gotland, das uns jeden Tag wieder mit neuen Überraschungen verwöhnt. โค๏ธ

    Jetzt wird es gemütlich in der Perle ๐Ÿš.
    Das Meer rauscht, die Sonne verabschiedet sich langsam und wir verabschieden uns ebenfalls für heute.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
    Schlaft gut und bis morgen – wir sind gespannt, wohin uns Gotland als Nächstes schickt! ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโค๏ธ
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  • Pippi Lanstrupf & Steilkรผste

    August 23 in Sweden โ‹… ๐ŸŒง 17 ยฐC

    Heute lassen wir es etwas ruhiger angehen. Von gestern sind wir noch ein bisschen „fährengeschädigt“ – die Überfahrt nach Gotland war doch anstrengender als gedacht. ๐Ÿ˜ด

    Aber nichts tun?
    Das können wir einfach nicht! ๐Ÿคฃ
    Also wird heute nicht weit gefahren, sondern dafür umso mehr erlebt.

    Unser erster Programmpunkt: Pippiteatern Gotland.

    Ein Kinderspielplatz. ๐Ÿ˜
    Ja, richtig gelesen! Zwei Erwachsene auf Gotland und wir landen auf einem Kinderspielplatz. Aber was soll ich sagen: Wir sind eben jung geblieben – nur die Gelenke haben davon noch nichts mitbekommen! ๐Ÿ˜‚

    Und natürlich sind wir nicht einfach so wegen des Spielplatzes hier. Gotland ist schliesslich ganz eng mit Pippi Langstrumpf verbunden. Hier wurden viele Szenen der beliebten Pippi-Filme gedreht.

    Und dann stehen wir tatsächlich vor der berühmten Villa Kunterbunt – Pippis Zuhause aus den Filmen. ๐Ÿ 

    Schon beim Anblick denkt man sofort an Pippi, Tommy und Annika. Das bunte, etwas verrückte Haus ist inzwischen eine echte Gotland-Ikone. Und irgendwie erwartet man jeden Moment, dass Pippi mit ihren roten Zöpfen aus der Tür kommt, ihr Pferd Kleiner Onkel auf der Veranda steht und sie uns zuruft:

    „Seid ihr auch stark?“ ๐Ÿคฃ

    Wir würden natürlich sofort „JA!“ rufen …
    aber nur, solange niemand verlangt, dass wir das Pferd hochheben! ๐Ÿ˜‚

    Nach unserer Pippi-Zeitreise geht es weiter zum Naturreservat Högklint.

    Und hier wird es plötzlich ganz anders: Statt Villa Kunterbunt gibt es jetzt Felsen, Meer und eine Aussicht zum Niederknien. ๐ŸŒŠ

    Die Steilküste von Högklint ragt rund 48 Meter über die Ostsee. Unten türmen sich beeindruckende Kalksteinformationen, die Wind und Meer über Jahrtausende geformt haben.

    Wir stehen oben und schauen hinaus auf die Ostsee. Ein bisschen ehrfürchtig wird man da schon – besonders wenn man daran denkt, dass wir vor nicht allzu langer Zeit noch auf einem Kinderspielplatz herumgeturnt sind. ๐Ÿ˜œ

    Von Pippi direkt zur Steilküste – das schafft auch nicht jeder!

    Und so endet unser eigentlich gemütlich geplanter Tag wieder einmal mit einer kleinen Portion Abenteuer, einer grossen Portion Aussicht und ziemlich müden Beinen.

    Heute haben wir gelernt:
    Für Pippi ist man nie zu alt – und für eine schöne Aussicht auf Gotland schon gar nicht! โค๏ธ

    Jetzt aber ab in die Heia. ๐Ÿ˜ด
    Die jungen Wilden von Gotland brauchen dringend Erholung.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ und bis morgen – wenn unsere Knochen wieder mitmachen! ๐Ÿ˜‚โค๏ธ
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  • Ein Langer Tag mit 168 km โ›ด๏ธโ›ด๏ธ

    August 22, Ostsee โ‹… โ˜€๏ธ 18 ยฐC

    Samstag, 22. August, 9 Uhr, 16 Grad, Sonnen-Wolken-Mix.

    Also wettertechnisch alles dabei – ausser einer klaren Meinung. ๐Ÿ˜‚

    Unser heutiges Ziel heisst: Gotland! ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ชโ›ด๏ธ

    Klingt nach Aufbruch, Abenteuer und sofortiger Weiterreise. Kleines Detail am Rande: Unsere Fähre ab Nynäshamn fährt erst um 20 Uhr.

    Wir haben also Zeit.
    Viel Zeit.
    Sehr viel Zeit.
    Eigentlich viel zu viel Zeit. ๐Ÿ˜œ

    Ganz gemütlich verlassen wir unseren letzten Übernachtungsplatz in Södertälje und machen uns mit unserer Perle ๐Ÿš auf den Weg Richtung Nynäshamn. Bloss keine Hektik! Wäre ja peinlich, wenn wir zehn Stunden vor Abfahrt schon am Fährterminal stehen würden.

    Unterwegs machen wir bei der Kirche von Sorunda einen Zwischenhalt.

    Als wir durch die offene Tür treten, empfängt uns Orgelmusik. Die ansonsten eher kompromisslos harten Holzbänke sind mit Blumen geschmückt und alles wirkt irgendwie verdächtig festlich.

    Vom Organisten erfahren wir dann auch den Grund: In wenigen Minuten möchte sich hier ein Paar das Jawort geben.

    Nun … dann machen wir geschwind ein paar Fotos und verschwinden wieder. Wäre ja auch etwas dreist, sich ungefragt in die erste Reihe zu setzen und später beim Apéro zu behaupten, wir seien entfernte Verwandte aus der Schweiz. ๐Ÿ˜‚

    Die Kirche hat eine beeindruckend lange Geschichte. Die Pfarrei Sorunda wurde erstmals 1281 erwähnt, die Kirche selbst – damals noch eine kleine Kapelle – im Jahr 1292. Über die Jahrhunderte wurde sie immer wieder erweitert und erreichte um 1500 ihre heutige Grösse.

    Auch bei der Nutzung war man offenbar ziemlich flexibel. Im Spätmittelalter wurde in einer Kapelle sogar eine Waffenkammer eingerichtet.

    Beten, heiraten, Waffen lagern – Hauptsache, das Gebäude war ausgelastet. ๐Ÿคฃ

    Überall entdecken wir Relikte vergangener Jahrhunderte sowie wunderschöne Wand- und Deckenmalereien.

    Nach mehreren Bränden wurde die Kirche zwischen 1898 und 1901 umfassend renoviert. Heute steht sie wieder wunderschön da – bereit für Touristen wie uns und, noch etwas wichtiger, für das Brautpaar, das vermutlich schon nervös auf seinen grossen Auftritt wartet.

    Also nichts wie weg. Wir wollen schliesslich nicht schuld sein, wenn die Braut plötzlich denkt, ihre Schweizer Verwandtschaft sei unangemeldet angereist. ๐Ÿ˜‚

    Weiter geht unsere Fahrt durch die landwirtschaftlich geprägte Landschaft.

    Inzwischen tröpfelt es leider.

    Bei Sonnenschein würden sich die noch nicht gedroschenen Getreidefelder vermutlich sanft im Wind wiegen und golden leuchten – wie im schwedischen Hochglanz-Reiseprospekt.

    Heute machen wir allerdings Realismus.

    Die Felder präsentieren sich in einem Farbton, den man mit sehr viel Fantasie vielleicht „spätsommerliches Ocker“ nennen könnte.

    Oder, wenn wir ehrlich sind:

    Braun. Einfach braun.

    Aber auch Braun ist schliesslich eine Farbe. ๐ŸคŽ๐Ÿ˜‚

    Gegen Mittag erreichen wir Nynäshamn.

    Natürlich sind wir viel zu früh dran. Unsere Fähre fährt schliesslich erst in ungefähr acht Stunden.

    Aber lieber acht Stunden zu früh als drei Minuten zu spät. Das scheint heute jedenfalls unser Reisemotto zu sein. ๐Ÿ˜œ

    Also fahren wir mit unserer Perle ๐Ÿš ein bisschen durch die Gegend. Wir kommen am Jachthafen vorbei und entdecken schliesslich eine wunderschöne Küstenstrasse.

    Sehr eng.
    Sehr kurvig.
    Rauf.
    Runter.
    Und immer wieder traumhafte Ausblicke auf die Schären vor Nynäshamn.

    Was zunächst nach „Mal schauen, wo diese Strasse hinführt“ aussieht, entpuppt sich als echtes Highlight.

    Manchmal sind die schönsten Reiseerlebnisse eben genau die, die man gar nicht geplant hat.

    Am Ende der Strasse finden wir beim Lövhagen Café & Hostel einen Parkplatz für unsere Perle.

    Perfekt!

    Und weil es inzwischen Mittag ist, machen wir jetzt erst einmal …

    Frühstück! ๐Ÿณโ˜•

    Andere Menschen würden das vermutlich Mittagessen nennen. Aber wir lassen uns von gesellschaftlich vorgeschriebenen Essenszeiten nicht unter Druck setzen. ๐Ÿ˜‚

    Danach schnüren wir unsere Wanderschuhe und machen uns auf den Weg durch eine Landschaft, die einfach wunderschön ist.

    Mal stehen wir an einem Sandstrand direkt an der Ostsee, mal klettern wir über Felsen, dann stolpern wir wieder über Stock und Stein mitten durch einen wunderschönen Mischwald.

    Alte Eichen und Kiefern begleiten unseren Weg.

    Die Heidelbeeren sind definitiv Geschichte. ๐Ÿซ

    Das Farnkraut hat offenbar ebenfalls beschlossen, dass es für dieses Jahr genug geleistet hat, und lässt sich bereits braun und erschöpft zu Boden hängen.

    Und selbst die Birken beginnen teilweise schon, ihre Blätter fallen zu lassen.

    Hallo?! Wir haben August! ๐Ÿ˜ณ

    Aber gut. Offenbar hat der schwedische Herbst den Kalender nicht gelesen.

    Er kommt jedenfalls mit grossen Schritten. ๐Ÿ‚

    Kaum haben wir unsere Wanderung beendet, beginnt es zu regnen.

    Timing können wir. ๐Ÿ˜‚

    Wir fahren mit unserer Perle aus den Wäldern heraus und finden am Stadtrand einen Parkplatz. Kaum steht unser treues Zuhause ordentlich an seinem Platz, geht es los.

    Und zwar richtig!

    Ein Donnerwetter zieht über uns hinweg, als hätte jemand beschlossen, sämtliche verfügbaren Wettereffekte gleichzeitig einzuschalten.

    Es schüttet wie aus Kübeln.
    Es blitzt.
    Es donnert.
    Und die Temperatur fällt mal eben auf 12 Grad.

    Vor ein paar Stunden noch spätsommerliche Wanderung am Ostseestrand – und jetzt sitzen wir mitten in einer nordischen Weltuntergangsinszenierung. ๐ŸŒง๏ธโšก๐Ÿคฃ

    Draussen läuft das kostenlose Sound-&-Light-Spektakel, während der Regen gegen unsere Perle prasselt.

    Nun ja …

    Wir wollten heute Abend nach Gotland. โ›ด๏ธ

    Von einer Sintflut war in unserem Reiseplan allerdings keine Rede.

    Aber bis 20 Uhr ist ja noch etwas Zeit.

    Vielleicht schwimmt die Fähre bis dahin einfach zu uns. ๐Ÿ˜‚๐Ÿ˜‚

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ
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  • Wer sucht der Findet

    August 21 in Sweden โ‹… โ˜€๏ธ 19 ยฐC

    Heute geht’s weiter – und unsere Perle ๐Ÿš bekommt Arbeit. Deutlich mehr als geplant! ๐Ÿ˜‚

    Unser erster Halt ist Dragon Gate. Seit Jahren fahren wir hier vorbei und jedes Mal war alles geschlossen. Heute endlich die Überraschung: Die Tore sind offen! Na, wenn das kein Zeichen ist! ๐Ÿค—

    Fast ein bisschen ehrfürchtig betreten wir die gewaltige Arena. Rund 8.500 Quadratmeter groß, umgeben von chinesisch inspirierten Mauern, Toren und dem riesigen Hotelkoloss. Mitten drin steht Guanyin, eine rund 20 Meter hohe Statue, die für Mitgefühl und Barmherzigkeit steht.

    Durch ein kleines rotes chinesisches Häuschen gelangen wir ins Museum. Entlang der Mauer entdecken wir ein gewaltiges Holzrelief mit unzähligen Figuren und feinen Schnitzereien – rund 160 Meter lang! Und dann kommt das eigentliche Highlight: etwa 200 lebensgroße Terrakotta-Krieger stehen plötzlich vor uns. Da staunen wir nicht schlecht! ๐Ÿ˜ฎ

    Nach all den Jahren, in denen wir hier immer nur vor verschlossenen Türen standen, dürfen wir heute tatsächlich hinein. Endlich! Und wir finden: Dieses riesige, außergewöhnliche Anwesen mitten in Schweden ๐Ÿ‡จ๐Ÿ‡ณ๐Ÿ‡ธ๐Ÿ‡ช ist wirklich sehenswert.

    Nach so viel Kultur meldet sich allerdings unser Magen. ๐Ÿ˜‚ Also zurück zur Perle ๐Ÿš und erst einmal gemütlich frühstücken ๐Ÿณโ˜•. Kultur macht schliesslich hungrig!

    Frisch gestärkt geht’s weiter Richtung Enköping zu unserem Stellplatz.

    Und jetzt beginnt die große schwedische Stellplatz-Schnitzeljagd. ๐Ÿ˜…

    Erster Platz: voll!
    Zweiter Platz: auch voll!

    Langsam haben wir das Gefühl, halb Schweden hat beschlossen, genau heute dort zu übernachten, wo wir hinwollen. ๐Ÿคฃ

    Also weiter. Aus den geplanten Kilometern werden plötzlich fast doppelt so viele. Unsere Perle ๐Ÿš sammelt Kilometer wie andere Leute Briefmarken.

    Doch irgendwann haben wir Glück und finden tatsächlich einen Platz – natürlich direkt an einem See! ๐Ÿค—

    Perle parkiert, Motor aus – geschafft! Alles ist doch noch gut gegangen. ๐Ÿ˜Ž

    Jetzt wird nichts mehr gesucht und vor allem nichts mehr gefahren.

    Gute Nacht ๐Ÿ˜ด Freunde ๐Ÿ‘ฏ‍โ™‚๏ธ – morgen darf unsere Perle ๐Ÿš hoffentlich wieder etwas weniger arbeiten! ๐Ÿ˜‚
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