• Wasserfallwanderung durchs Utladalen

    August 30 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Einer der Gründe, warum wir uns gestern für die Route über die RV53 entschieden haben, war die Wanderung zum Vettisvossen…
    Die Wettervorhersage war nicht berauschend, aber immerhin sollte es bis zum frühen Nachmittag einige regenfreie Stunden geben.
    Als wir morgens aufwachten, regnete es zwar nicht, aber die Wolken gingen extrem tief und es war sehr trüb.
    Egal, wir wollten es versuchen, packten also zusammen und machten uns gegen halb neun auf zum nur wenige Kilometer entfernten Wanderparkplatz.
    Er war gut gefüllt, anscheinend eher von Mehrtageswanderern. Das Übernachten im Camper ist hier hinten im Tal übrigens nicht erlaubt.
    Wir frühstückten, schmierten uns Brote für unterwegs und schnürten die Wanderstiefel. 🥾 Achja - Regenjacke und Regenhose zogen wir auch direkt an, denn es nieselte mittlerweile. Das ließ uns aber nicht abschrecken.
    Ganz kurz hinterm Parkplatz gibt’s direkt den ersten großen Wasserfall - der Hjellefossen schon sehr beeindruckend. Man kommt auch sehr nah dran.
    Ab hier geht der eigentliche Wanderweg los - ein gut zu gehender Forstweg, leicht ansteigend, aber technisch einfach. Er verläuft wunderschön durchs Utlatal, links und rechts hohe Felswände, direkt neben dem Weg verläuft der Fluss Utla, den man über mehrere Brücken immer mal wieder überquert. Nach ca. 3km kommt der nächste Wasserfall, der Avdalsfossen - dieser ist noch höher und wunderschön in die Szenerie eingebettet. Das Wetter stört gar nicht, so muss man wenigstens nicht gegen die Sonne fotografieren 😅. Und selbst bei dem trüben Wetter kann man die türkisfarbene Farbe des Flusses erahnen.
    Weitere knapp 2km weiter kommt der dritte Wasserfall, der Hjølafossen. Dieser ist ganz anders - viel flacher und breiter aber auch wunderschön.
    Weiter geht’s zum Bauernhof Vetti‘s Gard. Den erreicht man nach ca. 6km und hier endet auch der Forstweg. Jetzt muss man sich entscheiden - zurück, oder zum Fuße des Vettisfossen oder hinauf um den Vettisfossen von oben über eine Aussichtsplattform zu bestaunen. Letzteres ist sehr steil und teilweise seilversichert, bei Nässe wird davon abgeraten. Also probierten wir den Weg nach unten. Im Gegensatz zum bisherigen Weg ging’s jetzt steil und über glitschige Steine nach unten, wir brauchten Stöcke. Als es wieder stärker anfing zu regnen, entschieden wir uns umzukehren, zu rutschig war das Ganze. So haben wir den Vettisfossen leider nicht gesehen, aber die anderen drei wirklich tollen Wasserfälle. Diese bestaubten wir dann auch nochmal auf dem Rückweg, nachdem wir an Vetti‘s gard ein kleine Vesperpause eingelegt hatten.
    Ganz tolle Wanderung, auch wenn es am Ende nur kurze regenfreie Phasen waren, die meiste Strecke hatte es mehr oder weniger genieselt.
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