Fazit / Zusammenfassung
June 14 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C
Wie versprochen, noch eine kleine Zusammenfassung unserer Reise.
Das war unsere zweite Camperreise in die Bretagne - ein wie wir finden, tolles Reiseziel, gerade wenn man mit dem Camper unterwegs ist.
Im Gegensatz zu 2022 starteten wir diesmal aber im Nordosten und fuhren entgegen des Uhrzeigersinns. Wir wollten dabei insbesondere auch Ziele ansteuern, die wir bisher noch nicht entdeckt hatten. Geplant hatten wir im Vorfeld nur ganz grob und lediglich die ersten Stationen etwas konkreter. Das war insbesondere deshalb auch notwendig, da wir Pfingstsamstag gestartet sind und an dem langen Feiertagswochenende sehr viel los ist – wir also vorsichtshalber auch die ersten Nächte vorbuchen wollten.
Letztendlich haben sich folgende Stationen ergeben, meistens mit Doppel- bzw. Dreifachübernachtung:
- Côte d’Émeraude (Smaragdküste) mit Saint Malo und Cancale
- Cap Erquy
- Ile Grande
- Côte de Granit Rose (Rosa Granitküste)
- Côte des Légendes mit Meneham
- Finistère & Cap Sizun
- Côte Sauvage (Quiberon-Halbinsel)
Wir waren insgesamt knapp 2900km unterwegs, wobei das Meiste (über 2200km) auf Hin- und Rückweg entfielen. In der Bretagne selbst waren die Entfernungen kurz, wir haben viel Urlaubszeit außerhalb des Campers verbracht.
*** Tanken / Maut ***
Die Dieselpreise in Frankreich waren noch etwas teurer als in Deutschland, zum Glück mussten wir nur auf Hin- und Rückfahrt tanken.
Maut ist so ein unerfreulicher Kostenblock in Frankreich. Man könnte sie sicher umgehen, indem man Autobahnen meidet, aber uns ist es ehrlich gesagt wichtiger, schnell udn entspannt ans Ziel zu kommen. Deshalb gönnen wir uns für den weiten Weg durch Frankreich immer die Autobahn - im Gegensatz zu Deutschland sind sie i.d.R. sehr leer. Auf dem Hinweg (nördlich von Paris) haben wir ca. 100€ Maut bezahlt, auf dem Rückweg (südlich von Paris) ca. 120€.
*** Wetter ***:
Bretagne hatte u.a. deshalb den "Zuschlag" (gegenüber Südfrankreich) bekommen, weil es nicht so warm ist. Die ersten 6 Tage haben usn dann eines Besseren belehrt - mit Pfingsten kam die große Hitzewelle über Westeuropa und bescherte uns Temperaturen tagsüber jdeutlich über 30 Grad, in der Sonne (und davon gabs sehr viel) deutlich mehr. Nachts kühlte es auch nur langsam ab, nicht unter 20 Grad.
Mit der zweiten Urlaubswoche wurde es erst angenehm kühl, dann deutlich kühler, und auch etwas durchwachsener. Aber es war so viel angenehmer. Der Regen hielt sich zum Glück in Grenzen, oft nur kurze Schauer, wobei die in der Bretagne - ähnlich wie in Norwegen - echt intensiv sein können.
*** Wandern / Radfahren ***
Gerade fürs Wandern ist die Bretagne perfekt. An der kompletten Küste führt der Fernwandeweg GR34 entlang. Davon kann man recht problemlos Teile in Tagestouren oder auch kürzere Etappen packen. Wir hatten drei Wanderführer dabei (Rother, Kompass, Naturverlag), aber auch bei Komoot findet man gute Anregungen. Die Landschaft ist ein Traum - Küste, Sandstrände, Felsen, Buchten, Steine. Außerdem gibt es auf dem Weg hübsche Zöllnerhäusschen oder auch Leuchttürme. Generell ist in der Bretagne der Unterschied zwischen Ebbe/Flut extrem stark und so verändert sich die Landschaft auch sehr stark - je nachdem wann man unterwegs ist.
Fürs Radfahren bieten sich e-Bikes an (hatten wir nicht dabei), es ist an vielen Stellen recht hügelig. Ähnlich wie der GR34-Wanderweg existiert der Velo45, ein Radfernweg entlang der Küste. Fahrräder lohnen sich aber auf jeden Fall, nicht nur für Radtouren, auch für kleinere Wege, z.B. zum Bäcker oder zu Wanderstartpunkten.
*** Camping ***
Auch in diesem Urlaub hat es sich wieder bestätigt – wir präferieren Campingplätze, mögen Stellplätze hingegen nicht so sehr. Obwohl wir noch aus dem letzten Jahr die Camping-Car-Park-Karte inklusive der Premiumversion hatten, nutzten wir die Stellplätze dieser Kette nur einmal auf der Rückreise.
Wie oben schon geschrieben, hatten wir die ersten Nächte von daheim vorgebucht – sowohl die Zwischenübernachtung auf der Anreise in Neufchantel-en-Bray, als auch an der Küste auf dem „Des Chevrets“. Die weiteeren Plätze haben wir entweder spontan angefahren, oder mit ein bis zwei Tagen Vorlauf von unterwegs aus gebucht. Letzteres geht bei den meisten Plätzen sehr unkompliziert, man sieht direkt, ob es noch Verfügbarkeiten gibt und kann (meist mit kleiner Anzahlung) online buchen.
Wie gewohnt, waren die Campingplätze in Frankreich alle sehr preiswert, gerade wenn wir man auf Strom verzichtet. Das haben wir – wo immer möglich – auch getan. Nur auf wenigen Plätzchen war der Strom im Preis inkludiert und damit der Übernachtungspreis auch etwas höher. Im Durchschnitt haben wir ca. 20€ pro Nacht bezahlt.
Dieses Jahr hatten all unsere ausgesuchten Plätze eine tolle Lage, meistens direkt am Strand oder zumindest nur wenige 100 Meter vom Strand entfernt. Selbst in St. Malo konnten wir aufs Wasser schauen. Und so haben uns auch viele der Plätze richtig gut gefallen. Ab und zu konnten wir direkt auf dem Platz Baguette und Croissants kaufen, teilweise mit Vorbestellung. Dort wo es nicht klappte (z.B. wegen Vorsaison), mussten wir dann teilweise ein paar Kilometer zur nächsten Boulangerie radeln.
Die Sanitäranlagen auf den meisten Plätzen waren typisch französisch, d.h. eher einfach, oft Männer/Frauen nicht getrennt und auch eher spartanisch ausgestattet (kein Toilettenpapier, keine Klobrillen). All das stört uns aber nicht – das gehört in Frankreich einfach dazu und bei den günstigen Preisen, selbst in Toplagen, würden wir auch keinen „Luxus“ erwarten.
Wir sind uns sicher, dass wir nicht das letzte Mal in der Bretagne waren. Einiges ist immer noch unentdeckt, und vieles lohnt sich zu wiederholen.Read more


TravelerDanke für die Zusammenfassung. Die deckt sich sehr mit unserer aus früheren Jahren. Das Wetter ist natürlich Glückssache, da hattet ihr viel davon 🙂.