Bis zum Wasserfall 🤣
September 10 in Sweden ⋅ ☁️ 18 °C
☕️🥾 Vom Silberberg über die Lachse bis zum Wasserfall im Sparmodus 🎣💦🤣
Heute Morgen stehen wir immer noch im wunderschönen Ronneby Brunnspark. Den einen Teil haben wir gestern bereits ausgiebig erkundet – heute ist also die andere Hälfte dran.
Aber natürlich gilt zuerst unsere wichtigste Morgenregel:
Ohne Kaffee ☕️ keine Wanderung!
Also erst einmal gemütlich Kaffee trinken, dann Wanderschuhe 🥾 an und los Richtung Silverberget – Silberberg.
Noch einmal geht es durch den Brunnspark und hinauf in die schöne Umgebung. Ronneby war früher ein bedeutender schwedischer Kurort, und die Gäste kamen wegen des eisenhaltigen Wassers hierher. Wir verzichten heute allerdings auf die Kur und vertrauen weiterhin auf unsere bewährte Behandlung:
Eine Tasse Kaffee und Bewegung an der frischen Luft. 🤣
Nach unserer Runde geht es zurück zur Perle 🚐.
Jetzt darf sie arbeiten.
Denn inzwischen ist auch unser Hunger aufgestanden. 🍳🤣
Wir fahren Richtung Ostsee und finden bei Bodestorp einen wunderschönen Frühstücksplatz mit Blick aufs Wasser und den kleinen Hafen mit seinen vielen Booten. ⛵️
Perle abstellen, Aussicht geniessen und mein Schatz 🥰 sorgt wie immer dafür, dass aus unserem späten Frühstück beinahe schon ein Mittagessen wird.
Aber egal wie man es nennt:
Hauptsache, es schmeckt! 😋
Gestärkt geht es weiter zu einem Ort, den wir bereits kennen – aber den kann man ruhig zweimal besuchen:
🎣🐟 Mörrum und der Mörrumsån
Auf den ersten Blick ist der Mörrumsån einfach ein schöner kleiner Fluss.
Aber wehe, man sagt einem Lachsangler hier:
„Ach, das ist doch nur ein kleiner Fluss.“ 🤣
Denn Mörrum ist in der Welt der Lachsangler eine ganz grosse Nummer.
Bereits 1231 wurde die Lachsfischerei hier schriftlich erwähnt. Die Fischereirechte gehörten früher der Krone – daher stammt auch der Name Mörrums Kronolaxfiske. Seit 1941 wird hier Sportfischerei betrieben und heute reisen Angler aus aller Welt nach Mörrum.
Also spazieren wir natürlich am Fluss entlang und kontrollieren die Lage.
Fischer? 🎣
Vorhanden.
Angelruten?
Auch vorhanden.
Geduld?
Bei den Fischern offenbar reichlich vorhanden. 🤣
Kapitaler Lachs? 🐟
Fehlanzeige!
Dabei wissen wir, dass die richtig grossen Burschen hier tatsächlich herumschwimmen.
Der grösste in Mörrum mit der Angel gefangene Lachs brachte stolze 26,72 Kilogramm auf die Waage. Und an einem einzigen Wochenende im Juni 1991 wurden unglaubliche 121 Lachse gelandet.
Wir schauen also nochmals etwas genauer ins Wasser.
Vielleicht schwimmt gerade ein 25-Kilo-Kerl an uns vorbei und denkt sich:
„Die zwei kenne ich doch – die waren schon einmal hier!“ 🤣🐟
Direkt beim bekannten Kungsforsen befindet sich auch das Laxens Hus, das Haus des Lachses. Hier schlägt gewissermassen das Herz der Mörrumer Lachsfischerei. Es gibt Ausstellungen rund um den Lachs und die Geschichte der Fischerei – sogar ein Aquarium gehört dazu.
Und Mörrum hat noch einen echten Rekord zu bieten:
1993 wurde hier eine gewaltige Meerforelle von 18,36 Kilogramm gefangen. Das Tier ist heute in der Ausstellung zu sehen. (Sveaskog)
Da bekommt der Ausdruck „Forelle zum Abendessen“ plötzlich ganz andere Dimensionen. 🤣
Interessant ist auch, dass heute ungefähr 90 Prozent der gefangenen Lachse und Meerforellen wieder freigelassen werden. Der Schutz des wilden Bestandes spielt hier eine wichtige Rolle. Mörrum ist inzwischen sogar Forschungs- und Wissenszentrum; unter anderem werden wandernde Fische gezählt und Untersuchungen zu Genetik durchgeführt. (Sveaskog)
Wahrscheinlich warten die Lachse einfach, bis unsere Perle 🚐 vom Parkplatz verschwunden ist.
Fünf Minuten später beisst dann bestimmt der Rekordlachs an. 😂🎣
Wir werden es nie erfahren.
Also weiter!
Unser nächstes Ziel klingt jedenfalls vielversprechend:
💦 Forsakar Vattenfall!
WASSERFALL!
Da denkt man natürlich an tosende Wassermassen, Gischt im Gesicht und ein Naturschauspiel, das man schon hört, bevor man es überhaupt sieht.
Also Wanderschuhe 🥾 wieder an und los auf unsere ungefähr zwei Kilometer lange Runde.
Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Wir wandern durch alten Buchenwald und entlang der tief eingeschnittenen Schlucht, die einst durch gewaltige Schmelzwassermassen nach der Eiszeit geformt wurde.
Sogar Carl von Linné kam 1749 hierher und war von der tiefen Schlucht beeindruckt.
Und dann kommen wir zum Wasserfall.
Ich hatte ja schon so eine Befürchtung. 😏
Wir hören…
nichts.
Noch ein paar Meter…
💧
Plätscher…
Ich schaue meinen Schatz 🥰 an.
„Ist er das?“ 🤔
🤣🤣🤣
Tatsächlich!
Offiziell gibt es hier sogar zwei Wasserfälle. Der obere hat eine Fallhöhe von 7,4 Metern, der untere insgesamt stolze 10,6 Meter.
Die Höhe wäre also vorhanden.
Nur das Wasser hat heute offenbar frei. 🤣💦
Statt Niagara gibt es heute:
Forsakar im Energiesparmodus.
Oder anders gesagt:
10,6 Meter Fallhöhe mit ungefähr drei Liter Wasser. 🤣🤣
Aber die Wanderung durch den Buchenwald und entlang der Schlucht ist trotzdem wunderschön und hat sich absolut gelohnt.
Und vielleicht ist das wenige Wasser sogar ein Vorteil:
Wir können den Wasserfall anschauen, ohne anschliessend die Kleider auszuwringen. 😂
Um Forsakar ranken sich übrigens auch einige alte Geschichten. Am Wasserfall soll der sagenhafte Wassergeist Näcken sein Unwesen treiben, und in den Wäldern sollen Trolle und andere Fabelwesen leben. (Länsstyrelsen)
Heute haben wir allerdings weder Trolle noch Näcken gesehen.
Wahrscheinlich hat Näcken einen Blick auf seinen Wasserfall geworfen und gesagt:
„Bei dem Wasserstand spiele ich heute auch nicht!“ 🤣💦
Also zurück zur Perle 🚐.
Wanderschuhe aus, Beine hoch und Feierabend.
Vom Silberberg in Ronneby über unser Frühstück mit Ostseeblick, die berühmten Lachse von Mörrum bis zum Forsakar-Wasserfall im Sparprogramm war heute wieder einiges dabei.
Und eines wissen wir jetzt:
Wenn wir irgendwann wieder nach Mörrum kommen, kontrollieren wir nochmals, ob der 26-Kilo-Lachs endlich auf uns gewartet hat. 🤣🎣🐟
So, genug erzählt für heute.
Gute Nacht 😴 Freunde 👯♂️Read more



























