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Norwegen 🇳🇴 - Herbst 2026

Zunächst eine Woche Workation an der Ostsee und dann 4 Wochen Norwegen - Kystriksvegen und Vesteralen waren größere Schwerpunkte der Reise. Nur das Ende war leider nicht so wie wir uns das vorgestellt haben…. Read more
  • Trip start
    August 21, 2026

    Los geht’s nach Norden - Zwischenstopp in Soltau

    August 21 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Lange haben wir uns auf diese Auszeit gefreut. Der heiße Sommer in Deutschland und die viele Arbeit haben das Fernweh nach Norden noch vergrößert.
    Schön das es jetzt los geht - das ist nun schon unsere 9. Reise nach Skandinavien.
    So richtig haben wir erst gestern nach der Arbeit mit dem Packen begonnen, heute Vormittag noch der Rest, noch schnell die Lebensmittelvorräte aufgefüllt und dann ging es gegen 13 Uhr endlich los.
    Sobald der Camper rollt, fällt der Stress der letzten Tage und Wochen ab und es fühlt sich direkt wie Urlaub an.
    So ganz Urlaub ist es allerdings noch nicht, wir werden in der kommenden Woche noch ein paar Tage von unterwegs aus arbeiten. Aber dann warten 5 Wochen Norwegen (und vielleicht Schweden) auf uns 🤗🤗🤗

    Die Autobahnen (A5, A49, A7) waren zum Freitag Nachmittag ganz schön voll und wir erwischten den einen oder anderen Stau, aber alles noch recht erträglich. Gegen 18 Uhr erreichten wir den angepeilten Stellplatz bei Soltau.
    Der war schon gut gefüllt aber wir fanden noch ein Plätzchen. Sogar ein richtig gutes - ganz am Ende mit Blick ins Grüne.
    Bevor es im Camper Abendessen gab, spazierten wir noch über den nahegelegenen Campingplatz.
    Mittlerweile regnet es ein bisschen - der ausgetrockneten Natur tuts sicher gut.

    Wohnmobilstellplatz Imbrock, 14€
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  • Laboe - Ostsee & Schiffe

    August 22 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Wunderbar haben wir geschlafen in der ersten Nacht in unserem Camper - soviel frische Luft (es kühlte nachts auf 13 Grad ab) und totale Ruhe. So gut wie lange nicht mehr…
    Wir kochten uns einen Kaffee und machten den Camper startklar. Gegen 9 ging es zurück auf die A7 weiter nach Norden. Durch Hamburg kamen wir heute zum Samstag zum Glück ganz gut durch. Gegen halb 12 erreichten wir unseren vorgebuchten Campingplatz in der Nähe von Laboe, hier waren wir schon öfter. Wieder haben wir einen Platz weit vorn am Wasser und können so direkt aufs Meer schauen. 🤗
    Wir holten erstmal das Frühstück nach - es war anständig windig, mit 17 grad recht kühl und so entschieden wir uns, drinnen zu essen. Gut so, denn es folgte direkt ein anständiger Schauer.
    Trotz des etwas wechselhaften Wetters spazierten wir am Nachmittag ins 3km entfernte Laboe, immer an der Küste entlang.
    Gegen halb drei tauchte die große Fähre ⛴️ der Colorline auf, auf dem Weg von Kiel nach Oslo. Da kommt direkt Fernweh auf, aber das Schöne ist - einigen Tagen werden wir wohl auch auf dem Schiff sein.
    In Laboe schlenderten wir durch einige Geschäfte, gönnten uns ein leckeres Eis, spazieren am Hafen entlang und kehrten später in ein nettes Fischrestaurant ein. Ab und zu gab’s nochmal einen kleinen heftigen Regenschauer.
    Auf dem Rückweg sahen wir die Aida, die auch Richtung Norwegen aufgebrochen war und später vom Campingplatz aus dann die Stenaline auf dem Weg nach Göteborg.
    Ein schöner erster Tag am Meer 🌊 - das fühlt sich doch schon fast nach Urlaub an 😃
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  • Entspannter Sonntag am Meer

    August 23 in Germany ⋅ 🌬 18 °C

    Heute war Sonntag und wir konnten ausschlafen. Morgens kein Fluglärm wie daheim sondern nur das Meeresrauschen und etwas Wind, dazu wieder richtig frische Luft.
    Das Wetter sollte heute ähnlich werden wie gestern - viel Wind, bis zu 18 grad und ein Sonne-Wolken-Mix mit kleineren Schauern.
    Der kühle Wind lies uns wieder drinnen frühstücken, Brötchen dafür gabs im Kiosk auf dem Platz.
    Später schauten wir den Surfern am Strand zu. Eigentlich wollten wir am Nachmittag etwas radeln, beim Losfahren merkte ich (Ulli), dass meine Schaltung am MTB nicht mehr funktionierte. Der Schaltzug war gerissen 😭, wie blöd. Mal schauen ob wir das in den nächsten Tagen gefixt bekommen.
    Also hieß es Spazieren anstelle von Radeln. Und zwar in die andere Richtung - nicht nach Laboe sondern nach Stein und weiter zur Marina Wendtorf. Dort gabs lecker Fischbrötchen, auf dem Rückweg übern Deich dann noch ein weiterer Stopp an der Surf&Beach Bar für Kaffee und Kuchen. Das Wetter zeigte sich dabei mit allen Facetten - Sonne, Wind und kleinere Regenschauer. Am Abend ließ der Wind nach, an den kommenden Tagen soll’s wieder sonniger und auch wärmer werden. Schade, dass wir arbeiten müssen…
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  • Workation am Strand

    August 27 in Germany ⋅ 🌬 22 °C

    Wie angekündigt, war unser Urlaub ja noch nicht gestartet, sondern es warteten noch 4 Arbeitstage auf uns. Allerdings in so einer schönen Umgebung, wir wissen das Privileg zu schätzen.
    Ein bisschen neidisch waren wir dann aber doch auf all die Leute, die hier einfach nur Urlaub machten, während wir im Camper tatsächlich jeden der vier Tage Vollzeit am Rechner verbringen mussten. Denn es war draußen bestes Sonnenwetter.
    Immerhin hatten wir dabei einen tollen Ausblick aufs Meer 🌊 🏖️ und nach der Arbeit spazierten wir am Strand entlang zur nächsten Strandbar oder Fischbrötchen-Bude, abends genossen wir den Sonnenuntergang.

    Und ich schaffte es zum Glück, mein Fahrrad reparieren zu lassen - in Heikendorf im übernächsten Ort gab man mir kurzfristig einen Termin - ich konnte vor Ort warten. 🤗 Durch den gerissenen Schaltzug hieß das allerdings, 10km strampeln im kleinsten Gang 🚴‍♀️…

    ***

    Nun geht der Urlaub aber tatsächlich los. Eine letzte Nacht in Laboe - morgen geht’s auf die Fähre ⛴️ in Kiel.
    Einziger Wermutstropfen- das gute Wetter scheint erstmal Pause zu machen, Norwegen wird uns wohl eher mit nasskaltem Herbstwetter empfangen 😅. Egal, wir freuen uns!!! 🚐 🇳🇴🚐
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  • Mit der Fähre von Kiel nach Oslo

    Aug 28–29 in Norway ⋅ 🌧 15 °C

    In der Nacht von Do auf Fr hatte es wie angekündigt geregnet - quasi „Rausschmeißer-Wetter“ aus Deutschland. Wir kochten uns einen Kaffee, packten zusammen und fuhren los. Zunächst noch schnell zum Edeka in Stein, unsere Vorräte auffüllen, dann weiter nach Kiel zum Fähranleger der Colorline. Wie waren bereits 10:15 da, also viel zu früh. Aber so konnten wir in aller Ruhe frühstücken und dann unseren Kram für die „Auswärtsübernachtung“ zusammenpacken. 12:00 wurden die ersten Autos auf die Fähre gewunken, unsere Schlange musste allerdings fast bis zum Schluss warten. 13:15 waren wir dran - außer uns übrigens nur eine Handvoll andere Camper. Alles andere waren Pkw‘s und Lkw‘s. Das wunderte uns dann doch…

    Dadurch, dass wir fast als Letzte auf die Fähre kamen, konnten wir immerhin unser Zimmer direkt beziehen. Diesmal Kategorie Standard, aber mit Meerblick. Klein, aber echt schön.
    Die Abfahrt der Fähre erlebten wir auf dem Deck - der Regen hatte aufgehört, wie schön.
    Am Abend hatten wir das Buffet gebucht, das hatte uns beim letzten Mal (2018 hatten wir bisher ein einziges Mal diese Fähre genutzt) sehr gut gefallen. Unzählige Leckereien, da fiel uns die Entscheidung schwer - insbesondere die Meeresfrüchte sind auf dem Buffet besonders lecker. Und so waren wir am Ende mehr als satt. Wir schlenderten über die „Promenade“. Das ist schon ein kleines Erlebnis mit der Fähre - ein bisschen Kreuzfahrt-Feeling für einen Abend 😆.
    Später gab’s noch für jeden ein Bier im Pub 🍻. Dann ging’s in die Kabine und wir schauten aufs mittlerweile dunkle Meer. Über uns tobte ein Gewitter, zum Glück ohne Sturm. Überhaupt war der Seegang in den 20h durchgängig sehr niedrig, und so konnten wir später auch gut schlafen.
    Als es morgens hell wurde, zeigte sich der Himmel sogar blau und später auch kurz sonnig. Während der letzten Stunde - als wir über den Oslofjord auf also zufuhren, wurden die Wolken allerdings immer dicker.
    Gegen 10:30 waren wir von der Fähre runter.
    Unser Norwegenabenteuer kann beginnen Norwegen 🇳🇴
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  • Von Oslo bis zum Jotunheimen ins Utladalen

    August 29 in Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Als wir gegen 10:30 die Fähre ⛴️ in Oslo endlich verlassen konnten, war das Wetter besser als erwartet - kein Regen und fast ein bisschen Sonnenschein.
    Oslo wollten wir diesmal nicht besichtigen, sondern steuerten direkt den Weg nach Norden an. Allerdings wählten wir nicht die E6, sondern die E16, die hatten wir als schöner und leerer in Erinnerung. Je weiter wir Oslo hinter uns ließen, desto ruhiger wurde es auf den Straßen.
    An einem Rastplatz holten wir das Frühstück nach (auf der Fähre hatten wir Kaffee & Zimtschnecken, aber das war jetzt schon ne Weile her). Noch war es trocken aber ab 13 Uhr war zunehmend Regen angesagt.
    Wir erreichten die Stadt Fagernes und hier mussten wir uns für die weitere Route entscheiden.
    Klar war, dass wir in den Jotunheimen Nationalpark wollten - nur auf welche Seite? Die RV51 Richtung Beitostolen und Gjendesee (eine Landschaftsroute, die wir ganz gut kannten) oder noch Stück auf der E16 bleiben und dann die RV53 Richtung Øvre Ardal 🤔

    Letzteres war eigentlich der Plan, aber wegen der durchwachsenen Wettervorhersage waren wir unschlüssig. Schließlich entschieden wir uns dann doch für die 53 und ließen uns einfach überraschen.
    Man passiert hier tolle Seen, fast fjordähnlich. Irgendwann schraubt sich die Passstraße nach oben. Wir befürchteten schon Nebel und keine Sicht. Weit gefehlt - trotz duechwachsenem Wetter und leichtem Regen, hatten wir tolle Blicke aufs Fjell. Auch wenn der See nicht wie bei Sonne Türkis schimmerte, faszinierte uns die Landschaft. Es wirkte hier oben direkt etwas herbstlich.
    Kurz vor der Stadt Ovre Ardal ging’s in steilen Serpentinen wieder bergab, inkl. einiger enger und kurviger Tunnel. 🫣
    Eric meisterte es bestens, und schon bald bogen wir ins Utladalen ab. Hier wollten wir morgen wandern. 🥾
    Wir steuerten den einzigen Campingplatz im Tal an, Waren überrascht, dass wir jetzt - 17 Uhr - die einzigen Gäste waren. Aber später wurde es voller.
    Mittlerweile regnete es immer stärker, der Platz stand ziemlich unter Wasser und die umliegenden Berge waren durch tiefhängende Wolken verdeckt. Ob das morgen mit der Wanderung klappt?
    Wir machten uns später Sandwiches, genossen den Abend im Camper und freuten uns, dass wir schon so schöne erste Eindrücke von Norwegen sammeln konnten.

    🚐: 298km
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  • Wasserfallwanderung durchs Utladalen

    August 30 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Einer der Gründe, warum wir uns gestern für die Route über die RV53 entschieden haben, war die Wanderung zum Vettisvossen…
    Die Wettervorhersage war nicht berauschend, aber immerhin sollte es bis zum frühen Nachmittag einige regenfreie Stunden geben.
    Als wir morgens aufwachten, regnete es zwar nicht, aber die Wolken gingen extrem tief und es war sehr trüb.
    Egal, wir wollten es versuchen, packten also zusammen und machten uns gegen halb neun auf zum nur wenige Kilometer entfernten Wanderparkplatz.
    Er war gut gefüllt, anscheinend eher von Mehrtageswanderern. Das Übernachten im Camper ist hier hinten im Tal übrigens nicht erlaubt.
    Wir frühstückten, schmierten uns Brote für unterwegs und schnürten die Wanderstiefel. 🥾 Achja - Regenjacke und Regenhose zogen wir auch direkt an, denn es nieselte mittlerweile. Das ließ uns aber nicht abschrecken.
    Ganz kurz hinterm Parkplatz gibt’s direkt den ersten großen Wasserfall - der Hjellefossen schon sehr beeindruckend. Man kommt auch sehr nah dran.
    Ab hier geht der eigentliche Wanderweg los - ein gut zu gehender Forstweg, leicht ansteigend, aber technisch einfach. Er verläuft wunderschön durchs Utlatal, links und rechts hohe Felswände, direkt neben dem Weg verläuft der Fluss Utla, den man über mehrere Brücken immer mal wieder überquert. Nach ca. 3km kommt der nächste Wasserfall, der Avdalsfossen - dieser ist noch höher und wunderschön in die Szenerie eingebettet. Das Wetter stört gar nicht, so muss man wenigstens nicht gegen die Sonne fotografieren 😅. Und selbst bei dem trüben Wetter kann man die türkisfarbene Farbe des Flusses erahnen.
    Weitere knapp 2km weiter kommt der dritte Wasserfall, der Hjølafossen. Dieser ist ganz anders - viel flacher und breiter aber auch wunderschön.
    Weiter geht’s zum Bauernhof Vetti‘s Gard. Den erreicht man nach ca. 6km und hier endet auch der Forstweg. Jetzt muss man sich entscheiden - zurück, oder zum Fuße des Vettisfossen oder hinauf um den Vettisfossen von oben über eine Aussichtsplattform zu bestaunen. Letzteres ist sehr steil und teilweise seilversichert, bei Nässe wird davon abgeraten. Also probierten wir den Weg nach unten. Im Gegensatz zum bisherigen Weg ging’s jetzt steil und über glitschige Steine nach unten, wir brauchten Stöcke. Als es wieder stärker anfing zu regnen, entschieden wir uns umzukehren, zu rutschig war das Ganze. So haben wir den Vettisfossen leider nicht gesehen, aber die anderen drei wirklich tollen Wasserfälle. Diese bestaubten wir dann auch nochmal auf dem Rückweg, nachdem wir an Vetti‘s gard ein kleine Vesperpause eingelegt hatten.
    Ganz tolle Wanderung, auch wenn es am Ende nur kurze regenfreie Phasen waren, die meiste Strecke hatte es mehr oder weniger genieselt.
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  • Weiterfahrt an den Sognefjord

    August 30 in Norway ⋅ 🌧 12 °C

    Nach der schönen Wanderung durchs Utladalen überlegten wir, wie es weitergehen sollte. Es war noch nicht mal 14 Uhr, allerdings nieselte es und für abends war stärkerer Regen angesagt.
    Eigentlich war die ursprüngliche Idee, dass wir den Tindevegen quer durch den Jotunheimen NP rüber zum Sognefjell nehmen, aber bei dem Wetter sicher nicht so perfekt. Schließlich führt diese schmale Passstraße quer übers Fjell auf über 1300 Metern Höhe.
    Um im Utladalen zu bleiben, war es zu früh am Tag. Also entschieden wir spontan, weiter die RV53 zum Sognjefjord zu nehmen. Vielleicht zeigt sich das Wetter ja für ein, zwei Stunden gnädig.
    Kaum waren wir aus Ovre Ardal raus, hörte tatsächlich der Regen auf und es gab erste Wolkenlücken am Himmel. Ach wie schön 🤩.
    Die RV53 führte komplett an einem Arm des Sognefjords entlang, total schön. Bei Sonne sicher noch schicker, aber da es total windstill war, spiegelten sich die Berge richtig hübsch im Wasser.
    Irgendwann kamen wir auf die E5 und erreichten die Fähre ⛴️ in Fodnes (bei Lærdal) die uns auf die andere Seite des Fjords bringen sollte. Hier waren wir schon mal 2021 - der Rest bisher war Neuland für uns.
    Die Fähre legte gerade an, wie praktisch und wir kamen auch direkt mit. Lange dauerte die Fahrt bis Mannheller (bei Kaupanger) nicht.
    Jetzt fuhren wir erst die E5 noch ein Stück weiter und bogen dann auf die RV55 nach Nordosten ab.
    Gegen 16 Uhr steuerten wir den Campingplatz Lyngmo in Hafslo an, auch hier waren wir 2021 schon und der hatte uns damals total gut gefallen. Kleiner Platz direkt am Hafslo See mit hübschen Plätzen und guter Ausstattung. Es waren auch nur eine Handvoll Camper da (fast alle Deutsche), so dass wir problemlos ein Plätzchen fanden. Die Rezeption war nicht mehr besetzt, man soll einfach am nächsten Morgen bezahlen.
    Durch die Windschutzscheibe schauten wir auf den See, spät am Abend sah das mit den beleuchteten Häusern auf der anderen Seeseite richtig schick aus.
    Achja, der angekündigte Regen setzte nicht ein - was für ein Glück.
    (Im Jotunheimen NP muss es hingegen die ganze Nacht kräftig geregnet haben, wie wir später erfahren haben).

    🚐: 77km
    🥾: 12,5km, 460 HM
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  • Vom Sognefjord aufs Sognefjell

    August 31 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Heute haben wir ausgeschlafen und wachten bei Sonne auf. Wie schön 🤩.
    Da die Rezeption erst 9 Uhr öffnete, konnten wir uns Zeit lassen. Dann bezahlten wir den Platz (ohne Strom 435 NOK, 2021 waren es noch 300) und machten uns auf dem Weg. In Gaupne tankten wir noch schnell und kauften im COOP einige Lebensmittel ein. So schön, wieder mal in Norwegen einkaufen zu können.
    Dann geht’s endlich los - unsere Fahrt aufs Sognefjell - für mich tatsächlich eine der schönsten Straßen Norwegens. Dadurch dass wir uns gestern gegen den Tindevegen entschieden haben, fuhren wir die Straße heute von Anfang an, also vom Sognefjord und bekamen nochmal tolle Blicke aufs Wasser, allerdings auch immer wieder recht enge Stellen auf der Straße. An einem der Aussichtsplätze frühstückten wir - total idyllisch und richtig warm war es.
    Irgendwann war das Fjordende erreicht und die Straße schraubte sich nach oben. Auf den Bergen hingen noch sehr dicke Wolken, wir waren gespannt, ob wir überhaupt freie Sicht auf dem Fjell haben werden oder in Wolken und Nebel versinken.
    Die Sorge war unbegründet - wir hatten tolle Sicht und nach und nach tauchten immer mehr Bergspitzen des Jotunheimen Gebirges auf. Wir hielten oft an und machten viele Fotos.
    In Krossbu - ein Stück hinter dem höchsten Punkt der Straße steuerten wir den Wanderparkplatz an und starten auf eine kleinere Runde. Anfangs war’s eher schattig, später kam die Sonne immer stärker raus. Aus der Runde wurde allerdings nichts, die Bäche führten nach dem vielen Regen der letzten Tage so viel Wasser, dass wir es nicht überall schafften, sie zu überqueren. Also ging’s den gleichen Weg wieder zurück - war trotzdem gut. Andere Wanderer erzählten, dass es hier die ganze Nacht und noch bis morgens 11 Uhr regnet hatte. Na da hatten wir ja wirklich Glück mit unserer Routenwahl gestern und heute 🤗.

    Nach der kleinen Wanderung fuhren wir wieder ein Stück zurück auf einen der Parkplätze, die wir vorher schon passiert hatten, um die Nacht hier zu verbringen. War anfangs gar nicht geplant, aber bei dem mittlerweile tollen Wetter wollten wir das Sognefjell einfach noch ein Stück länger genießen. Genau auf diesem Platz haben wir übrigens auch 2021 über Nacht gestanden. Vom Parkplatz aus folgten wir noch einem kleinen Wanderweg - die Landschaft hier oben faszinierte uns mal wieder.

    Der klare Himmel bescherte uns übrigens eine kalte Nacht - auf 2 Grad kühlte es in den Morgenstunden ab, das störte uns aber nicht weiter.

    🚐: 83km
    🥾: 5,8km, 190 HM
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  • Sognefjell, Sladalsvegen, Trollstigen

    September 1 in Norway ⋅ ☁️ 13 °C

    Gut haben wir hier oben auf dem Fjell übernachtet - und dank (moderat eingestellter) Heizung auch nicht gefroren. Als wir aufwachten, war es draußen noch total neblig, aber die Sonne ließ sich schon erahnen. Nach einem ersten schnellen Kaffee starteten wir gegen halb neun, aber erstmal nur wenige Kilometer bis zur Sognefjellhütte. Dort hielten wir für ein paar Fotos an. Der Nebel wich nun endgültig der Sonne.
    Anschließend fuhren wir die komplette RV55 zu Ende bis nach Lom. Nach den anfänglich hohen Bergen schraubte sich die Straße wieder langsam runter und wurde im Leierdalen immer lieblicher.
    In Lom gab’s einen kleinen Stopp - das was vermutlich jeder hier macht - die sehr leckere Bäckerei besuchen (ein Brot und Zimt- und Puddingschnecken wanderten in unsere Einkaufstüte 😋), außerdem fotografierten wir die bekannte Stabkirche, allerdings nur von außen. Allzu lange hielten wir es heute aber nicht in dem trubeligen Ort aus - mehrere Reisebusse machten gerade einen Stopp, es war also recht viel los.
    Wir wechselten nun auf die E15 Richtung Otta. In Vagamo bogen wir jedoch schon wieder ab, dank Google hatten wir eine Abkürzung entdeckt, die sehr vielversprechend klang - den „Sladalsvegen“. Das ist eine ca. 30km lange Gravelroad nach Norden, die über eine Hochebene führt. Sie ist mautpflichtig (100NOK), aber soll landschaftlich sehr reizvoll sein. Genau das war sie auch, die Straße trotz Gravel auch recht gut zu befahren. Also eine tolle Alternative zur E6.
    Am Ende des Sladalsvegen mussten wir uns entscheiden - weiter nach rechts nach Dombas und dann über die E6 nordwärts oder weiter nach links übers Romsdalen nach Andalsnes. Wir entschieden uns für letzteres, wieder einmal Neuland für uns. Zunächst war die Strecke nichts besonderes, aber dann startete das Romsdalen mit einem Fluss, der sich durch Felsen schlängelte, einer schicken Stromschnelle und dann die großen sehr beeindruckenden Felswände. Die Trollveggen kurz vor Andalsnes sind übrigens die höchste senkrechte Felswand Europas.
    Entgegen der Wettervorhersage war es jetzt - 16 Uhr immer noch trocken, so dass wir ganz spontan noch den Trollstigen hoch- und wieder runtergefahren sind. Eigentlich hatten wir das erst morgen früh geplant, haben dann aber gesehen, dass morgen zwei Kreuzfahrtschiffe im Andalsnes anlegen. Wie blöd, das wird sicher sehr trubelig und wir hatten keine Lust uns den Trollstigen mit entgegenkommenden Bussen zu teilen.
    Später checkten wir auf dem Campingplatz in Andalsnes ein - direkt am Raumafluss umgeben von den hohen Bergen des Romsdalen, eigentlich ganz idyllisch, aber man hörte die E136 ein bisschen.

    🚐: 248km
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  • Wanderung durchs Innerdalen

    September 2 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C

    Schone lange stand das Innerdalen auf unserer Wunschliste - angeblich Norwegens schönstes Tal. Bisher hatte es nur noch nicht in die Touren gepasst - lag nicht auf der Route oder das Wetter war zu schlecht.
    Dieses Jahr sollte es nun endlich klappen - dafür hatten wir in Andalsnes unseren Wecker gern auf 6:30 gestellt. Nach über 2,5 Stunden Anfahrt holten wir auf dem Wanderparkplatz unser Frühstück nach, schnürten die Wanderstiefel und starteten gegen den 10 Uhr unsere Tour. Bis ca 14 Uhr war perfektes sonniges Wetter angesagt. Der Parkplatz hier hinten im Tal ist übrigens ausreichend groß, kostet unter der Woche 75 NOK, am Wochenende 175 NOK.
    Man kann im Innerdalen auch gut mehrtagestouren oder sehr große Tagestouren unternehmen. Wir entschieden uns aber für die Klassiker - den Weg zur Innerdalshytta und zurück. Am Anfang geht’s gleich ordentlich bergauf, aber auf breitem Weg. Überhaupt ist der Wanderweg technisch gar nicht anspruchsvoll, dafür wunderschön. Blick auf einen Gletscher, die umliegenden Berge, zwei Seen und viele süße Holzhütten mit Grasdächern. Für tolle Fotomotive ist also reichlich gesorgt. Die Innerdalshütte hat bis Mitte September geöffnet - sie ist für ihre leckeren Waffeln bekannt und natürlich ließen wir uns das nicht entgehen. Hinter der Hütte gibt’s einen wunderschönen Aussenbereich mit Blick auf Berge und See. Dort ließen wir uns in der Sonne die leckeren Waffeln 🧇 schmecken.
    Wir liefen noch ein kleines Stück weiter, hier werden die Wege etwas anspruchsvoller und Stöcke würden nicht schaden.
    Irgendwann ging’s den gleichen Weg zurück, es zogen wie angekündigt immer mehr Wolken auf. Ganz am Ende fing sogar leichter Nieselregen an. Gut dass wir so früh gestartet waren.
    Auch wenn der Besuch des Innerdalen doch einige Kilometer bedeutete, hat sich dieser Ausflug für uns total gelohnt 😄.

    🥾: 10,7 km, 414 HM
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  • Von Andalsnes übers Innerdalen nordwärts

    September 2 in Norway ⋅ 🌧 12 °C

    Eigentlich hatten wir für Andalsnes noch Aktivitäten geplant, z.B. mit der Seilbahn 🚠 zu fahren oder auch zu wandern. Die zwei angekündigten Schiffe, die ganztägig im Hafen liegen sollten, schreckten uns allerdings ab, so dass wir uns gestern Abend schon fürs Weiterfahren und einen Abstecher ins Innerdalen entschieden hatten. Bis zum frühen Nachmittag war sehr sonniges Wetter angesagt, das Innerdalen allerdings 2,5h Fahrstunden entfernt. Deshalb klingelte heute der Wecker bereits 6:30. kurz nach 7 Uhr rollten wir vom Platz.
    Unsere Route führte über die 64, später die 660 viel am Wasser entlang, aber auch über einen kleinen Bergpass. Straßen eher schmal, etwas anstrengend zu fahren.
    Gegen 9:30 kamen wir in Nerdal am Wanderparkplatz des Innerdalen bei bestem Wetter an. Zur Tour wird’s einen eigenen Footprint geben.

    Nach der Tour wollten wir noch ein Stück nordwärts fahren, es war 15 Uhr und mittlerweile wolkenverhangen mit Nieselregen.
    Über die E70 und dann lange die 65 steuerten wir auf Trondheim zu. Bis dahin war’s ne nette Fahrt (inkl. kleiner Fährfahrt).
    Bei Trondheim mussten wir auf die E6 wechseln. Viele Baustellen, dichter Verkehr und mittlerweile Starkregen machten die Fahrerei sehr unangenehm. Es wurde langsam Zeit für einen Übernachtungsplatz. Den fanden wir in Levanger dank P4N. Ein geschotterter Stellplatz für 10 Wohnmobile, wahlweise mit Strom. Wasser, Entsorgung, Wc dabei. 250NOK bzw. 25 € (Cash). Erstaunlicherweise blieben wir hier der einzige Camper. Haben übrigens sehr ruhig und gut hier geschlafen.

    🚐: 391 km
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  • Weiter nordwärts auf die Insel Leka

    September 3 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    Nachdem wir gestern schon einen guten Satz Richtung Norden gemacht haben, sollte es heute nochmals ein ganzes Stück weiter gehen. Wir wollten den Kystriksvegen RV17 erreichen - eine ca. 600km lange Küstenstraße und gleichzeitig eine von Norwegens Landschaftsrouten. Hier waren wir auch schon auf unserer Nordnorwegen-Tour 2020, allerdings sind wir damals eher „durchgedüst“. Dieses Jahr wollen wir uns mehr Zeit lassen und auch einige der vorgelagerten Inseln erkunden.

    Zunächst starteten wir aber in Levanger im Regen, es schüttete anständig. Deshalb entschieden wir uns in Steinskjer auch dagegen, direkt auf den südlichsten Abschnitt der RV17 zu wechseln. Denn Aussicht gabs kaum, dann lieber noch ein Stück auf der breiteren und schnelleren E6.
    In Gartland bogen wir dann aber endlich auf den Kystriksvegen ab - und siehe da, der Himmel riss auf und die Sonne kam raus. Na das ist doch mal gutes Timing 😄.
    Wir wollten heute noch auf die Insel Leka übersetzen, jetzt in der Nachsaison fahren die Fähren dorthin nur noch stündlich, am Wochenende noch seltener. Wir schafften die 15:10-Fähre, die Schlange vor uns war sehr überschaubar und die Fähre ⛴️ kam fast zeitgleich mit uns.
    Seit einigen Jahren sind einige der Fähren auf dem Kystriksveien kostenlos (mit Ausnahme der Sommermonate Juli/August), so auch diese.
    Nach 20 Minuten Fahrt erreichten wir Leka, dort steuerten wir den einzigen Campingplatz der kleinen Insel an.
    Es gibt dort viele Stellplätze auf der Wiese (350 NOK) und Panoramaplätze nahe am Meer (450 NOK). Da wir keinen Strom brauchten, bekamen wir einen der besten Plätze zugewiesen - total groß, super Ausblick und mit eigener Tisch-Bank-Kombination. Das erinnerte direkt an die großzügigen Plätze in amerikanischen Nationalparks.

    Was für eine Idylle 😍. So eine tolle Lage und dazu absolut windstill.

    Am Abend gab’s dicke Wolken und nochmal kleinere Schauer, aber für die nächsten zwei Tage ist bestes Wetter angesagt. 🤗🤗🤗

    🚐: 244 km
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  • Radeln & rote und gelbe Steine auf Leka

    September 4 in Norway ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir haben mal wieder bestens geschlafen - absolute Ruhe hier auf Leka. Die dicken Wolken von gestern haben sich verzogen und es erwartete uns der angekündigte sonnige Tag. Dazu war es wieder absolut windstill, das Meer lag total ruhig vor uns. Perfekt um draußen zu frühstücken. ☕️ 🥤 🥪 🥪 🍇 🥒 🍑

    Wir überlegten, wie wir die Insel am besten erkundigen wollen - eher mit dem Camper rumfahren und hier und da wandern oder per Fahrrad.
    Wir entschieden uns für die Radrunde 🚴‍♀️🚴‍♂️ - über die Insel führt eine Ringstraße, ca. 26km lang + ein paar Höhenmeter, also perfekt fürs Fahrradfahren. Noch dazu gab es so gut keinen Autoverkehr. Aller paar Kilometer gingen Wanderwege ab ins Inselinnere. Gestern beim Check-In hatten wir dazu auch eine Übersichtskarte erhalten. Die Südost-Seite der Insel, wo auch der Campingplatz liegt, ist eher landwirtschaftlich geprägt.
    Die für die Insel typischen Felsen gibt’s in der Inselmitte und auf der Nordwestseite.
    Diese Felsen machen die Insel zu einem geologischen Highlight - in de Form einzigartig in Europa. Es erinnert eher an den Südwesten der USA. Und das ist kein Zufall, ist sie wohl als amerikanisches Überbleibsel vor vielen Millionen Jahren entstanden. Mehr dazu kann man gut auf dem Nordlandblog nachlesen:

    https://www.nordlandblog.de/insel-leka/

    Wir machten unterwegs viele Fotos, waren dabei tief beeindruckt von den prächtigen Felsen in Verbindung mit dem Meer. Zwei der Wanderwege, an denen wir vorbeikamen, nahmen wir auch unter die Füße. Die Tour zur Lekamøya und zum Stoypet, letztere führte uns zu den besonderen rot-gelben Steinen und Felsen.

    Am Abend gab’s leckere Wraps - wir konnten wieder draußen sitzen. Was für ein schöner Tag 😊🤗 ☀️

    🚐: 0 km
    🚴‍♀️: 26 km
    🥾: 4,2 km
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  • Wandern auf Leka - Aufstieg auf den Vattind

    September 5 in Norway ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir hatten gestern unseren Stellplatz um eine weitere Nacht verlängert - Leka ist so schön und verdient einen weiteren vollen Tag. Zumal heute (Samstag) wieder bestes Wetter angesagt war.
    Eric holte morgens frische Brötchen beim Joker 🚴‍♂️, anschließend gab’s wieder Frühstück draußen in der Sonne mit Blick aufs Wasser.
    Noch waren wir unschlüssig, ob wir auf den Vattind wandern wollen (Lekas höchsten Berg) oder uns die kleine Halbinsel Skeisnesset anschauen sollten - ein Kulturdenkmal aus Heidelandschaft und kleinem Lehrpfad. Wir entschieden uns für den Berg ⛰️, erhofften uns tolle Ausblicke.
    Zunächst mussten wir dafür knapp 4km zum Wanderstartpunkt radeln, von dort aus ging’s 3,5km bergauf - ein richtig schöner Wanderpfad mit tollen Ausblicken. Wir konnten in der Ferne den Torghatten sehen, aber auch die Inseln Vega und sogar Donna.
    Fast die ganze Wanderstrecke ist auch Teil der „Herlaugsløypa“, eine 11km Rundtour durchs Lekafjell und angeblich eine von Norwegens schönsten Wanderungen. Diese Tour war uns allerdings zu viel - dauert über 6h und ist auch recht anspruchsvoll.
    Der Vattind war auch ein richtig schönes Ziel. Oben gabs ne Vesperpause, dann ging es über den gleichen Weg zurück und mit den Rädern zurück zum Campingplatz.

    Der Rest des Tages lief entspannt - Kaffee ☕️ und Stückchen auf unserem Stellplatz, mal wieder Wäsche waschen, abends Kochen und draußen essen, dabei die Schiffe beobachten 😊 🛳️.

    🚐: 0 km
    🚴‍♀️: 7 km
    🥾: 6,9 km, 420 HM
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  • Brønnøysund und das Loch im Torghatten

    September 6 in Norway ⋅ 🌧 13 °C

    Nach drei Übernachtungen auf Leka ging’s heute wieder zurück aufs Festland und weiter nach Norden.
    Das Wetter für heute war durchwachsen angesagt, insbesondere am Vormittag viel Regen.
    Beim Start am Campingplatz war’s aber noch ok, so dass wir uns beim Warten auf die Fähre zurück zum Festland die Zeit mit Fotografieren vertreiben konnten. Bzw. ich fotografierte und Eric füllte mit der Kanne noch etwas Frischwasser nach 😉.
    Wie schon auf dem Hinweg war die Fähre kostenlos und brachte uns in 20 Minuten zurück aufs Festland. Dicke dunkle Wolken um uns herum brachten die angekündigten Regenschauer.
    Zurück auf dem Kystriksveien gings weiter nach Norden, nach einer reichlichen halben Stunde erreichten wir den Fähranleger Holm und damit die erste von insgesamt sechs Fährverbindungen auf dieser Landschaftsroute. Die Wartezeit aufs Schiff nutzten wir fürs Frühstück. Dabei wurde die Heizung angestellt - draußen regnete es heftig und es war echt kühl. Der Herbst lässt grüßen. 🍂
    Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass das Laub an den Bäumen immer gelber wird.
    Nach der Fährfahrt ging’s auf der Straße noch ein Stündchen weiter Richtung Brønnøysund (inkl. Kleiner Einkaufsstopp im Supermarkt) und dann weiter Richtung Torghatten.
    Das Wetter besserte sich zunehmend - trotz dicker Wolken übernahm so langsam die Sonne.
    2020 waren wir auch schon hier - damals gabs am Wanderstartpunkt zum Torghatten nur einen Miniparkplatz für eine Handvoll Autos. Mittlerweile ist es ein riesiger Platz für unzählige Wohnmobile und Autos, heute allerdings nicht so voll. Wir nutzten den Parkplatz aber nicht, sondern fuhren weiter zum Campingplatz. Den hatten wir aus 2020 in bester Erinnerung. Und auch heute überzeugte er uns. Rezeption war tagsüber geschlossen - abends bezahlten wir 300 NOK für die Nacht - günstiger als gedacht.
    Wir suchten uns einen schönen Stellplatz aus, schnürten unsere Wanderstiefel 🥾 und nutzten das mittlerweile gute Wetter für den Aufstieg auf den Torghatten. Der Wanderweg war 2020 schon recht einfach zu gehen, mittlerweile wurde der Weg von nepalesischen Sherpas mit Steintreppen präpariert und ist nun wirklich gut zu gehen. Man muss aber sagen, dass diese Treppen wirklich schick aussehen - sehr naturbelassen und gut in die Landschaft integriert. Eigentlich unvorstellbar, was hier geleistet wurde…
    Es geht anständig bergauf und schon hat man das riesige Loch im Fels erreicht, was den Torghatten so populär macht. Obwohl wir schon zum zweiten Mal hier waren, sind wir von dieser Naturgewalt wieder tief beeindruckt.
    Man kann durch das Loch durchwandern. Und auch auf der anderen Seite gibt es jetzt neu die Sherpatreppen, so dass wir diesmal den Abstieg auf der anderen Bergseite wählten. Das war früher deutlich anspruchsvoller und ausgesetzter, jetzt ist es einfach zu gehen. Der Rundweg führte uns wieder direkt zum Campingplatz zurück.
    Schöner Ausflug und diese recht kurze Wanderung war für das wechselhafte Wetter heute genau richtig - wir sind trocken geblieben. 🤗
    Gegen 18 Uhr passierte das südgehende Hurtigroutenschiff 🚢 die Seepassage direkt am Campingplatz- immer wieder schön zu fotografieren 😍.
    Später wurde gekocht und diesmal wieder drinnen gegessen - mittlerweile regnete es wieder und es ist auch windiger geworden.

    🚐: 109 km
    🥾: 4,5 km, 165 HM
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  • Zwei Fähren und viel Regen

    September 7 in Norway ⋅ 🌧 12 °C

    Für heute, Montag war schon länger schlechtes Wetter angesagt und zwar für den ganzen Tag. Zunächst wollten wir den Tag also auf irgendeinem Platz ganz entspannt verbringen. Aber so gar nichts machen, wollten wir auch nicht.
    Deshalb fuhren wir morgens nach dem Ausschlafen vom schönen Campingplatz am Torghatten zurück nach Brønnøysund. Nach einem kurzen Einkaufsstopp bei Kiwi ging’s weiter nach Holm zur nächsten Fähre auf dem Kystriksveien. Auch wenn die Aussicht bei dem Wetter mies sein wird, wollten wir zumindest ein klein bisschen Strecke machen. Gerade war eine Fähre weg, mussten deshalb ca. eine Stunde auf die nächste warten.
    Hier in Holm starten auch die Fähren auf die Insel Vega. Eigentlich hätte uns diese Insel auch gereizt, allerdings fahren die Fähren jetzt in der Nebensaison so selten (insbesondere die von der Insel wieder zurück nur aller zwei Tage), dass uns das zu unflexibel war.
    Deshalb blieben wir auf dem Kystriksveien. Unsere Fähre brachte uns nach der Wartezeit in nur 20min ans andere Ufer nach Andalsvågen. Hier hieß es dann Gas geben. Denn die nächst nördlichere Fähre ist genau getaktet, man muss die 17km sehr zügig zurücklegen um sie zu schaffen - oder alternativ wieder zwei Stunden auf die Folgedähre warten. Da es heute bei dem Regen wenig Anlass für kleine Stopps unterwegs gab, entschieden für uns fürs Gas geben und erreichten die nächste Fähre gerade so. Diese Strecke Forvik-Tjøtta dauerte länger, eine knappe Stunde. Deshalb gingen wir an Deck, machten ein paar Wolkenfotos und gönnten uns Waffeln und Kaffee.
    In Tjøtta angekommen, steuerten wir den nahegelegenen Offersoy Campingplatz an - ein sehr netter Platz am Wasser, von einem holländischen Paar betrieben. Andere Wohnmobile von der Fähre taten es uns gleich. Später kamen noch einige dazu.
    Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich im Camper mit Lesen, Bildern sichern und sichten, Tee, Kaffee, Füße hochlegen. So ein halber „Relax-Tag“ zwischendurch ist auch mal schön 😃.
    Für die Nacht gab’s ne sehr gute Polarlichtprognose - KP4,67. der Platz wäre mit seiner Lage perfekt gewesen, aber leider blieb es nachts komplett bewölkt inkl. einiger Regenschauer - schade ☹️.

    🚐: 54 km
    🥾: 0 km
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  • Insel Dønna, Elche und Polarlicht

    September 8 in Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Die Insel Vega hatten wir ja aufgrund der wenigen Fährverbindungen von unserer Route gestrichen. Dafür wollten wir heute auf die etwas nördlichere Insel Heroy übersetzen und dann von dort über eine Brücke auf die Insel Dønna, die größte der Helgelandsinseln weiterfahren. Die Fähre hierfür fuhr nur unweit unseres Campingplatzes der letzten Nacht ab.
    Wir hatten uns den Wecker gestellt, um pünktlich die 8:30-Fähre zu erwischen. Eigentlich war für heute recht gutes Wetter angesagt, allerdings hingen am Morgen noch dicke Wolken über den Bergen und es gab auch ab und zu noch Regenschauer.
    Gegen 9 Uhr erreichten wir die Insel Herøy, wollten den Tag mit einer kleinen Wanderung starten, die gute Ausblicke aufs Festland und die markante Felskette „Sieben Schwestern“ bieten sollte. U.a. wird die Tour auf die Stortuva vom Nordlandblog empfohlen und ist als „leicht“ eingestuft. Zum Wanderstartpunkt passierten wir die schmalen Straßen der Insel, fanden einen kleinen Parkplatz am Straßenrand.
    Die Tour startete gut ausgeschildert und auf einem netten Pfad, schnell wurde der Weg aber sehr matschig. Typisch norwegisch… 😅 Das allein wäre ok gewesen, aber wir mussten einige Felsen hochklettern - diese waren durch den Regen extrem rutschig, genau wie der Boden zwischen den Felsen. Dort versank man regelrecht im Schlamm. Da nützten auch die Seile zum Hochziehen nicht so viel. Wir brachen deshalb die Tour ab und begnügten uns mit dem Ausblick auf mittlerer Höhe, die anderen Ausblicke hielten wir per Drohne fest 😂 und stellten fest, dass die „Sieben Schwestern“ in dicken Wolken festhingen und gar nicht zu sehen gewesen wären…
    Trotzdem etwas schade, aber es war einfach zu nass und rutschig.
    Weiter ging’s mit dem Auto, jetzt per Brücke rüber auf die große Insel Dønna.
    Leider schaffte es die angekündigte Sonne nicht so richtig gegen die Wolken. Das hätte die Landschaft sicher noch besser wirken lassen. Denn es gab große Berge (ganz markant der „Donnamannen“) und schönes Herbstlaub.
    Und uns motivierte das durchwachsene Wetter auch nicht wirklich für ne weitere Wanderung oder einen Ausflug zu einem bekannten Strand der Insel, den man nur über eine längere Schotterstraße erreicht. War eigentlich angedacht…
    So nahmen wir am Nachmittag die Fähre zurück aufs Festland und fuhren noch ein Stück weiter nach Norden.
    Dabei passierten wir die schicke Helgelandsbrücke, stoppten hier für ein paar Fotos.
    17 Uhr ging’s für heute ein drittes Mal auf die Fähre - eine der 6 Fährverbindungen des Kystriksveien- von Levang nach Nesna.
    Anschließend suchten wir uns einen Platz für die Nacht. Ich hatte bei P4N einige Sachen gesehen. Die ersten davon waren leider schon belegt. Wir fuhren also weiter - und siehe da. Unser erster Elch 🫎 auf einer Wiese am Straßenrand. Bzw. drei Elche. Wie schön 😍, auch wenn ich nicht das perfekte Objektiv auf der Kamera hatte.
    Wenig später wurden wir auch bzgl. Stellplatz fündig. Genau noch ein Platz frei - da hatten wir Glück. Der Stellplatz ist kostenlos, aber richtig gut angelegt und auch ein Stück von der Straße entfernt. Einziger Nachteil - kein freier Blick (idealerweise auf Wasser) nach Norden. Das streben wir ja eigentlich immer an für den Fall, dass sich das Polarlicht zeigt. Denn auch heute Nacht war wieder ein hoher KP-Wert angesagt, dazu vielleicht die eine oder andere Wolkenlücke.
    Und auch hier klappte es. Gegen 23 Uhr zeigte sich das erste Polarlicht des Urlaubs am Himmel. 🤗🤗🤗

    🚐: 186 km
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  • Zwei Fährfahrten, ein Gletscher & die Insel Amnøya

    September 9 in Norway ⋅ 🌬 12 °C

    Der Stellplatz direkt an der RV17 war erstaunlich ruhig - nur kurz war die Nacht, denn das Polarlicht hielt uns bis nach Mitternacht wach und morgens weckte uns der Wecker. Wir wollten die 10Uhr-Fähre in Kilbogham nicht verpassen und auf dem Weg dorthin auch nicht hetzen.
    Kurz nach 8 Uhr fuhren wir los - und hatten doch tatsächlich kurze Zeit später schon wieder Glück - ich, Ulli, erspähte Elche 🫎 am Straßenrand. Also nochmal zurück und ein paar Fotos gemacht.
    Wir tankten unterwegs noch und kauften ein paar Kleinigkeiten ein, waren dann sehr pünktlich am Fähehafen und frühstückten erstmal. Dieser Hafen ist total idyllisch - noch dazu bei diesem Wetter. Im Gegensatz zu den letzten Tagen schien heute mal wieder die Sonne ☀️ vom blauen Himmel.
    Diese Fährstrecke von Kilboghamn nach Jetvik empfanden wir schon 2020 als Highlight des Kystriksveien (damals im Sonnenuntergang) und heute war’s wieder so. Eine herrliche Fährpassage und als Highlight überquert man den Polarkreis. Irgendwie immer wieder magisch 😍.
    Auf der anderen Seite angekommen, fuhren wir zügig die knapp 30km zur nächsten Fähre in der Hoffnung, einen schnellen. Anschluss zu bekommen. Leider weit gefehlt - die nächste Fähre fuhr erst 13:00, also hieß es für uns (und die anderen 4 Camper) anderthalb Stunden warten. Immerhin bei schönem Wetter…
    Als wir dann endlich die andere Seite - Furoy - erreicht hatten, bauten wir einen kleinen Schlenker zum Svartisen Gletscher-Ausblick ein. Gern hätten wir auch eine Bootsfahrt gemacht, aber die werden nur noch am Wochenende jetzt in der Nachsaison angeboten. Auch wenn wir den Blick auf den Gletscher schon kannten, war er wieder beeindruckend.
    Dann ging’s ein kleines Stück zurück, um anschließend in Eichtung Amnoya abzubiegen - unserem heutigen Ziel. Wir hatten mehrfach gelesen, dass diese Gegend sehr nett sein soll, insbesondere auch einen sehr schönen Campingplatz haben soll.
    Drei Kilometer vorm Ziel - direkt an der kleinen Brücke vor der Insel wurden wir angehalten und informiert, dass die Straße gesperrt ist, sie wird gerade frisch geteert, wir müssten nochmal eine reichliche Stunde warten 😳😭. Als hätten wir heute nicht schon genug Zeit mit warten verbracht. Ein Baufahrzeug nach dem anderen fuhr an uns vorbei. - und siehe da, nach nicht mal einer halben Stunde duften wir fahren, die Straße wäre fertig. Schon verrückt, wie schnell die Norweger Straßen erneuern. Was hier wenige Stunden dauert, dauert in Deutschland Monate.
    Etwas mulmig war’s uns dann aber doch, als wir über die neue dampfende Asphaltdecke fuhren.
    Gegen halb vier checkten wir dann endlich auf dem Campingplatz ein, toller Platz direkt am Strand mit Blick aufs Meer 🌊. Wir nutzten das schöne Wetter, um den kleinen Berg neben dem Platz zu erklimmen. Tolle Aussicht.
    Mittlerweile zogen von allen Seiten dicke Wolken auf, später gab’s auch heftige Schauer, dann wieder Sonne und tolle Lichtspiele am Abend.
    Und wiedermal kam die Hurtigroute vorbei - erstaunlich nah. Heute das nordgehende Schiff, morgen früh angeblich das südgehende…

    Heute sollte wieder starkes Polarlicht geben, allerdings war es fast komplett bewölkt und wir hatten heute Abend leider kein Glück 🍀…

    🚐: 121 km
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  • Radeln auf Amoya und Grønøya

    September 10 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir hatten auf diesem schönen Campingplatz auf Amoya eine Doppelübernachtung gebucht, also hieß es heute ausschlafen. Als wir aufwachten, schien die Sonne. Also ging’s mit dem ersten Kaffee direkt raus an den Strand. Schiff gucken 😁.

    Gefrühstückt wurde aber drinnen - Rührei mit Toast . Draußen war es dann doch zu kühl.
    Gegen Mittag ging’s auf die Räder 🚴‍♂️🚴‍♀️, wir hatten uns eine kleine Radtour auf die Nachbarinseln rausgesucht. Hatten auch die Drohne dabei und auf einige gute Fotomotive gehofft. Leider versteckte sich die Sonne weitestgehend hinter Wolken. Mit Sonne ist die Landschaft einfach noch ein bisschen idyllischer. Radeln funktioniert hier aber bestens - klein, wenig befahrene Straßen, wenige Höhenmeter und eine sehr hübsche Gegend.
    Sonst war’s ein fauler Tag mit Lesen, Reisebericht schreiben, ein Bisschen spazieren gehen. Auch mal richtig schön 🤩.

    🚐: 0 km
    🚴‍♂️: 24 km
    🥾: 3 km
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  • Von Amoya über die RV17 bis auf Bodøs Hausberg

    September 11 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C

    *** ein Tag mit vielen Fotospots 😬 ***

    Schön war’s auf der Insel Amøya, aber nach zwei Tagen ging’s heute wieder weiter, wir wollten den letzten Abschnitt des Kystriksveien unter die Räder nehmen.
    Beim Kaffee ☕️ morgens sahen wir aber noch einmal ganz nah ein Hurtigroutenschiff- diesmal das südgehende. Früher trafen sich das nord- und das südgehende wohl genau hier. Mittlerweile etwas südlicher, aber wir hörten immerhin etwas später das typische laute dreifache Hupen, als die sich trafen. Dafür sahen wir das nordgehende später mehrfach am Tag - mal waren wir schneller, mal das Schiff… 😁
    Gegen 9 fuhren wir los. Das kürzeste wäre eine Fähre nach Ørnes gewesen, aber die fuhr erst wieder 14:30, deshalb nahmen wir den längeren Landweg. So kamen wir nochmals am Svartisen Gletscher vorbei, heute bei noch blauerem Himmel.
    Einige Fotos später ging’s über die RV17 weiter, für uns mit der schönste Abschnitt der gesamten Straße. Wir passierten dabei unzählige Tunnel.
    Später gab’s noch den obligatorischen Stopp am stylischen Klohäuschen Ureddplassen Und am Storvika Strand. Dieser lag jetzt vormittags allerdings noch im Schatten, es war anständig kalt 🥶 hier. Trotzdem nutzten wir den Stopp als Frühstückspause, aber drinnen 😁.

    Einen weiteren Stopp gabs am Saltstraumen, einem beeindruckenden Gezeitenstrom.

    Am frühen Nachmittag erreichten wir die Stadt Bodø und damit das Ende des Kystriksveien. Auch wenn es ein kleiner Umweg war, nutzten wir das schöne Wetter, um auf Bodøs Hausberg, dem „Kaiservarden“ zu wandern. Kein schwieriger Weg, aber trotzdem mit tollen Ausblicken bis hinüber auf die Lofoten. Total lohnend.
    Zurück am Camper war’s schon 17 Uhr, wir fuhren weiter bis Fauske, kauften dort ein paar Lebensmittel ein und entschieden uns spontan, den Stellplatz der Stadt für die Nacht zu nutzen. Es war mittlerweile fast 19 Uhr. Ganz nett von der Stadt angelegt mit Blick aufs Wasser.

    🚐: 258 km
    🥾: 5,2 km, 270 HM (Kaiservarden-Tour)
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  • Weiter nach Norden - die Ruhe vor dem Sturm

    September 12 in Norway ⋅ ☁️ 12 °C

    In der Nacht hatte es länger geregnet, jetzt am Morgen schien hier in Fauske aber die Sonne.
    Der Plan war, noch ein Stück nach Norden zu fahren, allerdings nicht allzu weit, weil für morgen - Sonntag - ein heftiger Sturm an der Küste angesagt war, insbesondere auf den Lofoten, Vesteralen oder Senja.

    Den wollten wir uns ersparen bzw. nur in abgeschwächter Form vom Festland erleben.

    Zunächst ging es noch schnell zum Coop, nachdem uns der REMA1000 gestern enttäuscht hatte. Beim Coop empfanden wir das Angebot als deutlich besser und sogar günstiger. Hatten wir irgendwie anders in Erinnerung…

    Dann wechselten wir nach vielen Tagen wieder auf die E6, quasi „Norwegens Autobahn“ nach Norden. Im Gegensatz zum Süden ist sie hier im Norden aber deutlich leerer und landschaftlich wirklich schön. Das Herbstlaub zeigte sich schon deutlich gelb und orange. So hatten wir es 2020 und 2021 hier oben eigentlich eher Ende September erlebt.

    Einen Zwischenstopp gab’s am Rastplatz Steigen. Hier war jede Menge los, u.a. auch ein Reisebus aus Thüringen. Sie erzählten uns, dass sie vom Nordkapp zugekommen, und heute Früh auf den Lofoten gestartet sind und noch heute bis Schweden wollen - teilweise 16h Fahrt pro Tag. 😱 da sind wir doch sehr froh, dass wir entspannt und selbstbestimmt reisen können.

    Fürs „Sturm aussitzen“ hatten wir eigentlich einen Campingplatz in Ballangen vor Narvik rausgesucht. Allerdings kamen wir vorher an zwei anderen Plätzen in Ulvsvag vorbei und fanden die Lage eigentlich noch besser. Das ersparte uns heute eine Fährfahrt ab Bognes und Montag fast 100km zusätzliche Strecke.

    Und so checkten wir bereits am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz „Ulvsvag Gjestgiveri og Fjordcamping“ - direkt am Wasser und sehr ruhig. Lange waren wir die einzigen Camper, es gab noch zwei vermietete Zimmer/Hütten. Spät am Abend gesellte sich ein zweiter Kastenwagen dazu.

    🚐: 150 km
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  • Sturm aussitzen

    September 13 in Norway ⋅ 🌧 9 °C

    Es war gestern schon klar, dass wir heute nicht viel mehr machen, als den Sturm auszusitzen und zu hoffen, dass er sich nicht allzu sehr aufs Festland ausweitet.
    In der Nacht setzte der angekündigte Starkregen ein. Wir schauten vorsichtshalber mal raus, wie nah das Wasser bei der Flut gekommen ist. 😉
    Gegen 5 Uhr dann der erste heftige Wind, auch das war angesagt. Trotzdem schafften wir es, nochmal einzuschlafen bis nach acht.
    Der Vormittag war geprägt von einem Regen-Sonne-Wechselspiel mit anständigen Böen. Auch wenn die Sonne immer mal verlockend war, entfernten wir uns nur mal für ein Foto vom Camper - denn wenn es regnete, eher waagerecht und heftig…
    Ab mittags regnete es fast nur noch, auch recht heftig und am Nachmittag dann die nächste größere Welle mit starkem Wind.
    Wir haben also viel gelesen, Fotos gesichtet, gekocht, gesurft. Sonst nichts…
    Im Gegensatz zu gestern füllte sich der Campingplatz im Laufe des Nachmittags und Abend. Vermutlich hatten auch andere den Plan, erst morgen ihre Reise nach Norden oder Richtung Lofoten/Vesteralen fortzusetzen. Für beides braucht man in Bognes eine Fähre. Das wäre heute bei dem Sturm sicher kein Spaß gewesen, einige Nachmittags-Verbindungen sind auch ausgefallen. Wir hofften, dass der Andrang für unsere angepeilte Fähre morgen früh nach Lødingen nicht zu groß ist.

    Am Abend sahen wir dann, dass laut Torghatten.no-Homepage die geplante(n) morgendliche(n) Fähre(n) für den nächsten Tag gestrichen ist. Was für ein Mist. Das würde einen Umweg von zusätzlichen 200 Autokilometern bedeuten 😭😭😭.
    Damit war die Stimmung nach 1,5 Tagen Sturmaussitzen erstmal im Keller.
    Gegen Mitternacht - wir lagen schon im Bett - die Pushnachricht von Torghatten.no. Alle geplanten Fähren für den 14.9. fahren. Puh, Glück 🍀 gehabt.
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  • Auf die Vesteralen bis nach Bleik

    September 14 in Norway ⋅ 🌧 10 °C

    Nach dem Schreck gestern, dass unsere geplante Fähre ausfallen würde, gab’s ja Mitternacht zum Glück noch Entwarnung und wir konnten entspannt einschlafen. Der Sturm ließ stündlich nach, es regnete nur noch ab und zu.
    Ein bisschen hibbelig war ich dann aber doch - wieviele Leute hatten wohl auch die 9:15-Fähre im Blick, nachdem gestern über Stunden gar nichts ging und das die erste zu „normaler“ Zeit ist? Deshalb starteten wir recht früh am Campingplatz und waren fast eine Stunde früher in Bognes am Fährhafen. Der Andrang war überschaubar aber leer war’s auch nicht 😉
    Mit leichter Verspätung ging’s in Bognes auf die Fähre, eine Stunde dauerte die Fahrt bis Lødingen. Die Berge waren noch wolkenverhangen, es regnete immermal. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, gönnten wir uns zwei (kalte) Waffeln und einen Kaffee, kein kulinarisches Highlight aber ok…

    In Lødingen angekommen, ging’s auf der E10 weiter, die nach einer Weile auf die Lofoten weiterführt, wir dann aber Richtung Vesteralen abbogen.

    Hier reihte sich eine Baustelle an die nächste. Es schien, als wird die komplette Straße auf die Vesteralen verbreitert und teilweise auch woanders langgeführt. Das machte die Fahrerei etwas zäh und trübte auch die eigentlich tolle Landschaft. Gegen Mittag erreichten wir Sortland - quasi die Hauptstadt und Mittelpunkt der Vesteralen. Dort kauften wir schnell ein paar Lebensmittel, dann ging’s weiter auf die nördlichste Insel der Vesteralen - auf Andøya. Das Wetter blieb sich treu - Sonne, Regen und dicke Wolken wechselten sich ab - dadurch entstanden tolle Lichtstimmungen.
    Auf der Landschaftsroute „Andoya“ wurde die Idylle mehrfach unterbrochen durch diverse Industrieanlagen, die vermutlich zum Spacecenter gehören. Das war nicht wirklich schön, aber ist vermutlich notwendig. Außerdem wird genau in dieser Woche ein großer Test für Satelliten- und GPS-Technik durchgeführt, etliche Leute, Autos und Messstationen waren überall verteilt, selbst unmittelbar vor unserem angepeilten Campingplatz in Bleik.
    Immerhin war er trotz dieser Testwoche geöffnet und wir konnten uns ein nettes Plätzchen in erster Reihe am Strand aussuchen. Apropos Strand - dieser Strand hier mit über 2km Länge ist etwa besonderes hier in Norwegen. Wir machten uns auch gleich auf zu einem längeren Strandspaziergang. Wieder gab’s reichlich Fotomotive - Strand 🏖️, Meer, Wellen 🌊, Berge 🏔️ und ein Sonne-Wolkenmix.
    Später wurde der Grill rausgeholt, ein paar Würstchen mussten endlich mal raus aus dem Gefrierfach 😁.
    Der Campingplatz füllte sich im Laufe des nachmittags und abends noch gut, vor allem mit Mietcampern. Ist halt ein beliebtes Ziel und ein populärer Campingplatz - unweit der Veranstalter für die Walsafaris 🐋.

    Für heute Nacht war ein guter KP-Wert angesagt, leider aber auch eine fast vollständige Wolkenabdeckung. Eric checkte trotzdem immer mal den Himmel und konnte zumindest ganz zartes Polarlicht zwischen den Wolken einfangen.

    🚐: 175 km
    🥾: 4,1 km
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  • Wanderung auf den Matinden & Strand

    September 15 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C

    Endlich wieder ein Tag mit sehr guter Wettervorhersage 🤗
    Als wir aufwachten, konnten wir den blauen Himmel durch die Dachfenster sehen und auch die Berge rund herum zeigten sich wolkenfrei. Nur ein paar Schleierwolken hier und da.

    Dann stand ja unserem Tagesprogramm nichts mehr im. Wege. Wir hatten für heute den Aufstieg auf den Matinden geplant, die vermutlich populärste Wanderung auf Andøya. Wir hatten diesen Berg bereits auf unserer 2021er Reise bestiegen, fast exakt auf den Tag genau. Damals allerdings bei (nicht angesagtem) Regen und ganz viel Nebel und Wolken. Wir hatten also noch eine Rechnung offen mit dem Matinden 😁.
    Zunächst ließen wir es aber entspannt angehen, frühstückten in Ruhe. Wir hatten uns hier auf dem schönen Campingplatz eine Doppelübernachtung gegönnt, entschieden uns deshalb, zum Wanderstartpunkt nicht mit dem Camper, sondern mit den Rädern zu fahren. So kamen sie endlich mal wieder zum Einsatz und mit 6km und 70HM war die Strecke ja auch sehr überschaubar.
    Am Wanderparkplatz war einiges mehr los als vor 5 Jahren, bei dem guten Wetter kein Wunder. Unterwegs erzählte uns übrigens jemand, dass man die Gutwettertage diesen Sommer 2026 hier oben übrigens an einer Hand abzählen konnte.
    Wir schlossen die Fahrräder an und machten uns auf den Weg. Es geht direkt bergauf, erst moderat aber nach einem halben Kilometer dann richtig steil. Man brauchte teilweise die Hände, um sich über große Steine und Geröll nach oben zu schaffen. Nach nicht mal einem Kilometer hat man dann aber diesen steilen ersten Anstieg bereits geschafft, dazu auch 250HM.
    Man erreicht eine Hochebene mit tollen Blicken über die herbstliche Landschaft. Von hier an geht’s nochmal reichlich 3km weiter, eher flach bzw. Mit leichten auf und ab. Immer wieder kann man aufs Meer und einzelne Buchten, aber auch den Ort Bleik und dessen langen Sandstrand schauen. Es gibt noch zwei andere Aufstiegsmöglichkeiten - eine von Stave und eine von Bleik, die kurz vor dem Gipfel zusammenlaufen. Unsere gewählte ist die Gängigste.
    Die Hochebene war recht einfach zu laufen, allerdings blies hier oben ein ordentlicher Wind. Mütze und Jacke waren also angesagt.
    Nach 4km hat man den Gipfel erreicht und wird mit ganz tollen Ausblicken belohnt. (Vor 5 Jahren sind wir weite Teile der Strecke im dicken Nebel gelaufen - am Gipfel Null Ausblick.)
    Nach einer kleinen Pause ging’s über den gleichen Weg zurück. An einem windstilleren Ort oben auf der Hochebene suchten wir uns einen längeren Picknickplatz. Für den letzten steilen Abstiegskilomter entdeckten wir einen alternativen Weg der einen etwas größeren Bogen schlug, uns dafür aber die besonders steile und geröllige Stelle ersparte.
    Schöne Tour! 😍
    Mit den Rädern gings wieder zurück nach Bleik, diesmal fast nur bergab. Im Joker kauften wir uns noch leckere Schoko-Croissants, die wir dann mit einem frisch gekochten Kaffee direkt am Strand zu uns nahmen. Später gab’s nochmal einen kleinen Strandspaziergang - einfach so schön hier.
    Jetzt am zweiten Tag blieb der Campingplatz deutlich leerer, vermutlich gibts morgen im benachbarten Andenes keine größeren Walsafaris.
    Abends kochten wir uns noch Nudeln mit scampis.
    Nordlicht fiel dann leider wieder aus - zum einen Wolken, zum anderen niedrige KP-Werte.

    🚐: 0 km
    🚴‍♀️🚴‍♂️: 12,8 km
    🥾: 8,6 km, 550 HM (Matind)
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