• Baja California - die Grenzerfahrung

    13 novembre 2024, Messico ⋅ ☁️ 24 °C

    Die Strasse von San Diego nach Tecate war... naja... schreklich. Viele Biketraveler machen Autostop... verstehe ich. Viel Verkehr und kein Seitenstreiffen. Eigentlich war nur Malibu schlimmer als das 😆 aber ich habe es durchgezogen und kam schlussendlich zu der Grenze. Wie bekannt trent die USA und Mexiko eine Mauer. Als ich an der Grenze ankam, merkte ich schnell, dass ich dieser Situation komplett ausgeliefert war. Ich musste nach Anweisung mit meinem Fahrrad durch eine Sicherheitskontrolle... Als ich an der anderen Seite raus kam, ware ich eigentlich in Mexiko aber ohne Stempel im Pass. Ich suchte nach der Immigratonsbehörde jedoch erfolglos. Also ging ich wieder retour. Sie schickten mich wieder rein, aber ohne Fahrrad. Als der Grenzkontrolleur merkte, dass mir alle Farbe aus dem Gesicht wich und ich mich schon fast weinend an mein Fahrrad klammerte, versicherte er mir, dass er auf mein Hab und Gut aufpassen werde. Was soll ich sagen... ich hatte keine Wahl und lies mein Fahrrad stehen und ging zu der Behörde. Ich schilderte dem Grenzbeamten was ich mache, der viel aus allen Wollken und vergötterte mich, dass ich aus der Schweiz bin. Er sei auch schon mal in der Schweiz gewesen und Bern sei die schönste Stadt überhaupt. Ich wurde zum Bezahlen raus geschickt, anschliessend wieder rein und alls ich nachgefragt habe ob ich nun ein Visum für 6 Monate habe, meinte er nur - natüüürlich und falls du einen Mann kennen lehrnst verlängere ich dein Visum gerne. Na das ist ja mal ne Aussage... Ich weis nicht wer sich nun mehr in Acht nehmen muss, die Mexikaner oder ich. Egal. 

    Auf jeden Fall war mein Fahrrad noch da und als ich die Strasse runter fuhr wartete Carlos schon auf mich. Keine Angst - Carlos ist glücklich verheiratet und mein Host in Tecate. Ihm ist es wichtig, dass sich seine Gäste wohl fühlen und ich wurde mit Tacos begrüsst und ich schilderte ihm vorab mein Handy preoblem also ging er mit mir in den nächsten Handy shop. Ich entschied mich für Handy nummer 2 (was deutlich bessere Fotos macht und mehr Speicherplatz hat). Nun ist ein Handy für Navigation und Musik und das andere für alles andere 😄. Liebe ja auch viel Gewicht mit mir rumzuradlen. Voll mein Ding.

    Am nächsten Tag verabschiedete ich mich von Carlos und radelte 100km nach Ensenada. Ich war offensichtlich nicht daran gewohnt, dass es um 5 Uhr schon dunkel wird und als ich eine Stunde im dunkeln durch die 5 gefährlichste Stadt in panischer Angst raaaste beschloss ich, zukünftig anders zu planen. Ich hatte ein wunderbaren Warmshower Host in Ensenada. Sarah und Jackson aus Australien waren ebenfalls dort und es war ein liebevoller lustiger Abend. Ich blieb 2 Nächte und startete mein Weg nach San Felipe. Besuchte meinen ersten Camping in Mexiko, wo ich die beiden Bikepacker Marie-Liesse und Julien aus Frankreich kennen lernte, mit welchen ich am nächsten Tag Frühstücken ging. Ich schlief im Garten von einem Restaurant in welchem ich herlich und liebevoll verpflegt wurde und verbrachte das erste Mal mit alleine Wildcampen in der Wüste. In San Felipe schlief ich auf einem Camping, wusch meine Kleidung und gönnte mir einen Restday. Auch fand die Baja 1000 statt. Ein Quatrennen durch die ganze Baja und ich überliess die Strasse gerne deren Helfer.
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