Abisko alles voll 🧐 Kiruna ist auch gut😏
July 29 in Sweden ⋅ ☁️ 15 °C
Der Himmel trägt heute wieder sein Lieblingsoutfit: Grau in Grau. Dazu gibt’s Regen, Wind und eine Prise «Bleibt doch einfach im Bett». Einfach nur: Wääähhh…
Wir verlassen Bjerkvik und rollen auf der E6 Richtung Narvik. Kurz vor der berühmten Stadt am Ofotfjord biegen wir – gefühlt zum X-ten Mal in diesem Sommer – auf die E10 Richtung Kiruna ab.
Nun ja… für Aussenstehende mag unsere Reiseroute vielleicht etwas planlos wirken. Frei nach dem Motto: «Wo wollen die denn eigentlich hin?» Für uns ist das aber ganz einfach die schnellste Verbindung nach Kivijärvi, wo uns ein befreundetes Paar erwartet.
Unterwegs wird das Wetter tatsächlich etwas freundlicher. Offenbar hatten noch ganz viele andere Menschen dieselbe Hoffnung. Durch Abisko wälzt sich nämlich eine regelrechte Blechlawine – und zwar in beide Richtungen.
Unsere Idee, wie jedes Mal eine Wanderung durch den Nationalpark zu unternehmen oder mit der Sesselbahn gemütlich zur Aurora Sky Station hochzugondeln, können wir deshalb gleich wieder begraben. Nicht etwa wegen des Wetters – sondern weil weit und breit kein Parkplatz mehr frei ist.
Unsere Perle irgendwo abzustellen? Keine Chance.
Teilweise kommen nicht einmal Personenwagen mehr vernünftig durch. Und dort, wo locker ein halbes Dutzend Wohnmobile Platz hätte, ist selbstverständlich alles abgesperrt.
Ja… die Nordländer verstehen beim Thema Parkieren keinen Spass.
Gefühlt gibt es hier mehr Parkverbotsschilder als Birken.
Schade.
Also Plan B: direkt nach Kiruna.
Bevor wir allerdings in die Stadt fahren, hat mein Schatz noch einen Wunsch. Mitten im Wald soll nämlich irgendwo eine Skulptur stehen.
Ich denke zuerst: «Na gut… wird wohl wieder so ein Kunstwerk sein, bei dem man sich fragt, ob es Kunst ist oder ob einfach jemand vergessen hat, aufzuräumen.»
Aber natürlich fahren wir hin.
Über verschlungene Waldwege lenke ich unsere Perle durch die schwedische Wildnis, bis zwischen den Bäumen plötzlich ein knallgelbes Etwas auftaucht.
Pyramidenförmig. Futuristisch. Irgendwie alienartig.
Es sieht ein bisschen so aus, als hätte ein UFO hier parkiert und E.T. beschlossen, in Lappland Ferien zu machen.
Die Skulptur «Totem» soll Industrie und Natur miteinander verbinden und basiert auf spezifischen Aspekten des Standorts.
Aha…
Wenn die Infotafel das sagt, wird das wohl so sein. Ich wäre von alleine vermutlich eher auf eine überdimensionierte Zitronenpresse aus dem Weltall gekommen.
Geschaffen wurde das Kunstwerk 2012 vom Künstler Oskar Aglert (*1972) aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit integrierter LED-Beleuchtung. Thematisch setzt er sich mit globalen Konflikten, Politik, Post-Industrialismus und der Zerstörung der Natur auseinander.
Jaaa…
Wie immer gilt: Kunst muss man nicht verstehen.
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und manchmal braucht dieses Auge einfach ein bisschen Fantasie.
Während mein Schatz das Kunstwerk auf sich wirken lässt, laufe ich einmal rundherum und fotografiere das gelbe Monument aus allen möglichen Perspektiven. Dabei muss ich unweigerlich an den Schweizer Künstler H. R. Giger denken. Nur mit einem entscheidenden Unterschied: Gigers Werke wirken düster, geheimnisvoll und irgendwie unheimlich.
Dieses Ding dagegen sieht eher so aus, als hätte ein freundlicher Ausserirdischer beschlossen, Innenarchitektur zu studieren.
Danach drehen wir noch eine Runde durch den neuen Stadtteil von Kiruna und erledigen anschliessend unseren Einkauf im Supermarkt.
Die Zeit rast wieder einmal schneller davon, als uns lieb ist.
Also beschliessen wir, erneut auf dem Parkplatz des Hausbergs zu übernachten, der im Winter als Skigebiet dient. Von hier oben geniessen wir einen grandiosen Blick über den gigantischen Bergbau und die umliegende Landschaft.
Eigentlich würde ich ja noch liebend gerne auf den Gipfel steigen…
…aber mein Schatz hat heute ganz andere Pläne. Und da wir unsere Wanderungen am liebsten gemeinsam unternehmen, bleibt der Berg heute eben dort, wo er ist. Und wandern noch den ski Berg hoch und das unter dem Sessellift 🚠 Dankeschön das er nicht in Betrieb ist 😏🧐🤣
Gute Nacht, Freunde! 😴👯♂️Read more
Ade Tromsø hallo Bjerkvik
July 27 in Norway ⋅ ☁️ 17 °C
Es regnet. Also genau den Regen, den uns die Wetter-App versprochen hat. Wenigstens hält heutzutage noch irgendjemand seine Versprechen.
Gestern haben wir während unserer wunderschönen Wanderung mitten am Berg ein Ehepaar aus Tromsø getroffen und ein paar Worte gewechselt. Sie waren derselben Meinung wie wir: Der Juli war schlicht zu nass und zu kalt. Der August hingegen soll wettertechnisch der absolute Knaller werden. Na ja… ihr Wort in Gottes Ohr.
Tromsø… da schlagen bei uns irgendwie zwei Herzen in der Brust.
Tromsø im Winter? Unsere absolute Lieblingsstadt! Im Sommer? Naja… geht so. Einerseits rollen täglich ganze Touristenzunamis durch die Strassen, andererseits kommt alles zum Vorschein, was man eigentlich lieber gar nicht sehen oder mitbekommen möchte. Vieles wirkt schmuddelig und ungepflegt, und auch die Drogenszene lässt sich nicht immer erfolgreich unter den Teppich kehren.
Im Winter hingegen legt sich das weisse Tuch der Unschuld meterhoch über die Stadt und deckt so einiges gnädig zu.
Da wir Tromsø inzwischen schon unzählige Male besucht haben, fällt es uns heute überhaupt nicht schwer, wieder ein Stück weiter südwärts zu ziehen.
Gemütlich rollen wir mit unserer Perle 🚐 auf der E8 dem Balsfjord entlang bis nach Nordkjosbotn. Dort wechseln wir auf die E6 Richtung Narvik. Eine Strecke, die wir inzwischen fast im Schlaf fahren könnten – aber zum Glück sorgt die Aussicht dafür, dass die Augen freiwillig offen bleiben.
In Storsteinnes gönnen wir uns bei mittlerweile erstaunlich passablem Sommerwetter wieder einmal ein typisch norwegisches Frühstück: Hotdog und Kaffee. Kulinarisch vielleicht keine Offenbarung – aber erstaunlich lecker. Irgendwie schmeckt unterwegs einfach alles besser. Wahrscheinlich würd’s sogar eine Schuhsohle mit Senf tun.
Auf meinen Wunsch legen wir in Olsborg den ersten Halt ein. Dort steht ein ausgesprochen charmantes kleines Bahnhofsgebäude voller liebevoller Details. Errichtet wurde es 2021 von engagierten Eisenbahnfreunden, die damit auf den Wunsch nach einer Bahnverbindung nach Nordnorwegen aufmerksam machen wollten.
Die Nord-Norge-Bahn soll eines Tages den Norden besser mit dem Rest des Landes verbinden und neue wirtschaftliche Chancen eröffnen. Hoffen wir, dass aus dieser Vision irgendwann Realität wird. Bis dahin erfüllt der Bahnhof immerhin schon einen wichtigen Zweck: Er versteckt erfolgreich einen Geocache.
Als touristische Sensation reicht das zwar noch nicht ganz… aber hey – wir waren da! Und falls irgendwann tatsächlich ein Zug hält, können wir wenigstens behaupten: «Wir waren schon am Bahnhof, bevor überhaupt Schienen da waren.»
In Bardufoss machen wir, wenn wir schon wieder einmal hier vorbeikommen, einen kurzen Abstecher zum Wohnmobilhändler Lians. Man braucht ja schliesslich immer irgendeine lebenswichtige Kleinigkeit. Meistens kommt man wegen einer Kleinigkeit… und fährt mit drei Tüten und einem deutlich leichteren Portemonnaie wieder weg.
Danach wartet bereits unser nächstes Stelldichein – mit Sir Henri.
Den finden wir etwa auf halber Strecke zwischen Bardufoss und Narvik. Nach einer kurzen Wanderung über Stock und Stein steht er plötzlich vor uns: ein wunderschöner Wasserfall.
Über Sir Henri findet man erstaunlich wenig. Zumindest habe ich praktisch nichts Brauchbares herausgefunden. Aber das hält mich natürlich nicht davon ab, meine eigene Theorie aufzustellen.
Ich bin überzeugt, dass hier im Zweiten Weltkrieg ein englischer Sir namens Henri stationiert war. Der gute Mann hatte offenbar das Bedürfnis, regelmässig unter diesem Wasserfall zu duschen. Nach jeder Dusche soll er lautstark gerufen haben: «Wonderful!» Seitdem trägt der Wasserfall seinen Namen.
Ob diese Geschichte historisch korrekt ist? Wahrscheinlich ungefähr gleich wahrscheinlich wie drei Wochen Sonnenschein am Stück in Nordnorwegen.
Und wie hoch oder breit der Wasserfall ist? Ach… Zahlen sind sowieso völlig überbewertet. Gross genug, dass man staunt – und breit genug, dass man beim Fotografieren entweder den oberen oder den unteren Teil drauf hat. Beides zusammen geht nur mit einer Drohne… oder sehr langen Armen.
Nach 223 Kilometern erreichen wir schliesslich Bjerkvik und machen auf dem brandneuen Stellplatz gleichen Namens Feierabend.
Natürlich parken wir unsere Perle 🚐 genau dort, wo die Aussicht am schönsten ist. Man könnte auch sagen: Unsere Perle sucht sich ihren Platz inzwischen selbst aus – wir dürfen eigentlich nur noch lenken. 😏🤣
Wenn dieser Platz einmal komplett fertiggestellt ist, wird er ein echtes Bijou sein. Grosszügige Stellplätze, moderne Infrastruktur und eine fantastische Aussicht über den Fjord Richtung Narvik.
Da lässt sich der Tag ganz entspannt ausklingen. Wir sitzen noch eine Weile vor unserem Zuhause auf Rädern, geniessen die Ruhe und beobachten, wie sich die Wolken langsam über den Fjord schieben. Solche Momente erinnern uns immer wieder daran, warum wir diese Reisen so lieben.
Und wieder dürfen wir sagen: 223 Kilometer, gesund unterwegs, unfallfrei angekommen und einen weiteren wunderschönen Tag erlebt. Viel mehr braucht es eigentlich nicht.
Gute Nacht, Freunde. 👯♂️😴Read more
Sonntag der Berg 🏔️ Ruft
July 26 in Norway ⋅ ☁️ 19 °C
26.07.2026
Sonntag, 8 Uhr. 18 Grad. Ziemlich windig. Stürmische Böen schieben riesige, dicke Wolken über den noch blauen Himmel, während sich die Sonne mit nordnorwegischer Sturheit immer wieder durchkämpft. Typisch hier oben – das Wetter wechselt seine Meinung öfter als ich den Angelköder. Und heute? Ja… heute bleibt die Angel tatsächlich im Wohnmobil. Man glaubt es kaum. 🎣🤣
Der nordische Sommer legt offenbar noch eine Zugabe ein. Also rollen wir mit unserer Perle 🚐 durch den Ryatunnelen unter dem Staumsfjord hindurch auf die Insel Kvaløya.
Gemütlich folgen wir dem Sandnessundet entlang einem Wegweiser mit der Aufschrift „Tirpitz“. Wer uns kennt, weiss: Ein braunes Schild reicht völlig aus. Da wird nicht lange diskutiert – da wird abgebogen. Der Weg führt über eine 330 Meter lange Brücke auf die Insel Håkøya.
Dort erwarten uns Wald, ein paar Häuser, einige Hütten und Bauernhöfe. Mehr scheint es nicht zu geben… denken wir jedenfalls. Bis plötzlich ein grosser Parkplatz mit der Aufschrift „Tirpitz“ auftaucht. Perfekt. Ziel gefunden – ganz ohne dass das Navi beleidigt “Route wird neu berechnet” sagen musste.
Während des Zweiten Weltkriegs lag hier ab Oktober 1944 das deutsche Schlachtschiff Tirpitz vor Anker. Am 12. November 1944 wurde es von britischen Bombern versenkt. Heute erinnert ein Mahnmal an die schrecklichen Ereignisse und an die vielen Menschen, die dabei ihr Leben verloren.
Nach mehreren Volltreffern, gewaltigen Explosionen und verheerenden Bränden kenterte das riesige Schiff innerhalb weniger Minuten. Hunderte Männer waren im Rumpf eingeschlossen. Tag und Nacht sollen Schreie und Klopfgeräusche zu hören gewesen sein. Ein Gedanke, der einem wirklich unter die Haut geht.
Von rund 1’700 Besatzungsmitgliedern verloren etwa 1’000 ihr Leben.
Da verstummt sogar mein loses Mundwerk. Und das passiert wirklich nicht oft.
Mit vielen Gedanken im Kopf verlassen wir die Insel wieder und fahren weiter Richtung Berge.
Hinter Kvaløysletta biegen wir links ab und kurven hinauf zum Skulsfjord Viewpoint. Von dort beginnt unsere heutige Wanderung zum Gipfel… dessen Namen wir uns wieder nicht merken können. Macht aber nichts – schön ist er trotzdem.
Es ist bereits das zweite Mal, dass wir hier hochsteigen. Offenbar vergisst der Mensch Schmerzen schneller als schöne Aussichten.
Der Weg führt steil über Steine und Wurzeln, zwischendurch gemütlich durchs Heideland und anschliessend – weil’s wohl zu einfach wäre – quer durch sumpfiges Moor. Unsere Wanderschuhe hatten heute jedenfalls eindeutig ein Wellnessprogramm im Matsch gebucht.
Oben wartet kein Gipfelkreuz auf uns, sondern ein sauber aufgeschichteter Steinhaufen. Reicht völlig. Hauptsache, irgendetwas bestätigt offiziell: “Ja, ihr seid wirklich hier hochgelaufen.”
Der Blick über Fjorde, Berge und das weite Land ist schlicht überwältigend. In solchen Momenten sind die brennenden Beine sofort vergessen. Naja… fast.
Beim Abstieg verzichten wir heute auf jegliche Heldentaten. Keine Extraschlaufe, kein Bergsee. Die dunklen Wolken sehen nämlich ganz so aus, als hätten sie einen Eimer Wasser dabei.
Zurück bei unserer Perle 🚐 geht’s über die Sandnessundbrua nach Tromsø. Einmal quer über die Insel und direkt in den Botanischen Garten.
Über uns hängt inzwischen eine Wolkendecke, die aussieht, als wolle sie jeden Moment loslegen. Aber nichts passiert. Offenbar hat Petrus heute frei.
Also spazieren wir gemütlich zwischen unzähligen Blumen, schnuppern an allem, was blüht, und fotografieren ungefähr jede Pflanze, die nicht schnell genug hinter einem Blatt verschwinden konnte. Unser Handy dürfte sich inzwischen gefragt haben, ob es Anspruch auf Ferien hat.
Weil der Himmel weiterhin überraschend dicht hält, gönnen wir uns zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen im Park. Das Leben kann manchmal herrlich unkompliziert sein.
Am Abend verlassen wir Tromsø durch den rund 3,5 Kilometer langen Tromsøysundtunnel, der am tiefsten Punkt über 100 Meter unter dem Meeresspiegel verläuft, und erreichen den grossen Parkplatz beim Tromsø Alpinpark in Kroken.
Dort stellen wir unsere Perle 🚐 ab. Für andere ist es einfach ein Parkplatz. Für uns ist es heute das schönste Hotel mit Millionenaussicht.
Ja, was soll ich sagen…
Heute haben wir Geschichte erlebt, Berge bezwungen, Blumen bestaunt, Kaffee genossen und keinen einzigen Fisch gefangen.
Und wisst ihr was?
Es hat uns überhaupt nicht gefehlt. 🤣🎣
Manchmal sind es genau diese ungeplanten Tage, die sich für immer ins Herz schleichen.
Gute Nacht, Freunde. 😴Read more
Fischen ohne Fisch 🎣 Oder doch
July 25 in Norway ⋅ ⛅ 17 °C
Hinter einer dicken Wolkendecke versucht die Sonne vergeblich, sich bemerkbar zu machen. Noch gewinnt das Grau.
Um 4 Uhr werde ich unsanft geweckt. Drei Möwen liefern sich direkt vor unserem Wohnmobil einen lautstarken Streit. Worum es ging? Keine Ahnung. Vielleicht um einen Fisch, vielleicht um einen Regenwurm oder einfach darum, wer heute das Sagen hat. Jedenfalls war das Geschrei so laut, dass an Weiterschlafen nicht mehr zu denken war.
Da wir immer noch Polartage haben, wird es nachts nie richtig dunkel. Versteckt sich die Sonne hinter den Wolken, geht das trübe Wetter praktisch nahtlos in den nächsten Tag über.
Doch gegen 9 Uhr passiert das kleine Wetterwunder. Die Wolken reissen auf, der Himmel wird blau und plötzlich scheint die Sonne.
Genau der richtige Moment, um heute endlich einen Fisch zu fangen.
Vier Stunden lang werfe ich meinen Köder aus. Mit jeder Menge Hoffnung, Geduld und immer neuen Würfen.
Das Resultat?
Nichts.
Nicht einmal ein Fisch mit schlechtem Orientierungssinn verirrt sich an meinen Haken.
Während die Fische offenbar beschlossen haben, heute geschlossen frei zu nehmen, sammelt mein Schatz 🥰 Weidenröschenblüten. Daraus entstehen zwei Gläser Gelee und eine Flasche Sirup – natürlich mit liebevoll selbst gestalteten Etiketten.
Nach dieser kleinen Angelpleite beschliessen wir, den Standort zu wechseln und fahren rund 60 Kilometer weiter nach Vikran.
Allein die Fahrt ist ein Erlebnis. Die Strasse schlängelt sich dem Straumsfjord entlang, vorbei an kleinen Höfen, grünen Wiesen und steilen Bergen, die direkt aus dem Meer aufzuragen scheinen.
Vikran selbst ist ein kleiner, ruhiger Ort westlich von Tromsø. Früher lebten die Menschen hier vor allem von der Fischerei und der Landwirtschaft. Heute begeistert der Ort vor allem mit seiner traumhaften Lage zwischen Fjord und Bergen. Bei guter Sicht erkennt man sogar die markante Eismeerkathedrale von Tromsø auf der anderen Seite des Wassers.
Beim Hotel Troll Havn schaut ein riesiger Troll aus dem Boden. Genauer gesagt nur sein Kopf. Vielleicht wollte er einfach nachsehen, ob heute endlich jemand einen Fisch fängt.
Ich schnappe meine Angel, marschiere auf den Holzsteg hinaus und werfe den Köder aus.
Keine Minute später biegt sich die Rute.
Der erste Kabeljau!
Ich muss lachen. Vier Stunden lang passiert überhaupt nichts – und jetzt dauert es nicht einmal sechzig Sekunden.
Fünf Minuten später folgt bereits der zweite Kabeljau.
Während mein Schatz die beiden Fische filetiert, probiere ich noch einen anderen Platz bei einer kleinen Hütte direkt über dem Fjord.
Und tatsächlich…
Kurz darauf landen auch noch zwei Seelachse am Haken.
Vier Stunden am Morgen:
Kein einziger Fisch.
Nach einem Standortwechsel:
Vier Fische in kürzester Zeit.
Die Moral der Geschichte?
Manchmal liegt das Glück eben nur 60 Kilometer entfernt.
Und das Beste daran: Das Abendessen ist gesichert – und das wahrscheinlich sogar noch für morgen. 🐟😊
Gute Nacht, Freunde! 🌙👯♂️Read more
Regen und Schafe kein Fisch 🤷
July 24 in Norway ⋅ 🌧 12 °C
Heute hatte wirklich jeder schlechte Laune.
Der Regen.
Die Schafe.
Die Strasse.
Und vermutlich sogar die Fische.
Los ging’s bei der „historischen“ Kupfermine. Historisch ist offenbar das neue Wort für: „Wir haben aufgegeben, aber es klingt bedeutender.“ Ein paar rostige Kessel, zwei Betonklötze und eine Geröllhalde – fertig ist die Sehenswürdigkeit.
Beim Losfahren stand sogar das Abschiedskomitee bereit: ein paar pitschnasse Schafe. Sie schauten uns an, als wollten sie sagen:
„Ihr seid freiwillig hier? Ernsthaft?“
Die Schotterstrasse massierte unsere Perle anschliessend so gründlich durch, dass sie beim ersten Meter Asphalt wahrscheinlich erleichtert aufatmete:
„Danke! Endlich ist dieses Ganzkörper-Schüttelprogramm vorbei!“
Kaum auf der E6, wurden wir von drei Tunneln verschluckt. Kilometerlange schwarze Röhren. Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, ob wir noch unterwegs waren oder bereits im Verdauungstrakt eines besonders hungrigen Berges.
Am Balsfjord angekommen schnappte ich mir voller Zuversicht meine Angel. Schliesslich hatte ich hier schon einmal Fische gefangen. Die Fische erinnerten sich allerdings offenbar auch noch daran und hatten vorsorglich eine WhatsApp-Gruppe gegründet:
„Achtung! Der mit der Angel ist zurück! Heute bleibt der Mund zu!“
Während ich geduldig den Fjord auf und ab marschierte und jedem Fisch grosszügig eine zweite Chance gab, machte sich mein Schatz 🥰 auf den Weg zu den uralten Felsritzungen von Tennes.
6’000 bis 7’000 Jahre alt sind sie. Menschen, Boote, Rentiere… und bis heute weiss niemand, warum sie dort eingeritzt wurden.
Meine Theorie?
Das waren die ersten Angler der Geschichte. Nach acht Stunden ohne einen einzigen Biss blieb ihnen nichts anderes übrig, als ihre Zeit mit Steinmetzarbeiten totzuschlagen.
Das würde jedenfalls erklären, warum ich heute genauso viele Fische gefangen habe wie sie damals.
Zum Glück gab’s am Abend libanesischen Eintopf.
Der war deutlich leichter zu überlisten als die Fische. 😅😋
Gute Nacht, Freunde! 🌙👯♂️Read more
🚐 Abenteuer-Tag
July 23 in Norway ⋅ ☁️ 7 °C
– Unsere Perle hat heute gelitten! 🤣
Ich glaube, unsere Perle 🚐 hat sich heute ernsthaft gefragt, ob ihrem Lenker ein paar Schrauben fehlen. 🧐😂 Denn was heute als Strasse bezeichnet wurde, hätte jeder Bach als sein eigenes Flussbett reklamiert.
Unser erster Halt war der Vuoksajohka-Wasserfall. Schon der Name ist eine Herausforderung – aussprechen kann ihn wahrscheinlich nur ein Norweger. 🤣 Der Wasserfall liegt mitten im wunderschönen Kåfjorddalen und stürzt mit gewaltiger Kraft durch die felsige Landschaft. Das Wasser kommt direkt aus den Bergen und hat sich über Jahrtausende seinen Weg durch das Tal gebahnt. Ein echtes Naturschauspiel! 🌊 Natürlich mussten wir ihn ausgiebig bestaunen und fotografieren – bis die Kameras fast um Gnade gebettelt haben. 📸🤗
Dann hatte ich die glorreiche Idee:
„Wenn wir schon hier sind, fahren wir doch noch die letzten 11 Kilometer weiter ins Tal.“
Fahren… na ja… nennen wir es lieber Steinklopf-Therapie für Wohnmobile. 🤣 Die Schotterstrasse glich eher einem ausgetrockneten Bachbett als einer Strasse. Jeder einzelne Stein wollte persönlich begrüsst werden und unsere Perle hat unterwegs wahrscheinlich jede Schraube einmal nachgezählt. 😂
Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich bei der Gorsabrua an. Diese spektakuläre Hängebrücke spannt sich 153 Meter über die Gorsa-Schlucht, eine der tiefsten Schluchten Nordeuropas. Unten zwängt sich der Fluss mit unglaublicher Kraft durch die enge Schlucht und bildet mehrere tosende Wasserfälle. Früher mussten die Menschen mühsam ins Tal hinunterklettern – heute reicht zum Glück ein Blick über das Brückengeländer. 😳 Wer hier nach unten schaut, bekommt garantiert weiche Knie… und wer hier runterfällt, braucht sich über den Heimweg definitiv keine Gedanken mehr zu machen. 🤣 Die Aussicht ist einfach atemberaubend und jeden einzelnen Schlag auf der Schotterpiste wert.
Danach ging es zurück zu unserer tapferen Perle 🚐. Die durfte noch über eine weitere Brücke fahren – hoch oben, aus Holz und unten mit Stahlträgern verstärkt. Da kribbelt es schon ein wenig im Bauch. 🤣😏 Aber immerhin hatte diese Brücke keine Schlaglöcher!
Am heutigen Stellplatz angekommen war Feierabend? Natürlich nicht! Es ging noch zu den Ruinen der Ankerlia-Kupfermine. Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier hoch oben in den Bergen Kupfer abgebaut. Die Arbeiter lebten damals unter harten Bedingungen, und das Erz wurde mit einer spektakulären Seilbahn ins Tal transportiert. Heute erinnern nur noch Ruinen an diese Zeit – ein riesiges Highlight ist es zwar nicht mehr 😏, aber spannend war es trotzdem. Und jetzt können wir wenigstens sagen: „Wir waren dort!“ 🤗⛏️
So geht wieder ein unvergesslicher Tag voller Natur, Wasserfälle, schwindelerregender Brücken, Schotterpisten und einer unglaublich tapferen Perle 🚐 zu Ende.
Gute Nacht, Freunde! 🌙👯♂️ Bis zum nächsten Abenteuer! 🤗Read more
Pausen Tag ist Sagen Tag
July 22 in Norway ⋅ 🌧 10 °C
An stürmischen Nächten, wenn Nebel über dem Fjord liegt und kaum ein Stern zu sehen ist, soll plötzlich ein altes Segelschiff auftauchen. Es gleitet lautlos über das Wasser. Kein Wind bläht seine Segel, und doch bewegt es sich schneller als jedes Fischerboot.
Die Männer an Bord wirken bleich und regungslos. Manche erzählen sogar, dass niemand das Ruder hält. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass die Besatzung aus den Seelen jener besteht, die einst auf See umkamen und nie an Land bestattet wurden.
Wenn das Geisterschiff einem Fischer begegnet, gilt das als Warnung. Kluge Seeleute drehen sofort um und suchen Schutz im Hafen. Wer die Warnung missachtet, soll in einen Sturm geraten oder nie mehr zurückkehren. Der Geist, der das Schiff begleitet, wird oft mit dem Draug verbunden – dem ruhelosen Geist eines Ertrunkenen, der die Lebenden vor der Macht des Meeres warnt oder sie, je nach Überlieferung, ins Verderben lockt.
Viele ältere Fischer in Nordnorwegen erzählten, dass man das Geisterschiff nicht immer sieht. Manchmal hört man nur das Knarren von Rudern oder das Schlagen von Wellen gegen einen Rumpf, obwohl weit und breit kein Schiff zu erkennen ist. Dieses Geräusch galt als ebenso unheilvolles Zeichen wie das Schiff selbst.
Diese Sage spiegelt die harte Wirklichkeit des Lebens an der arktischen Küste wider: Das Meer ernährte die Menschen, forderte aber auch viele Leben. Das Geisterschiff erinnert daran, die See niemals zu unterschätzen.
Gute Nacht 🌙 Freunde 👯♂️Read more
Sonne-Wolken-Mix 14 Grad
July 21 in Norway ⋅ 🌧 12 °C
Heute nehmen wir bei wunderschönem Wetter die nächste Etappe Richtung Süden unter die Räder.
Bevor wir Alta endgültig den Rücken kehren, gibt es aber noch einen Pflichtstopp an der berühmten Nordlichtkathedrale. Wenigstens von außen muss ein Blick auf dieses außergewöhnliche Bauwerk sein. Ein Besuch im Inneren fällt allerdings ins Wasser – bis 13 Uhr finden Beerdigungen statt. Da wird selbst uns kurz bewusst: Das Leben – und eben auch das Sterben – gehören hier im hohen Norden ganz selbstverständlich dazu.
Kaum haben wir Alta verlassen, öffnet sich vor uns der beeindruckende Altafjord. Je nach Sonnenstand schimmert das Wasser tiefblau, silbergrau oder stahlfarben, während sich die Bergketten wie eine gewaltige Kulisse am Horizont aufreihen. Dazu leuchtet überall das purpurfarbene Weidenröschen zwischen dem satten Grün der Birken. Wenn Norwegen einen roten Teppich ausrollt, dann wahrscheinlich genau so.
Am Langfjord wird es noch eindrucksvoller. Hinter fast jeder Kurve wartet ein neuer Fjord auf seinen großen Auftritt, kleine Wasserfälle stürzen über blanke Felsen, und mit etwas Glück stehen sogar Rentiere am Straßenrand. Sie beobachten die vorbeifahrenden Touristen entweder neugierig – oder ignorieren sie mit der Gelassenheit echter Nordländer.
In Burfjorden nutzen wir das freundliche Wetter für unsere Frühstückspause – natürlich direkt am Fjord. So schmeckt der Kaffee gleich doppelt so gut.
Nach Sørstraumen verschwindet die Straße dann allerdings plötzlich… Erst schluckt uns der über drei Kilometer lange Kvænangsfjelltunnel, kurz darauf folgt schon der nächste Tunnel.
Wir schauen uns an und sind uns sofort einig:
„Moment mal… wir sind doch wegen der Aussicht hier und nicht für eine Führung durch Norwegens Unterwelt!“ 😂
Die Tunnel mögen für den Verkehr sinnvoll sein, aber touristisch sind sie ungefähr so spannend wie eine frisch gestrichene Kellerwand. Gerade wenn man sich auf den nächsten grandiosen Ausblick freut, heißt es plötzlich wieder: Licht aus… Tunnel an.
Zum Glück hat Norwegen ein Einsehen. Kurz vor Oksfjordhamn tauchen wir wieder ins Tageslicht auf und werden sofort mit herrlichen Ausblicken über den Fjord und die umliegenden Berge belohnt. Selbst jetzt im Hochsommer tragen einige Gipfel noch kleine Schneefelder.
Am Stellplatz wartet dann das eigentliche Highlight des Tages: Waschmaschine und Trockner sind im Preis inbegriffen. Unsere Schmutzwäsche jubelt innerlich vermutlich lauter als wir.
Und natürlich bekommt auch unsere Perle 🚐 wieder einen Logenplatz mit bester Aussicht auf den Fjord. Nach den vielen Tunneln hat sie sich den Ausblick schließlich genauso verdient wie wir.
Fazit des Tages:
Die E6 zwischen Alta und Oksfjordhamn lebt vom ständigen Wechsel zwischen Meer und Gebirge, von der Weite, der Stille und dieser unglaublichen Natur. Auf 135 Kilometern wechseln Fjorde, Berge und Tundra ständig ihre Rollen – und genau deshalb wird die Fahrt nie langweilig.
Na gut… fast nie.
Denn da wären ja noch diese Tunnel… 😂
Gute Nacht 😴 Freunde 👯♂️Read more
Fast Bergsteigen
July 20 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C
Wenn unsere Perle zum Kletterpark fährt 😄🚐
Montag, 8 Uhr, 8 Grad… und der Wettergott hatte offensichtlich noch nicht ganz ausgeschlafen. 🌧️🌬️
Es regnet, stürmische Böen fegen um unser standhaftes Wohnmobil und wir fragen uns kurz, ob es über Nacht heimlich zum Schiff umgebaut wurde. 🌊🚐 Aber egal – unser Zuhause auf vier Rädern steht wie eine Eins. Naja… es wackelt ein bisschen, aber wir nennen das einfach „arktisches Wellnessprogramm“. 😂
Bis zu unserer Abfahrt vom „Arctic View 71 N 24E“ hat sich das Wetter zum Glück etwas beruhigt. Der Wind pustet die Regenwolken davon und plötzlich zeigt sich der norwegische Wettermix von seiner besten Seite: blauer Himmel und Sonnenschein. 🌤️
Frohen Mutes rollen wir vom knapp 272 Meter hohen Felsen in steilen Kurven hinunter nach Havøysund. Unser fahrendes Zuhause meistert die Abfahrt souverän – schliesslich kennt es mittlerweile jede Menge Bergstrassen und hat vermutlich schon mehr Norwegen gesehen als mancher Norweger. 😂
Über die Havøysund-Brücke verlassen wir den Ort am europäischen Nordmeer und fahren über eine Hochebene und am Fjord entlang zum Selvika rasteplass.
Jaaa… dieser Rastplatz ist etwas ganz Besonderes. Entworfen wurde er vom Architekturbüro MANTHEY KULA und zeigt eindrucksvoll, wie Norwegen sogar ein Toilettenhäuschen in eine architektonische Sehenswürdigkeit verwandelt. 🚻✨
Mein Schatz findet diese Betoninstallation – die tatsächlich auch Toiletten beherbergt – richtig gelungen. Mich erinnert das Ganze ein bisschen an eine riesige Meeresschnecke. 🐚
Norwegen kann eben Toiletten. Mal schlicht, mal majestätisch, golden und funkelnd… aber immer funktional und gleichzeitig eindrucksvoll. Bei uns wird ein WC gebaut. In Norwegen wird ein WC gebaut und die Leute fahren 200 Kilometer hin, um es zu fotografieren. 😂
Vom darunterliegenden, eigentlich wunderschönen Sandstrand ist mein Schatz allerdings völlig enttäuscht. Was hier an Abfall herumliegt, ist wirklich nicht mehr schön. Vorwiegend Kunststoff in allen Formen und Farben – Netze, bunte Bojen, Plastikkisten und eigentlich alles, was die Fischerei so hergibt.
Ehrlich… das geht auf keine Kuhhaut! Eine richtige Sauerei! 😡
Also sammelt mein Schatz ein paar kleinere Plastikteile zusammen und bringt sie oben an der Strasse in den Container. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie dabei innerlich bereits eine komplette Strafanzeige gegen die gesamte Fischereiindustrie verfasst hat. 😂
Danach cruisen wir weiter am Fjord entlang zum Lillefjord Waterfall.
Auch hier erwartet uns zuerst ein architektonisch gestaltetes Toilettenhaus – diesmal aus Holz. Am Ende eines Fjordarms führt eine markante Brücke über den Fluss Fosseelva und weiter Richtung Wasserfall.
Was zunächst ganz harmlos mit einem kleinen Spaziergang beginnt, entwickelt sich nach ungefähr einem Kilometer allerdings zu einer ausgewachsenen Kletterpartie. 🧗♂️😳
Und jetzt muss ich ganz ehrlich sein: Ich bin ja schon etwas geländegängiger als mein Schatz. 😂
Während ich mich tapfer nach oben kämpfe, beginnt für meinen Schatz langsam das persönliche Survival-Training. Birkenbäume werden zu Kletterhilfen, jeder halbwegs stabil aussehende Ast zum besten Freund und die Felsen zu natürlichen Hindernissen.
Kurz gesagt: „Adventure im Hochgebirge – und eigentlich wollten wir nur einen Wasserfall anschauen!“ 😂
Ich marschiere tapfer voraus und mein Schatz kämpft sich hinterher. Aber irgendwann ist Schluss mit lustig. Kurz vor dem Gipfel wird beschlossen, dass der Wasserfall jetzt wirklich genug von uns gesehen hat. 😜
Also machen wir uns wieder auf den beschwerlichen Abstieg.
Ich muss zugeben… mein Schatz hat sich tapfer geschlagen. ❤️
Irgendwann sind wir einfach nur noch froh, wieder heil bei unserem Wohnmobil anzukommen. 🚐
Unsere fahrende Ferienwohnung steht da ganz entspannt und scheint zu sagen: „Na? Hättet ihr mich mal mitgenommen!“ 😂
Jetzt geht es direkt weiter nach Olderfjord, wo wir Richtung Alta abbiegen.
Und übrigens: Mit Glück hat es hier nichts zu tun, wenn man Rentieren begegnet. 🦌 Sie gehören hierher wie bei uns in der Schweiz die Katzen. Nur dass die Rentiere etwas größer sind und vermutlich deutlich weniger begeistert wären, wenn man sie auf den Schoss nehmen möchte. 😜
Die rund 135 Kilometer von Olderfjord nach Alta auf der E6 gehören zu den abwechslungsreichsten Strecken in West-Finnmark.
Zuerst geht es über den bis zu 270 Meter hohen Hater durch eine karge, baumlose Tundralandschaft. Sanfte Hügel, weite Hochflächen und eine Landschaft, die aussieht, als hätte jemand beim Bäume-Pflanzen einfach irgendwann gesagt: „Ach komm… lassen wir’s.“ 😂
Immer wieder eröffnen sich fantastische Ausblicke auf Fjorde, Flüsse und Seen.
Später erreichen wir das Gebiet Sennalandet, das bis auf etwa 385 Meter ansteigt. Je näher wir Alta kommen, desto mehr verändert sich die Landschaft. Die offene Tundra geht langsam in bewaldete Täler mit Birken und Kiefern über.
Bevor es nach Alta geht, fahren wir noch durch eine bewaldete Schlucht. Der mächtige Altafjord rückt ins Blickfeld und die Berge werden höher und markanter.
Ein wunderschöner Übergang von der rauen arktischen Hochebene zur vergleichsweise grünen Fjordlandschaft. ❤️
Am späteren Nachmittag erreichen wir Alta bei allerschönstem Wetter – und tatsächlich ist es sogar deutlich wärmer als am Morgen. 🌞
Also heißt es: Gas und Diesel tanken ⛽️, Lebensmittel einkaufen und dann ab in den gemütlichen Feierabend.
Unser fahrendes Zuhause bekommt seinen Stellplatz in der Nähe der Nordlichtkathedrale und darf sich von Wind, Regen, Serpentinen und unserer kleinen Hochgebirgsexpedition erholen. 🚐😴
Und wir? Wir sind ebenfalls ziemlich platt… aber glücklich. 😄❤️
Wieder ein wunderschöner Tag in Norwegen – mit fantastischen Landschaften, einem kleinen Kletterabenteuer und einem Schatz, der sich trotz aller Widrigkeiten tapfer den Berg hinaufgekämpft hat. 🥰🚐❤️
Gute Nacht, Freunde 👯♂️🌙Read more
Was machen wir heute? 🤔
July 19 in Norway ⋅ ⛅ 9 °C
Wie immer überlegen wir erst mal nicht zu lange – man könnte ja am Ende noch einen Plan haben! 🤣 Also starten wir unsere Perle 🚐 und fahren erst mal zum Tanken ⛽️. Das ist besonders wichtig, wenn man noch überhaupt nicht weiss, was der Tag so bringt. 😏
Und dann geht’s los… wir fahren gemütlich dahin und plötzlich sagt mein Schatz 🥰: „Du… dort hinten waren wir doch vor Jahren schon mal!“ 😳
Ähm… ja… also… WENDEN! 🤣🤣🤣
Genau das passiert, wenn man ohne Plan unterwegs ist. Aber immerhin haben wir so nichts verpasst – ausser vielleicht ein bisschen Zeit und ein paar Nerven. 😜
Nach kurzer Fahrt kommen wir beim Parkplatz der Troll-Dolomiten von Trollholmsund an. Und Leute… was soll ich sagen? Diese Trolle haben sich hier wirklich etwas einfallen lassen! 🧌🪨🥾
Die Felsen stehen da, als hätten sich ein paar Trolle vor Millionen Jahren gedacht: „Komm, wir bauen hier noch schnell ein paar riesige Steine hin und erschrecken die Touristen!“ 🤣🧌
Also wandern wir los 🥾 und schon bald stehen wir vor diesen beeindruckenden Felsformationen. Einfach wunderschön 🤩! Unsere Handys kochen beinahe vor lauter Fotos 📱🔥. Wir fotografieren wirklich alles – von jedem Stein gibt es mindestens drei Bilder. Man weiss ja nie… vielleicht sieht der von der anderen Seite plötzlich ganz anders aus! 😂
Nach zwei Stunden geht unsere Fahrt weiter. Wohin? 🤔
Keine Ahnung! 🤣
Wir haben ja schliesslich kein Ziel – und genau so gefällt es uns! 🚐😎
Irgendwann denken wir: „Ach, fahren wir doch einfach mal nach Havøysund!“ Gesagt, getan.
Und dann beginnt eine dieser Fahrten, bei denen man eigentlich gar nicht mehr weiss, wohin man zuerst schauen soll 😍🚐
Links zieht sich das Meer fast die ganze Zeit neben uns entlang 🌊 – mal ruhig und tiefblau, dann wieder wild und schäumend an den Felsen. Die Strasse windet sich direkt durch diese unglaubliche Landschaft, und hinter jeder Kurve wartet schon wieder ein neues Bild wie aus einem Kalender 🤩📸
Auf der anderen Seite erheben sich die kargen Berge und Felslandschaften ⛰️. Keine Häuser, kein Lärm und kaum etwas, das die Natur stört. Nur diese endlose Weite, das Meer und wir mittendrin 🚐😎
Man fährt ein Stück und denkt: „Wow… das ist jetzt wirklich der schönste Abschnitt!“ 😍
Dann kommt die nächste Kurve… und plötzlich ist alles wieder noch schöner! 🤯😂
Natürlich müssen wir immer wieder anhalten. Unsere Handys sind mittlerweile komplett überfordert 📱🔥. Ich glaube, die haben sich zwischendurch schon gefragt, ob wir eigentlich noch fahren oder nur noch fotografieren! 🤣
Wir fahren weiter nach Havøysund, aber bleiben nicht einfach im Dorf. Unser Ziel ist der äusserste Punkt:
Arctic View 🤩 Restaurant
Dort gibt es ein Restaurant, in dem wir sehr gut gegessen haben 🍽️😋. Und natürlich darf man hier auch übernachten – was für uns natürlich sofort bedeutet: Perle parkiert, Feierabend! 🚐😎
Wir sind total begeistert von der Aussicht 🤩. Ganz ehrlich: Hier gefällt es uns sogar besser als am Nordkapp! 😳
Gut, der Globus 🌍 fehlt… aber mal ehrlich: Wir sind ja auch ohne Ziel losgefahren – da kommt es auf einen Globus auch nicht mehr an! 🤣🤣🤣Read more
Wir verlassen Mehamn
July 18 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C
Samstag, 8 Uhr, 9 Grad. Noch ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken – garniert mit einer ordentlichen Portion stürmischem Wind. Finnmark eben. Das Wetter schafft es hier problemlos, alle vier Jahreszeiten in einer halben Stunde unterzubringen. Unsere Wohnmobil-Perle nimmt das inzwischen ganz gelassen. Sie steht da wie eine erfahrene alte Dame und scheint zu sagen: „Kinder, ich habe schon schlimmeres Wetter gesehen.“ 😄🚐✨
Wir verlassen Mehamn und fahren zurück über die Nordkinn-Halbinsel Richtung Ifjord. Vorher legen wir aber noch einen Pflichtstopp in Lebesby ein – im Bøgeberg Landhandel, meinem absoluten Lieblingsladen. Hier gibt’s wirklich alles. Vom Apfel über den Adventskalender bis zur kompletten Angelausrüstung. Wahrscheinlich könnte man hier auch spontan ein neues Leben beginnen. Falls nicht, fehlt höchstens ein Einfamilienhaus im Regal. 😂
Landschaftlich gilt heute übrigens bis nach Ifjord: Einfach den Film von gestern rückwärts laufen lassen. Unsere Perle kennt die Strecke inzwischen vermutlich besser als wir und fährt gedanklich schon fast allein. 😄🚐
Ab Ifjord wird die Fahrt aber wieder zu einem echten Highlight. Die Straße schlängelt sich zunächst an den ruhigen Fjorden entlang, bevor sie immer höher auf die weite Hochebene auf etwa 300 Meter führt. Plötzlich sind wir wieder mitten in der arktischen Tundra. Endlose Weite, glitzernde Seen und natürlich Rentiere – die hier offenbar fest davon überzeugt sind, dass die Straße in erster Linie für sie gebaut wurde. Wir sehen das inzwischen entspannt und warten geduldig, bis die vierbeinigen Verkehrspolizisten den Weg wieder freigeben.
Unsere Wohnmobil-Perle nimmt diese Rentier-Kontrollen übrigens erstaunlich gelassen hin. Kein Hupen, kein Meckern – einfach stehen und warten. Wahrscheinlich denkt sie sich: „Ich bin ein Wohnmobil. Ich habe Zeit.“ 😂🚐
Unser absolutes Tageshighlight ist der Silfar Canyon bei Børselv. Nach einem kurzen Spaziergang stehen wir plötzlich vor einer tief eingeschnittenen Felsschlucht, durch die sich die türkisgrüne Børselva mit beeindruckender Kraft ihren Weg bahnt. Die steilen Felswände, das tosende Wasser und die unberührte Natur machen diesen Ort zu einem echten Gänsehautmoment. Kaum zu glauben, dass sich wenige Minuten zuvor noch nichts als Tundra bis zum Horizont erstreckte.
Der Canyon ist wirklich der Hammer. Und ganz ehrlich: Nach so viel Landschaft, Weite und Rentieren war es auch mal schön, dass die Natur einfach sagte: „So, jetzt zeige ich euch mal, was ich noch kann!“ 😄
Je näher wir Lakselv kommen, desto mehr verändert sich die Landschaft. Die karge Hochebene weicht grünen Flusstälern und Birkenwäldern, bis sich schließlich der weite Porsangerfjord vor uns öffnet. Diese Strecke ist weit mehr als nur eine Verbindung zwischen zwei Orten – sie ist eine Reise durch einige der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften Finnmarks. Wer hier einfach nur durchfährt, verpasst definitiv etwas.
Kurz vor Lakselv schlagen wir unser Lager an der Bjørnnesbucht am Porsangerfjord auf. Unsere Perle steht zufrieden am Fjord und genießt offenbar ihren Feierabend. Wir verbringen den Nachmittag bei typisch norwegischem Wetter: Sonne, Regen, Wolken und Wind. Mal gleichzeitig, mal im Minutentakt im Wechsel. Langweilig wird’s hier jedenfalls nie – der Wetterbericht scheint eher eine grobe Empfehlung als eine Vorhersage zu sein. 😂
Unsere Perle steht jedenfalls tapfer da und hält alles aus. Wind, Regen, Kälte und wahrscheinlich würde sie auch noch einen kleinen Schneesturm kommentarlos über sich ergehen lassen. Eine echte Perle eben. 🚐❤️
Und so endet wieder ein fantastischer Tag im hohen Norden. Wir sind müde, glücklich und voller Eindrücke. Finnmark – du bist schon ein ganz spezielles Abenteuer. ❤️
Gute Nacht 😴 Freunde 👯♂️Read more
Richtig Nordisch
July 17 in Norway ⋅ 🌬 10 °C
Nach einer stürmischen Nacht starten wir unsere Perle 🚐 wieder ins nächste Abenteuer 🌬️😄
Dieses Mal fahren wir direkt zwischen zwei Fjorden hindurch – dem Tanafjord und dem Laksefjord 🌊🌊
Und jetzt kommt’s: An der schmalsten Stelle fehlen gerade mal 150 Meter… dann könnten sich die beiden Fjorde doch glatt küssen 😘🤣
Wir haben extra genau hingeschaut, aber irgendwie wollten sie heute wohl noch nichts voneinander wissen 😏🧐
Also geht es weiter bis Gamvik. Und was wir unbedingt sagen müssen: Die Fjelle auf der ganzen Strecke gefallen uns viel besser als rund um den Nordkapp 😍🏔️
Aber nun zum eigentlichen Höhepunkt: Slettnes Fyr 🗼🌊
Dieser Leuchtturm ist nämlich nicht einfach nur irgendein Leuchtturm… er steht hier oben bei 71 Grad Nord und gilt als nördlichster Leuchtturm auf dem europäischen Festland 😳🌍
Gebaut wurde er bereits 1905, um den Schiffen an dieser rauen Küste sicher den Weg zu weisen. Und rau ist hier wirklich das richtige Wort 😅🌬️🌊
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage 1944 von deutschen Truppen beim Rückzug fast vollständig zerstört 💥😔 Nur ein Teil des Turms blieb stehen. Danach wurde alles wieder aufgebaut und der Leuchtturm 1948 fertiggestellt. Heute ist der Turm stolze 39 Meter hoch und ausserdem der einzige gusseiserne Leuchtturm in ganz Finnmark 😮👏
Und jetzt kommt unser persönlicher Höhepunkt 😏
139 Treppenstufen in 9 Treppenläufen 🚶♂️🚶♀️
Wir natürlich ganz mutig:
„Ach komm, die schaffen wir locker!“ 😎
Tja… nach den ersten paar Treppen war der Mut noch da… nach 100 Stufen wurde es plötzlich verdächtig ruhig 🤣🥵
Aber oben angekommen: WOW! 😍
Was für eine Aussicht über das Meer und die raue Landschaft 😳🌊 Selbst bei nicht gerade perfektem Wetter einfach nur eindrücklich. Und irgendwie ist es schon ein spezielles Gefühl, ganz oben in einem Leuchtturm zu stehen, der seit über 120 Jahren über diese wilde Küste wacht 🥰
Übrigens leuchtet Slettnes heute noch – sein weisses Licht blitzt alle 20 Sekunden auf und reicht ganze 17,6 Seemeilen weit 😮💡
Da kann man wirklich sagen: Der Gute hat seinen Job im Griff 😏🤣
Nach Café 🍵 und Kuchen 🍰 – schliesslich muss man sich von dieser sportlichen Höchstleistung mit den 139 Treppen auch wieder erholen 🤣 – fahren wir zurück nach Mehamn auf den Campingplatz.
Und jetzt kommt der absolute Knaller 😳🤣
Wir stehen genau auf demselben Stellplatz wie vor genau 5 Jahren – am exakt gleichen Tag! 🤯😂
Also wenn das kein Zeichen ist… entweder wir lieben diesen Platz wirklich sehr oder unser Navi kennt einfach keine anderen 🤣😏
Natürlich darf auch ein Spaziergang durch den Ort nicht fehlen 🚶♂️😊 Und dann entdecken wir frische Krabben 🦐😍
Also gekauft!
Was wir da allerdings noch nicht wussten:
Krabben pulen ist harte Arbeit! 😓🤣
Nach gefühlten drei Stunden hatten wir mehr Schalen auf dem Tisch als Krabben im Teller 😂🦐
Aber zum Glück habe ich eine super 🤩 Köchin 👩🍳 als Schatz ❤️
Und so wurden die Krabben hervorragend zubereitet 😋😋 Dazu noch ein leckeres Tomaten-Risotto 🍅🍚 – einfach genial 😎👌
Also: Nicht das allerbeste Wetter 🌥️, aber dafür super Erlebnisse, ein geschichtsträchtiger Leuchtturm, 139 sportliche Treppen und jede Menge Krabbenarbeit 🤣🦐
Gute Nacht 😴 Freunde 👯♂️
Wir sind gespannt, welches Abenteuer morgen auf uns
wartet 🚐😉Read more
Warmes Wetter bis 22 Grad
July 16 in Norway ⋅ ☁️ 17 °C
🚐😂 Unsere Perle ist unterwegs – und die Fjorde haben sich versammelt! 😂🚐
Heute ging es für unsere Perle 🚐 vom Stellplatz in Kirákenes Richtung Bekkarfjord. Und was soll ich sagen? Die Landschaft hier oben im Norden hat mal wieder ordentlich aufgedreht 😍
Auf unserer Route liegt links der Laksefjord 🌊🐟
Und ganz in der Nähe befindet sich auch der Tanafjord – den sieht man zwar nicht direkt, aber er ist quasi in der Nachbarschaft 😄🌊
Unsere Perle fährt also gemütlich durch die endlose Weite und denkt sich wahrscheinlich:
„Links ein Fjord… irgendwo in der Nähe noch einer… Leute, ich kann doch nicht überall gleichzeitig gucken!“ 😂🚐
Die Straßen sind leer, die Landschaft riesig und der Wind hat wahrscheinlich mehr Kilometer gemacht als wir 🌬️🤣
Schließlich sind wir in Bekkarfjord angekommen – ein kleiner, ruhiger Platz mitten in dieser unglaublichen Landschaft ❤️🚐
Hier braucht man kein Fernsehen 📺
Einfach sitzen, gucken und denken:
„Ja… dafür sind wir so weit nach Norden gefahren!“ 😍
Heute auf unserer Route:
🚐 Kirkenes ➡️ Bekkarfjord
🌊 Laksefjord
🌊 Tanafjord ebenfalls ganz in der Nähe
😂 und mittendrin unsere Perle – immer tapfer voraus!
Nordnorwegen – wo selbst die Fjorde Nachbarn sind! ❤️🚐
Jetzt ist Feierabend. Die Perle darf ausruhen, wir auch. Gute Nacht, Freunde! 😴🌙 Bis morgen aus dem hohen Norden! 🇳🇴Read more
Kirkenes 🤩
July 15 in Norway ⋅ ☀️ 16 °C
15.07.26
Heute fahren wir natürlich weiter Richtung 🧭 Norwegen 🇳🇴, genauer gesagt nach Kirkenes. Unser Ziel ist der Hafen und der dortige Stellplatz. Also kurz unsere Perle 🚐 parkiert 🅿️, noch ein feines Mittagessen 🥗 genossen und schon machten wir uns zu Fuss auf den Weg in die Stadt. Ist ja nicht weit entfernt… und schliesslich muss man nach dem Essen etwas für die Verdauung tun 😏😂
Kirkenes ist übrigens ein Ort mit einer unglaublich bewegten Geschichte. Früher war hier nicht einfach nur „hübsches Städtchen, Fotos machen und Softeis essen“ angesagt 😄🍦
Bis ins 19. Jahrhundert war die Gegend rund um Kirkenes ein gemeinsames norwegisch-russisches Grenzgebiet. Seinen heutigen Namen bekam der Ort übrigens wegen der Kirche, die 1862 gebaut wurde ⛪. Damals lebten hier nur wenige Familien.
Dann wurde 1906 in der Gegend Eisenerz entdeckt ⛏️ und plötzlich ging es in Kirkenes richtig rund. Die Firma Sydvaranger begann mit dem Bergbau und innerhalb weniger Jahre wuchs die Bevölkerung auf rund 8000 Menschen an. Leute kamen von überall her zur Arbeit – Norweger, Samen, Finnen, Russen, Schweden und noch viele andere. Also quasi schon damals ein kleines internationales Kirkenes 😄🌍
1908 wurde Kirkenes sogar zum nördlichen Wendepunkt der Hurtigruten 🚢. Und dann kam leider die ganz dunkle Zeit…
Im Zweiten Weltkrieg wurde Kirkenes von den Deutschen besetzt und war wegen seiner Nähe zur sowjetischen Grenze und zum Hafen von Murmansk ein wichtiger militärischer Standort. Bis zu 100’000 deutsche Soldaten waren in der Region stationiert 😳
Kirkenes wurde im Krieg mindestens 320-mal von sowjetischen Flugzeugen bombardiert 💣. Damit war die Stadt einer der meistbombardierten Orte Europas. Die Menschen mussten immer wieder Schutz suchen – unter anderem in der Andersgrotta, einem Luftschutzbunker mitten in der Stadt. Da bekommt „wir gehen noch schnell in die Stadt“ plötzlich eine ganz andere Bedeutung 😳😅
Am Ende des Krieges zogen sich die Deutschen zurück und zerstörten beim Rückzug noch grosse Teile der Stadt. Am 25. Oktober 1944 wurde Kirkenes als erste Stadt Norwegens von der Roten Armee befreit 🇳🇴. Von den Gebäuden überlebten gerade einmal 13 Häuser den Krieg 😔
Und wir spazieren heute ganz friedlich durch Kirkenes, machen Fotos 📸 und überlegen uns, ob wir zuerst ein Denkmal anschauen oder doch lieber ein Softeis 🍦 essen sollen 😏😂
Ihr könnt euch sicher denken, wer gewonnen hat… das Softeis natürlich! 🍦🍨🤣
Viel verändert hat sich seit unserem letzten Besuch nicht. Kirkenes ist immer noch ein hübscher Ort 😊. Wir besichtigten noch ein paar Denkmäler, machten Fotos 📸 und liessen die Geschichte dieses besonderen Grenzortes ein wenig auf uns wirken.
Dann ging es zurück ins Womo 🚐 und schon war wieder Abend 🌆. Unglaublich, wie schnell so ein Tag vergeht – besonders wenn man zwischendurch immer wieder „nur kurz“ etwas essen muss 😂
Wir hatten jedenfalls einen herrlichen Tag mit Sonnenschein 🌞, Geschichte, einer schönen Wanderung und natürlich Eis 🍦.
Gute Nacht 🌙 Freunde 😴Read more
Bis nach Inari
July 14 in Finland ⋅ ☁️ 15 °C
Heute darf unsere Perle 🚐 endlich mal zeigen, was sie kann. Kilometer fressen? Kein Problem! 🤣
Der erste Stopp führt uns auf den Kaunispää, den Hausberg von Saariselkä – stolze 452 Meter hoch. Für finnische Verhältnisse ist das schon fast ein Wolkenkratzer. 😄 Der Name bedeutet übrigens „Schönes Haupt“ (nicht „schönes Mädchen“ 😉). Von hier oben hat man eine fantastische Aussicht über die endlosen Wälder Lapplands – bei klarem Wetter reicht der Blick sogar Richtung Russland 🇷🇺. Grenzzäune sucht man allerdings vergeblich, die Grenze liegt noch einige Kilometer entfernt.
Nach einer ausgiebigen Aussicht geht’s gemütlich weiter Richtung Inari. Unterwegs legen wir natürlich den einen oder anderen Zwischenstopp ein – schließlich hat’s hier an jeder Ecke Postkartenmotive. 📸
In Inari finden wir einen schönen Stellplatz für die Nacht. Direkt am See machen wir noch eine kleine Wanderung. Die Ruhe hier ist einfach unglaublich – nur das Plätschern des Wassers und vielleicht ein neugieriges Rentier, das sich fragt, ob unsere Perle auch Allrad hat. 🦌😂
Zum krönenden Abschluss gibt’s natürlich wieder ein feines Abendessen 🥘 – liebevoll von meinem Schatz 🥰 zubereitet. Ich bin für die Qualitätskontrolle zuständig… und die meistere ich jedes Mal mit Bravour. 😏😘
Jetzt ist Feierabend. Die Perle darf ausruhen, wir auch. Gute Nacht, Freunde! 😴🌙 Bis morgen aus dem hohen Norden! 🇫🇮Read more
Geniessen was da Ist
July 13 in Finland ⋅ ☁️ 19 °C
Der heutige Tag war einfach zum Genießen… na ja, zumindest war das der Plan. 😄
Nach einem gemütlichen Kaffee ☕️ ging es los: Fischerkarte kaufen und voller Hoffnung ab an den See. Die Fische haben sich bestimmt schon gefreut… allerdings nur darüber, mich stundenlang zu beobachten. 🤣
Nach gefühlt drei Stunden: kein Fisch. 🎣 Wie immer an Seen und Flüssen. Langsam glaube ich, die Fische haben eine WhatsApp-Gruppe mit meinem Foto und der Nachricht: “Achtung, der kommt wieder – einfach ignorieren!” 😂
Aber eines ist sicher: Aufgeben ist keine Option! Irgendwann klappt’s bestimmt. Wie heißt es so schön? Übung macht den Meister. 🤣 Wie weit ich davon noch entfernt bin, wissen wahrscheinlich nur die Götter. 😏🤗
Am Nachmittag stand noch eine Wanderung zum Staudamm auf dem Programm. Wirklich hübsch – aber mit den Schweizer Staudämmen kann er dann doch nicht ganz mithalten. 🇨🇭😊
Und dann kam mir die rettende Idee: Ich habe ja eine Drohne! 🚁 Also schnell gestartet und wenigstens von oben ein paar tolle Bilder gemacht. Wenn die Fische schon nicht posieren wollen, dann eben die Landschaft. 🤷📸
Fast hätte ich unser Mittagessen vergessen! 🥗 Da kein Fisch anbeißen wollte, musste eben der Grill einspringen. Es gab knusprige Bratkartoffeln, Gemüse 🍆 und ein feines Filet. Der Grill war heute eindeutig erfolgreicher als die Angel. 😂🔥
Und so endet ein Tag voller Hoffnung, frischer Luft, ohne Fisch – aber mit jeder Menge guter Laune und schönen Erinnerungen.
In diesem Sinne: Gute Nacht, Freunde! 🌙👯♂️ Bis zum nächsten Abenteuer… vielleicht mit einem Fisch. Vielleicht. 🤣🎣Read more
Levi bis Madetkosken
July 12 in Finland ⋅ ☁️ 15 °C
Heute war eher ein “Kilometerfresser-Tag”. 🚐💨 Von Levi 🇫🇮 ging es gemütlich bis nach Ivalontie – und manchmal sind genau diese Tage die schönsten.
Unser Stellplatz weckt Erinnerungen: Vor genau drei Jahren standen wir schon einmal hier. Damals noch gratis, heute kostet die Übernachtung 8 €. Na ja… irgendwo muss der Parkautomat ja auch Urlaub machen. 🤣👍 Für diese Aussicht ist das aber ein echtes Schnäppchen!
Direkt am Stausee, unweit des Staudamms, genießen wir die herrliche Ruhe. Der See versorgt das Wasserkraftwerk mit Energie – und uns mit jeder Menge Entspannung. 🌊⚡ Während hier Strom erzeugt wird, laden wir einfach unsere Akkus auf. 😄
Der Blick über das glitzernde Wasser, die endlose Weite Lapplands und diese unglaubliche Stille… da braucht es gar kein großes Tagesprogramm. Manchmal reicht ein schöner Platz, ein gemütlicher Abend vor der Perle und das Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein. ❤️
Der Stausee selbst hat zwar keine bekannte Sage, aber die Samen erzählen, dass in den stillen Gewässern Lapplands Wassergeister leben. Wer der Natur mit Respekt begegnet, wird mit Ruhe, Glück und einer unvergesslichen Aussicht belohnt. Wenn wir heute Abend auf den spiegelglatten See schauen, könnte man fast glauben, dass an dieser Geschichte etwas dran ist. 🌊✨
Jetzt heißt es Füße hoch, die Aussicht genießen und den Tag ausklingen lassen.
Gute Nacht, Freude 😴🌅💙Read more
Berge 🏔️ 🧐🤣 na ja 🤗
July 11 in Finland ⋅ 🌧 23 °C
Heute geht’s in die finnischen Berge! 🏔️🛖🏔️
Unsere Perle 🚐 rollt heute gemütlich Richtung Fjäll. Keine schweißtreibende Wanderung – wir starten ganz entspannt mit einem echten Giganten: dem größten Rentier der Welt! 🤣
Das gute Stück steht direkt vor dem Supermarkt in Äkäslompolo und bringt stolze 2 Tonnen auf die Waage. Da kommen wir uns doch ziemlich winzig vor. 😂🦌
Das Wetter meint es heute leider nicht ganz so gut mit uns. Regen 🌧️ statt Sonnenschein – aber davon lassen wir uns doch nicht aufhalten! Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. 😉
Weiter geht’s ins Skigebiet von Äkäslompolo, das zum Ylläs-Fjäll gehört. Mit der Gondel 🚠 schweben wir gemütlich nach oben und genießen die Aussicht. Und was für eine! Man sieht gefühlt fast ganz Finnland… 🤣😏 Na gut, das ist vielleicht ein kleines bisschen übertrieben. Aber die endlosen Wälder, Seen und sanften Fjälls sind wirklich beeindruckend. Mit 719 Metern ist der Ylläs einer der höchsten Berge Finnlands – für finnische Verhältnisse also ein richtiger Riese. 🏔️
Nach unserem Rundgang gibt’s natürlich eine wohlverdiente Ovomaltine. ☕💪 Die darf bei uns einfach nicht fehlen.
Danach bringt uns unsere Perle weiter nach Kittilä zum Freilichtmuseum. Dort machen wir natürlich ebenfalls einen gemütlichen Rundgang und tauchen ein wenig in das Leben der Menschen in Lappland von früher ein. Alte Holzhäuser, Scheunen und traditionelle Gebäude erzählen spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten.
Zum Abschluss fahren wir noch das letzte Stück nach Levi, direkt zum Stellplatz an der berühmten Weltcup-Piste. 🎿 Und ja, tatsächlich: Der Schnee ❄️ liegt dort teilweise gut eingepackt unter weißen Schutzplanen auf dem Berg. So bleibt er über den Sommer erhalten und die Skipisten können schon früh in die neue Saison starten. Dieses “Schnee einpacken” kennen wir mittlerweile von einigen Skigebieten – jedes Mal sieht es trotzdem wieder ziemlich verrückt aus. 🤣🧐
Jetzt lassen wir den Tag gemütlich ausklingen und freuen uns schon darauf, welche Abenteuer Finnland morgen wieder für uns bereithält. 🇫🇮🚐❤️
Gute Nacht 😴, Freunde! 👯♂️ Bis morgen – mal schauen.Read more
Auch heute werden wir Nass
July 10 in Finland ⋅ ☁️ 23 °C
Wie immer begann der Tag ganz vernünftig: Erst mal Kaffee ☕️. Ohne Kaffee läuft bei uns höchstens der Wasserhahn. 😜
Danach gab’s warmes Wasser 💦 in den Eimer 🪣, denn der Friedhof 🪦 auf der Frontscheibe unserer 🚐 Perle musste dringend geräumt werden. Was sich da am Vortag angesammelt hatte, war schon fast ein Insektenmuseum. 🦟🪰🐞 Nach einer gründlichen Gesichtsreinigung strahlt unsere Perle wieder wie frisch ab Werk. 😍✨
Nach den ersten 60 Kilometern war Frühstückszeit. 🥣 Natürlich an einem wunderschönen See 🤩 bei angenehmen 24 Grad. So ein Frühstück mit Aussicht schmeckt doch gleich doppelt so gut. ☀️
Dann meldete sich plötzlich der Sparfuchs 🦊: “Fahr doch schnell nach Schweden! 🇸🇪” Gesagt, getan. Warum auch nicht? Unsere 🚐 Perle hatte Durst, und bei einem Dieselpreis von 1.45 Fr. konnte sie sich den Tank mal so richtig vollschlagen. 🤣⛽️ Na ja… meistens ist mir der Preis eigentlich egal. 🤷 Aber heute durfte der Sparfuchs ausnahmsweise den Beifahrersitz übernehmen. 😏
Weiter ging’s Richtung Kolari, wo wir durch Zufall einen echten Volltreffer landeten: Kolarinsaaren Matkaparkki – ein traumhafter Stellplatz auf einer Insel. 🏝️ Direkt daneben ein Badestrand voller junger Finnen, die fröhlich ins Wasser sprangen.
Da konnten wir natürlich nicht einfach zuschauen. 🤣 Also rein ins Wasser! 🏊♂️🏊♀️
Heilige Forelle! War das frisch! 🥶🤣 Aber genau das hat alle Lebensgeister geweckt. Der Rettungsring 🛟 durfte sich entspannen – wir haben ihn glücklicherweise nicht gebraucht. 😂
Am Abend wurde der Grill angeworfen. 🌭🌭 Es gab feine Cervelas, und wir sind uns einig: Die Finnen machen die besten Cervelas im Norden! 😋🔥
Jetzt lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Unsere 🚐 Perle ist getankt und zufrieden, wir sind satt, frisch abgekühlt und glücklich.
Gute Nacht 😴, Freunde! 👯♂️ Bis morgen – mal schauen, welche Abenteuer der Norden noch für uns bereithält. 🚐❤️🇫🇮🇸🇪Read more
Wau was für ein Tag
July 9 in Finland ⋅ ☁️ 19 °C
SALPALINJA
Wenn wir schon einmal hier sind, dann schauen wir uns die Salpa-Linie natürlich auch an. Sie ist eines der beeindruckendsten militärhistorischen Bauwerke Finnlands. Der Rundweg liegt in der Nähe von Kuusamo und ist etwa 4,5 Kilometer lang.
Die Salpa-Linie entstand während des Zweiten Weltkriegs als gewaltiges Verteidigungssystem gegen einen möglichen Angriff der Sowjetunion. An diesem Abschnitt lassen sich die Dimensionen noch heute gut erkennen: Rund 950 Meter Panzerhindernisse aus riesigen Felsblöcken ziehen sich durch die Landschaft, dazu kommen 15 überdachte Maschinengewehrstände sowie etwa 2,3 Kilometer Schützen- und Verbindungsgräben.
Beim Spaziergang durch den Wald wird Geschichte plötzlich greifbar. Zwischen den Bäumen erkennt man, mit welchem enormen Aufwand diese Verteidigungsanlagen errichtet wurden. Die Stille, die heute hier herrscht, bildet einen starken Kontrast zu den Ereignissen jener Zeit und regt zum Nachdenken an.
So, das war der geschichtliche Teil für heute – jetzt geht es wieder weiter mit den schönen Seiten Finnlands.
Pentik Kartano – Wo sogar die Zeit Urlaub macht
So… und jetzt sind wir am Pentik Kartano angekommen. Ein Gutshaus, das über 160 Jahre alt ist. Also keine Sorge – wenn hier mal etwas knarzt, dann ist das keine Geisterstunde, sondern einfach Geschichte.
Früher war das Ganze ein Rentierhof. Ich stelle mir gerade vor, wie die Rentiere hier geschniegelt und geschniegelt… na gut, geschniegelt sind Rentiere eher selten. Heute geht es jedenfalls deutlich ruhiger zu. Statt Rentieren stehen Kunst, Keramik und jede Menge nordischer Gemütlichkeit im Mittelpunkt.
Hier begann auch die Erfolgsgeschichte von Pentik. Aus einer kleinen Keramikwerkstatt wurde Finnlands bekannteste Designmarke. Und das Beste: Die Keramik wird bis heute hier in Posio hergestellt – in der nördlichsten Keramikfabrik der Welt. Wahrscheinlich trocknet der Ton hier etwas langsamer… oder einfach besonders nordisch.
Beim Rundgang merkt man schnell: Hier passt alles zusammen. Alte Holzbalken, moderne Kunst, wunderschöne Natur – und diese typisch finnische Ruhe. So ruhig, dass man sich fast nicht traut zu husten. Man hört höchstens die Vögel… oder den eigenen Magen, wenn es Zeit für Kaffee und Zimtschnecken wird.
Im Sommer finden hier Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen statt. Heute genießen wir einfach die Atmosphäre und lassen die Seele baumeln. Denn manchmal braucht es gar nicht viel – nur ein altes Gutshaus, einen See, frische Luft und die Erkenntnis, dass Stress hier wahrscheinlich Hausverbot hat.
Also, bevor wir selbst anfangen zu knarzen wie das alte Gebälk, ziehen wir weiter. Finnland hat schließlich noch einige Überraschungen für uns parat.
Und weiter geht’s mit unserer Perle! 🚐💨 Nächstes Ziel: Rovaniemi.
Warum? Tja… gute Frage. Irgendwie gehört Rovaniemi für uns einfach jedes Mal dazu. Es ist wie der letzte Gang zum Kühlschrank, obwohl man genau weiß, dass man gar keinen Hunger hat. Man muss einfach noch mal hin. 🤣
Vielleicht liegt’s am besonderen Flair, vielleicht an der Atmosphäre, vielleicht daran, dass wir uns jedes Mal vornehmen: „Diesmal bleiben wir nur ganz kurz.“ Und plötzlich ist wieder der halbe Tag vorbei.
Manche sammeln Souvenirs – wir sammeln offenbar Besuche in Rovaniemi. 🤗 Also: Motor an, gute Laune einpacken und los geht’s. Mal sehen, was uns diesmal dort erwartet!
Gute Nacht 😴 FreundeRead more
Nein wir fahren nicht richtug 🇷🇺
July 8 in Finland ⋅ 🌧 13 °C
Heute ging’s zu einem Ort, den wir tatsächlich schon 2016 das erste Mal besucht haben. Also los, Perle! 💕 Ganze 38 Kilometer – die waren schneller abgespult, als der Kaffee ausgetrunken war.
In den letzten Jahren sind wir hier immer nur vorbeigefahren. Mal hat der Regen 🌧️ gewonnen, mal der Schnee ❄️. Aber dieses Mal hatte das Wetter endlich ein Einsehen.
Unser erstes Ziel war das Stille Volk – eine Sammlung aus hunderten hölzernen Figuren, die mitten in der Landschaft stehen. Und ja… der Name hält, was er verspricht: Kein Gemecker, keine Diskussionen, keiner fragt, wann wir endlich da sind. Einfach nur still. 🤫😂 Die Figuren stehen da, als würden sie auf den nächsten Bus warten – oder auf jemanden, der endlich Kaffee bringt. Wirklich liebevoll gemacht und jedes Mal entdeckt man wieder etwas Neues.
Nach so viel Stille meldete sich der Magen. Frühstück! 🍳 Natürlich gab es Greb, diese herrlich leckeren finnischen Pfannkuchen, die traditionell über offenem Feuer 🔥 in schweren Gusseisenpfannen gebacken werden. Und was soll ich sagen? Einfach traumhaft! Der Koch war mindestens genauso klasse wie sein Essen. Eine Portion fiel ihm zu klein aus. Sein Kommentar: „So kann ich das nicht servieren!“ Also bekam ich eine große Portion – und die kleine schenkte er gleich noch dazu. So lässt man sich das gefallen! 😋 Als wäre das nicht genug, gratulierte er uns auch noch dazu, dass die Schweiz 🇨🇭 im Viertelfinale steht. Da schmeckte das Frühstück gleich doppelt so gut.
Gut gestärkt ging es weiter zum nächsten Ziel. Eigentlich sollte es eine entspannte Fahrt werden… doch plötzlich wurden aus ein paar Kilometern fast 50 Kilometer Schotterstraße. 🙈 Das Wohnmobil wurde ordentlich durchgeschüttelt und vermutlich sind jetzt alle Schrauben einmal nachgezogen.
Dank meinem Schatz 🥰 und einer guten Portion Abenteuerlust haben wir aber durchgehalten.
Die Belohnung wartete am Julma-Ölkky, einer beeindruckenden Schlucht mit einem tiefen, glasklaren See. Ein echtes Paradies für Wanderer und Kanufahrer. 🛶 Wir entschieden uns allerdings ganz gemütlich für die Schiffsfahrt. 🚢 Na gut… mit einer Kreuzfahrt hatte sie ungefähr so viel gemeinsam wie unser Wohnmobil mit der Titanic. 😂 Aber wunderschön war sie trotzdem! Selbst der Regen 🌧️ konnte die Stimmung nicht verderben – und nach gut einer halben Stunde waren wir wieder an Land.
Danach hieß es Abschied nehmen vom Nationalpark. Schon bald fanden wir unseren Stellplatz direkt am Keski-Kero-See. Ruhig, friedlich und genau der richtige Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.
Fazit des Tages: stille Menschen aus Holz, ein Koch mit großem Herzen, Schotterstraßen ohne Ende, eine Mini-Kreuzfahrt im Regen und wieder einmal viele unvergessliche Erinnerungen. Genau deshalb lieben wir unsere Reisen. ❤️
So, genug erzählt.
Gute Nacht, Freunde! 😴👯♂️Read more
Neues von uns
July 7 in Finland ⋅ ⛅ 16 °C
Gut ausgeschlafen starteten wir voller Energie in den Tag. Selbst unsere treue Perle 🚐🚐 war schon wach und bereit für neue Abenteuer.
Erster Halt: Kajaani. Was für eine schöne Stadt! 🏙️ Alles ist blitzsauber, gepflegt und einfach gemütlich. Natürlich durfte die Burg 🏰 nicht fehlen – schliesslich gehört sie zu jedem Besuch dazu. Eine Stadt, in die wir jederzeit gerne zurückkommen.
Doch das Abenteuer war noch lange nicht vorbei. Rund 100 Kilometer weiter ging es nach Kaunisniemi zum berühmten Klangwald. 🌳🎶
Dort verwandelten wir uns kurzerhand in Waldmusiker. Mal klang es wie ein Profi-Orchester, mal eher wie eine Horde Elche, die eine Rockband gründen wollte. 😂 Überall gab es Klangobjekte zum Ausprobieren, und wir hatten riesigen Spass, jeden einzelnen Ton zu entdecken. Die Idee hinter dem Klangwald ist einfach genial: Die Natur und die Musik verschmelzen zu einem Erlebnis, bei dem Gross und Klein selbst mitmachen dürfen. Jeder Besucher hinterlässt seine ganz eigene Melodie – unsere war vermutlich irgendwo zwischen Waldkonzert und Elch-Symphonie. 🤣🎵
Ganz in der Nähe steht auch das grösste Freilichttheater Finnlands. 🎭 Leider war noch keine Vorstellung, dafür herrschte hinter den Kulissen schon emsiges Treiben für die kommenden Aufführungen.
So ging ein weiterer erlebnisreicher Tag voller schöner Eindrücke, viel Gelächter und unvergesslicher Momente zu Ende.
Und wie könnte man einen solchen Tag besser abschliessen als mit einem feinen Nachtessen, das mein Schatz 🥰 wieder einmal mit ganz viel Liebe zauberte. 😋❤️
Jetzt fallen uns langsam die Augen zu.
Gute Nacht 😴, liebe Freunde – bis morgen zum nächsten Abenteuer!
🚐🇫🇮Read more
Guten Morgen aus Finnland!
July 6 in Finland ⋅ 🌧 13 °C
Heute starten wir wieder mit unserer Perle in einen neuen, spannenden Tag. Nach einem gemütlichen Kaffee ☕️ und einem feinen Frühstück geht es los Richtung Crazyland bei Maliskylä.
Schon der Name verspricht Verrücktes – und genau das erwartet uns auch! 🎨 Hier zeigt ein unglaublich kreativer Künstler, was man mit einfachen Dingen alles zaubern kann. Alte Gegenstände, Schrott und Alltagsmaterialien werden zu echten Kunstwerken. Da fragt man sich unweigerlich: Warum habe ich das zu Hause eigentlich alles weggeworfen? 😂
Nach so viel Kreativität fahren wir weiter nach Vaskikello, wo uns ein Museum der ganz besonderen Art erwartet – ein Glockenmuseum! 🔔 Hier hängen Glocken aus aller Welt, sogar aus der Schweiz 🇨🇭. Und weil das offenbar noch nicht genug ist, sind selbst im Restaurant überall Glocken. 🔔😏 Wer hier nach dem Essen aufsteht, muss aufpassen, dass nicht aus Versehen noch eine Glocke läutet. Vielleicht gibt’s statt einer Rechnung einfach ein kräftiges Bing-Bong! 🤣
Nach einem leckeren Mittagessen 🥗 klingeln uns zwar fast die Ohren, aber wir machen uns auf den Weg zu unserem heutigen Stellplatz 🅿️ in Kajaani.
Kajaani ist eine gemütliche Stadt im Herzen der Region Kainuu und liegt idyllisch am Fluss Kajaaninjoki, der mitten durch die Stadt fließt. Bekannt ist Kajaani für die Ruinen der alten Burg aus dem 17. Jahrhundert und als Heimat des finnischen Nationaldichters Eino Leino. Die Stadt verbindet Geschichte mit viel Natur und ist ein idealer Ausgangspunkt für Outdoor-Abenteuer.
Unser Stellplatz liegt herrlich ruhig direkt am Fluss. Gleich daneben befindet sich eine Badestelle, die vor allem von den jungen Einheimischen rege genutzt wird. Während die Jugend mutig ins kühle Wasser springt, überlegen wir lieber noch kurz… oder genießen das Spektakel ganz entspannt vom Campingstuhl aus. 😎🌊
Ein Tag voller verrückter Kunst, klingender Überraschungen und einem entspannten Abend am Wasser – Finnland schafft es einfach immer wieder, uns zum Staunen und Schmunzeln zu bringen. 🇫🇮❤️
Gute Nacht, Freunde! 😴👯♂️ Bis morgen – mal sehen, welches Abenteuer als Nächstes auf uns wartet. 🚐💙Read more
Pause
July 5 in Finland ⋅ ☁️ 20 °C
Den ganz Tag 🤣
Pause Verlängert
July 4 in Finland ⋅ ⛅ 20 °C
Heute war wieder Pausentag… na ja, zumindest für unsere Perle 🚐. 😄
Wir haben die freie Zeit genutzt und sind noch einmal über die herrlichen Holzstege durch die wunderschönen Dünen von Kalajoki gewandert. 🥾🥾 Immer mit traumhaftem Blick auf den Bottnischen Meerbusen. 🌊
Insgesamt kamen gemütliche 6 Kilometer zusammen – bei angenehmen 21 Grad, einer Mischung aus Sonne 🌞 und Wolken ⛅️. Perfektes Wanderwetter!
Unsere Perle 🚐 durfte derweil ausschlafen und hat wahrscheinlich gedacht: „Endlich mal keine Schlaglöcher, keine Kurven – heute mache ich Wellness!“ 🤣
Als wir zurückkamen, stand sie geschniegelt und geschniegelt da, als wollte sie sagen: „Na, habt ihr euch auch ordentlich bewegt? Ich habe in der Zwischenzeit professionell gechillt!“ 😄
Jetzt sind die Wanderstiefel müde, die Beine zufrieden und wir freuen uns auf eine erholsame Nacht.
Gute Nacht, Freunde! 😴👯♂️ Bis morgen – mal sehen, welches Abenteuer als Nächstes auf uns wartet. 🚐💙Read more
















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































