• Insel Dønna, Elche und Polarlicht

    September 8 in Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Die Insel Vega hatten wir ja aufgrund der wenigen Fährverbindungen von unserer Route gestrichen. Dafür wollten wir heute auf die etwas nördlichere Insel Heroy übersetzen und dann von dort über eine Brücke auf die Insel Dønna, die größte der Helgelandsinseln weiterfahren. Die Fähre hierfür fuhr nur unweit unseres Campingplatzes der letzten Nacht ab.
    Wir hatten uns den Wecker gestellt, um pünktlich die 8:30-Fähre zu erwischen. Eigentlich war für heute recht gutes Wetter angesagt, allerdings hingen am Morgen noch dicke Wolken über den Bergen und es gab auch ab und zu noch Regenschauer.
    Gegen 9 Uhr erreichten wir die Insel Herøy, wollten den Tag mit einer kleinen Wanderung starten, die gute Ausblicke aufs Festland und die markante Felskette „Sieben Schwestern“ bieten sollte. U.a. wird die Tour auf die Stortuva vom Nordlandblog empfohlen und ist als „leicht“ eingestuft. Zum Wanderstartpunkt passierten wir die schmalen Straßen der Insel, fanden einen kleinen Parkplatz am Straßenrand.
    Die Tour startete gut ausgeschildert und auf einem netten Pfad, schnell wurde der Weg aber sehr matschig. Typisch norwegisch… 😅 Das allein wäre ok gewesen, aber wir mussten einige Felsen hochklettern - diese waren durch den Regen extrem rutschig, genau wie der Boden zwischen den Felsen. Dort versank man regelrecht im Schlamm. Da nützten auch die Seile zum Hochziehen nicht so viel. Wir brachen deshalb die Tour ab und begnügten uns mit dem Ausblick auf mittlerer Höhe, die anderen Ausblicke hielten wir per Drohne fest 😂 und stellten fest, dass die „Sieben Schwestern“ in dicken Wolken festhingen und gar nicht zu sehen gewesen wären…
    Trotzdem etwas schade, aber es war einfach zu nass und rutschig.
    Weiter ging’s mit dem Auto, jetzt per Brücke rüber auf die große Insel Dønna.
    Leider schaffte es die angekündigte Sonne nicht so richtig gegen die Wolken. Das hätte die Landschaft sicher noch besser wirken lassen. Denn es gab große Berge (ganz markant der „Donnamannen“) und schönes Herbstlaub.
    Und uns motivierte das durchwachsene Wetter auch nicht wirklich für ne weitere Wanderung oder einen Ausflug zu einem bekannten Strand der Insel, den man nur über eine längere Schotterstraße erreicht. War eigentlich angedacht…
    So nahmen wir am Nachmittag die Fähre zurück aufs Festland und fuhren noch ein Stück weiter nach Norden.
    Dabei passierten wir die schicke Helgelandsbrücke, stoppten hier für ein paar Fotos.
    17 Uhr ging’s für heute ein drittes Mal auf die Fähre - eine der 6 Fährverbindungen des Kystriksveien- von Levang nach Nesna.
    Anschließend suchten wir uns einen Platz für die Nacht. Ich hatte bei P4N einige Sachen gesehen. Die ersten davon waren leider schon belegt. Wir fuhren also weiter - und siehe da. Unser erster Elch 🫎 auf einer Wiese am Straßenrand. Bzw. drei Elche. Wie schön 😍, auch wenn ich nicht das perfekte Objektiv auf der Kamera hatte.
    Wenig später wurden wir auch bzgl. Stellplatz fündig. Genau noch ein Platz frei - da hatten wir Glück. Der Stellplatz ist kostenlos, aber richtig gut angelegt und auch ein Stück von der Straße entfernt. Einziger Nachteil - kein freier Blick (idealerweise auf Wasser) nach Norden. Das streben wir ja eigentlich immer an für den Fall, dass sich das Polarlicht zeigt. Denn auch heute Nacht war wieder ein hoher KP-Wert angesagt, dazu vielleicht die eine oder andere Wolkenlücke.
    Und auch hier klappte es. Gegen 23 Uhr zeigte sich das erste Polarlicht des Urlaubs am Himmel. 🤗🤗🤗

    🚐: 186 km
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