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Fiona's RadVenture

Von Alaska bis nach Argentinien auf dem Fahrrad.
Am 06.06.2024 bin ich zum ersten Mal in Alaska in die pedale getreten und meine Reise richtung Süden in Angriff genommen.
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    🇨🇱 Provincia de Última Esperanza, Chile

    Cafayate - hola Argentina, hola Vino

    Nov 6–7, 2025 in Argentina ⋅ ☀️ 24 °C

    Da war es... das zweitlezte und letzte Land meiner Reise... Argentinien 🇦🇷. Vielleicht... aber natürlich nur villeicht, rollte beim 'Willkommen in Argentinien' Schild eine Träne über meine Wange und ich hollte tief Luft damit ich nicht von den Gefühlen überwältigt wurde...
    Ich plante Schritt für Schritt... erreicht immer wieder kleine Meilensteine und meinem Ziel so sichtbar näher zu kommen ist auf der einen Seite beängstigend und auf der anderen Seite einfach nur Verrückt.
    Aber genug über meinen emotionalen Ausbruch. Denn das Glücksgefühl wurde rasch von der Geldproblematik abgelöst. Geheimtipp Wetsern Union stellte sich als grosse Challange dar. Den als ich am Schalter von Western Union stand, wurde ich abgewiesen mit - wir haben kein Gelt. Argentinien ist mitten in einer Inflation und die Preisen ändern sich Täglich... bei der Bank konnte ich nur 30'000 (17 CHF) mit einer Gebühr von 15'000 beziehen. Da ich nicht ganz ohne Geld reisen wollte, machte ich das zwei Mal und markierte mir alle Western Union's bis die nächst grössere Stadt Jujuy in meiner Karte. Ich hatte richtig angst Geld auszugeben. Daher richtete ich es mir ein, jede Nacht wild zu campen. 1 Nacht traff ich eine kolumbianische Familie, die mit ihrer Tochter reisen und wir campten in einem kleinen Inenhof. Die zweite Nacht stellte ich mein Zelt in einem trockenen Flussbed nicht sichtbar von der Hauptstrasse und die dritte Nacht auf einem Dorfplatz mit Grillstellen. Ich brauchte genau Geld um mir einmal Gemüse und einmal Brot zu kaufen. Wasser wurde gefiltert und essen hatte ich in Bolivien nochmals aufgestockt. Nur das schöne Dorf Humahuaca lies mich nicht einfach so vorbei ziehen und ich fand ein super und preiswertes Restaurant wo ich mit Karte zahlen konnte. Generell war die Landschaft überwältigend. Ich weis auch nicht warum ich in Peru zu den Rainbowmontains lief.. hier gibts die am Strassenrand quasi Take-Away. Und neben schönen Landschaften waren die Menschen auch super lieb - auf jeden Fall was ich verstand, wenn sie mit mir sprachen. Das Spanisch in Argentinien hat einen sehr starken Dielakt und es fühlt sich für mich an als fange ich wieder bei 0 an. Aber okey - gezwungenermasse: Challange acepted... In jedem Dorf das ich besuchte, stattete ich Western Union einen Besuch ab... und ich erhilt immer die selbe Antwort - no tengo Platta. Platte heisst so viel wie Cash oder Scheine. In Jujuy checkte ich in einem Hostel ein und stellte den Wecker um bei Öffnung um 08.30 Uhr am Schalter der Wester Union zu stehen. Das klappte dan hervorragend und ich konnte 370'000 (200 CHF) argentinische Pesos abheben. Ich weis nicht was ihr so macht um reich zu werden, aber geldabheben in Argentinien schenkt einem auf jedenfall ein Gefühl von Reichtum.
    In einem Whatsappchat unter Fahrradreisenden in Südamerika meldeten sich mehrere mit Geldproblemen in Argentinien und ich berichtete von meinem Erfolgserlebnis. Da nam Danny mit mir kontakt auf. Er war auch gerade in Jujuy am Geldabheben und besuchte mich anschliessend im Hostel wo ich gerade meinen platten Reiffen flickte. Ich hatte am Tag zufor einen Dornenbusch eingefahren und das war seither mein 2 Platten. Danny ist eine berühmte Persönlichkeit. Er ist Contentcreater aus Deutschland und hat über 220'000 Follower auf Instagram. Umso erstaunlicher war es, dass ich Danny nicht kannte. Wir verstanden uns aber auf Anhieb und beschlossen, uns am Abend in Salta wieder zu treffen. Doch als unterwegs meinem Reifen wieder die Luft ausging, war ich froh das Danny mit umwegen und langem Stop in Jujuy genau in diesem Moment die Strasse hoch kam und mir mit seiner elektronischen Pumpe ordentlich Luft in meinen Reiffen reinballerte 😄. Wir fuhren den Rest bis Salta zusammen. Das Hostel bei welchem wir eincheckten, ist wohl eines der Besten die ich auf der ganzen Reise hatte. Das Preisleistungsverhältnis war echt super und alleine die Dusche war so toll, dass es sich lohnte 2 Nächte zu bleiben. Ich überedete Danny ebenfalls zu bleiben und wir schlenderten zwischen Cafe, Eisdiele, Fahrradladen und Aussichtsplatform durch Salta. Am nächsten Tag vereinbarten wir nochmals einen gemeinsamen Schlafplatz. Der Ort wo wir übernachteten hiess Alemania (übersetzt Deutschland) was lustig war, weil kaum waren wir in Deutschland, schüttete es in Ströhmen. War ja klar! Die Instagramkarriere von Danny ist mit seinen guten Küste als Fotograf geschuldet. Also die ausserordentlichen Guten zwei Fotos sind von ihm 😄.
    Am nächsten morgen trrennten sich unsere Wege wieder. Danny ist schon ordentlich schneller Unterwegs als ich und drückt locker 180km im Tag. Da kann ich mit meinen 70 - 100km kaum mithalten. Allgemein war ich dankbar für das längere Tageslicht, da ich wirklich wieder auf deutlich mehr km im Tag komme, weil ich gegen Abend wieder länger Zeit habe zum radeln.
    Nachdem ich much von Danny verabschiedet hatte, packte ich mein durchnässtes Zelt ein und fuhr los. Kaum ausserhalb von Deutschland erschien wieder die Sonne (ohne Witz ich glaube die haben den Ort Wetterbedingt Deutschland genannt).
    Die Strecke von Alemania nach Cafayate war ein reines Spektakel. Unglaublich schöne Gesteingebirge mit einem Farbenspiel, wenn man es malen würde, wäre es als kreative Unmöglichkeit abgebucht. Ich muaste mich mehrfach kneiffen, das dies Real ist. Cafayate ist ein in Rebbergen gelegenes Dorf. Ich war froh für ein günstiges Hostelbett um mein Zelt zum drockenen aufzuhängen und genoss die Gesellschaft im Hostel. Gönnte mir eine sehr feine Pizza, Empanadas und ein Glas von einem lokalen Wein. 🍷
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  • Uyuni - die nackte Tatsache

    Oct 21–25, 2025 in Bolivia ⋅ ☀️ 19 °C

    ❗️❗️TRIGGERWARNUNG❗️❗️ - wenn dich ein Körper ohne Modelmase eckelt, die Bilder nicht bis am Schluss durchschauen - aber bitte den Post zu Ende lesen.

    Nach 5 Tagen in La Paz wollte ich früh los. Traff dann den Deutsch mit welchem wir gestern uns zu Dirtt bis in die Nacht verqautscht hatten. Er war kreidenbleich und es brauchte ihn ganz viel Mut, mich zu fragen ob ich für ihn in die Apotheke gehen könnte. Natürlich! Ich stifelte los in die Apotheke und holte Medikamente. Lies mir alles klein säuberlich aufschreiben und übersetzte es ihm auf deutsch. Zudem holte ich ihm eine Cola, ein Powerraidgetränk, irgendwas das für mich am Zwiback am meisten ähntelte und eine Rahmensupe falls er am Abend hoffentlich hunger hatte, den er hatte die ganze Nacht durch erbrochen. Er hat sich mindestens 1000 mal bedankt. Für mich
    selbstverständlich. Wäre ja auch dankbar wenn mir jemand hilft... Nach dem Besuch in meinem Lieblingskaffe, um das letzte mal gut zu Frühstücken, zeigte mir die Uhr 12 alls ich mein Fahrrad in der Rushhour in die Gondel schob. Raus aus der Stadt. Der frühe Vogel musste in dem Falle Medikamente besorgen. Ich radelte los und erreichte immerhin noch 70km. Der Abschnitt war viel befahren ohne Seitenstreiffen. Es regnete als hätten die Wollken einen der traurigsten Liebesfilme geschaut und ich buchte mir ein Hotel, was wohl das schlimmste Hotel meiner ganze Reise war. Aber gut ich hatte ein Bett. Über hygiene, vorallem auf der Toilette sehen wir mal weg. Immer schwierig wen Wände braun sind, die nicht braun sein sollten. Ich radelte weiter eichtung Oruro. Da gab es ein Hostel, neben mir mindestens 20 Franzosen. Zwar nein, einer war nicht Franzose... der kam aus Quebec... also sprach er auch französisch. Ich traf meinen Zimmergenosse aus Copacabana wieder und unterhilt mich mit ihm auf Spanisch. Hätte nicht gedacht das mir eine Unterhaltung auf spanisch mal leichter fallen würde als auf französisch. Es war zudem nicht förderlich, das es mein Lieblingskaffe von La Paz auch in Oruro gab. Daher gab es ein Maracuya Cheescake zum Abendessen. Der nächste Tag war ein Sonntag. Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, schwebe ich ein bisschen in der Zeit. Oft habe ich keinen Plan was für ein Tag oder Monat gerade ist und bin schon glücklich wenn ich das Jahr weis. Aber dieser Sonntag war super. Es wurde in Bolivien gewählt und es fuhren aufgrund dieses Ereignisses keine Autos. Ich hatte also wirklich die ganze Strasse für mich. Es war ein sehr realaxter Tag und ich pedalte vor mich hin. Ich kam bis in ein Dorf wo ich einen Einheimischen fragte ob ich auf ihrem Überdachten Fussballplatz campen darf. Ich lehnte sein Angebot in seinem Haus zu übernachten, das er mit einem spizbübischen Lächeln ohne Zähne untermahlte, dankend ab und er versicherte mir, dass es ein sicherer Ort sei. Rasch kam mir der Gedanke das dieser Mann mich in der Nacht besuchen könnte, glaub aber an das Gute in den Menschen und stellte mein Zelt ein paar Stunden später, als der Fussballmatch der von einigen Kindern vom Dorf inziniert wurde, zu Ende war.
    Rene hat mir geschrieben. Er sei in Sabaya und er könne auf mich wartet, falls wir die Salzwüsten gemeinsam radeln wollen. Da ich bereits zwei mal mit Rene unterwegs war, willigte ich gerne ein und da ich hasse wenn Menschen auf mich warten müssen, fragte ich nach 75km radeln ein Jep, ob sie mich bis Sabaya mitnehmen können und setzte mich mit meinem Fahrrad auf die Ladefläche. Die Familie war super lieb und ich lächelte gerne für jedes einzelne Foto mit allen Familienmitglieder (bin sowieso immer überrascht wie viel Leute in diesen Outos platz haben). Ich checkte im selben Hotel ein wie Rene. Der Besitzer war sicherlich älter als 70 und als ich ihm erklärte, dass ich gerne ein eigenes Zimmer hätte, glänzten seiene Augen und er erklärte mir das er alleinstehend sei und noch zu haben. Darauf gefolgt von einer unangemessenen Berührung. Ach liebe Männer aus Bolivien... wir können das Besser!
    Rene und ich namen die Salzwüsten in Angriff. Zuerst radelten wir die Salzwüste Coipasa. Wobei radeln nur auf den ersten Teil der Wüste zutrifft. Der zweite Teil war zu sandig und wir verbrachten gute 5 Stunden damit unsere Fahrräder durch den Sand zu schieben. Nachdem der erste Tag sehr holprig und von millionen kleinen Salzhügeln bestückt war, welchen man unmöglich allen ausweichen konnte und es einem so richtig durchschüttelte, eine Nacht unter freiem Sternenhimmel da es zu windig gewesen wäre um ein Zelt zu stellen, verlier ich beim Fahrradschieben etwas meine Nerven. Es war alles wirklich übertrieben anstrengend und ich habe euch mein Video gepostet 😉. Als dann noch der Gegenwind eintraff, beschlossen wir in einer alten Kirchenruhine zu übernachten und erst am folge Tag das Dorf Llica anzusteuern. Dort dekten wir uns mit Wasser und Essen, bevor wir zu der Salar Uyuni, der grösste Salzwüste der Welt steuerten. Wir verbrachten im ganzen 2.5 Tage auf der Salar Uyuni. Am ersten Tag wurde es noch sehr sportlich, da wir auf einer Insel im windschatten übernachten wollten und wir die Insel sehr viele Kilometer im voraus zwar sahen aber sie einfach nicht näher kamm. Ich setzte meine Technomusik ein und radelte in windeseile zu der Insel, bevor die Dunkelheit der Nacht, die Löcher im Boden unsichtbar machte und stellte mein Zeit in einer Höhle.
    Natürlich darf auf der Salar Uyuni ein Besuch auf der Incahuasi Insel nicht fehlen. Die ist voller Kakteen und bietet eine wunderschönen Ausblick über den Salar. Wir liesen die Beine baumeln und setzten uns auf die Fahrräder um nochmals unter freien Sternenhimmel irgendwo im nirgendwo auf dem Salz zu übernachten. Am morgen machten wir ein tratitionelles Fotoshooting unter Tourenfahrradfahrer. Da dies ein grosses und für mich wichtiges Thema ist, werde ich weiter Unten sehr ausführlich darüber Stellung nehmen.
    Auch die Flaggen und das Dakar Denkmal haben wir natürlich nicht ausgelassen und nach 150km radeln auf der Salzwüste Uyuni verliessen wir das Salzige Terrain und fuhren die letzten Kilometer nach Uyuni. Uyuni ist ein Touristenhotspot und ein Treffpubkt aller möglichen Reisenden. Aus 2 Nächten wurden 4. Jeden Abend waren wir eine grosse Gruppe Reisende, die sich irgendwo zum Abendessen traffen. Zudem besuchte ich den Zugfriedhof und verbrachte viele Stunden damit, das Salz aus Zelt, Mätteli, Taschen und Fahrrad zu entfernen. Gut, die letzte Nacht in Uyuni war nicht ganz Freiwillig sondern mehr dem Bus geschuldet, der am Vortag aufgrund Benzinmangel ausstieg. Ich nam von Uyuni bis Villazon einen Bus, da ich für mein Ziel die Reise bis ende Januar zu absolvieren, sowieso einen guten Teil skippen muss und der Bus nur 8 CHF (mit Fahrrad) kostete und mir so 4 Tage radeln einsparte. In Villazon gönnte ich mir nochmals ein günstiges Hotel in Bolivien.

    So und hier die genauere Stellungnahme... den wer kann alles von sich Behaupten, das er ein Nacktbild auf den Sozialen Medien hat...

    Unter Tourenfahradfahrer ist es ein Gebrauch, sich nackt auf dem Salar Uyuni zu fotigrafieren. Das erste Mal von diesem Gebrauch habe ich in Alaska gehört. Da habe ich nur gelacht und konnte mir nicht vorstellen ein solches Bild von mir zu posten. Mein Körper war schon so lange meine eigene Baustelle. Ich wollte schlänker sein... ein schlanker Bauch haben... eine gute Figur haben... das war mir wichtig. Jahrelange Ernährungsberatung, viele Tage an welchen ich über nichts anderes denken oder sprechen konnte, gefolgt von einer stetig hohen Frustation und Selbsthass über Misserfolge. Ich habe mich stets über meinen Bauch definiert... das man mich nicht lieben kann, bin ja fett. Auf dieser Reise habe ich gelernt dankbar für meinen Körper zu sein. Was er im Stande ist zu leisten... und das ich mehr bin als mein nicht flacher Bauch. Ich bin abenteuerlustig, mutig, lustig, fröhlich, kontaktfreudig, bringe Menschen zusammen, tolpatschig und hilfsbereit. Und wenn ich sage ich mag meine Beine, weil sie durch das viele Fahrradfahren atletisch wurden, oder ich mag meine Augen und mein Lachen, bin ich nicht arrogant. Ich habe einfach gelernt Teile an mir selbst zu lieben. Wir sind schön... du bist schön. Ich bin schön. Lass uns mehr füreinander und miteinander. Lass uns mehr Liebe verteilen und weniger Hass. Lass uns sagen was wir aneinander schätzen und lass uns Mensch sein mit all unseren Ecken und Kanten. Ich habe nicht aufgehört an mir zu arbeiten, aber ich habe angefangen mich selbst zu lieben.

    Bolivien, du warst verhältnismässig klein. Aber vielfälltig und wunderschön. Ich mag dich... und ich hoffe dich irgendwann nochmals besuchen zu dürfen.

    17'477 Km
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  • La Paz - die etwas andere Höhenfahrt 🚠

    Oct 11–16, 2025 in Bolivia ⋅ ☀️ 17 °C

    Neues Land, neue Währung. Bolivien braucht dringend Doller. Es fehlt ihnen an Mineralien zum Handeln und daher haben sie einen grossen Benzin Mangel. Der Kurs von Doller zu Bolivianischer Währung - Bob, ist daher überragend gut. Ich bunkerte daher seit Ecuador Doller mit mir rum und tauachte die Scheine an der Grenze. Ich war auf meiner Reise noch nie so schnell in ein Land eingereist wie Bolivien. Der Grenzen-Heini hatte absolut keine Fragen und nach 1 Minute war mein Pass abgestempelt. Ich radelte nach Copacabana, das erste Dorf an der Grenze. Dies liegt direkt am Titicaca See. Das Dorf fand ich bis auf einen super leckeren Gemüsespies und einem Biketraveler im Hostel der mit mir Bier teilte nicht super speziell. Der andere Fahrradreisende ist aus Mexico und spricht ausschliesslich spanisch. Schon möglich das ich nicht alles richtig verstanden habe... aber ich habe ganz sicher verstanden das er gerne mit mir radeln möchte und wir einen Schlafplatz für den nächsten Abend ausmachten. Als ich schweizerisch um 9 Uhr mein Fahrrad beladen hatte und der Herr nicht auftauchte schrieb ich ihm, dass ich starte. Der Tag war auper schön entlang vom Titicaca See mit fantastischer Aussicht und die wohl crazieste Fährenfahrt. Das waren so Holzlatten auf einem Bootrumpf die mit einem kleinen Motor von einem Fischerboot, Autos und Lastwagen über's Wasser chauffieren. Am Abend am ausgemachten Schlapatz angekommen, meldete sich der Mexikaner, das er einen Bus richtung Uyuni genomen hat, weil dort ein Freund auf ihn warte. Er darf so viele Buse nehmen wie er will... darf die ganze Reise mit dem Bus absolvieren. Ich war nur etwas verblüfft. Wenn ich am nächsten Tag ca. 12 Stunden mit dem Bus fahren würde, würde ich das ganz sicher am Vortag wissen und nicht noch gemeinsame Schlafplätze aussuchen. Zudem representierte er seine Reise auf Instagram als wäre er der super Fahrradreisender Nr. 1, der alles radelt, obwohl er alles mit dem Bus gefahren ist. Naja einmal mehr das Insta nicht immer der Realität entspricht. Meine Reise ging auf jedenfall weiter. Nach einer Nacht am Titicaca See schlug ich meinen Lenker nach La Paz. Der Verkehr nahm doch etwas zu richtung Stadt und ich entschloss die Stadt mit einer ordentlichen Portion schweizer Qualität zu begrüssen - ich Gondelte mit schweizer Gondeln in die Stadt. La Paz hat ein grosses Gondel-System als ÖV und man kann das Fahrrad mitgondeln. Was mit diesen Höhenmeter auch sehr sinnvoll ist. Ich fand das super! Wobei es immer ein bisschen eine Herausvorderung war mein beladenes Fahrrad in und aus der Gondel zu schieben. Ich fuhr zu einem Hostel und aus zwei Nächte wurden 5. La Paz ist eine Verrückte aber zimmlich coole Stadt. Ich traf Rene wieder und ging 2-3 mit ihm essen. Zudem traff ich die französische Bande clo und Pierre wieder. Neu mit dabei Sandro, ein schweizer der sich ihnen angeschlossen hat und Louise aus Frankreich. Auch ne coole Socke. Auf der Strasse traffen wir noch Salla aus Mexico und Lautaro aus Argentinien. Dazu traff ich noch Alessandro aus Italien, den ich schon aus Cusco kannte. Habt ihr den Überblick verlohren - gut ich nämlich auch 😆 Pierre hatte seinen letzten Abend und irgendwie fügte es sich, dass wir 8 Fahrradreisende nach 2-3 Biere und einer runde Billiard in der Bar auf einen Club zusteuerte. Wie lange ist es her seit ich im Ausgang war. Wir tanzten die Nacht durch! Morgens um 4 Uhr lag ich dan zufrieden im Bett. Was für eine Nacht... Fahrradreisende können mehr als nur in die Pedale tretten 😄😉.
    Sonst erkundigte ich La Paz. Gondelte um her, besuchte Aussichtsplattformen und das Reichenviertel, genoss guten Kaffe und Kuchen, hatte coole leute im Hostel, traff zufällig wieder auf Sandro Bündner den ich auch aus Cusco kenne und schloss mich spontan für einen Besuch im Valle de la Luna an. Auch einen Besuch auf dem Hexen-Markt darf man nicht verpassen. Dort gibt es todte Baby Lamas. Sie werden geopfert. Zum Beispiel wenn sie ein Haus Bauen, glauben sie, dass die Glück bringen. Also hängen die da so Herum und Leute kaufen die. Neben diesem Etish für mich eher stossendem Verkaufsprodukt, ist der Hexenmarkt eine bunte Strasse, mit Souvenier die du gar nicht wusstest das es sie gibt und das du sie brauchst - bis du sie gesehen hast. Ich liebte es dadurch zu schlendern. Da ich souveniers nicht mit dem Fahrrad mitnehmen kann, beschloss ich mich einmal mehr für ein pemamentes langanhaltendes. Eis für die Eiwigkeit auf meiner Haut. Da Argentinien und Chile nun wieder ordentlich teurer wird, handelt es sich voraussichtlich um die letzten Tattoos die ich mir auf dieser Reise stach. Ich erfüllte mir einen langen Wunsch einer Schneeflocke und eine Erinnerung in Form von einem Flamingo. Es passierte so viel in La Paz. Ich war geflasht von dieser Stadt und genoss meine Zeit.
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  • Puno - bunte, weisse Berge

    Oct 7–9, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 14 °C

    Ich verliess Cusco mit einem Buss. Die Strasse sei sehr viel befahren und gefährlich. Wir kennen Fahrradreisende, die angefahren wurde. Das ist mir das Risiko nicht wert. Nur der Bus stellt sich auch als schwierig heraus. Ich stand rund 2 Stunden beim Terminal bis ich einen Bus hatte der mich mitnahm. Sonst schauten sie nur mein Fahrrad an und sagten: Mit dem Fahrrad - Neeeee.
    Die Rainbow Montains stehen schon seit Beginn meines Trips auf meiner Must Do Liste. Also stieg ich in Checacupe aus und radelte bis Pitumarca. Ich erhielt die Info von anderen Radreisenden, dass es ein Hotel in Pitumarca gibt, die mir helfen eine Mitfahrgelegenheit zu den Rainbows zu organisieren. Also ging ich in das Hotel, buchte ein Zimmer und fragte um Hilfe. Es handelt sich um einen Dude, der auf dem Berg arbeitet und am Morgen Leute einsammelt. So auch mich... Kostenpunkt 25 Soles (5.75 CHF). Ich fand noch ein anderes Angebot im Dorf - hin und Rückfahrt 150 Soles (34.45 CHF). Ich schloss dieses Angebot schnell aus, auch wenn ich keine Ahnung hatte wie ich wieder vom Berg runter kam. Um 5:10 Uhr Morgens musste ich auf dem Plaza bereit sein. Also war ich ready... und wurde wie vereinbahrt abgeholt. Ich stieg in ein Auto ein, das roch als wäre vor zwei Wochen ein Liter milch ausgekippt und die Milchsäure noch in den Polster des Autos. Aber halb so schlimm, die Fahrt dauert ja auch nur 1.5 Stunden. Ich war die Erste... nach mir stiegen noch 3 weitere Bergarbeiter ein... mehr hätten beim besten willen auch nicht reingepasst... es ist die sorte Auto, wo man denkt man sitzt quasi auf dem Boden. In der Schweiz wäre das schon lange nicht mehr zugelassen. Und los ging die Fahrt. 1.5 Stunden eine Rotterpiste hoch... Strasse schlammig nass und irgendwann dan auch Schneebedekt. Wir fuhren regelrecht in den Schneesturm. Die Rainbowmaintains haben den Namen weil sie in verschiedenen Farbgestein vor sich hinglänzen. Der Schnee lies der Glanz in meiner Vorstellung schnell verschwinden. Keine Ahnung mehr wie sein Name war, aber der Fahrer wies mich ungefähr 5 mal darauf hin, das es auf dem Berg sehr kalt ist. Ich in meinen Tights Sporthosen sah mich schon frierren. Man bist du dumm Fiona - hättest gut mehr Kleidung mitnehmen können. Auf dem Berg zog ich noch meine Regenhosen an, bevor ich die Wanderung in Angriff nam. 15 min. Später zog ich diese wieder aus. Die Sonne zeigte sich und ich setzte mich 2-3 mal in den Schnee. Einerseits weil ich Hitzewallungen und unglaublich heiss hatte und anderseits weil ich bereits über 4'900 wanderte und ich wirklich fast keine Luft bekam. Es half sicher nicht das ich seit tagen Schleim in meiner Nase hatte, der sich meine Nebenhöhlen gemütlich als Wohnstube einrichtete und dort fest sahs. Irgendwie schleppte ich mich auf den Berg. Natürlich sah man genau eine Farbe und das war die Farbe weis. Ich beschloss mich einfach mal hinzusetzen und abzuwarten. Als es wieder anfing zu schneien beschloss ich noch die letzten Meter vom Berg hoch zu erklimmen damit ich immerhin da oben war. Auf dem Weg lernte ich Ursula kenne. Ebenfalls Schweizerin und eine meega coole Socke. Wir schossen Fotos mit dem 5'036 MüM Schild und quatschten auch auf dem Rückweg. Sie stellte mir ihre Freundin Flu vor und wir machten das wohl touristischte Foto meiner Reise, mit den Lamas mit Sonnenbrillen. Über meine Ethik, den tieren Sonnenbrillen anzuziehen und Touristen die für Fotos bezahlen, sehen wir mal ab - okey? Okey.
    Der Schnee taute noch ein bisschen ab und unter dem weiss konte man etwas Farben erkennen. Gerne noch eine Randanmerukung, Sandro (Bündner und in Cusco kennen gelernt) ging einen Tag früher und hatte die volle Farbtracht...
    Ich verzichtete auf das Rote Tal - ich ging stark davon aus, auch im roten Tal dominiert die Farbe Weiss. Also machten wir uns alle auf den Rückweg. Ursula und Flu in die andere Richtung und ich verabschiedete mich von den Beiden. Auf dem Parkplatz standen viele Busse und ich fragte mich durch, ob mich jemand mitnimmt. Ein junger Chauffeur lies mich auf dem Beifahrersitz platz nehmen. Sein Arbeitskollege war so nett und stand die ganze Fahrt bis ich ausstieg. Also die 1.5 Stunden. Ich bezahlte 20 Soles und lies meine Packung Oreo Cookies für die beiden im Auto. Allem in allem mit Eintritt habe ich 65 Soles (15 CHF) bezahlt und war sehr zufrieden... ein grosses Abenteuer inkl. zwei lustigen Autofahrten... hätte auch mehr bezahlen und die sichere Variante wählen können... war aber dankbar das ich das nicht gemacht habe. Eigentlich wollte ich anschliessend weiter Radeln. Dann kam aber die Migräne. Und zwar nicht nur so ein kleines bischen... ich buchte das Hotel eine Nacht mehr und ging um 17.00 Uhr schlafen. Durchgeschlafen habe ich nicht. Aber immerhin pulsierte meine Kopf nicht mehr ganz so schlimm als ich um 8 Uhr aus dem Bett kugelte und mich unter die Dusche stellte. Ich pakte meine Sachen und plazierte mich auf den Sattel. Seit Ewigkeiten bin ich nicht mehr geradelt (die Stunde am Vortag zählen wir mal nicht). Ich genoss es wieder zu pedalen... bis die Strasse so richtig schlecht wurde. Die Schläge erinnerten mich, dass ich ja immernoch Kopfweh hatte und den Aufstieg auf 4'000 das meine Nebenhöhlen immernoch den Schleimm bewirten. Ich erreichte mit einem Kampf mein Ziel Aqua Caliente (übersetzt: warmes Wasser). Eine Badeanstallt mit heissen Quellen. Eintritt 8 Soles und man hat baden und campen inklsive. Ich beschloss zuerst im Restaurant zu essen da es mir schon sehr sturm und auch etwas schlecht war. Natürlich hatten sie kein Veggi Menu und ich genoss 2 füdliblutte Kartoffel, Salat und 2 Eier. Mit ordentlich Salz und einer Cola fand alles was auf dem Teller war den Weg zu meinem Magen. Ich fühlte mich besser und beschloss das Zelt zu stellen. Natürlich fing es genau als ich mein Zelt ausrollte an zu schütten, als hätte der Himmel einen Rohrbruch. Im Eiltempo stellte ich das Zelt auf und fing an das Wasser, das im Zeltinnere einen See in grösse des Thunersees bildete, mit meinem Tuch irgendwie wieder raus zu bevördern. Es war scheisse kalt und ich hüpfte in ein Bad um mich aufzuwärmen. Was herforragend klappte. Schön aufgeheizt schlüpfte ich in den Schlafsack, der sich mit meiner wärme sofort aufheizte.
    Am nächsten Tag gabs wiedermal Oats mit Nutella zum Frühstück und ich machte mich daran den Pass vom 4'300 zu überqueren. Es ging besser als gedacht und ich erhilt oben angekommen Annerkennung einer Spanierin die in Peru Urlaub machte. Sie fahre auch Fahrrad, aber nur zum Hobby, nicht so wie ich. Ich bedankte mich für die lieben Worte und lies mich runter rollen. Bis Juliaca erwartete mich eine zimmlich gleichgültige Landschaft, mit Strassen, die mit Lineal gezogen wurden und ab und zu mal ein kleines Dorf. In einem der kleinen Dörfer übernachtete ich noch in einem günstigen Hotelzimmer und am nächsten Tag radelte ich wiedermal 100km bis nach Juliaca wo ich im Casa Cyclista übernachten durfte. Ein Haus das seit 30 Jahren Radfahrer empfängt und ich mich mit meinem Schlafsack auf einem Bett breitmachen durfte. Neben mir genoss eine Familie aus Frankreich ebenfalls die Gastfreundschaft. Ich hatte bereits kontakt mit ihnen und freute mich die Rasselbande nun kennen lernen zu dürfen. 3 Kinder und wenn ich mich richtig erinnere im Alter von 5, 7 und 9 Jahren... Wahnsinig. Mit 3 Kinder auf den Fahrrädern unterwegs - sagt nicht, das dass was ich mache Beeindruckend ist 🤣🤣.
    Wir gingen alle zusammen Abendessen.
    Die Strecke von Juliaca nach Puno war nicht so weit. Ich erkundigte Puno. Habe mir die Stadt etwas schöner vorgestellt, aber es hatte nette Restaurants und Kaffes. Will mich also nicht beklagen. Der Ort ist mehr bekannt für ihre Schilfinseln. Diese habe ich als Zeit und Geld Gründen aber ausgelassen. Auch habe ich mir die Strecke neben dem Titicaca See schöner vorgestellt. Die Strasse verläuft aber mehr im Landesinnere als gedacht und oft fällt der Blick auf den See somit aus. Ich wollte dem höchsten beschiffbaren See der Welt nahe sein und suchte ich mir einen Campingplatz am Seeufer. Den fand ich auch. Super gelegen an einem kleinen Strand. Es windete bereits ein wenig als ich ankam... das war aber nur der Vorgeschmack. Den als ich mein Zelt stellte, musste ich acht geben, das es mir nicht alle Zeltstangen um den Kopf wirbelte. Ich spannte mein Zelt so gut wie möglich ab und warf alle meine Taschen ins Zelt um es zu beschweren. Kochen konnte ich sowieso vergessen und ich ass die süssen Brötchen die ich mir glücklicherweise irgendwo am Strassenrand gekauft hatte. Ich machte mich Bettfertig und legte mich hin. Ich weis bis heute nicht wie mein Zelt diesen Sturm überlebt hat und um mich vom Gewitter oberhalb von mir abzulenken schaute ich ein Film. Der Sturm wehte aber laufend Sand in mein Zelt und in meine Augen. Punkt 21.00 Uhr hörte es blizartig auf. Von 100 auf 0 wehte kein Wind mehr und alles war still. Bis auf die Sandburg die ich qm Morgen in meinem Zelt bauen konnte, erinnerte mich nichts mehr an den Sturm von letzte Nacht. Ich versuchte den Sand aus meinen Sachen zu kriegen und packte zusammen. Es war der letzte Tag in Peru und ich radelte zur Grenze nach Bolivien.

    Danke Peru. Du warst mit Abstand das anstrengenste Land auf meiner Reise. Ich lies ein Teil von meinem Mageninhalt und meiner Lunge in deinen Bergen, ein teil meines Herzens neben einer Lama / Alpaka Herde und ein Teil meiner Sprachlosigkeit und meiner Emotionen bei Machu Picchu. Und ich lies ein Teil von meinem Lachen und meinem Herz bei allen schönen Begegnungen die ich haben durfte. Danke Peru. Du hast mich in so vielen arten Bewegt und Berührt! Du warst definitiv ein Stück Magie auf meiner Reise. Hasta Luego.

    16'608 Km
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  • Cusco - eines der 7 neuen Weltwunder

    Sep 20–Oct 2, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 20 °C

    Ich fuhr über einen Monat lang mit dem Ziel Cusco vor den Augen. Cusco war schon klar, als ich in Alaska gestartet bin. Warum: Cusco ist der Ausgangsort für Machu Picchu, vielen weiteren Ruhinenstätten und theoretisch auch Rainbow Montains (die habe ich dan anders gelöst. Lösung folgt im nächsten Beitrag). Und jetzt bin ich da. In Cusco. Die Stadt ist auf Touristen ausgelegt. Ich buchte mir ein Bett in einem der billigsten Hostels der Stadt. Was unter Fahrradfahrer bekannt ist und der Abstellraum glich mehr einem Fahrradladen als einem Gepäckabstellraum. Ich fühlte mich sofort wohl. Entsprechend war Cusco ein Ort voller Begegnungen. Ich traff viele Menschen mit denen ich schon länger Kontakt hatte aber sich unsere Wege nie kreuzten... z.b. Mättu und Karin ein Schweizerprächen auf dem Fahrrad, Sandro ein Bündner (Backpacker), die schweizer Bünzlis 😉 Dillon und Melanie (Vantraveler), Laura aus England (solo Radreisende), Stefan (Fahrradreisender aus der Westschweiz), Marie Christine (aus Quebec und 10 Minuten in Alaska getroffen), Rene aus Deutschland (Radreisender und wir kennen uns seit Alaska) und weitere Fahrradreisende im Hostel. Die Liste wäre tatsächlich noch länger. Ich lud meine sozialen und kulinarischen Baterien auf... mit guten Gespräche, feinem Essen, Lachen und Glücksgefühle... und Bier 😬. Neben all diesen Begegnungen gabs viel Gassenschlendern, Schaufenstershopping ohne Schaufenstern 😉 ein überteuertes neues langärmliges Longe- Sleeved von Patagonia und lange Hosen zum Fahrradfahren. Zudem gabs eine neue Sonnenbrille und ein neues Kissen da meine alten Brille den Bügel gebrochen ist und mein Kissen am Morgen jeweils so platt war wie ein Blatt Papier. Neben all den Einkäufen und Begegnungen buchte ich den Besuch zu einem der 7 neuen Weltwunder. Nach vieler Recherchen entschied ich mich für eine geführte Tour. Es sei nicht viel günstiger alles mit umwegen auf eigene Faust zu machen - ich schenkte dieser Aussage glauben und bezahlte 280 Doller für die Anreise und den Besuch auf Machu Picchu. Ob es viel Geld ist für mich - oh jah... ob es sich rendierte - oh jah.. aber lasst mich dieses Erlebnis genauer Beschreiben:
    Ich wurde um 4 Uhr Morgens beim Hostel abgeholt. Es ging zu einer Bustation wo ich mit einem Collectivo zum Zugbahnhof gebracht wurde. Dieser Zug kostet ähnlich viel wie die Züge in der Schweiz ohne Halbtaxabo... nur hier Handelte es sich um einen alten Machu Picchu Traveler Zug, bei welchem zusätzlich ein Theater aufgeführt wird und die Möglichkeit bestand, sich ein Kaffi und Essen zu Bestellen. Da die ganze Exkursion nicht meinem Budget entspricht, hatte ich Orangensaft und Snacks eingepackt und hob mir das Kaffe für Agua Caliente auf. Dies ist der Ausgangsort für Machu Picchu und ein noch touristischer Ort als Cusco. Ich wusste nicht wann ich das letzte Mal für so viel Geld so wenig Essen bekam 😅 wohl in der USA... also etwas länger her. Aber egal. Auf jedenfall kam ich um 09.30 Uhr morgens in Aqua Caliente an. Da ich ja ein Gesamtpacket gebucht hatte, stand schon ein Guide da, der laut meinen Namen rufte. Um dem grossen Ansturm zu entkommen sprangen wir fast durch das Dorf zum Ticketschalter. Ich brauchte noch ein Ticket für Machu Picchu. Diese kann man ca. einen Monat zum voraus Online oder einen Tag zum voraus in Agua Caliente kaufen. Ein ausgekniffeltes System... den wenn man nur ein Ticket für den Folgetag kaufen kann profitieren die Hotels und Restaurant in Agua Caliente. Als ich um 10.00 Uhr den Ticketschalter mit meiner Eintrittskarte für Machu Picchu verlies, hatte ich also schon sämtliche Aufgaben für meinen Tag erledigt. Ich fühlte mich ein bisschen gefangen in einem Dorf mit überteuerten Preisen und in einer Grösse wohl kleiner als Schüpfen (dem Dorf in welchem ich aufgewachsen bin). Weil ich auch noch nicht in mein Hotel einchecken konnte plätterte ich mich in ein Kaffe, mit dem Ziel solange hier zu sitzen und das Wifi zu benutzen, wie möglich. Das funktioniert immer so gut bis ich auf die Toilette und meine Sachen ja mit mir mitnehme und den Tisch wieder frei geben muss. Immerhin waren 2 Stunden rum. Ich beschloss mein Hotel zu suchen und versuche einzuchecken. Nach 30 Minuten warten, liess ich mich auf mein Bett fahlen. Ich genoss einen Film bevor ich aufbrach um mir Aqua Caliente noch etwas genauer anzuschauen und schlussendlich irgendwo bezahlbares Essen zu suchen. Ich fand eine Vegi-Lasagne. Sie war ganz in Ordnung. Und da ich am nächsten Tag bereits um 5.00 Uhr wieder aufstehen musste legte ich mich früh schlafen. 06.30 Uhr war Treffpunkt beim Hauptplatz. Wir reihten uns für den Bus in der ewig langen Schlange ein. Meine Tour war auf Spanish... warum - das Angebot welches ich gebucht habe, hätte es sonst nicht so günstig gegeben. Mein Guide sprach aber sehr deutlich für mich. Und in meiner Gruppe outeten sich zwei Herren, die beide auch alleine reisen, das sie auch gut English sprechen. Einer der beiden war Kevin. Kevin anfangs der Zwanziger und seine erste Reise alleine. Er erzählt mir gerade vorneweg, das es schwierig ist alleine zu reisen, wegen Fotos und so... wir einigten uns, das wir voneinander Fotos machen. Ich mag Kevin. Er hatte Fragen wie: mit Sonnenbrille oder ohne? Könntest du nochmals eines machen wo der Ponscho Kragen in der Mitte ist? Er ging am Vorabend für Machu Picchu auch noch seine Haare schneiden. Und klar Kevin - ich mach so viele Fotos von dir bis du zufrieden bist! Kleiner Poser aber ich mag ihn wirklich. Vorallem ist es echt ein Geschenk wenn man jemanden findet, dem man jederzeit die Kamera in die Hände drücken kann. Kevin und ich watschelten also mit der Gruppe dem Guide hinter her. Machu Picchu... eigentlich nur alte aufeinander gereite Steine. Und trotzdem steckt in diesem Ort so viel Magie. Es ist tatsächlich schwierig zu beschreiben... und vieleicht war es auch Zyklus bedingt... aber ich hatte die ganze Zeit eine Mischung von Anstrengung dem Spanisch irgendwie zu folgen, von Überwältigung des magischen Ortes und von 'ich heule jetzt einfach' von Berührung, wie der Nebel in den Bergen hängt. Ich war überzeugt die Macher von Avatar haben sich für die Halleluja-Bergen von Machu Picchu insprieren lassen (falls ihr Avatar nicht kennt - guter Film - kann ich nur Empfehlen - unbezahlte Werbung 🤣🤣).
    Als wir das Gelände verliessen, wollte ich nicht alle die Eindrücke mit einer Busfahrt zerstöhren. Ich wollte laufen. Kevin schloss sich mir an und wir nahmen die Treppen in Angriff. Der Ort ist echt fantastisch. Zurück in Agua Caliente, hatte ich natürlich wieder viel zu viel Zeit. Mein Zug fuhr erst am Abend um 19.00 Uhr und wir waren um 13.00 Uhr bereits wieder zurück. Je mehr Randzeit du für den Zug wählst, desto günstiger ist er. Kevin reist nur für 2 Wochen und sein Zug fuhr natürlich bereits um 14.00 Uhr zurück. Wir gingen noch was essen und dan verabschiedeten wir uns. Ich schlenderte nochmals durch Agua Caliente und setzte mich in ein Kaffee. Um 19.00 Uhr nahm ich die Rückreise in Angriff und um 12.00 Uhr Mitternacht war ich wieder zurück in Cusco.
    Ich glaube die Magie von Machu Picchu hat mich in eine Trance gesetzt... weil ich habe mit Anita und Ueli abgemacht und war einen Tag zu früh. Das ist mir auf derganzen Reise noch nie passiert. Die Beiden bekamen Besuch aus der Schweiz und luden mich ein, mit ihnen im Airbnb in Pisac 3 Nächte zu verbringen. Ich schrieb ihnen als ich im Collektivo richtung Pisac sass und Anita ruff mich entsetzt an das sie erst morgen nach Pisac reisen - ich Trottel. Aber alles halb so wild, ich buchte mir einfach eine Nacht in einem Hostel. Pisac ist das Hippie Dorf schlecht hin. In einem Hostel lernte ich einen Yoga Lehrer und einen Heilkräuter-Arzt (falls man da Arzt sagen darf) kennen. Ich zog mich sehr schnell in mein Bett zurück und gönnte mir einen Filmabend. Am nächsten Tag fuhren Anita, Ueli und Meli ins Dorf ein. Meli ist die beste Freundin von Anita. Sie ist eine lustige, schöne und aufgeweckte Person. Eine dieser sorte Menschen wo man sich einfach gerne mit ihnen unterhält und gerne mit ihnen abhängt. Wir steuerten den Markt in Pisac an, dekten uns mit Früchten und Gemüse ein und fuhren zum Airbnb. Dies war riesig und mega schön. Ich versuchte mich ein kleines bisschen für all die liebevollen Taten zu revanchieren und kochte für die Manschaft. Am nächsten Tag wurde gewaschen und am späteren Nachmittag gab es eine Frauenausflug nach Pisac mit Souvenier Shopping und Abendessen.
    Die Tage waren ruhig geplant, da wir ja auch nicht wussten wie Meli den Jetlag und die Höhe verträgt. Es stellte sich heraus, dass sie fitter war als der ganze Rest der Bande. Wie ein junges Rehli sprang sie umher, ging joggen und wartete geduldig auf ihren Koffer der am Flughaven verlohren ging und erst noch nachgeschickt wurde.
    Also planten wir die Ruhinen in Pisac anzuschauen. Das war ne Wanderung. Allen voran Meli die förmlich den Berg raufsprang. Wir entdeckten Lamas und Alpakas und als es zu regnen begann, beschlossen wir uns ein Taxi für die Rückfahrt zu nehmen.
    Am nächsten Tag verabschiedete ich mich von allen und nahm das Collectivo zurück nach Cusco.
    Dankbar für die tolle Zeit und für Reise-Auszeit im schönem Airbnb. Und mit diesem Aufenthalt, ging auch meine Auszeit in Cusco zu Ende. Zeit weiter zu rollen.
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  • Raimondi - die beeindruckende Pflanze

    Sep 14–17, 2025 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Ich verliess meine Bessenkammer in Huancayo. Nach einem groben Aufstieg ging es runter zu einem Fluss in einen Canyon. Ich hatte mir diverse Schlafplätze herausgesucht. Am ersten möglichen Schlafplatz sah ich zwei Tourenfahrradfahrer. Mein liebe für die Radcommunity überwiegte und ich beschloss ihnen Gesellschaft zu leisten. Es ist ein polnisches Pärchen die bereits seit 2.5 Jahre um die Welt radeln. Sie sind sehr cool und wir hatten einen lustigen Abend. Am Morgen waren sie aber deutlich schneller als ich und fuhren bereits früh los. Am Abend schickten sie mir ihren Schlafstandort. Ich sah es etwas zu spät und radelte wieder 2.5km zurück. Der Zeltplatz war am Fluss. Das wäre ja eigentlich ganz cool, nur sahen wir den ganzen Tag Einheimische ihre Tucktuck und ihre Wäsche im Fluss waschen... also kein Trinkwasser. Etwas knapp bei Wasser startete ich in den nächsten Tag und wurde von Anita und Ueli eingeholt. Wir quatschten rund eine Stunde am Wegrand. Dann kam das zu verlockende Angebot mich in die nächste Stadt mitzunehmen. Mit dem Wissen welche Anstiege auf mich warteten nahm ich das Angebot sehr dankbar an. Als ich für den Warmshower in Ayacucho einen Tag zu früh war, nam ich das noch dankbarere Angebot an, die beiden in den Nationalpark Bosque de Puya Raimondi zu begleiten. Also hüpfte ich in den Rückteil von ihrem coolen Defender. Dummerweise Bauchvorab. Nach 15 Minuten war es mir bereits super schlecht. Daher wechselte Anita Platz mit mir und ich hatte den absoluten luxus Platz auf dem Beifahrer sitz. Wir fuhren zu einem Eingang von einem Wasserfall und schlugen das Nachtlager auf. Ueli kochte Abendessen und völlig warm von der gemütlichen Autostube hüpfte ich in den Schlafsack, der ratzfaz aufgewärmt war.
    Am nächsten Tag, besichtigten wir den Wasserfall und Anita und Ueli haben einen Duschsack und sogar ne Duschkabiene am Auto. Also füllten wir den Sack mit Wasser am Wasserfall und Ueli kochte das Wasser sogar, damit ich warm duschen konnte 🥲. Ich wurde soooo verwöhnt von den Beiden 🥰! Wir fuhren weiter richtung Nationalpark. Ein Ort den du mit dem Fahrrad tendenziell nicht ansteuerst. Der ganze Hügel war besäät von den Raimond pflazen.

    Die Raimond Pflanze wächst in Höhenlage zwischen 3'000 - 4'800 MüM und ist die Königin der Anden. Sie braucht 80 - 100 Jahren um zu wachsen und anschliessend blüht sie nur einmal. Nach dem Blühen stirbt sie ab. Der Blütenstand kann zu 8-10 Meter hoch werden und ist somit der höchste Blütenstand aller Pflanzen der Erde. Sie ist leider vom Austerben bedroht und steht unter Naturschutz.

    Im Park neben diesen Giganten zu übernachten war mega eindrücklich.
    Ueli schwang wieder der Kochlöffel für uns und wir rundeten den Abend mit zwei lustigen spielen ab. Lamagedon und ein anderes lustiges Spiel wo ich nicht mehr weis wie es heisst 😁.
    Der folge Tag war nochmals ein langer Fahrtag. Ich wieder auf dem luxus Beifahrersitz und Anita hinten. Diesmal wurde es ihr auch schlecht. So schlecht, das das Frühstück das weite suchte. Daher nischtete sich Ueli hinten ein und Anita fuhr. Die Strasse war kurvig und steinig. Ich bin immer beeidnruckt wie die Beiden das doch grosse Fahrzeug sämtliche schmale Rotterwege lang lenken. Da bin ich richtig dankbar für mein schmalles Fahrrad. Mein schlechtes Gewissen, das ich den luxeriösen Beifahrersitz belegte war seit Anfang der Reise gross... und als die Beide wieder tauschten, wurde es kein kleines bisschen kleiner. Irgendwie mus es gehen das ich hinten sein kann, ohne das mir schlecht wird. Also platzierte ich mich nach einer Weile wieder hinten. Mit meinen Fahrradtaschen und den Taschen von Anita und Ueli baute ich mir einen Sitz, dass ich vorne raus schauen konnte. Ab jetzt ging die Reise prima. Hätte ich doch dies einfach von Anfang an so gemacht.
    Ein grosses Stück schlauer, fuhren wir wieder eine von Anitas top ausgesuchten Wildcamping plätzen an. Abseits des geschehens, mit toller Aussicht. Sie ist wirklich gut darin. Nochmals wurde ich nach allen fasseten verwöhnt. Es wurde für mich gekocht und im warmen Wagen gequatscht. Bevor ich mich an zu viel Luxus gewöhne, nahmen wir mein Fahrrad am nächsten Tag vom Dach und ich verabachiedete mich von den Beiden. Es ist gar nicht in Worte zu fassen wie dankbar ich bin. Nicht nur das ich einfach absolut verwöhnt wurde, sondern weil die Beiden einfach Herzensmenschen sind, die selbe Sprache sprechen und mir mit dem Besuch im Nationalpark eine für mich nicht erreichbaren Fleck dieser Welt gezeigt haben. Ein unglaubliches Dankeschön! ❤🧡💛

    Weiter ging die Reise auf meiner gewöhnten Sattelumgebung. Einmal runter, hoch, runter, hoch... aber mehr runter als Hoch. Ich stellte mein Zelt neben einem Basketballfeld in einem kleinen Dorf neben Sandhügeln. Am nächsten Tag kamen rund 30 Personen mit Karetten angestampft. Sie begrüssten mich, schüttelten meine Hand durch mein Zelteingang und wollten alle mit mir Schwatzen. Von einem gemütlichen Zusammenräumen wurde ein schnelles zusammenräumen und ich stellte mich vor dem Abschied neben unzählige kleine PeruanerInnen, für ein Foto mit der alleinreisenden Gringa.
    Es standen mir noch zwei Anstiege mit rund 2'000 Höhenmeter an. Ich war so gar nicht motiviert. Als ich die Stadt Abancay erreichte und 1 Stunde mein Fahrrad hochschieben musste, weil die Strassen der Stadt so steil waren das ich sie nicht radeln konnte... und mein Bauch sich irgendwie auch gerade etwas drehte, nahm meine Demotivation für den Aufstieg am nächsten Tag die grösse eines fliegenden Zeppelin's an. Ich fing an mein Fahrrad weiter die Strasse hoch zu schieben und blickte immer nach Hinten welche Fahrzeuge mir entgegen kommen. Bei den Pick-Ups, versuchte ich es mit Autostop. Ein freundlicher Peruaner hilt an, lud mein Fahrrad auf und Fuhr mich den Berg hoch. Für mein Gewissen entschuldigte ich meine Autostopaktion als Spanischlektion. Denn ich führte ein 1.5 stündiges Gespräch auf Spanish. Oben angekommen lies ich mich runter rollen, traff unten beim Fluss auf zwei weitere Fahrradreisende und verschwatze mich mit ihnen. Die Nacht kehrte ein und ich hatte ein Rennen um zum Restaurant zu gelangen, wo ich mein Zelt aufstellen durfte. Freundliche Familie mit gratis Duschen und Toiletten. Die Demotivation für den nächsten Aufstieg glich njr noch einem Heissluftballon. Ich beschloss mit radeln anzufangen und sobald ein Pickup vorbei rollt zu fragen, ob er mich mitnimmt. Das 5 Auto nach 30 Minuten radeln nam mich mit und ich durfte bis Cusco mitreiten. Wieder 1.5 Stunden Spanischlektion 😉. Ich war unendlich dankbar... und einfach nur erleichtert als ich nach so vielen Höhenmeter welche ich in Peru abgestrampelt habe endlich in Cusco ankam.
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  • Huancayo - Unwetter und die Besenkammer

    Sep 11–13, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich verliess die Divide. So ab 4'500 MüM stosse ich Aaridos mehrheitlich und da nun jeder Tag auf 4'700 hochging verliess mich die Motivation weiter auf der Divide zu radeln. Nur um ins Tall mit weniger Höhenmeter zu gelangen musste ich natürlich über einen Pass. Aber diesmal nur 4'700 - ein Kinderspiel 😄. Meine Wäschedame schaffte es nicht, das meine Kleider am Vortag trocken waren. So musste ich warten und konnte sie erst um 10 Uhr abholen. Das gab einen späten Start und bis ich dan wirklich losging war 12 uhr. Ich verabschiedete mich vom Gedanken den Pass noch am selben Tag zu erklimmen und stellte mein Zelt neben einem See. Es war ein schöner Campingplatz.

    Auch am nächsten Tag glich meine Motivation einem vakumierten Plastiksack und es war ungefähr 10 Uhr bis ich gefrühstückt und mein Zelt zusammengeräumt hatte. Nach dem steinigen Aufstieg, neben vielen Mienen und dessen kleinen Dörfer für die Mienenarbeiter und mit viel stossen schaffte ich den Pass. Die Strasse nach dem Pass glich einer Schaukel... runter und wieder Hoch. Es waren wirklich viele Höhenmeter die ich an diesem Tag erklimmte. Schon etwas gestresst weil ich es noch zu meinem Schlafplatz in einem Dorf schaffen wollte, radelte ich neben 1'000 von Lamas und Alpakas vorbei. Ich war im Wollknäuel Himmel.

    Als ich an eine Baustelle anfuhr, auf welcher ein Bagger die Strasse von Gröll eines Erdrutsches befreite und ich ungeduldig eine Stunde warten musste, waren meine Schlafpläne zunichte. Ich schaffte es noch bis ins nächste Dorf und bekam die Erlaubnis auf dem Dorfplatz mein Zelt aufzuschlagen. Eine Toilette durfte ich auch benützen und zugang zu fliessendem Wasser war auch vorhanden. Ich war sehr dankbar. Doch ich war in einem Dorf das vielleicht einmal im Jahr einen Gringa oder Gringo von nahem sieht... gespreche dann eine alleinreisende Frau auf dem Fahrrad... und die blonden Haaren halfen mir sicher auch nicht. Es bildet sich ein Kreis von Jungs und Herren um mich. Am Schluss waren es bis 15 Schnäuze die mir beim Kochen zusahen und mir unzähliche Fragen stellten. Ich versuchte geduldig zu antworten. Wie teuer mein Fahrrad sei... ich antworte da immer 500 Soles was 115 CHF und natürlich gar nicht der Realität entspricht - für sie immer noch viel. Was ich machen würrde wenn mir mein Fahrrad geklaut wird... ich antwortete das wäre das Schlimmste für mich. Obwohl ich mich sehr sicher in diesem Dorf fühlte, schloss ich mein Fahrrad an den Fussballtorpfosten und spannte mein Aussenzelt darüber. Das mit dem Aussenzelt mache ich eigentlich fast immer... 
    Auf jedenfall war mein Fahrrad am nächsten Morgen noch da... und neben meinem Fahrrad ein Alpaka. Die habe ein Dorfalpaka... das umherhüpft und überall bei den Leuten um Futter bettelt. Oder halt Fahrradtouristen im Zelt weckt. Von schnell zusammenpacken wurde stundelanges Alpaka tätscheln und Hand schnüffeln lassen. Ich konnte mich fast nich losreisen. Hatte aber keine Lust auf ein weiteres Abendessen mit den Jungs und radelte dan endlich weiter. Es ging natürlich wieder über einen Pass... da dieser nur 4'500 und irgendwas MüM war, ist er wirklich kaum mehr der Rede wert. Vorallem bekam ich einen heissen Cacao und einen Tee unterwegs... die verwirrte Fahrradgringa hat sich herumgesprochen und überall wo ich lang wollte kamen sie mich begrüssen und wussten bereits von mir. Ich machte brav, in Regenkleidung eingepackt mit allen Fotos und erzählte meine Geschichte. Als ich oben ankam war ich maximal unmotiviert... ich wollte gar nicht mehr gross weiterradeln. Es half dan auch nicht, dass die Temparatur kaum 5 Grad überschritt und es anfieng zu Hageln und Regnen. Ich war pflotschnass und hatte unglaublich kalt. Einfach ankommen, war mein Ziel... einfach weiter radeln... und dan hilt ein Fahrzeug und fragte, ob sie mich mitnehmen sollen. Ich weiss nicht ob sie mittleid mit meinen blauen Lippen hatten... und ich weiss auch nicht welche zehn Elefanten es gebraucht hätte, dieses Angebot auszuschlagen. Wir luden das Fahrrad auf die Ladefläche und ich setzte mich zu den drei Herren ins Auto, die mich bis Cerro de Pasco mitnahmen. Da suchte ich mir ein Hotel mit einer warem Dusche. In Südamerika eine Unterkunft mit warmer Dusche zu finden, ist wie ein Lottogewinn (auch über 4'000 MüM). Ich fragte bestimmt bei 8 Hotels, bis ich dan ziemmlich viel bezahlte (also es waren 15 CHF, aber für Peru ist das viel 😆) und mich solang unter das warme Wasser stellte bis ich eingeweicht war. Ich ging essen und kuschelte mich in die flaschig warme Bettdecke.

    Aufgewärmt und mit wohltuenden Sonnenstrahlen ging es wieder weiter. Es gab zwei Wegmöglichkeiten... eine vor und eine hinter dem See durch. Geplant war vor dem See und irgendwie war ich übermotiviert und fuhr hinter dem See durch. Dort sah ich Flamingos und weitere coole Vögel. Ich wusste nicht das Flamingos auf über 4000 MüM zushause sind... ihre pinkige Farbe verdanken sie ja den Krebsen die sie gerne dinieren. Kann mir mal jemand verraten ob es in einem Pfüzensee auf 4'000 MüM auch rote Krebse gibt? Oder warum sind die Flamingos sonst pink? Ich bin verwirrt. 

    Ich war nicht weniger verwirrt als es wieder anfing zu Hageln. Eigentlich hatte ich nicht mehr so weit aber die Strasse wurde zu einer Lehm Party und ich töpferte mein Fahrrad ein.... ungewollt versteht sich... Es war aber wirklich voll Lehm und das radeln wurde echt schwierig. Ich krazte mit einem Stock das gröbste zwischen Rad und Schutzblech raus. Die Kette voller Schlamm und kaum noch fähig zu schalten, kämpfte ich mich durch den Hagel. Mein Tagesziel habe ich schon längst aufgegeben. Im nächsten Dorf nam ich mir die Dorfmitte als Campingplatz vor. Dies verwarf ich aber schnell weil ich dort kein zugang zu Wasser hatte und buchte das einzige Hotelzimmer im Dorf. Zu meinem Glück mit einem Wasserhahn im Garten. So putzte ich mühsellig 3 Stunden mein Fahrrad in der Finsterniss unter diesem Wasserhahn bis immerhin meine Kette nicht mehr aussah wie ein Schlamm-Monster. Völlig erledigt und mit offenen Hände durch den Hagel und das viel zu kalte Wasser legte ich mich nach 2-3 Qrakers (ich war zu müde um zu kochen) und einer zwar warmen Dusche, aber druaussen somit mit erfrieren nach dem duschen, schlafen. Am nächsten Tag gab ich der Kette noch etwas Öl und radelte weiter. 

    Anita und Ueli, meine Schweizer Freunde aus Interlaken, welche ich in El Salvador kennen lernen durfte, hollten mich ein. Wir schwatzten sicher gut eine Stunde am Wegrand - es war meeega toll die Beiden wieder zu sehen. Gerüstet mit Cailler Schoggi und Banane 😍 gings für mich weiter nach Tarma. Eine 1.5 stündige Abfahrt in einen Canyon, wo ganz viel Landwirtschaft betrieben wird. Das Meiste von Hand. Tarma war viel grösser als ich dacht und ich fand ein cooles Restaurant mit gutem Essen und ein tolles Kaffee. Der einzige Nachteil an der 1.5 stündigen Abfahrt war, das es auf das gleiche Level wieder hoch ging.
    Also trat ich in die Pedale bis ich wieder auf 4'000 MüM war und auf der anderen Seite wieder runter saussen konnte.
    Diesmal schaffte ich mehr als mein Tagesziel und ich schlug mein Zelt bei einer Müllhalde auf. Ein Platz in mitte der Natur, der dazu dient den Müll "zu entsorgen".
    Also von Plastikteller, Stofftier, Bierflaschen und gebrauchte Windeln... spielt keine Rolle. Haupsache wegschmeissen. Wenn man aber den gröbsten Müll überquerte war im hinteren Teil gut Platz für mein Zelt. Der Geruch hilt sich in Grenzen und ich hatte neh ruhige Nacht. Als ich am Morgen aus dem Zelt stolperte war ein Ehepaar mit Eselgespann beschäftigt ihre Müllsäcke auszuleeren. Ich war höflich und plauderte mit ihnen. Ich bin an solchen Orten immer dankbar wenn ich ungestört schlafen kann. Ich radelte eine dreispurige Autobahn weiter bis Huancayo und fand ein günstiges Hotelzimmer. Die Zimmergrösse machte einer Besenkammer konkurenz aber für mich reichte das völlig aus. Ich brachte die Kleider zum waschen und besuchte ein modernes Einkaufszentrum. Ging als spass mal in den H&M um mal wieder win Kleid anzuziehen, das ich natürlich dan nicht kaufte und stockte meine Vorräte auf - sachen wie Milchpulver das ich schon lange nicht mehr fand. Der Rest der Zeit verbrachte ich in meiner Besenkammer. Badi mein Schwager feierte sein 40 Geburtstag. Da ich schon traurig war, dass ich nicht mitfeiern konnte, erstellte ich ein Video für Ihn. An alle flinke Filmeschneider - ich gehöre nicht zu euch. Danke an alle die positive Rückmeldungen vom Geburtstag... an alle die nicht am Geburtstag dabei waren, ich habe das Video angefüht... da ich nur 5 Min. Jochladen kann, musste ich es um 1.5 Minuten kürzen... was sehr viel ist. Falls jemand das ganze möchte, lasst es mich wissen. Also bis zum letzten Beitrag wischen und viel Spass.
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  • Oyón - the Peru Divide

    Sep 2–4, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Peru Divide ist eine berühmte Montainbike strecke. Es sind mehrheitlich Offroad Strassen und die Peru Divide ist bekannt als eine der härtesten Fahrraddivides auf der Welt, aufgrund der unglaublichen Höhenmetern und weil sie mehrere Pässe bis zu 4'900 überquert. Nun ja... für mich war das ein Challang exepted. Auf jedenfall bis nach Oyón habe ich mir gesagt. So startete ich mental motiviert, mein Körper so semi motiviert. So war mein erster Schlafstop schon sehr früh an einer Tankstelle, weil ich mich nicht sooo fit fühlte. Am nächsten Tag gings weiter bis in ein Dorf wo ich mir ein Hotel buchte und nochmals versuchte etwas ruhe zu finden. Ich war dann 15 Minuten beschäftigt herauszufinden wie ich das Gletscherwasser in der Dusche zu warmen Wasser umwandeln kann. Es waren wohlverstanden nur zwei Knöpfe zum drehen. Als ich es nicht heraus fand, hollte ich hilfe. Ich hatte warmes Wasser wusste aber immernoch nicht wie das ging. Es war ein schmaler grad von ich werde gebacken oder ich erfrire... aber gut... ich hatte ne Dusche.

    Nach einem Geburtstagsanruf an mein Mami, schwang ich mich wieder auf den Sattel und die Offroadstrasse begann. Die weissbedekte Bergkette von Huaraz im Rücken, gings wieder hoch auf 4'200 MüM. Quasi das warm up mit den Höhenmeter. Ich übernachtete in einem Dorf. Fragte die Einwohner ob sie mir die Türe der Kirche öffneten. Vor der Kirche einen Wasserhahn und weiter oben eine Toilette die ich benutzen durfte. Alle waren super nett und hilfsbereit und in der Kirche konnte ich mich etwas vor Wind und Kälte schützen.
    Am nächsten Tag gings nochmals ordentlich hoch. Immer mit schönen Ausblick, eine Rotterstrasse die einiges an Energie abverlangte. Ich war dankbar als ich Oben ankam und die Abfagrt in Angriff nahm und fand am Abend sogar ein günstiges Bett in einem Gemeindezentrum. Im kleinen Dorf hatte es einen kleinen Einkaufsladen. Geführt von einer Dame die mich gerne knuddelte und mir auf meine Einkäufe eine Orange und Manderine daurf legte.

    Es ging ordentlich runter auf 1'200 MüM. Mit schönem Ausblick, Kondoren die über mich Kreise drehten und vorbei an unzählige Kakteen. Über eine Brücke die definitiv schon bessere Tage hatte und in einer erschlagender Hize, entlang an einem Fluss in einem Canyon, begann der Aufstieg der mich nun die nächsten Tagen beschäftigen wird und zurück auf 4'800 hochbringt. Ich wurde von zwei Tourenfahrradfahrer überholt - die waren einiges schneller unterwegs als ich. Als ich zu meinem Schlafplatz zu Heissenbäder kam, war ich umso mehr überrascht die Beiden wieder anzutreffen. Der eine fühle sich nicht so gut daher haben sie heute nur 100km und keine 200km gemacht - ja guuut 😄😄 es sind Brüder aus Deutschland. 17 und 19 jährig. Radlen durch Ecuador und Peru. Naja ich war beeidnruckt... in diesem Alter habe ich viel, aber sicher keine Fahrradreise in Südamerika unternommen. Ich erfreute mich über ihre Gesellschaft. Am nächsten Morgen waren sie natürlich schneller als ich und radelten früh bereits wieder los. Ich nam weitere Höhenmeter in Angriff und gönnte mir ein luxuriöses Hotelzimmer, weil ich nicht mehr weiter radeln wollte. Der letzte Aufstieg stand an und ich radelte erneut 1'000 Höhenmeter hoch. Und dann fing ich an zu weinen. Es war nicht die Höhe über 4'600... (obwohl Atmen schon schwieriger wurde...). Nope es waren die Lamas und Alpakas die Herdenweise neben der Strasse grasten. Ich LIEBE diese Tiere... ich wäre auch gern ein Alpaka. Flauschig, wenn mir was nicht gefällt drehe ich mein flauschiges Poo zu und wenn es mir immernoch nicht gefällt Spucke ich. Lebensaufgabe... essen. Und süss sein. So stelle ich mir ein erfüllted Leben vor 😉. Ich Fotografierte als würde ich niemer in meinem Leben jemals wieder ein Lama sehen... 😄
    Doch die Sonne ging schon bald unter und ich gönnte den Tieren neh Auszeit von der nervigen Fahrradtouristin.
    Ich traff noch ein Einwohner, welcher mir sein Soh mitgeben wollte... er habe ein Ross und könne mich ja begleiten. Ich lehnte Dankend ab...

    Irgendwie fand ich kein wirklich guter Campplatz und schlief an einem Hang. Quasi Senkrecht - mit der Hand zur übertreibung versteht sich 😉 In meinem Kopf - das geht schon. Die Ralität war birebizli anders. Ich wachte mehrfach auf, zusammengekrümmelt unten im Zelt und versucht mich wieder im Schlafsack hochzukraulen. Erholsam ist anders, aber irgendwas habe ich trotzdem geschlafen und ich schaffte am nächsten Tag auf jedenfall den Rest des Passes auf 4'840 und erreichte Oyón. Auch ein Bergdorf halt nur mit Einkaufsmöglichkeit, Restaurants und einem süssen Hotel mit Holzbetten für 5 CHF für eine Nacht. Ich liebte das kleine Kabeuschen und blieb 2 Nächte. Gab meine Kleider in die Wäscherei, ass ein Riesen Teller Reis mit Gemüse und versuchte nötige Fresalien aufzustocken.
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  • Huaraz - die Entenschlucht 🦆

    Aug 22–26, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach Huamachuco gings dan wirklich Offroad und hoch hinaus. Von 3'100 ging es hoch auf 4'100. Ich mit Job in den Bergen und bereits auf 4'450 Fahrrad gefahren dachte mir ehrlichgesagt gar nicht wirklich was dabei. Ich hatte keine Ahnung das ich die letzten 100 Höhenmeter schieben werde, mein Kopf platzen wird, ich mit Müh und Not mein Zelt aufstellen, aus meinem Zelt mit einer Hand mühselig den Kochlöffel schwingen, keine 4 Löffel Rahmen-Nudel herunter bringen und 3 Stunden später meinen Mageninhalt hochbefördern werde. Der Campingplatz am Bergsee 10 von 10. Fiona -1. Aber na gut. Ich schlief... ungefähr 10 - 12 Stunden. Die Jungs merkten von all dem nichts. Keine Angabe von Höhenbeschwerden und sie genossen den idylischen Zeltplatz. Gönn ich ihnen. 

    Am nächsten Morgen gings mir etwas besser. Ich hatte mühe beim zusammenräumen. Aber als mein Zelt verpackt und mein Fahrrad beladen war, war ich verblüfft wie einfach Fahrradfahren ging. Erst recht weil es nochmals hoch auf 4'300 ging. Aber ich radelte es einfach weg. In diesem Moment war ich dankbar, dass ich bereits über ein Jahr im Sattel sitze. Am Abend erreichten wir ein kleines Dorf. Auf dem Dorfplatz traffen Clo und Pierre einen Herren der uns die Türe öffnete und uns in seinem Haus gampen lies. Naja für schweizer Verhältnisse ist es ein Keller mit einer Toilette und um zu spühlen, holten wir mit einem Kessel Wasser vom Dorfplatz. Pragmatisch aber für uns super. Am folge Tag erwartete uns eine lange Zick Zack Strasse runter und das selbe auf der anderen Seite hoch. Wir fingen an und waren sehr dankbar als ein Mann angielt und uns in seinem Auto bis nach Pallasca mitnahm. Dort buchten wir ein Hotel, wuschen unsere Kleider von Hand und putzen unsere Räder. Am nächsten Tag erwartete uns eine Abfahrt in den Cañón del Pato (Entenschluch). Dieser Canyon war sooo schön. Rechts und links von uns schossen die Steinwände in die Höhe und das Farbenspiel des Gesteins war wirklich atemberaubend. Ich war richtig happy. Am platz wo wir campen wollten war es zu windig. Daher nahmen wir erneut ein Hotelzimmer. Am nächsten Tag ging es weiter in der Entenschlucht. Immer noch dem Fluss entlang aber Flussaufwärts und durch etliche Tunnel. Ein Mann offerte mir eine Mitfahrtgelegenheit. Ich lehnte ab, die Schlucht gefällt mir so gut, ich wollte sie auch radeln. Die Jungs nahmen an und waren aus der Schlucht. Ich radelte weiter, übernachtete in einem kleinen Schluchtdörfchen und radelte am nächsten Tag raus aus der Schlucht nach Caraz. Dort durfte ich mein Zelt im Garten von einem Warmshower stellen. Neben mir, nutzte noch ein Franzosenpärchen von dem tollen Angebot und sie kochten für uns. Es war ein lustiger Abend.

    Am nächsten Tag ging es weiter nach Huaraz (die Franzosen radeln von Süden nach Norden). Die Strasse sehr befahren. Der Verkehr schlimm. Sie nahmen null rücksicht und ich hielt 2-3 mal den Atem an, weil die Fahrzeuge so nah und schnell neben mir vorbei fuhren. Ich beschloss es mit Autostopp zu versuchen und der erste Jeep der vorbeifuhr, nam mich mit. Zwei Bauarbeiter die ein Dorf vor Huaraz anfuhren. Ich nam dankbar an und lud mein Fahrrad auf. Den Endspurt wollte ich noch radeln. Bei einer Baustelle sah ich in der gegenüber stehenden Autoschlange ein Defender Fahrzeug. Dachte mir so: cool wahrscheindlich auch Reisende. Als ich näherkam erkennte ich das Soloturner Autoschild. Ich winkte und die beiden fuhren aus der Schlange, hilten am Strassenrand und boten mir ein Kaffee an. Wir schwatzten gut für eine Stunde. Serafina und Michel sind in Patagonia gestartet und fahren richtung Alaska. Die Beiden waren echt super. Wir tauschten Insta und wer weis - evtl. werden wir uns ja in der Schweiz wieder sehen. Würde mich auf jedenfall freuen. Zudem erzählten sie mir von einem Schweizer Restaurant in Huaraz. Ich radelte die letzten 30 Min und bezog ein Bett im Hostel El Tambo. Das Hostel ist bekannt unter Radreisende und wir waren ca. 5 Radreisende. Mich lies der Gedanke an das Fondue nicht los und ich steuerte das Schweizer Restaurant an. Ich studierte die Karte und die Preise waren so gar nicht tauglich für mein Budget. Aber ich lies mich trotzden für ein Fondue hinreisen. Immerhin ist mein letztes nun doch über 15 Monate her. Der Besitzer kam aus der Küche und fing an mit mir zu sprechen. Ein Schweizer natürlich. Ich erzählte ihm von meinem Projekt und er und sein Angestellter waren super begeistert. Zum Desert gab es ein Stück Büdnernusstorte und ein Kaffe Luz. Als ich bezahlen wollte wurde mir eröffnet das die Tintenpatrone für die Rechnung wol leer sei und das ich gerne eingeladen bin. Neben dem Tränchen das ich beim Fondue vergoss, kam wohl nochmals eines hoch. Ich war super dankbar und glücklich. Und als ich zurück im Hostel ankam war eine Gruppe in der Küche und ich wurde eingeladen zum Pisco Sour (Peruanisches Alkoholgetränk - echt gut, halt nur mit rohen Eiern...) die Truppe war lustig und wir lachten viel. In solchen Momenten ist mein Herz so erfüllt von Glück, Dankbarkeit und Zufriedenheit und ich frage mich oft... wie habe ich so viel Glück verdient.

    Huaraz ist berühmt für seine Bergwelt und ein Hotspot für jeder Wandervogel. Berge bis über 6'000 laden Bergbegesiterte Tage hier zu verbringen. Entsprechend viele Outdoorstores sind in der Stadt. Ich stockte Material auf wie ein Paar lange und warme Hosen, ein neuer Aufsatz für mein Wasserfilter und diverse Kleinikeiten für mein Fahrrad. Zudem besass die Stadt einige gute Kaffees. Ich lies es mir gut gehen, blieb ne Nacht länger als erwartet und lernte tolle Menschen kennen. Aber dan wars dan auch gut weiter zu radeln. Das feine Kaffee war halt dan doch nicht nur 1 CHF und mein Budget hätte geweint wenn ich noch länger in Huaraz geblieben wäre 😉.
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  • Huamachuco - hola Perú y una gran fiesta

    Aug 14–16, 2025 in Peru ⋅ ☀️ 16 °C

    Nachtbus... klingt für mich nach Luxus... ach ne... eigentlich gar nicht. Die Vorstellung einzuschlafen und an einem neuen Ort aufzuwachen ist zu verlockend und entspricht absolut nicht der Realität. Wir kammen um 2 Uhr in der Nacht bei der Grenze an. Zuerst lange warten auf keine Ahnung was... dan Passkontrolle - warten bis der ganze Bus durch ist. Alle in den Bus - keine 10 Meter rollen und wieder aussteigen und einem Man den Pass zeigen - alle wieder in den Bus und keine 10 Meter rollen und das Gepäck scannen. Alle wieder in den Bus und weiter geht die Fahrt.
    Zwischendurch anhalten und Leute raus lassen - da war ich nicht undankbar, so hatte ich die letzten paar Stunden kein schreiendes Kleinkind mehr neben mir und gaaanz viu Platz - neme ich. Irgendwo wurden wir noch von der Polizei aufgehalten. Die wollten dan die Tickets kontrollieren welche wir abgeben mussten. Also teilte der Fahrer sie wieder aus - nochmals ne Stunde länger im Bus (und Peru macht den Ersten richtig komplizierten Eindruck).

    Auf jedenfall habe ich nicht viel geschlafen als wir in Chiclayo ankamen. Doch das war nicht mal meine Enddestination. Also ging es los Geldabheben und schauen wo der nächste Bus fahrt. Ich fragte mich durch und radelte einmal duch die ganze Stadt zum Busterminal - erster Eindruck vom Strassenverkehr in Peru = du bist das schwache Verkehrsmitglied... wenn ich Hupe must du weg!
    Der Bus nach Cajamarca fährt am Folgetag um 7 Uhr morgens. Also kaufte ich ein Ticket und suchte nach einer Schlafmöglichkeit. Ich buchte ein Hotel, ging was essen, eine Sim-Karte inkl. Abo und Essen einkaufen.

    Am nächsten Tag nahm ich einmal mehr mein Fahrrad vor dem Bus auseinander. Es braucht oft viel Überzeugungskraft zu erklären das es keinen Sinn macht das Hinterrad herauszunehmen und das Schutzblech sowieso länger ist. Zudem ist meine Kette und das ganze Getriebe besser geschützt, wenn das Rad drin bleibt. Also Vorderrad raus und Fahrrad in Bus. Ich bekamn ungelogen 6 Tickets für mein ganzes Gepäck (arme gefällte Bäume). Nach 7 Stunden Busfahrt erreichten wir Cajamarca und der Gepäckmann prüfte alle meine 6 Tickets mit den Taschen. Beim Vorderrad gab er dan auf und händigte mir das Rad einfach heraus (ist ja nicht so das neben mir noch 10 andere Fahrradfahrer im Bus waren - ich war die Einzige).

    Ich checkte in ein Hostel ein und besichtigte Cajamarca ein bisschen. Anschliessend schrieb mir Clo. Ich traff ihn und sein Bruder Pierre (Franzosen) in Mexico. Sie kommen morgen in Cajamarca an. Wir beschlossen zusammen weiter zu fahren und ich blieb extra eine Nacht länger.
    Gut war, das Nabil (auch Franzose - die gibt es hier sowieso wie Sand am Meer - gibt es noch Franzosen in Frankreich?) auch dabei war und mir sein MSR Kocher verkaufte. Mein Kocher war sehr launisch. Ne richtige Diva. Und meistens genau dan wenn ich ihn am meisten gebraucht hätte, funktionierte er nicht. Somit hatte ich Glück im Unglück und nun ein Kocher auf den, für die Strecke durch die Anden, mehr verlass ist. Ich fuhr mit Clo und Piere (Nabil nam nen Bus nach Lima) los. Es gibt eine Offroad strecke und wir hatten alle diese Strecke vor. Die ersten 3 Tage waren aber mehrheitlich geterrt. Die erste Nacht schliefen wir auf dem Dachterasse von einem Hotel und die Zweite teilten wir uns ein Hotelzimmer.
    Am dritten Tag erreichten wir Huamachuco. Auf IOverlander fand ich eine Familie, die Radreisende im Garten campen lässt. Ich schrib sie an und wir bekamen eine Zusage! Was für ein Glück wir hatten merkten wir erst, als wie in Huamachuco ankamen. Die ganze Stadt war geschmückt, überall Marktstände und auf dem Dorfplatz eine riesige Bühne. Es waren unheinliche viele Leute anwesend. Es wurde getanzt, gesungen und musiziert. Da wir bei der Familie gratis übernachten durften und die Stadt ein hervorragendes Kaffee mit feinem Essen hatte, beschlossen wir eine Nacht länger zu bleiben. Ich war froh kann ich überall schlafen, den ruhig wurde es nie. Und als wir um 8 Uhr morgens zum Frühstück gehen wollten, waren ganz viele Leute immernoch betrunken. Wir wurden zur Atraktion. 3 weisse Menschen mitten im Getümmel. Wurden unzähligemale unangebracht angetatscht und für Fotos gefragt. Wir zogen uns daher immer wieder gerne in den Garten zurück. Es war aber schön die vielen Farben und Tänze anzuschauen und wieder einmal guten Kaffee zu trinken.
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  • Cuenca - der betrunkene Aufstieg

    Aug 2–5, 2025 in Ecuador ⋅ ☁️ 15 °C

    Da Chimborazo wieder im Wolkenmeer eingehült war, fiel es uns leicht, uns auf unsere Sättel zu schwingen und weiter zu radel. Bei einer Abfahrt merkte ich, dass mein Fahrrad nicht mehr wirklich bremst. Wir hielten im nächsten kleinen Dorf und stellten mein Fahrrad auf den Kopf... die Hinterbremse war schon so durchgeraffelt das nicht nur der Bremsklotz sondern auch das Eisen bereits durch war und die Bremsflüssigkeit auslief. Ich packte meine Flickzeug aus. Leider konnte ich von der Hinterbremse die Schraube für die Flüssigkeit nicht öffnen, da diese durchdrete und keinen Gripp mehr hatte (jap ich führe sogar Bremsflüssigkeit mit mir mit und fülle das jeweils selber nach). Die Hinterbremse war somit auser gefecht. Na dann... gut habe ich zwei Bremsen 🙃.

    Wir planten unseren Weg, aber oft ist es auch etwas ne Überraschung was da genau kommt. So landeten wir im Berggebiet in den Anden. Uns waren die Höhenmeter bewusst und das es asfaltiert ist... nicht aber das es bei der Strasse rechts und links einfach Hoch und Runter geht. Quasi eine Strasse in der Wand. Wir radelten bis wir in Alausi ankamen. Ein mehrbesseres Bergdorf, bekannt für seine Eisenbahn die beim Devil's Nose (Teufels-Nase) einen Switchback macht. In der Geschichte einer der schwierigsten Orte eine Eisenbahn zu bauen. Seit Jahren war die Bahn aus finanziellen Gründen nicht mehr in Betrieb und seit 3 Wochen kann man für 30 CHF die 45 Min. fahrt wieder buchen. Meine Leidenschaft für Eisenbahnen hält sich dann doch etwas in Grenzen, dass ich diesen Betrag dafür ausgegeben hätte. Wir buchten ein Hostel mit einer Regendusche... nach gefüllt einer Stunde duschen gings in eine Pizzeria. Es ist immer ein Hilight wenn das Essen aus etwas anderem als Reis, Bohnen und Eier besteht. Wir besichtigten etwas die Gegend und beschlossen das Frühstück in einem Restaurant zu geniessen. Das war leider nicht gut und viel zu wenig für einen groben Aufstieg der uns bevorstand. So suchte ich in Google Maps ein gutes Kaffe. Es handelte sich mehr um einen Antiquitäten Museum. Der Kaffee war gut und der Besitzer scheute nicht "beat it" von Michael Jackson auf seinem alten Blattenspieler zum Besten zu geben und seine alten Kasetten abzuspielen. Es war gerade mal 10 Uhr als er mit der ersten Flasche Schnapps kam. Emma und ich konnten zu dem "nur als naturbelassenen Zustaten" Schnapps und sein "den müsst ihr probieren" nicht nein sagen. Wir verliessen sein Ort um 11.30 - betrunken. Wir beschlossen das es gefährlich und super anstrengend wäre so zu radeln und versuchten es mit Autostop. Das erste Auto mit Ladefläche hilt an und nam uns mit. Weiter als erwartet... da ich immernoch nur mit meiner Vorderradbremse unterwegs war, fand ich es auch nicht schlimm wenn er uns den Downhill auch ersparte. Wir radelten den nächsten Aufstieg hoch und plazierten uns so, das wir den Devil's Nose sehen konnten. Der Zug fahre 3 Mal im Tag und das Dritte Mal um 14.00 Uhr. Wir warteten 2 Stunden - doch der Zug kamm nicht. Enttäuscht packten wir die Stühle zusammen und radelten weiter ins nächste Dorf wo wir uns ein Hotelzimmer teilten.

    Ich war nicht enttäuscht als wir nicht mehr auf kliffenartiger Strasse unterwegs waren. Wir erreichten Ingapirca. Das sind Ruhinenstäten. Ganz schöne. Lernten Schweizer in einem Van kennen und durften unsere Zelte beim Eingang der Ruhinen aufstellen. Von den Ruhinen bis nach Cuenca war nicht mehr viel. 65km ohne gravierende Aufstiege und mit Fahrradweg in die Stadt. Wir liessen uns in ein Hostel nieder, gingen gut Frühstücken, wäsche waschen und brachten unsere Fahrräder zu Michelle. Die enzige Fahrradmechanikerin in Ecuador. Sie war grossartig und schenkte Aridos nicht nur wieder eine Funktionierende Hinterbremse sondern putzte ihn richtig durch und schenkte ihm viel liebe. Die hatte er dringend Nötig.
    Und dan kam er... der Tag um Emma tschüss zu sagen. Emma buchte einen Bus rückwärts nach Baño und verbrachte dort ein paar Tagen mit Yousef. Anschliessend radelte sie weiter von Cuenca. Und ich nahm ein Bus von Cuenca nach Peru. Der süden Ecuadors habe nicht mehr viel zu bieten und ich wollte etwas Zeit aufholen. Der Bus ist auch ziemmlich günstig. Also genoss ich noch 2-3 Tage in Cuenca, besuchte ein lustiges Hut-Museum und lies die Seele mit gutem Essen und Sightseeing baumeln.

    Danke Eucuador... danke für deine Vielfahlt, deine Vulkäne, deine freundlichen und offenen Menschen, deine diverse Natur und deine Schönheit. Ein Land mehr, an welches ich keine Erwartungen hatte und ich so wundervoll überrascht wurde!

    Und danke Emma für 1.5 Monate reisen. Du bist ein warer Sonnenschein und eine wunderbare Freundin. Es wird sich einsam anfühlen ohne dich.

    14'500 Km
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  • Cotopaxi & Chimborazo - die Vulkan Tour

    Jul 28–30, 2025 in Ecuador ⋅ ☁️ 8 °C

    Unser nächster Host heisst Robert. Robert war selber mal auf Reisen. Mehr in Ecuador selber - er ist auch Ecuadorianer. Er hat eine Farm und lud uns ein, bei ihm zu übernachten. Wir namen an. Robert war der Host per excellent. Wir hatten noch Linseneintopf-Resten die wir für uns kochten - wollten sie für ihn strecken - er esse nach 17.00 Uhr nicht's mehr - na dan okey. Er machte uns aber Tee, brachte Dessert und wärmte sein Haus mit einem Feuer. Das Bett war das bequemste seit laaangem und Robert machte uns Frühstück. Was soll ich sagen... wenn man in Ecuador Skifahren könnte, ich würde hier bleiben 😉 kann man aber nicht - keine Angst Mami, radle weiter. Robert war auch der, der meinte, wir müssen uuuuuunbedingt zum Cotopaxi radeln. Ja unbedingt. Wenn es schön Wetter sei, dann könnte das ein Hilight unserer Reise werden... diese Aussage - wie ich keine Hilights auf dieser Reise hatte... pff... Keine Angst Mami ich radle wirklich weiter. Aber was ihm gelang, uns ein Floh ins Ohr zu setzen. Wir planten um und bogen ab richtung Cotopaxi. Der Aufstieg war grob. Steil mit Pflastersteine. Pflastersteine und Fahrrad ergänzen sich in etwa so gut wie Wahlfische an Land - also so gar nicht halt. Wir kämpften uns durch, bis ein Truck anhielt und uns 4km bis nach den Pflastersteine mitnahm. War immernoch steil und immernoch nicht lustig... unbedingt hat Robert gemeint - jaja der kann reden... ist auch noch nie mit einem 40kg schweren Fahrrad hier hochgeradelt. Also eigentlich wollten wir zu einem Camping. Schnell merkten wir das wir es nicht bis 15.00 Uhr zum Eingang schaffen werden und anschliessend lassen die niemanden mehr in den Park. Schlussendlich waren wir dan froh das wir bis Sonnenuntergang beim Eingang waren. Dort durften wir Campen und hatten sogar Wifi. Wir waren über 4'000 und es wurde in der Nacht bis zu 5 Grad. Es war wirklich kalt. Ich dachte mir wenn wir uns schon hochgekämpft haben will ich den Vulkan Cotopaxi auch sehen. Also war der Deal mit Emma, dass wenn wir den Vulkan nicht sehen, fahren wir nur zum Camping und geben den Wolken nochmals einen Tag sich zu verziehen. In Emmas sprache war das aber, sie schreibt Yousef das wir die nächste Nacht auf dem Camping sind und er doch mit uns campen könnte... natüüürlich willigte Yousef ein. Und obwohl wir Cotopaxi bereits beim Aufstehen in seiner schönsten Pracht sahen, fuhren wir halt nur zum Camping. Ca. 20km... naja ich war so semi motiviert mir nochmals eine Nacht mein Allerwertestes abzufrieren... aber bevor ich was sagen konnte stand Yousef bereits mit einer Tüte Essen vor uns. Na gut... immerhin war der Camping mit perfekter Sicht auf Cotopaxi toll gelegen und sie hatten ein Restaurant in welchem wir uns aufwärmten konnten. Wir machten ein Feuer und kochten zusammen. Ich stimme zu, es könnte schlimmer sein - aber auch wärmer. Und es half nicht als der Himmel uns noch Hagelkörner schickte. Nach einer weiteren kalten Nacht sagten wir Cotopaxi tschüss und machten uns an die Abfahrt. Von 4'000 zurück auf 2'600. Eine kleine Stadt namens Ambato. Dort checkten wir in einem Hotel ein und machten uns ready am nächsten Tag den nächsten Vulkan abzuradeln. Eigentlich wollte ich gar nicht beide radeln... aber die Hauptstrasse war jetzt auch nicht so prikelnd. Also gings am nächsten Tag wieder hoch auf 4'200. Der Tag war lang, kalt, regnerisch, nass und neblig. Wir konnten nicht viel sehen und fuhren 10 Stunden einfach nur hoch. Auf der App Ioverlander wurden Raubüberfälle vermerkt. Also war klar wir mussten es bis in ein Hostel schaffen, wo wir bereits abgemeldet waren. Als ich oben ankam entwichen die Wolken und ich konnte Chimborazo für einen Augenblick vollkomen sehen. Das Hostel war leider nicht wirklich warm wie erwartet. Die Heinzung war ein Gasskocher um welcher Emma und ich am Boden sassen und versuchten uns aufzuwärmen. Zum Glück stand in einem Zimmer noch ein Heizkörper und wir beschlossen beide in diesem Zimmer zu übernachten, damit wir immerhin etwas warm bekamen. Am nächsten Tag strahlte Chimborazo in seiner voller pracht. Als hätte er alle Wolken von sich aus verscheucht. Es war einfach nur atemberaubend neben dem Vulkan zu radeln. Und wenn es nicht der Vulkan war der einem der Atem raubte dann die Höhe von 4'450... das Prinzip vom Fahrradfahren ist ja immernoch das gleiche - nur halt mit massiv weniger Sauerstoff. Na gut. Wir namen die Abfahrt in Angriff und da Emma's Körper die Nahrung in einer zu flüssiger Form ausscheiden liess, gingen wir am Abend in ein Hotel. In solchen situationen ist eine richtige Toilette jeden Franken wert. Das Hotel war günstig und mit Blick auf Chimborazo. So konnten wir von der Dachterasse den Sonnenuntergang und die Rötung des vulkans hinter dem See bestauenen. Fast zu kitschig für meinen Geschmak 😉😆 aber solche Momente machen reisen aus.Read more

  • Quito - die Stadt der Höhenangst

    Jul 21–23, 2025 in Ecuador ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir radelten von Otovalo los Richtung Äquator. Wir wolten beim Camping Mitad del Mundo (Camping Mitte der Welt) unsere Zelte aufschlagen. Da es zum Camping nur 40km waren hatten wir genügen Zeit zuerst das Museum etwas oberhalb zu besuchen. Dort ist die Linie am Boden gekenzeichnet und es wird erklärt wie die Sonne verläuft und warum der Äquator der Äquator ist - Emma und ich schossen gefüllt 1000 Fotos.. Es fühlt sich wie ein kleiner neuen Meilenstein an. Einfach ein kleiner Schritt und man Tritt vom Nordteil zum Südteil der Erde. Nun werden die Tage wieder länger und ich bin unterwegs in den Sommer.

    Wir radelten erneut dem Tembr entlang. Eine alte Zugschiene die Grösstenteil zu einem Schotterweg oder teilweise sogar zu einer Strasse umgebaut wurde. Das gute - Züge können keine massive Steigung erklimmen. Somit ging viel in einer angenehmen Neigung runter. Wir erreichten Willson. Willson begrüsst seit 30 Jahren reisende bei sich zuhause. Er hat ein schönes Haus und wir durften unsere Zelte im Garten aufstellen. Seine Forderung stellt er aber schnell fest... er mag es wen die Reisende kochen. Da wir uns ja sowieso verlpflegen müssen, war das für uns nicht so eine Sachen. Oft biete ich den Leuten die uns Unterschlupf gewähren sowieso an zu kochen. Wir fuhren in den nächsten Laden, dekten uns mit Gemüse und Pasta ein und kochten. Willson ist auch ziemmlich direkt mit der Forderung wer da jetzt Abwäscht usw. Hier gerne vermerkt, ich versuche immer alles zu erledigen... man muss mich nicht auffordern abzuwaschen... für mich ist das selbstverständlich. Es ist nicht die Gastfreundschaft die wir gewohnt sind und er begrüsst die Reisenden wohl auch gerne damit er versorgt ist. Das ist ja soweit in Ordnung. Wir durften unsere Fahrräder zwei Nächte bei ihm einstellen und fuhren mit dem Bus nach Quito. Yousef und Emma buchten sich ein Hotel und ich ein Hostelbett. Das Hostel war cool und man hatte einen schönen Ausblick über die Stadt. Ich stellte mich auf 2 Tage Sightseeing ein und hatte keine Ahnung, das ich jeden Tag an meine Grenze komme werde...

    Die grosse Kirche mitten in Quito kann man nicht nur von aussen betrachten, sondern die etlichen Stuffen in Kauf nehmen und einen grossartigen Ausblick geniessen. Der war wirklich grossartig... doch wer mich kennt weiss... meine Hände beginnen zu schlottern und meine Knien werden weich. Je Höher wir gingen desto mehr kam ich an meine Grenze. Man konnte sogar unter dem Dach von den beiden Glockentürme zu dem anderen Turm schlendern. Spätestens bei dieser steilen, durchsichtigen Treppe blieb mir die Luft weg. Ich passte und wartete schön brav bis Yousef und Emma wieder runter kamen. Ich mag den Kampf mit mir selber nicht. Ich wäre gerne Schwindelfrei und würde am liebsten über ein Seil zwischen zwei Gipfeln balancieren... aber glaube das ist etwas das man sich nicht aussuchen kann. Früher habe ich noch oft versucht meine Höhenangst zu überwinden... wer es aber kennt weis, das es ein grosser Kampf ist und irgendwann habe ich diese Angst einfach auch ein bisschen respektiert.
    Der Abend verbrachten wir mit ein paar Bier und lustigen Gesprächen im Hostel.
    Wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Plan war es - die Gondel auf den Berg zu nehmen, wandern und wieder runter gondeln. Yousef verkaufte uns die Wanderung als einfach und sie gehe 2 Stunden. Ich mag ja wandern wirklich nicht sonderlich gerne. Immer eine Challange mit dem medizinischen Problem mit meinen Füssen und ich fahre einfach lieber Fahrrad. Aber so 2 Stunden klingen machbar. Ich willigte ein. Alex aus Deutschland und Sam aus der USA kamen auch mit.
    Als 2 Stunden wurden dan locker 5. Der Anfang war ja noch gut machbar und schön. Ein Trampelpfad wie ich ihn aus den schweizer Bergen kenne. Dan wurde aus dem Trampelpfad eine Kleterpartie... und Zäck - da war sie wieder da... diese Höhenangst. Den es ging schon auch ordentlich runter... ich überwindete mich beim ersten Teil, kämpfte eine Kleinsteinpartie hoch und keine 100 Höhenmeter vor dem Gipfel (der auf 4'600 Meter über Meer liegt) gab ich auf... es war zu viel kletern... ich war kurz vor dem Weinen und das alles machte in dem Moment für mich keinen Sinn. Ich gab auf... da ich nicht gedacht habe, dass wir 5 Stunden bis auf 4'500 Höhe wandern, habe ich natürlich kurze Hosen angezogen... ratet mal wer sich beim warten auf die Andern den Arsch abgefrohren hat (fast wortwörtlich)... naja. Die brauchten mindestens 45 Minuten um zum Gipfel hoch und wieder runter zu kragseln. Sie bestätigten mir, das es keine leichte Sache war... irgendwie beruhigte dies mein Versagen nicht wirklich... aber egal ob ich Versagt habe oder nicht... ich gehe da jetzt nicht nochmals hoch und versuche es nochmals. Ich akzeptiere es wohl einfach. Wir watschelten und gondelten zurück in die Stadt. Alex und Sam waren todmüde - Emma und ich merkten wohl das wir uns viel bewegen und waren eigentlich gar nicht so geschafft. Yousef... naja der zählt nicht 😄.

    Auf jedenfall ging ich in ein Kaffe und ass ein absolut feines Stück (frust) Kuchen und meldete mich beim Familien Dinner im Hostel an. Günstig und ein tolles Menu. Ich verquatschte mich mit den Leuten, mit denen ich am Tisch sass... alle super und es entstanden nette Gespräche. Anschliessend ging es ab ins Bett und am nächsten Tag mit dem Bus zurück zu Willson. Es erwartete mich einen platten Reiffen und Emma und ich waren so gar nicht motiviert weiter zu radeln. Daher kochten wir nochmals für Willson und packten unsere Sachen erst am nächsten Tag zusammen.
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  • Otavalo - Hola Ecuador

    Jul 17–19, 2025 in Ecuador ⋅ ☁️ 18 °C

    Die Grenze nach Ecuador war eine schnelle Sache. Nachdem ich meinen Kleber möglichs sichtbar platziert hatte, pedalten wir weiter. Ein kurzer Stop für Lebensmittel und eine neue Sim-Karte. Auf der Webseite bikepacking.com gibt es diverse Routenvorschläge für Fahrradreisende. Die meisten dieser Strecken sind Offroad und eignen sich mehr für Montainbikes mit breiterer Bereiffung. In Ecuador handelt es sich um den Tembr (Trans Ecuador Montain Bike Rout). Von Fahrradreisenden vor uns wussten wir - der Tembr ist eine Schlammschlacht. Doch die vielbefahrene Panamerica-strasse lies uns trotzdem auf den Tembr ausweichen. Wir standen vor 2-3 Situationen wo wir analitisch überlegten wie wir uns da am besten durch kämpfen. Wir wollten zum Visitor Center und dort übernachten, stornierten diesen Plan, weil der Schlamm doch mehr Zeit in Anspruch nahm als wir uns dachten. Zudem war die gegend voll mit sogenanten Frailejones. Das ist eine coole Pflanze und soweit das Auge reicht, sahen wir die Landschaft besäht mit Frailejones. Wir machten viele Fotos und Videos und stellten unsere Zelte an einem Aussichtspunkt direkt am Weg. Unsere Theorie war, dass diese Strasse wohl niemand bei Nacht auf sich nimmt - und so war es auch... generell haben wir bis zum Visitor Centor wirklich niemanden getroffen. Wir waren auf 3'800 Höhe über Meer und die Nacht war kalt. Als ich am Morgen aufwachte wurde ich von Emma mit einem Happy Birthday begrüsst. Fast hätte ich es vergessen. Stimmt. Ich hatte ja Geburtstag. Emma gab alles dieser Tag unvergesslich zu machen!

    Nach weitern Schlammschlachten und Höhenmeter erreichten wir schlussendlich das Visitor Center. Ab da ging es vorallem runter. Bei der ersten Ortschaft steuerten wir ein Kaffee an und ich gönnte mir einen Geburi-Donat und anrufe nach Hause. Weiter gings nach Mira (was auf Spanish - schau / guck - heisst). Mira heisst mira, weil man von Mira einen schönen Ausblick hat. Mira! Wir steuerten ein Hostel an, waren die einzigen Gäste und Emma erzählte in den ersten Minuten das ich heute Geburtstag habe. Somit kammen die Gastgeber einfach mit uns Essen und als wir zurück waren gabs ein Cheescake mit Kerze, singen und einen Manderinen Schnapps. Wir sprachen Tost's aus und leerten eine Flasche. Dan kammen weitere Freunde mit einer weiteren Flasche Maraguya Schnapps. Wir leerten schlussendlich beide und Emma und ich schwankten um 2.00 Uhr morgens ins Bett.

    Von Mira steuerten wir direkt nach Otavalo - wo Yousef auch bereits auf uns wartete. Aufgrund der letzte Nacht starteten wir sehr spät. Es half nicht, das wir zum Frühstück in ein Kaffee gingen. Anstelle das uns dies die Morgenzeit verkürzte wurde sie verlängert, da die Besitzerin alle ihre Gegenstände im Kaffe erklärte... Erbstücke und so. Wir radelten entlich los und kamen zu einer gesperrten Strasse. Uns war schnell klar, der Umweg rundum würden wir heute nicht schaffen. Also machten wir Autostop. Nach 2 Minuten hilt ein Baustellenfahrzeug. Wir luden die Fahrräder ein und setzten uns zu den Herren. Diese waren begeistert das zwei Frauen mit dem Fahrrad unterwegs sind und brachten uns noch viel weiter als wir eigentlich erwartet hatten. So war es noch eine Stunde bis Otavalo.
    Tortzdem müde kamen wir im Airbnb an und Yousuf half uns alles hochzutragen. Wir hängten noch eine Nacht an und erkundeten am nächsten Tag das Dorf. Wir gingen in die Markthalle frühstücken und besuchten den Markplatz mit vielen bunten Kleider und Tücher. Ich setzte mich in ein gutes Kaffe und später gesellte sich Mark noch in unser Airbnb. Mark ist ebenfalls Fahrradreisender aus Deutschland. Er ist nun seit 9 Jahren unterwegs und im Alter von meinen Eltern. Wir hatten mit ihm Kontakt weil er gleichgesinnte für den Tembr suchte. Also schrib ich ihm das wir eine Übernachtungsmöglichkeit haben und er nam an. Wir kochten zusammen ein Gurry und liesen den Tag ausklingen.
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  • Popayán - Las Lajas, der Überflieger

    Jul 9–12, 2025 in Colombia ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir steuerten direkt Richtung Ecuador.

    Die Gegend war unsicher. Es sind Raubüberfälle auf frühere Reisende bekannt und eine politische Gruppe ist nicht einverstanden mit der Polizei und sprängt Busse und Autos in die Luft. Die Empfehlung - halte dich von Polizeiwachen fern. Trotz den Umständen fühlten wir uns nie unsicher! Wir wussten das wir als Fahrradreisende nicht ein Zielobjekt sind. Gaben aber acht, dass wir Pausen an Orten machten, an welchen Menschen waren und hopsten von Hotel zu Hotel. Die Hotels waren zum glück sehr günstig und da Emma und ich uns die Räume teilten, wurde es nochmals günstiger. Innerhalb von 2 Tagen waren wir in Popayán, schliefen in einem coolen Hostel und besichtigten die Stadt. Von Popayán nach Pasto lag eine Passtrasse dazwischen. Der Pass bestand aus zwei Aufstiegen, mit einer Abfahrt dazwischen. Der zweite Aufstieg ist lang, intensiv, am Berg und ohne Schlafmöglichkeiten (da es auf der einen Seite hoch und auf der Anderen runter ging). Mir ging es sichtlich immer schlechter... schon am Aben zuvor kämpfte ich gegen Hitzewallungen und Schluckbeschwerden. Ich kämpfte aber weiter. Als nach dem ersten Aufstieg ein Lastwagen anhilt und uns anbot uns mitzunehmen, konnte ich dieses Angebot fast nicht ablehnen. Ich hatte Angst, dass ich den zweiten Aufstieg in meinem Zustand nicht schaffen werde.  Er brachte uns nach Pasto. Mein Zustand verschlechterte sich laufend und ich sass wie ein Haufen elend auf dem Beifahrersitz und konsentrierte mich nicht auffällig schlecht auszusehen. Emma übernahm die Kommunikation. Sie fragte ihn, wie es Sicherheitstechnisch ist, ein Lastwagenfahrer zu sein... er erklärte ihr das er eine Pistole dabei habe und nam ein Bündel herfor, um die Pistole auszupacken  Emma gerit ins Stocken - sie wusste das ich die Konversation in meinem Zustand unmöglich mitgekriegt habe... Also versuchte sie mir so rasch wie möglich zu erklären, dass er nun seine Pistole auspacke und ich nicht Angst haben muss. Ich - sowieso gefühlt am dahinsterben - schaute das Gerät nur an, sagte okey und wand mich wieder ab. Wir besprachen die Sitation im Nachhinein und Emma war beeindruckt wie gleichgültig mir diese Sitation in diesem Moment war... da realisierte sie, wie schlecht es mir ging 😄.
    Der Highway führt um Pasto rum. Er lud uns am besten Ort aus. Durch ein Spannseil ging meine Gangschaltung kaputt. Da es nun nur noch 7km Stadteinwärts und hauptsächlich Abwärts ging, setzte ich mich einfach auf meinen Sattel. In der Stadt hatte ich dan aber ordentlich zu kämpfen... es war natürlich der grösste Gang und hüofte nicht mehr zurück und manchmal trat ich ins Leere. So dass ich auch noch mit voller wucht auf den Sattel knallte. Ganz ehrlich ich wollte nur noch ins Hostel und kämpfte mit den Tränen. Als wir ankamen mussten wir das Fahrrad und die Taschen noch 60 Treppen hochtragen. Emma übernahm und Half mir alle Taschen Hochzutragen. Ich war so dankbar das sie bei mir war! Ich ging duschen und weil wir den ganzen Tag fast nichts gegesen haben gingen wir auf die Suche nach Nahrung. Ich hatte solche Halsschmerzen das jeder Bissen ein Kampf war - aber mann hatte ich hunger! Zurück im Hostel legte ich mich einfach nur noch ins Bett. Ich war komplett fertig. Die folgenden zwei Tage verbrachte ich auch hauptsächlich im Bett. Ich ging beide Tage mit Emma in ein Vegirestaurant Mittagessen, reparierte mein Fahrrad und besuchte ein tolles Kaffee... sonst ruhte ich mich aus. 
    Emma lernte in Cali Yousef kennen. Yousef kommt aus Iran, wohnt in Kanada und ist Backpacker. Die beiden hatten bereits in Cali eine gute Zeit. So gut, dass er uns nach Pasto nachreiste.

    Obwohl ich immer noch nicht fit war, schwang ich mich wieder auf den Sattel. Raus aus der Stadt - natürlich bergauf... natürlich mit Regen, Nebel und es war kalt. Als wir den Hügel geschafft hatten, versuchten wir uns mit Tee aufzuwärmen und als wir runter fuhren wurden wir von der Sonne aufgewärmt. Wir radelten weiter als gedacht, schlieffen in einem Hotel und radelten am nächsten Tag nach Ipiales, wo Yousef bereits auf uns wartete. Die beiden Namen ein Hotel und ich nistete mich in einem Hostel ein. Aufgrund von Yousef blieben wir zwei Nächte. Wir besuchten die Kirche in Las Lajas, welche als schönste Kirche der Welt bekannt ist. Ich lernte am zweiten Abend noch zwei super coole Damen im Hostel kennen und hatte eine gute Zeit mit wehr interesaanten Gespräche. 

    Am nächsten Morgen verabreteten Emma und ich, um 8.30 Uhr loszuradeln und früh an der Grenze zu sein. Es war 9.30 Uhr bis Emma entlich da war. Mein Geduldsfaden war kurz vor dem Reissen und ich war froh als wir entlich los rollten. 

    Kolumbien... du warst so unerwartet schön. Die Menschen so dankbar, gastfreundlich und warmherzig. Du warst laut, bunt und erfüllt mit Tanz und Musik. Der beste Start in Südamerika den ich mir vorstellen kann. Danke Kolumbien. 

    13'726 km
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  • Cali - da stept der Bär

    Jul 2–5, 2025 in Colombia ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir hatten zwei Möglichkeiten die aus Salento hinaus führten. Die Eine wäre auf der Strasse und mit einem groben Aufstieg und die Andere Offroad. Natüüürlich namen wir die Offroad-Strasse. Obwohl der Beginn war nicht wirklich eine Strasse... Trampelpfad der sich in den Büschen verliehrt, betitelt es mehr. Doch umdrehen war keine Option. Auch dann nicht als der Weg steil runter, über eine super sichere Bambusbrücke und auf der anderen Seite steil wieder hoch verlief. So trugen wir die Taschen und die Fahrräder einzeln über die Brücke und auf der anderen Seite hoch. Etwas ein Kraftakt, aber wir trainieren schliesslich immer nur Cardio... stolz beluden wir unsere Fahrräder und genossen eine wirklich schöne Offroadstrasse, mit schönem Ausblick und wir begegneten viele Fahrradfahrer die uns alle bewunderten.

    Ich hatte Kontakt mit Reed. Ich reiste mit ihm in Mexico. Er befinde sich in Armenia. So haben wir uns mit ihm auf ein Mittagessen verabredet. War schön ihn wieder zu sehen. Wir zogen weiter und stellten unsere Zelte auf einem Campingplatz mit fluffy Katze und fluffy Kücken, direkt neben einem Fluss.

    Am nächsten Tag gings weiter und wir verbrachten die Nacht bei den Bomberos in Guacarí. Der Wachmeister (oder was immer er war) liebt es wenn Fahrradfahrer vorbei kommen und liestete auf wer aus welchen Ländern und mit welchen Touren schon da war. Wir begrüssen die Offenherzigkeit und plauderten mit ihm. Er brachte uns Kaffe und Mango in einem Becher. Das ist ein Strassen Snack. Wir wollten ihn mal versuchen und die Mango wird mit Salz und Limetensaft angerichtet. Es ist so salzig und bitter das wir mühe hatten den ganzen Becher zu essen - wollten aber auch nicht undankbar sein... also Augen zu und durch.
    Als wir weiter radelten, wurden wir auf der Strasse zu einem Zuckerrohrgetränk eingeladen. Das versüsste die vielbefahrene Strasse in Cali rein.

    Cali ist das Salsa Monopol der Welt. Bei allen Hostels sind Tanzstunden inklusiv. Also checkten wir in einem Hostel ein, gingen essen und dan zu der Tanzstunde. Anschliessend gings auch bereits ab in einen berühmten Salsaclub. Als Frau wartest du bis du zum Tanzen gebeten wirst. Was bei mir in dem Abend zwei mal geschah. Einmal war er ein super Tänzer was mich glatt überforderte... versuchte da irgendwie mitzuhalten. Obwohl ich seit klein auf Tanze finde ich Paartanz immernoch eine Herausforderung. Wir waren eine Gruppe von 7 Frauen, die zurück zum Hostel steuerten. Da Cali bei Nacht als gefährlich gilt, bestellten wir für die Distanz von 15 Min. zu Fuss zwei Uber (jap Mami - ich schaue auf meine Sicherheit 🙂🙃).
    Am nächsten Tag ging es um 06.00 Uhr raus aus dem Bett... ich brauchte noch die dritte Tollwutimpfung. Also steuerten wir zum Impfzentrum das um 07.00 Uhr öffnete. Alles klappte soweit. Ich mit wenig schlaf, am vorabend evtl. Auch ein Bier zu viel... legte mich anschliessend wieder ins Bett, damit mich die Impfung nicht komplett wegschmettert.
    Am Abend gings dan zu einem Dorfplatz wo zuerst eine Show und anschliessend ein gemeinsamer Tanz statt fand. Jeder durfte mitmachen und wurde einfach akzeptiert. Anschliessend gingen wir wieder in einen Salsa Club bis spät in die Nacht.
    Am folge Tag radelten wir zu der Jesus Statue hoch und am Abend gings zu La Calle del Sabor. Eine Strasse zugepackt mit Leuten... alle am singen Tanzen und musizieren. Da stept wirklich der Bär und findet jeden Freitag und Samstag statt. Es ist überwältigend wie die Musik sich in allen Gesichtern und Körper wiederspiegelte. Kolumbianer teilen auch den Schnaps mit den Turisten und ich wurde öfters zum tanzen aufgefordert... was nicht einfach war im Getümmel. Aber gut für mich, so fiel nicht auf das ich keine Ahnung habe 😆.
    Übernächtigt stigen wir aufs Fahrrad. Und auch wenn Cali mit aller Musik, Freude und Farbe einfach toll war... meine Leber und mein Schlaf dankten mir, dass wir die Stadt verliessen.
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  • Salento - Höhenwahnsinn

    Jun 24–30, 2025 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Seit Mexico hatte ich wieder ein Fahrrad Gspändli. Das ist auf der einen Seite immer sehr cool und auf der abderen Seite ist es ein Eingroofen. Wie reist diese Person, sind wir überhaupt kompatibel zusammen zu reisen, Essen usw... Emma und ich waren soweit kompatibel. Wie alle meine Fahrradgspändlis ist auch sie schneller als ich - ich bin immer etwas die Schnecke im Umzug 🐌😬 wobei geradeaus mag ich immer mithalten und bergauf - naja eben nicht. Alls wir versuchten die Stadt Medellin zu verlassen fuhren wir neben einem Einkaufszentrum mit Decathlon vor... ah ne eben nicht vorbei 🤣 wir gingen rein. Ich fand tatsächlich neue Sandalen und Fahrradhosen. Emma Gas zum kochen und eine Jacke. Glücklich radelten wir raus aus der Stadt. Wir verlohren aber soviel Zeit das wir anfiengen umzuplanen. Wir schrieben einer Familie von IOverlander ob wir bei ihnen übernachten dürfen und bekammen positive Antwort. Trotzdem erwarteten uns etliche Höhenmeter. Es regnete und war kalt. Na gut... einfach weiter radeln. Es war viel Verkehr. Und auf einmal stand alles still. Ungefähr 10 - 15 min. Bevor wir dort ankamen, lösste sich der Grund, ein Baum stürzte quer über die Strasse und reisste eine Stromleitung mit. Der Baumgipfel ragte über die Strasse hinause, gefolgt von einem massiven Abgrund. Wir begutacheten die Siatuation und beschlossen unsere Fahrräder beim Baumgipfel - alias beim Abgrund - rüber zu heben. Mit neuen Krazer und blauen Flecken beluden wir die Fahrräder auf der anderen Baumseite. Weiter ging es... da wir wieder viel Zeit verloren hatten, mussten wir uns beeilen. Es ging ordentlich Hoch und wir traten in die Pedale. 1km bevor wir oben ankamen fuhr ein netter Motorradfahrer vorbei - mit einem Fuss an meiner Tasche stosste er zuerst mich und dan Emma die letzten Metern hoch. Wir waren dankbar. Punkt um 18.00 uhr erreichten wir das Haus der Familie. Von aussen sah es aus, als hätte eine Mühlabfuhr einen neuen Abstellplatz gefunden. Ich gerit ins stocken... Emma und ich schauten uns skeptisch an. Doch zum Zweifeln blieb nicht lange Zeit. Der Vater stürmte aus dem Haus und packte bereits Emmas Fahrrad und stosste es eine gschlipfrige steile Treppe herunter. Die Familie war herzerwärmend. Kochte für uns und lies uns unter einem Unterschlupf mit einer schönen grünen Aussicht zeltlen. Sie waren echt super und das kleine Haus super süss eingerichtet. Was für ein Tag dachten wir uns und schlüpften in den Schlafsack.

    Der nächste Tag startete mit Downhill. Und verlief dann verhältnismässig Flach. Wir haben drei Schlafmöglichkeiten vermehrkt, obwohl sich die Letzte in 100km befindet und wir sie eher belächelten als ernst nahmen. Wir radelten los. Bei jeder Schlafmöglichkeit fanden wir - wir können noch weiter. Und so radelten wir mehr unfallhalber 100km und landeten bei den Bomberos in Irra. Da wir nicht richtig gegessen haben stürmten wir das Restaurant gegenüber und die Bohnen und der Reis haben selten sooo gut geschmeckt.
    Leider verlif es nicht immer so flach und der nächste Tag liferte wieder ordentlich Höhenmeter. Emma ging es zudem nicht so gut. Wir machten einen Abstecher nach Chinchina und betrachteten die grösste Kaffeetasse der Welt und im Gegenteil zum Vortag erreichten wir unser Tagesziel nicht. Dafür fanden wir ein 5 fr. Hotel mit gutem Essen. Zum Glück ging es Emma am folge Tag schon etwas besser und wir radelten nach Saleto. Viel war es nicht mehr aber steil. So waren wir happy als wir in dem farbenfrohen Dörfchen ankamen. Jedes Haus strahlt in verschiedenen Farben und verleit dem Ort eine heinelige Kulise. Wir checkten in ein Hostel mitten an der Promenade ein, fanden ein tolles Vegi Restaurant und legten uns satt und glücklich schlafen.

    Der Wind zauste durch unsere Haare als wir auf der Rückladefläche von den Jeep standen, der uns ins Coco Valley fürte. Das Tal ist bekannt für die höchsten Palmen der Welt. Die Quindio-Wachspalme wächst langsam dafür erreicht sie eine Höhe bis zu 60 Meter. Wie der Name verrät hat sie Wachs im Stamm und daraus wurden Kerzen gemacht. Wir machierten los und wanderten 4 Stunden durch das Tal. Die Palmen sind unglaublich schön und eindrücklich. Ich hab mich förmlich in diesen Ort verliebt und kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus.

    Zurück in Salento beschlossen wir einen Tag zu verlängern und wir genossen ein... ja vieleicht auch 3 Biere bei einer lokalen Brauerei und nochmals das Privileg von dem tollen Vegi Restaurant.
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  • Medellin - warmherzig und farbenfroh

    Jun 18–24, 2025 in Colombia ⋅ ☁️ 26 °C

    Ich schaute dem Windsturm ungefähr zwei Stunden zu. Andere Reisende vom Hostel, die aufs Schiff wollten, kamen zurück und erzählten mir, das sogar ein Schiff im Hafen versunken sei. Meine Motivation mich auf den Fahrradsattel zu schwingen war aber Gross und ich beschloss dem Wind zu trotzen. Da ich ins Landesinnere steuerte, war er sehr schnell auch gar nicht mehr so schlimm.
    Glücksgefühle durchflossen mich. Ich war glücklich Fahrrad zu fahren, nach der langen Pause.
    Noch unterwegs erhilt ich eine Nummer von einem Casa Cyclista (Fahrradhaus - wie Warmshower). Ich schrieb Beltran und durfte bei ihm die Nacht verbringen. Beltran und seine Eltern, sein Bruder und wer auch immer das alles war, leben unter rustikalen Bedingungen. Der Haushalt eher etwas schmutzig und mein Bett - naja eher einfach Holzlatten mit einem Lacken drum. Ich schlief nicht so gut. Beltran und seine Velocommunity gingen um 05.00 Uhr auf eine Fahrradtour. Ich lernte einige am Abend zuvor kennen und glaube sie fanden es toll wenn ich mitkommen wäre. Mir war das aber nach dieser Nacht deutlich zu früh und ich wusste ich werde noch den ganzen Tag auf dem Sattel sitzen. Beltran bot mir an länger zu bleiben. Ich lehnte dankend ab und schwang mich auf meinen Dratesel.

    Im nächstes Dorf gönnte ich mir für 7.- Fr. ein Hotelzimmer. Ich schlief besser 😄.
    Zum Glück, den dan began die munteren Höhenmeter. Ich versuchte mir realistische Ziele zu setzen und radelte Stück für Stück. Das nächste Casa Cyclista erreichte ich nicht. Ich traff tolle Fahrradfahrer die mich zu einer Cola einluden und mir einen Tip für ein günstiges Hotel gaben. Also steuerte ich das an - was soll ich sagen - sogar weniger als 5.- Fr. und tiptop für mich. Ein lebendiges Dorf mit vielen Bäckereien. Also ging ich los Kuchen essen 😬.
    Neuer Tag neue Höhenmeter, neue begeisterte Leute die toll finden was ich mache. Kolumbianer sind wirklich sehr interessiert. Fragen mich wo ich radle, flippen förmlich aus wenn ich erzähle das ich von Alaska nach Argentinien reise und rufen alle Freunde herbei um mich und mein Projekt vorzustellen. Oft stellt sich dan auch jeder Einzelne für ein Foto neben mich.

    Als ich kurz vor meinem Tagesziel in einem Bus Bahnhof ein Motivations - Kaffe trank, kammen die Besitzer zu mir. Sie luden mich ein, gratis in ihrem Hotel zu schlafen. Als wäre das nicht einfach schon überwältigend genug offerierten sie mir Abendessen und Frühstück mit dazu. Ich kann mir diese Gastfreundschaft in der Schweiz bei bestem Wille nicht vorstellen.

    Nach dem grosszügigen Frühstück nam ich den Berg in Angriff. Ich radlete über 1'700 Höhenmeter und wurde mit der Aussicht belohnt.

    In Santa Fe buchte ich ein Bett in einem Hostel mit Pool - in welchem ich ca. 3 Stunden herumplanschte und versuchte, mich emotional auf den folge Tag mit noch mehr Höhenmeter vorzubereiten.
    Es war unglaublich Heiss und der Schweiss tropfte mir herunter wie eine Wasserleitung mit einem Leck. Ich war pflotschnass. Ein Auto hilt an: Ob ich nach Medellin steure - wir können mein Fahrrad einladen. Ich verneinte und staunte ab mir. Ich wusste nicht ob ich es überhaupt vor dem eindunkeln nach Medellin schaffen werde. Aber es war eine Kampfansage. Eine Kampfansage an mich, an die Anden und an alle Höhenmeter die noch kommen. An meinen Körper und an Kolumbien. Ein zweites Auto hilt an. Ich schätze die Gastfreundlichkeit der Kolumbianer soo sehr. Ich erklärte den beiden Herren im Fahrzeug, das ich es gerne radeln und stark sein will - die Herren lachten und liesen mich weiter trampeln.
    Die Strasse schlängelte sich hoch und ich konnte immer bis zur nächstgrösseren Kurve sehen wie steil es hoch ging. Kurz vor Medellin war ein Tunnel den ich mit meinem Fahrrad nicht fahren durfte. Ich versuchte es mit Autostopp - ein Tucktuck hielt an. Wir stapelten mein Fahrrad irgendwie in das Tucktuck. Mit einem Rad drauessen und ich neb dem Fahrrad reingequetscht ging es durch den Tunnel. Der Fahrer war hoch begeister von mir und wollte nicht mal eine Entschädigung für die Fahrt. Ich drückte ihm 5'000 Pesos in die Hand - was nicht mal 1 Fr. entspricht.

    Der letzte Abschnitt nach Medellin war Downhill. Ich habe den Kampf also gewonnen - und ich war sowas von kaputt.
    Ich durfte bei Henry (Casa Cyclista) übernachten. Henry ist ein typischer Kolumbianer und anstelle mir zu schreiben oder ein Standort von dem Haus zu schicken, erhilt ich mindestens 10 Sprachnachrichten. Natürlich auf Spanisch. Nach 1'940 Höhenmeter war ich soo kaputt ich verstand kein Wort. Versuchte die Sprachnachricht im anderen App zu übersetzen und zu transkribieren. Ich konnte das Geschriebene aber nicht kopieren und tippte alles in den Übersetzer. Auch da machte es nicht gross Sinn. Ich war nervlich am Ende. Er schickte mich dan zu einem Park und wartede da auf mich. Henrys Haus ist einfach an einem Hügel - oder Berg. Fehlten nur die Kühe auf der Alp 🙈. Zu ihm Hoch waren es gut nochmals so 300 Höhenmeter. Für ein kleiner teil schnürte er ein Seil um mein vorderer Gepäckträger und zog mich hoch - ich schwor mir das nie mehr zu machen 🤣 ich krallte meinen Lenker so stark, das mir anschliessend die Handflächen pulsierten 😄.

    Ich hatte ein eigenes Zimmer sogar mit Badezimmer. Italo sein Sohn kochte für mich.
    Mein Fahrrad brauchte dringend wieder etwas Liebe, eine neue Kette und Kasette. Schnell merkte ich Kolumbianer sind super offen und freundlich aber uuunglaublich chaotisch. Zu planen ist schwer, wenn man auf sie angewiesen ist und Pläne ändern sich gut mal alle 5 min. Stress kennen sie nicht - warum auch... wenn du was willst musst du halt warten.
    Na gut... ich sah nicht alles was ich in Medellin sehen wollte. Lernte aber wieder neue Radfahrer aus Kolumbien und Argentinien kennen und sah Emma wieder! Emma machte einen Ausflug mit den anderen Radreisenden und kam nach 4 Tagen wieder zurück. Zudem spricht sie perfekt Spanisch, weil sie 8 Jahren in Chile gelebt hat. Ich war sehr Dankbar das Emma wieder da war. Emma und ich planten das Viertel Commun 13 zu besuchen, was früher eines der schlimmsten Drogen und Gewalt Viertel war. Mit einer Aufraum Aktion wurde es nun einen Touristenhotspot mit sehr vielen Farben und Rolltreppen welche dich auf den Berg führen und das Lichtermeer von Medellin bestaunen lassen.
    Wir planten: Ich lasse mich am Morgen gegen Gelbfieber impfen (braucht man um in Ecuador einreisen zu können) und am Nachmittag pedenln wir ins Viertel. Henrys Frau ist Ärztin und hat sich für Impfungen spezialisiert. Daher konnten wir (ich und die 2 anderen Radreisenden Javi und Juana) uns bei ihr gratis impfen lassen. Von "wir radeln um 9 Uhr los" wurde dan irgendwan halb 11. Bis wir die Impfung hatten dann Mittag. Auf dem Weg zurück gingen wir noch auf ein Bier und bis wir den Berg wieder hochgeradelt waren und noch die Bohnen und das Mittagsmenu von nebenan genossen hatten, war dan etwas um 15.00 Uhr. Wie gesagt - Kolumbianer sind einfach chaos!

    Wir beschlossen trotzdem noch ins Viertel zu gehen.
    Zudem gab es wieder Gondeln die dem öffentlichen Verkehr dazu gehören - wir gingen noch etwas Gondel fahren 😄 (für mich so ohne Ski immer komisch 😉).
    Am nächsten Tag stieg ich in einen Bus und nam den Weg nach Guatape auf mich. Dort gibt es einen berümten Stein, inwelchem eine Treppe hochführt. Sieht cool aus, war aber überschwemmt von Touristen. Ich floh rasch wieder und ging ins Dorf Guatape. Das war sehr, sehr Farbenfroh. Mit bunten Häuschen und Balkons. Mit hübschen Kaffes und viel Kunst, ein toller Ort zum verweilen. Die Rückfahrt dauerte gut mal 4 Stunden, aufgrund vielem Verkehr. So kam ich spät zurück nach Medellin.

    Nächster Tag war mehr um aufzuräumen und meine Sachen zu sortieren, damit ich mit Emma meinen Weg richtung Süden wieder aufnehmen konnte.
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  • San Blas Islas - das Paradies

    Jun 6–11, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 28 °C

    Als Kind zeichnete ich eine Insel rund mit einer Palme drauf - und somit begrüsse ich euch bei den San Blas Insel, die meine Kindheitsvorstellungen in realität umwandelten. Es sind rund 365 Insel, viele nicht grösser als ein Fussballfeld.

    Warum überhaupt hüpfte ich auf ein Boot und kämpfte jeden Tag mit meiner Seekrankheit? Gerne würde ich sagen: weil es ein Traum von mir war die San Blas Insel zu besuchen. Doch da würde ich lügen. Sie hatten einen guten Ruf... aber wen der Darien Gap mit dem Fahrrad bereisbar wäre, wäre ich wohl durch geradelt. Der Darien Gap heisst aber nicht umsonst Gap. Er ist eine 100km lange Strecke durch den Urwald und ist voll tödlichen Tieren wie Giftschlangen und Krokodiele. Die feuchte und schlamige Umgebung fördert Ateminfektionen und Hautausschläge. Durch den schlammigen Untergrund kann keine Strasse gebaut werden und es ist quasi keine medizinische Versorgung vorhanden. Zudem kommen Krankheiten wie Denge, Malaria etc. dazu. Und wäre das nicht alles genug, treibt die Kardell einen intensiver Drogenfluss durch den Gap und scheut keine Gewalt und Übergriffe. Es gibt diverse Völkerstämme die den Kuna Yala angehören und sich im Darien niedergelassen haben. Und mittendurch all dieser Gefahren der Flüchtlingsstrom von Venezuela und weiteren Südamerikanischen Länder, hoch in die USA, auf der Suche nach einem besseren Leben. Die Todesrate ist hoch. Wasser aufgrund der hohen Leichenrate und Krankheiten nicht trinkbar und sämtliche Nahrung und Wasser muss selber mitgeführt werden.

    Nach dieser Einleitung und Erklärung - es war kein Entschluss den Gap nicht zu durchqueren, es war eine Tatsache. Also war dieser Abschnitt seit ich in Alaska gestartet bin, immer wieder in aller Munde - wie kommst du da herum? - wurde ich oft gefragt. Meine Antwort war immer dieselbe: ich will nicht fliegen - ich nem ein Schiff. Der Gefallen den ich Mutter Erde versprochen habe, wärend meiner Reise von Alaska nach Argentinien nicht zu fliegen, habe ich jedoch sooo viel in Frage gestellt. Allem voran als ich die Preise vom Fliegen und Schiff verglichen habe. So würde mich ein Flug keine 100 Doller und eine geführte Tour auf dem Schiff 660 Doller kosten. Ich hätte auch an den Hafen radlen können und einen Käpten suchen, der mich mitnimt. Kosten durch Erfahrung von anderen Fahrradreisenden belaufen sich da zwischen 250 - 500 Doller. Durch mein schlechtes Spanisch hatte ich Angst Stunden auf einem Boot zu verbringen und mein ganzen Mageninhalt dem Meer abzugeben. Auch schloss ich die Segeltour nach Cartagena, mit 2 Tagen auf offenem Meer segeln, aus. Je näher der Gap rückte desto mehr fing mich das ganze an zu stressen. Und irgendwann buchte ich einfach die 5 tägige Tour, mit Insel hopping und Übernachtung auf den Insel. Die Kommunikation vor dem Trip mit der Organisation betreffend Fahrrad war eine Katastrophe und nach dem Breefing einen Tag vor der Abreise organisierte ich noch um und um 20.00 Uhr Vorabends bekamm ich die Nachricht, dass ich mein Fahrrad zerlegen muss. Naja ich tat mein Bestes und wikelte mein Fahrrad mehr oder weniger Wasserfest in Frischhaltefolie ein.

    Am nächsten Morgen um 04.30 Uhr wurde ich bei meinem Hostel abgeholt. Es ging eine sehr kurvige Strasse mit vielen Höhenmeter an die Küste Carti. Ich war schon das erste Mal kurz vor dem Erbrechen. Von da aus luden wir sämtliches Gepäck in ein Boot und die Reise ging los.
    Als wir bei der ersten Insel ankamen, konnte ich mich nach 2-3 Stunden komplett fallen lassen. Das Wasser kristal klar. Der Sand hellbraun, weiss und die Insel war klein mit Palmen. Und als ich mit überzeugung ins Meer rante, realisierte ich, dass ich nicht nur eine Tour gebucht habe um den Darien Gap zu umrunden, sondern im absoluten Paradies gelandet bin.
    Unsere Gruppe bestand aus 8 Leuten. Und bis auf eine waren alle wirklich super. Auch unsere Guides bestehend aus Clara von Irland, Pierre aus Frankreich und 3 der Bootscrew von dem Kuna Yala Stamm.

    Die Kuna Yala sind ursprünglich aus Kolumbien. Dan kamen die Spanier mit Waffen aus Europa und drängten das hilflose Volk richtung Darien Gap. Viele von ihnen sind in den Gap geflüchtet (und sind heute noch dort). Doch die Umstände mit den oben geschilderten schwierigen Bedingungen im Darien Gap und die Spanier, die die Kunas immer weiter hoch drängten, flohen sie auf die San Blas Inseln. Doch auch da wurden sie von der Polizei von Panama kontrolliert und gezwungen ihre Güter wie Kokosnüsse und Gold usw. abzugeben. Sie hatten kein freies Leben. Als ein Amerikaner auf die San Blas Insel kam, sah er die Hilflosigkeit dieses Volkes und brachte Waffen aus der USA. Die Kunas vereinten sich und griffen die Polizei bei einem Fest an, als sie alle betrunken waren. Somit obsiegten sie und sie konnten sich ein freies Leben erkämpfen.

    Auf unserer Tour besuchten wir 2-3 Insel pro Tag und durften die Geschichte und die Kultur der Kunas kennen lernen. Wir probierten ihre Tracht, durften ihre Tänze lernen (die als Fitness und zur Stärkung der Beine dient), ein Kuna Pirat (immer betrunken und auf Boot) versorgte uns mit Nahrung. Wir durften eine Dorf-Insel besuchen, mit ihren Booten padeln und in ihre Welt eintauchen. Wir lebten in Iland Time - was soviel heisst Abendessen vieleicht um halb 7, vieleicht auch um 7 oder halt dan halb 8. Insel Zeit halt... Ich genoss die Insel Zeit. Ich genoss es mich treiben zu lassen. Versorgte mich fleissig mit Medikamente gegen Seekrank und war dankbar, das wir täglich nicht mehr als 1.5 Stunden im Boot sassen.
    Ein Hilight vom Trip war ganz klar auch, dass wir beim schnorcheln Haie, Rochen und viele bunte Fische sehen durften.
    Am Abend waren wir oft auf einer Insel auf welcher wir alleine oder eine andere Familie lebte. Wir wurden immer fein von der Crew bekocht. Ein Abend liessen wir am Lagerfeuer mir Smore ausklingen, ein anderer mit Bier und Kartenspiele. Durch den Tag war baden, schnorcheln, quatschen und Volleyball spielen angesagt.

    Geschlafen wurde theoretisch in Hängematten - für mich wurde eine grosse konfortable tolle Luftmadraze aufgeblasen, da ich auch in Hängematten Seekank werde... für mich, immer noch der pure Luxus. Um das Meerwasser abzuduschen standen Fässer mit Eimer bereit, welche wir aus Dusche nutzen konnten. Toiletten werden mit Meerwasser zur Spühlung aufgefüllt. Rustikal... aber für mich nicht eine grosse Umstellung. Alle bis auf Caroline konnten sich sehr gut damit abfinden. Caroline... sie ist aus Canada und die Guides die jeden Tag ihren Koffer tragen mussten taten mir aufrichtig leid. Caroline teilte ordentlich schlämperlige aus - an alle - einstecken konnte sie nicht. Sie fordete in einem Hängematteschlafsall privatsfähre ein und war eigentlich zu allen gemein. Eine Zeitlang tat sie mir leid, weil es offensichtlich alles etwas zu viel für sie war... doch alls ich ihr helfen wollte und sie mich angriff, beschloss ich die Dame einfach zu ignorieren. Das ging solang gut bis zum letzten Abend. Als wir die Grenze von Panama zu Kolumbien überquerten und bei unserem Ziel in Capurganá angekommen waren, liesen wir die Reise mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Wir studierten die Getränkekarte und ich realisierte wie günstig Kolumbien ist (ein Bier 1.15 CHF). Nach dem Essen gab es sogar Happy Hour - alle Coctails zum halben preis (was noch 2 CHF war). Caroline bestellte ein Coctail vor dem Essen und fragte herablassen ob sie den nun zum Happyhour Preis bekommt. Der Mitarbeiter verneinte... und Caroline tickte aus. Obwohl wir ihr alles übersetzt haben, meinte sie, sie könne kein Spanisch und habe es nicht verstanden. Sie sollen den Coctail kalt stellen... sie trinke in erst sobald Happy Hour Zeit sei. Wir schämten uns alle fremd. Und als Julia aus Deutschland sich nicht mehr zurückhalten konnte und ihr spiegelte, das ihr verhalten respektlos sei, tickte Caroline komplet aus und zog sich ins Zimmer zurück. In dem Moment etwas schwierig... aber ich wage zu behaupten, unser Abend war geselliger ohne sie. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein solch hochnäsiger, aroganten und bössen Menschen kennen gelernt. Aber gut - wieder was gelernt. Und ich hoffe, ich werde Caroline nie wieder sehen.

    Ich blieb wie Julia und Jakob (aus Deutschland) eine Nacht länger in Capurganá. Wir wechselten in ein kleines süsses Hostel und erkundigten diesen schönen Platz und gönnten uns viel nichts tun. Am Abend schwangen wir zusammen den Kochlöffel. Von Capurgana führt keine Strasse weg. Daher musste ich nochmals auf ein Boot, was mich nach Necocli brachte. Ich wollte ein Ticket kaufen. Sie sagten mir es gäbe verschiedene Boote und sie können mich und mein Fahrrad nur mitnehmen wenn das grosse Boot im Einsatz ist. Ob das grosse Boot im Einsatz ist, können sie mir aber erst Morgen sagen. Na gut... ich ging am Morgen wieder vorbei... da fuhren dan zwei Boote... und ich müsse mein Fahrrad auseinandernehmen. Ich protestierte ein wenig. Sie sagten ich soll vorbeikommen und wir werden es gemeinsam anschauen. Gemacht getan. Irgendwie kriegte ich es hin, wie sie es wollten. Und nam Kopromisshalber das Vorderrad heraus. Irgendwie war es sehr müehsam das Ganze. Ich wartete auf dem Steg weil ich ehrlich gesagt, keine Ahnung hatte, wann ich auf mein Boot muss. Mene Taschen beim Steg, mein Fahrrad bei der Reseption ausser sichtweite. Ich fühlte mich etwas unkonfortabel mit dieser Sitation. Nach einer Zeit kam einer der Crew und teilte mir mit, das ein Sturm auf dem Meer ist und wir so nicht losfahren können. Anstelle von geplante 11.00 Uhr wurde es 15.00 Uhr. Ich war froh als ich, meine Taschen und mein Fahrrad auf dem Schiff waren. Die Fahrt dauerte 2 Stunden und ich war am Schluss einfach dankbar in Necocli zu sein. Ich buchte ein Hostel und machte mich ready, am nächsten Tag wieder in meiner gewohnten Umgebung - dem Fahrradsattel - zu sitzen.
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  • Panama - die Pechsträne

    May 28–Jun 7, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 31 °C

    Die Grenze verlief mehr oder weniger friedlich. Waren jetzt nicht Grenzbeamte die stralten wie ein Honigkuchenpferd, aber sie liesen mich in einer sehr kulanten Zeit einreisen. Ich radelte weiter... mein Knie pochte... ich ignorierte. Zuerst einige Höhenmeter hoch. Da wäre ein Camping. Zu der Stadt David waren es noch etwa 15km und hauptsächlich runter. Ich bis auf die Zähne und zog durch. Fuhr zu einem Hostel bei welchem ich die einzige Besucherin war. Ja gut... der Inhaber war mehr als niedergeschlagen. Zurzeit sei die politische Lage in Panama sehr angespannt. Es gäbe Strassenblockaden und die Indigenes werden von der Regierung unterdrückt und es hersche Chaos in ganz Panama. So wie es aussehe müsse er das Hostel schliessen. Zudem rät er mir bis Panama City ein Bus zu nehmen. Ich fragte mal bei meinen Fahrradbuddys nach - die hatten alle keine Probleme. Mein Problem war aber mein Knie... also blieb ich zwei Nächte und beschloss ein Bus von David nach Santiago zu nehmen... ich habe schon ein Boot gebucht für die San Blas Insel und wollte noch einige Tage in Panama City verbringen. Daher erschin es mir klug mit einem Bus abzukürzen und weniger Kilometer zu radeln, damit mein Knie mitmacht. Bis nach Panama City zu fahren ging mir nicht in den Kopf. Als ich meine Pläne schmiedete trutelte Viktor ins Hostel ein. Er ist trommelwirbel - von Deutschland (wer hätte das gedacht). Er sieht aus wie ca. 28 - ist aber 18 jährig. Das war spätistens bemerkbar als ich ihn fragte ob wir zusammen kochen möchten und ich eigentlich alles gemacht habe - stört mich nicht. Habe ihn dan zum abwaschen verdonnert 😁😁 wir hatten auf jedenfall nette Gespräche. Ich waschte meine Kleidung von Hand und wollte den Fentilator so platzieren, damit er meiner nassen Kleidung ordentlich Wind zuwirbelte. Der Fentilator hatte kein Schutz mehr und ich realisierte das zu spät... aus meinen Finger schoss Blut wie aus einem aufgedrehten Wasserhanenund ich rante ins Bad um nicht den ganzen Fussboden in rote Farbe zu tränken. Ich hatte immer etwas mit Blut zu kämpfen und hatte einen Kampf mit mir selbst. Einen grossen Kampf. Meine Apotheke alles andere als in Griffweite und es hörte einfach echt nicht auf herauszufliessen. Es hing kein Spiegel im Badezimmer aber ich war mir ziemmlich sicher, viel Farbe war nicht mehr in meinem Gesicht. Irgendwan nach einer gefüllten Ewigkeit blutete es nicht mehr wie ein gebrochener Staudamm und ich wikelte mir Toilettenpapier um den Finger, das ich zumindest meine Apotheke holen konnte. Was soll ich sagen - ich war sicher auch schon klüger und habe ein Fentilator schon besser verstellt. Mein Finger entrschied sich dan, die Farbe viollet zu mögen - besser als schwarz... dachte ich.

    Am nächsten Tag setzte ich meine Buspläne in Tat um und lies mach nach Santiago chaufieren. 3 Stunden Busfahrt. Von Santiago radelte ich 1 Stunde zu einer Bar, welche Reisenden einen Übernachtungsplatz bietet. Auf dem Weg fing es an zu regnen. Naja Regen in Panama in der Regenzeit ist vergleichbar mit einer Regenduschkopf mit ordentlichem Wasserdruck. Ich radelte einfach weiter. Da die Strasse die Gestallt eines Baches annahm, übersah ich ein Loch das gefüllt war mit Wasser. Ich realisierte es erst als mein Vorderreifen bereits wie eine Billiardkugel versenkt war und es mich einmal über die ganze Strasse präterte. Alle meine Wertgegenstände verteilten sich auf dem Boden. Ein Mann stieg aus dem Auto aus und hielf mir mit zusammen räumen. Ich war sehr dankbar, suchte mir einen Unterstand und fing an alles sorgfälltig abzutrockenen - insbesonders Kamera und Handys. War zum Glück alles ganz. Nun hatte mein Knie doppelten Grund zu pochen - ich glaube Panama bringt mir nicht so viel Glück. Beim Restaurant plazierte ich mich in einem Container - geschütz vom Regen, aber dem intensiven Duft nach Insektenschutzmittel ausgelifert. Wird scho schiefgehen. Der Container schützte mich auch etwas von der Musik der Bar. Den Dezibelregelung gibt es nicht in Latain Amerika - das muss reinballern - wer spricht schon gerne mit seinem Gegenüber - richtig niemand!!! Ich gönnte mir 2 Bier für je 1 Doller. Günstig. Ass überresten (schliesslich habe ja ich eingekauft und gekocht) und legte mich schlafen. Zum Glück schlafe ich überal - auch mit Lärm. 

    Ich fuhr mein Weg richtung Panama City fort. Flickte einen platen Reifen und radelte zu einer Raststätte. 24 Stunden betrieb und unterstände mit Tisch und Bank. Nur musste ich mein Zelt neben den Tisch quetschen, das es unter dem Holzdach platz hatte. Es stellte sich schneller als mir recht war heraus, das dieser Platz für einen Samstag gänzlich ungünstig ist. Bis 2 Uhr Nachts lungerten Leute herum - ich in sorge um mein Fahrrad konnte nicht schlafen. Dan schlief ich endlich ein und um 5 Uhr morgens kam eine Gruppe Jugentliche, Musik lauter als wen du im Ausgang neben den Boxen stehst, unmitelbar zu meinem Tisch und tranken Bier und rauchten. Ich - mit einem Unschlagbaren guten schlaf - stand fast in meinem Zelt. Ich lies die Seitenwände offen - also sie sahen mir dan einfach zu wie ich ne halbe Stunde in meinem Zelt sass und eigentlich wartete damit die gehen. Sie gingen nicht. Also packte ich meine Sachen und radlete weiter. Weil ich nach dieser Nacht doch sehr ausgelaugt war, gönnte ich mir ein Hostelbett direkt am Meer. Am nächsten Tag fuhr ich wiedereinmal die Feuerwehr an. Ich wartete 2.5 Stunden bis jemand kam. Es war absolut dunkel und ich hatte tatsächlich etwas angst, das sie mich wegschickten. Taten sie zum Glück nicht und ich durfte mein Zelt in einem Nebenraum aufstellen. 

    Und dan war er schon da. Der letzte Fahrradtag... nicht von meiner Reise... aber von Zentralamerika und von Panama. Das an meinem Jahrestag. Ich habe es geschafft in einem Jahr ganz Nord- und Zentralamerika abzuradeln. Die letzten Kilometer waren eigentlich schrecklich. Neben langem Stau über eine Brücke ohne Seitenstreiffen... und doch weinte ich vor Glück... aus Stolz und Dankbarkeit! Die Hochhäuser der Stadt streckten sich vor mir in den Himmel und ich füllte mich vollkommen. Als ich im Hostel eincheckte, traff ich wieder auf Viktor - wir sind gefühlt die einzigen die in Panama reisen. Panama City war mehr ein rennen nach Ersatzreifen für mein Fahrrad und vorbereitung der San Blas Insel. Ein kleines bisschen Sightseeing, ein gutes Bier und vorallem mal Haare schneiden musste aber trotzdem sein. 

    12'402 km
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  • Fin de Costa Rica

    May 24–28, 2025 in Costa Rica ⋅ 🌧 27 °C

    Ich durfte nochmals bei Jürg übernachten. Also kam ich nochmals in den Genus von einem Bett, der Dusche und dem feinen Frühstück von Jürg. Er backt sein Brot selber - yummi. Ich hatte Stunden mit der Planung der Strecke bis zur Grenze verbracht. Analysiert wo die geringsten Höhenmeter sind und ich am Besten aus den Bergen rauskomme. Ich hatte mein Weg ausgesucht und fühlte mich startklar. Dan kam das Angebot von Jürg, dass er mich gerne mit dem Auto zu dem Höchstgelegenen Ort von einer Strecke die ich aufgrund zu vielen Höhenmeter gestrichen hatte, bringen würde. Ich wusste auch wen ich dem zustimme, wären es immer noch viele Höhenmeter - jedoch sei die Strasse schön. Ich nam dieses Angebot daher gerne an. Wir fuhren rund eine Stunde und luden mein Fahrrad aus - danke Jürg!! 

    Ich sass 4 Wochen nicht mehr auf dem Fahrrad und noch nie auf diesem Sattel. Den mein alter Sattel hatte ein Loch und die Ergoflüssigkeit lief aus. So sass ich bis am Schluss dann auf den Eisenträger. Falls ihr euch nun fragt, ob da einem nicht das Poo wehtut - glaubt mir - das tat es. Daher ist es schwierig in Worten zu fassen wie dankbar ich für den neuen Sattel bin. Es handelt sich aber um einen Brook Sattel. Der ist aus Leder, passt sich meinem Poo an... muss aber eingefahren werden. Der ist bekannt unter den Radreisenden und ich bekam als Reverenz es brauche 2'000km und dan sei er perfekt. Ich stelle mich also auf 2'000km genau die gleichen Schmerzen ein, die ich bereits mit dem Alten hatte - und spoiler es ist schon nicht so angenehm aber sogar ein ultra harter Sattel ist besser als mein Alter. 
    Auf jedenfall war ich sehr sehr viel am absteigen und rumschrauben bis ich den Stattel ungefähr in der Position hatte die mir soweit entsprach. Zudem waren es rund 2'000 Höhenmeter. Eine Strasse die durch Berge und Regenwald führte. Me gusta. Die Region wurde aufgrund Starken Regens von Erdrutschen heimgesucht und mir blib oft nichts anderes übrig als abzusteigen und durch den Schlamm zu stampfen. Sah aber unzällige Tukans, Papageie und andere Vögel. Ich hatte einen Notfallpkatz für mein Zelt, falls ich es nicht bis an die Küste schaffe. Als ich auf Höhe dieses Notschlafstelle radelte, wurde ich von einem Einheimischen auf dem Motorrad gefolgt. Der war recht anstrengend... er beschütze mich und blablabla. Habe ihm gesagt ich seit ein Jahr auf dem Fahrrad reise und kein Beschützer brauche. Er wartete aber immer wieder auf mich und lies mich übere eine Stunde nicht in ruhe. So war mein Notfallplan dan auch hknfällig. Ich war froh als er mich dan wirklich in Ruhe lies. Es wurde langsam dunkel und vor mir war nochmals einen Hügel mit 300 Höhenmeter. Ich fand ein Ort an dem ich mich verstecken konnte und entschied, hier mein Zelt aufzuschlagen. 

    Am nächsten Tag nam ich diesen Hügel in Angriff. Die Küszenregion war dan mehr flach und ich radelte total 97km. Mein Knie fing an zu schmerzen. So sehr das ich die Treppe bei meinem Hostel kaum laufen konnte. Etwas ungünstig dachte ich mir. Und am nächsten Tag war es nicht viel besser. Ich blieb daher einfach eine Nacht länger. Was nicht weiter schlimm war, den das Hostel war im Jungel und im Baumhausstyl. Ich fand zudem in Laufnähe eine Brauerei und entschied mich meine frust über Knie und Poo einfach mit einem guten Bier zu besämpftigen. Da traff ich auch auf eine Schweizer Familie, die mich zu Falaffel und zwei weiteren Biere einluden. Ich war richtig Dankbar und mit dem starken IPA vileicht auch etwas schwankig bei meinem Rückweg. 

    Den Tag darauf radelte ich 99km zu einem Fussballfeld bei welchen ich einen Unterschlupf für mein Zelt fand. Mein Knie spielte absolut mit und ich fühlte mich gut. Ich versuchte früh aufzubrechen um meine letzten Kilometer bis zu der Grenze zu erradeln. Da traff ich auf den Fahrradfahrer, den ich mit meiner Familie an der Krokodielbrücke traff. Da dies bereits 9 Tage her waren und für ihn an der Küste mehrheitlich alles flach war, war mir schnell klar, ich bin wohl etwas schneller unterwegs als er. Wir radelten zusammen an die Grenze und als er die Gebühren für das Verlassen von Costa Rica nicht bezahlen konnte, zog ich weiter richtung Panama und verabschiedete mich von ihm. 

    Danke Costa Rica - du warst toll. Ein grosses Geschenk von Zuhause, voller Eindrückliche und tollen Tiere. Tu me gusta 🥰 was für eine ehere es war, dich zu erkunden. Ein kleines Stück von meinem Herzen bleibt zwischen Papageien, Faultieren und Tukans.

    12'060 Km
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  • Costa Rica - die Familen Ferien Part II

    May 14–23, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 18 °C

    Vom Arenal See gings an die Pazifikküste nach Samara. Unterwegs fanden wir ein kleines Restaurant an der Strasse, geführt von 3 Powerfrauen und wir assen super feines Mittagessen. Samara ist ein kleines Dorf mit hübschen Kaffees. Wir waren zwei Nächte dort. Der Strand direkt beim Hotel entsprach uns nicht so. Wir liefen 20 Minuten und fanden einen sehr schönen Strand mit coolen Palmen. Am Nachmittag besuchten wir das Dorf und gingen (wie eigentlich immer in diesen Ferien) fein essen. Anschliessend ging es zurück ins Hotel auf eine Runde (dürft gerne raten - genau...) Jocker.

    An der Küste ist es sehr heiss und ich war nicht unglücklich als unser Weg wieder in die Berge führte (ich wusste ich werde auf dem Fahrrad noch genug schwitzen). Zielort Monteverde. Der Weg dort hin... bezeichnen wir ihn als Lustig. Zuerst gab es noch zwei Zwischenstopps. Wir vertraten die Beine zu einem Wasserfall - welches eine Steinekletterparty war. Auch wen sich schon länger kein Weg mehr aufzeichnete, meinte mein Navi es ging noch weiter - also ging ich weiter. Gefolgt von Ernesto und Lülü. Am Schluss erkletterten wir 3 Wasserfälle (also schon nicht wie Alpinklettern - sonst können wir es auch drüberstolpern nennen). Anschliessend hilten wir erneut bei den drei Powerfrauen an. Nach einem feinen Essen, namen wir den Weg nach Monteverde schlussendlich auf uns. Über Schotter und mit etlichen Kurven. So viel, das uns Mami von der Rückbank vieleicht 2-3 Mal fragte ob wir wirklich richtig sind. Als wir an eine überaus steile Schotterstrasse ankamen, war nicht mal mehr ich mir sicher - also schon das ich richtig Karte gelesen habe... aber so nach dem Trampelpfad zu der Lirio Lodge, waren wir evtl. auch etwas geprägt. Susanna und Lülü meinten, sie wären einmal anders abgebogen, aber umkehren wäre nun auch etwas weit - schliesslich haben wir ja beide 4x4. Somit drückten wir den Knopf - den wir ja angeblich nie brauchen sollten - vieleicht ist der nur für Abenteurer. Wir kamen auf jedenfall hoch - Ernesto hat das Fahrzeug suverän hochgesteuert.
    Monteverde ist ein Touristenort. Aber auch zurecht. Es ist schön und der Nationalpark hat mit den Tieren einiges zu bieten. Wir waren 2 Nächte dort. Die erste Nacht war für meine Eltern nicht gerade toll. Ernesto hatte ein aufgeschwollenes Handgelenk, das ihm grosse Schmerzen bereitete (und wen Ernesto von Schmerzen redet - dan sind es auch Schmerzen). Obwohl ich gleichen Zimmer war - ich habe natürlich einfach geschlafen. Am Morgen suchten wir einen Arzt auf. Nach 1.5 Stunde warten tauchte der dan auch auf. Er sprach zum Glück recht gut englisch - auf spanisch wäre ich der Sache sicher nicht gerecht geworden. Dieser zentralisierte den Schmerz, zog an jedem Finger bis er knakste und gab uns eine lange Liste mit 3 Medikamenten, einer Salbe und ein Pulver welches er im Wasser auflösen und seine Hand baden sollte. Letzteres ist auf Reisen gar nicht so einfach - und ehrlich gesagt habe ich dem auch nicht ganz so hohe Heilung zugesprochen... Ernesto hat es auf jedenfall nicht gemacht und ich föpelte ihn, wenn es nicht besser werde, nur weil er seine Hand nicht bade. Auf jeden Fall wurde das alles von der Apotheke verabreicht und die anderen 4 Sachen halfen wirklich, das es Ernesto wieder besser ging.
    Wir besuchten einen Baum der ausieht wie eine Brücke und begaben uns auf Souvenir Jagd. Am Abend besuchten wir eine Nachtwalkingtour. Pünktlich wurden wir vor dem Hotel abgeholt und zum Ausgangspunkt gebracht. Es waren einige Gruppen die in der Dunkelheit durch den Regenwald pfadeten. Ich und Susanna taten unser Bestes beim Übersetzen und auch hier durften wir eindrückliche Tiere beobachten. Ein Faultier, ein süsser Frosch, eine Tarantula, Kinkajou - welche man nur selten sehe, ein Skorpion usw. Ich fans super!

    Am nächsten Tag buchten wir im Regenwald eine Tour mit einem Guide. Er heisse Roy und sei ein cooler versprachen uns die Hotelbesitzer. Roy war wirklich cool. Er kam mit seinem Mikroskop, erfasste die Tiere in windeseile und führte uns mit witz durch den Regenwald. Von Quetzals, über Fledermäuse, Schmetterlinge und alles mögliche an Vögel sowie Kolibris und Fauna und Flora durften wir erkunden. Wir sahen sogar einen Vogel der vom Austerben bedrot ist - da sich niemand den Namen merken konnte war es dan auch "der vom Aussterben betrote Vogel".

    Am Nachmittag fuhren wir weiter in die Nähe von Cartago. Wir machten einen Umweg zu der Krokodielbrücke, die so heisst, weil man da Korkis sehen kann. Neben Krokis sah ich nach langem wieder einmal ein Fahrradfahrer. Glaube meine Familie war überrascht über meine Euphorie, eines Meinengleichens zu treffen. Nach einem feinen Smoothie, namen wir den Weg nach Monteverde auf uns. Uns viel auf, das dieser Ort gar nicht so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und es waren 4 Nächte gebucht. Auch gut. Wir plantschten lange im Pool, verbrachten einen Tag mit verarbeiten der Eindrücke und Jocker spielen. Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Auto um den See, fanden (haltet euch fest) Wasserfälle zum wandern und eine Rouine zum bestaunen. Zudem stiessen wir auf eine Holzhütte, mit Holzschnizereien zum kaufen. Was wir auch machten, die waren cool - also ja... was meine Familie machte. Der Holzschnitzer machte uns noch mit dem Tukan und dem Fischtaucher um sein Haus bekannschaft. Im Dorf Orosi genossen wir feine Creps. Das Dorf hat gefüllt eine Million von kleinen grünen Papageien. Es waren wirklich meega viele. Ich kam fast nicht aus dem Fotographieren, staunen und Tränen verdrücken raus - die waren einfach ultra knuffig.
    Für Susanna und Lülü brachte bereits der letzte Tag ein. Dieser verbrachten wir auf einer Cacao Farm. Uns wurde gezeigt wie die Bohnen verarbeitet werden und zum Abschluss durften wir unsere eigene Schoggi herstellen. Ich kann nur von meiner sprechen - aber Lind, Ragusa und Toblerone können das besser als ich. Wir genossen noch ein herkömmliches Mittagessen (also Reis und Bohnen - bis am Schluss war es glaub allen etwas verleidet - aber es war gut!)
    Dann kam der Tag von der ersten Verabschiedung. Wir schlenderten noch zum Markt und der Ruhine in Cartago bevor Susanna und Lülü richtung Flughafen und wir Drei zurück zu Jürg steuerten. Danke, Susanna und Lülü. Danke das ihr mit dabei wart! Es war toll. Und danke Lülü für das viele Jocker spielen (eigentlich spielt er gar nicht so gerne...). Da ich diesen Blog immer nachträglich aus meinen Erinnerungen schreibe bin ich überzeugt ich habe mindestens eine Wasserfallwanderung und 10 Joker spielen vergessen. Also auch danke für die etlichen Wasserfall Hikes - und nur am rande - Teva Sandalen sind die Besten Wasserfallhikeschuhe 😉.
    Unterwegs hilten Mami, Ernesto und ich noch bei diversen Läden und einer Shoppingmeile. Ziel Sandalen, Schuhe und andere Sachen. Schuhe haben wir gefunden und meine Eltern pfeilten mit mir von Laden zu Laden - sie waren ultra geduldig - so kann ich mir vorstellen, hätten sie den letzten Feirentag vielleicht auch lieber mit was anderem verbracht. Bei Jürg wurden wir wieder herzlich empfangen. Ich hatte noch einige Sachen an meinem Fahrrad welche ich montieren und in Stand setzen wollte. So halfen mir meine Eltern nochmals und ich sortierte ordentlich aus und gab Sachen nach Hause.
    Zum Abschluss gingen wir noch richtig richtig fein essen. Also wirklich richtig richtig fein. Es war ein Italiener der mir die feinsten Raviolis seit meiner Reise auftischte. Und eine mit Nutella gefüllte Teigtasche. Naja ich war im kulinarischem Himmel.
    Nun war die Zeit vom zweiten Abschied. Ich begleitete meine Eltern zur Autorückgabestelle und zum Flughafen. Zeit mich zurück auf mein Fahrrad zu schwingen. Danke! Danke danke danke! Danke das ihr hier wart, mir diese Ferien mit euch ermöglicht habt und mich bei meiner Reise unglaublich unterstützt. Danke! Und wäre all das nicht genug, bezahlten sie mir eine weitere Nacht bei Jürg. So nam ich ein Uber zurück und durfte noch eine Nacht in einem Bett mit einer Dusche verweilen.
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  • Costa Rica - hoher Besuch

    May 2–13, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 29 °C

    Ich schlief 2 Nächte in San Jose in einem Hostel. Dan schwang ich mich auf mein Fahrrad und radelte zu Jürg. Jürg kommt ursprünglich aus der Schweiz und führt in Santa Ana ein Airbnb. Jürg wurde meinen Eltern von einem Freund empfohlen und sie haben bei ihm 3 Nächte gebucht. Ich wurde herzlich begrüsst und durfte meine Taschen bei ihm lassen. Meine Mission war es, meine Eltern nach 11 Monate am Flughafen in Empfang zu nehmen. Ich war (wie immer) etwas knapp dran. Kam zu einer abgesperrten Strasse, die Umfahrung hätte mich viel Zeit gekostet, und die Parkwärter waren so lieb und führten mich per Eskort durch den Park. Ich bedankte mich und radelte in Eilgeschwindigkeit weiter. Am Rande Costaricaner sind echt ein super freundliches Volk - Pura Vida! Dann fing es an zu regnen. Wohl regnen ist eine Untertreibung. Es schüttete als stünde ich unter einem Wasserfall und die Strasse wurde zu einem Fluss. Ich immer noch zu spät, versuchte mich nicht einzuschüchtern und trampelte weiter. Als ich durchnässt am Flughafen ankam hatte ich angst, dass ich die Beiden verpasst habe. Ich wurde angeschnautzt ich dürfe mit dem Fahrrad nicht durch und erklärte die Sachlage und das ich genau das jetzt machen werde (lasse mein Fahrrad nicht mal vielleicht beim Flughafen drausen stehen). Die Dame war sehr netten, merkte wie ich närvös war und gewährte mir, zum ärger der Anderen, Eintritt. Meine Eltern mussten zum Glück lange auf ihr Gepäck warten und ich hatte sie nicht verpasst. Nach 11 Monaten flielen wir uns alle weinend in die Arme. Es war echt schön sie in Costa Rica zu begrüssen. Sie hatten mit Jürg abgemacht das er ein Shuttle organisiere - dies ging unter und die Tatsache das ich mir in den Kopf gesetzt hatte, sie am Flughafen abzuholen, war gar nicht so schlecht. Ich organisierte uns ein Taxi und zu meinem Glück durfte ich sogar mein Fahrrad einladen und die Rückfahrt wurde mir ersparrt. Zurück bei Jürg war die zweite herzliche Begrüssung. Meine Tante Susanna (Schwester von Papi) und mein Onkel Lucien - Lülü (ihr Ehemann) reisen ebenfalls 3 Wochen mit uns und traffen in der Zwischenzeit bei Jürg ein. Sie waren bereits eine Woche in Costa Rica unterwegs und ich freute mich riesig die Beiden zu sehen.

    Ich hatte mit Mami und Ernesto (Papi - er hat sich Ernesto Bivaldi Americos Vesputschi selber mal als Künstlername gegeben - daher nennen meine Schwester und ich ihn nun Ernesto) eine Abmachung getroffen. Ihre Art zu Reisen kann ich mir zurzeit Finanziell leider nicht leisten. Daher versuche ich das Beste mit meinen Übersetzungskünsten und Mitorganisation der Reise und dafür füllten sie ihr Geldbeutel mit Mami und Papi Geld und machten mir die gemeinsamen Ferien erst Möglich. Dies ist überwältigend und übermässig grosszügig! Sämtliche Hotels haben die Vier bereits von Zushause gebucht.

    Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus in die Stadt San Jose, besuchten den Markt, das Goldmuseum und gingen sehr fein Essen. Der Busfahrer für die Rückfahrt pflegte einen ruckartigeren Fahrstyl als der Fahrer am Morgen. Ich hatte mich nach langer Reisezeit in Latain Amerika bereits sehr an solche Sachen gewohnt... meine Familie nicht. Mein Mami und Ernesto fragten sich, wie dieser Herr die Verantwortung über so viele Leute tragen kann.

    Am nächsten Tag quetschten wir uns alle in das Auto von Susanne und Lülü und statteten dem Vulkan Irazu einen Besuch ab. Am Abend durften wir auch unser Auto in Beschlag nehmen. Wir erhielten ein Breaffing und er zeigte uns der 4x4 Knopf mit den Worten "ich glaube nicht das ihr den braucht, aber hier wäre er".
    In der Früh brachen wir auf Richtung Karibik Küste. Ernesto der Fahrer, ich der Navigator auf dem Beifahrersitz und Mami in den Lodgenplätze auf der Rückbank. Es war der einzige Tag auf der ganzen Reise wo wir Zeitgebunden an einem Ort sein mussten. Die Lirio Lodge war nämlich nur via Boot über den Wasserweg zu erreichen. Natürlich waren an diesem Tag 3 Unfälle um San Jose und wir waren viel zu spät. Im Auto nahm ich kontakt auf und sie gaben uns eine grosszüge Wartezeit (telefonieren auf Spanisch macht mich sehr närvös - Hände und Füssen helfen halt schon). Ich folgte dem Navi. Auch als es uns in eine Seitenstrasse führte. Mit Dylan hatte ich schliesslich viele solche Wege und Flussüberquerungen. Der Weg wurde aber immer schmaler und ging dan auch durch ein Bach... wir dürckten das erste mal den 4x4 Knopf, den wir ja angeblich nie brauchen werden... Der Weg wurde immer schmaler und am Schluss war lediglich ein Strampelpfad, welcher im normalfall höchstens zu Fuss absolviert wird. Zu eng um umzudrehen lief Ernesto den Weg ab. Auf sein Augenmass ist immer verlass und wenn er sagt es passt ein Auto durch, dann passt ein Auto durch. Ernesto und ich etwas angespannt und Mami auf dem Rücksitz komplett aus der Konfortzone. Was soll ich sagen... wir kamen durch. Bei der Weiterfahrt hörten wir ein Geräusch das so nicht sein sollte... Ernesto empfernte ein Stock - um es in seinen Worten zu beschreiben ein Baumstam - welche sich unter dem Auto verfangen hat. Uns viel auf, dass das Auto nun tropft... wir behilten die Autotemparatur für die restliche Autofahrt im Auge und kamen unpünktlich pünktlich beim Bootsplatz an. Von Susanna und Lülü noch keine Spur und die fuhren vor uns. Als sie eintraffen schilderten sie einen sehr schlechten Weg mit vielen Schlaglöchern welcher höchstens mit 30kmh gefahren werden kann - sie hatten zwar den besseren Weg als wir (was auch nicht schwer war), jedoch auch lustige Bedigungen. Egal, wir schwangen uns aufs Boot. Ich nam noch Kontakt auf mit dem Autoverlei - die sagten worauf wir uns achten sollte und da änderte sich nichts - also der Baumstamm der Ernesto rauszog, hatte zu unserem erstaunen keine Schäden hinterlassen. Spoiler wir hatten bis wir das Auto abgaben keine Schäden bemerkt. Die Lirio Lodge lag wunderschön am Wasser. Die Zimmer waren mit Mückennetz aber ohne Fenster ausgestattet, so das man quasi drausen schlief. Überall krabelten Krebse umher. Wir hatten 3 Touren. Ein Regenwaldwalk, eine Bootsfahrt und eine Dorf Besichtigung. In dieser Gegend leben 10 Familien und das Dorf bestand mehr oder weniger von einer Bar/Restaurant oder was immer das war, einer Schule für virer Kinder und einzelnen Häusern.
    Damit ihr euch heute was Gelernt habt: Costa Rica hat die Arme abgeschafft und sämtliches Geld in die Bildung investiert - was soll ich sagen - ma gusta.
    Wir sahen viele Tiere. Beeindruckend war das Faultier und die Affen die wir von nah sehen durften. Und die Brütestationen für die Schildkröten. Wir wurden auch super verpflegt und am Abend spielten wir Jocker. Ich behalte die Lirio Lodge als tollen Ort in Erinnerung.

    Nach der Lirio Lodge ging es in das Gebirge zum Vulkan Poas. Der Plan war es auf den Vulkan zu wandern - weil der zurzeit zu aktiv ist, war dies leider nicht möglich. So mussten wir uns umorganisieren. Ein Tag besuchten wir ein Zoo. Dort waren Tiere die nicht mehr in der freien Wildbahn leben können (was wenn man mich fragt, auf die Schmetterlinge nicht zutrifft - aber es schien als ging es ihnen gut). Wir sahen Tucans, eben Schmettervögel, Papageien, Faultiere, Kinkajou, Frösche und Wildkatzen. Es hatte auch Wasserfälle die wir selbstverständlich abliefen. Und weil wir quasi die letzten waren die im Zoo herumirrten, wurde Faultier und Kinkajou aktiv und es war eine tolle Erfahrung die Tiere so nah in Aktion zu sehen.
    Am Abend quetschten wir uns alle in unser 3er Hotelzimmer (3 sassen auf den Betten, 2 auf Stühlen, Tisch in der Mitte) zu einer Runde Jocker und Wein.

    Am nächsten Tag fanden wir einen schönen Wasserfall zu dem wir wanderten und anschliessend besuchten wir die Kaffeerösterei von Jorge. Jorge ist Schweizer und erklährte uns die Verarbeitung von der Frucht bis zu den Kaffeebohnen und das alles auf Deutsch - was mich etwas entlastete und mir das Übersetzen erspahrte. Nur an Susanna blieb die Übersetzung für Lülü auf Französisch weiterhin hangen. Lülü kommt aus dem französischen Teil der Schweiz. Die Führung war cool und es stellte sich sogar heraus, das Jorge die Cousine von Susanna und Ernesto kennt. Einmal mehr - die Welt ist ein Dorf. Wir lernten wie Kaffe verarbeitet und geröstet wird, bekamen ein feines z'Mittag und natürlich feinen Kaffee. Nach einer kleinen Sightseeing Tour ins nachbar Dorf zum grössten Holzkare der Welt, Souvenir Shops und einer Kirche aus Blech, ging es zurück ins Hotelzimmer auf ein Jocker und Ananas essen (vileicht auch Wein trinken... aber nur vieleicht...).

    Wir checkten aus und steuerten richtung Arenal See. Doch bevor wir dort ankamen machten wir einen Abstecher zu den Blue Falls. Die heissen so - weil (trommelwirbel) das Wasser sehr blau ist (unerwartet - nicht?). Es gibt im ganzen 7 Wasserfälle. Da der Weg zu den Wasserfällen mit vielen Treppen versehen ist und Treppen und die Knien von Wandermaus Mami leider nicht die grössten Freund sind, bestaunten wir 4 der Wasserfällen. Diese waren toll und wir waren alle ready für die Autofahrt zum Arenal See.
    Der Arenal See ist schön. Von unserem Hotel aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick über den See. Da lässt sich verweilen (und Jocker spielen 😁). Anmerkung: ich als gerne spiele Spielende alleinreisende Fahrradfahrerin, vermisste dies etwas. Nicht zur Freude aller Mitreisenden kam mir daher sehr oft den Gedanken, wir könnten Jocker spielen... 🙃 danke das ihr so Geduldig wart mit mir.

    Am nächsten Tag besuchten wir einen Nationalpark. Das Highlight für mich - die gelbe Schlange die uns im nu alle Töten könnte. Wie schön sie doch ist. Und der Coati den wir sahen war auch cool. Am nächsten Tag flanierten wir durch La Fortuna, stöberten in Souvenir Shops und gingen in einen Fluss, der von einer heissen Quelle entspringt, baden.
    Am folge Tag zischten wir beim Ziplining durch die Lüfte. Zuerst absolvierten wir eine Brückenwanderung. Da es ordenrlich regnete waren wir schon pflotschnass bevor wir das Wort Ziplining überhaupt aussprechen konnten. Da es als wir am Dratseil hingen auch regnete - störete es am Schluss nimand mehr von uns. Es waren richtig Lange Ziplines und es machte wirklich super viel Spass. Auch hier kammen die Jockerrunden nicht zu kurz... wann hat man den schon die Möglichkeit sich mit Karten zum klang von Brüllaffen und Papageien auszustechen. Ich würde meinen ich könnte mich an diese Hintergrundgeräusche gewöhnen.

    Ihr könnt euch jetzt von diesem Text erholen - Part II der Ferien mit meiner Famile folgt in kürze 😆.
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  • Costa Rica - der Van-Luxus

    Apr 25–30, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 34 °C

    2.5 Stunden brauchte ich für raus aus Nicaragua und rein in Costa Rica. Die Zeit am Schalter war sehr kurz - also war die ganze Zeit eigentlich nur warte Zeit. Um Nicaragua zu verlassen fallen Kosten von 3 Doller an... er hat mir 13 Doller abgeknüpft - ich war überfordert und habs nicht bemerkt (was mich auch später noch etwas grummig stimmt - aber ändern kann ichs ja nicht mehr). Die Grenze hatte bereits einen schlechten Ruf und ich wusste bereits, dass langes Warten an der Tagesordnung liegt. Daher habe ich mir in Costa Rica einen Campground nahe an der Grenze ausgesucht. Da radelte ich dan auch hin. Der Campground wird von Schweizer geführt und auch die Besucher waren alles - und da meine ich wirklich wirklich alles - Deutschsprachige. Ich traff auf ein Schweizer Camperpärchen die ich bereits in Guatemala traff und neue Van-Traveler. Ich stellte mein Zelt etwas ausserhalb der Meute und versuchte mich zu motivieren zu funktionieren. Ich war mega schlapp und irgendwie klappte das nicht mit anfangen zu kochen oder duschen. Neue Besucher kamen an - weitere Deutsche und ein Schweizer. Nur der Schweizer sprach französisch. Schon sein Anblick lässt einen lustigen Charakter vermuten. Er trägt einen Schnauz, den er mit den Finger am Mundwinkel zwirbelte, hat leicht verzaustes Haar und eine sympatische Aura. Ich raffte mich auf und schlenderte richtung Dusche. Es ist extrem heiss in Costa Rica und ich fand eine Abkühlung würde dazu führen auch mit kochen zu starten. Fazit - tat es nicht und ich setzte mich faul auf einen Stuhl. Der Schnauzträger war am wäschewaschen und bekam mein Gespräch mit einem Deutschen Herren mit. Er fragte mich somit, ob ich mit dem Fahrrad unterwegs sei. Ich bestätigte und wir fingen an über die Reise zu plaudern. Er heisst Dylan und seine Reise ist von Skiresort zu Skiresort - er ist Skilehrer in der Schweiz. Alle die mich kennen wissen, dass sich sehr viel in meinem Leben um Skifahren dreht - also das Eis war nicht gebrochen - das war eigentlich gar nicht mehr vorhanden evtl. Auch geschmolzen how knows 😁. Er fragte mich ob ich schon gegesen habe, ich verneinte und wir kochten zusammen in seinem Van. Ich merkte wie gut mir Dylan tat. Gespräche fühlten sich leicht an, er machte nicht nur einen lustigen Eindruck, er war auch sehr lustig und seine Begabung ist alle Handlungen mit Wortlauten zu dokumentieren. Also es fallen viele Wörter wie: hopp, upsi, voila... ich fühlte mich wohl und alle negativen Gedanken die in letzter Zeit viel Platz einnamen, waren weiter Weg. Ich wollte genau das nicht gehen lassen und versuchte mich in seinen Van einzumieten 😬 wir beschlossen die nächsten Tage bis San José zusammen zu reisen. 

    Wir luden mein Fahrrad in seinen Van - was mit viel umbau verbunden war. Ich war erstaunt mit welcher Leichtigkeit er dies jeden Tag bis San José machte. Habe damit gerechnet, dass ihn das irgendwann mega nerven würde. Aber nee... Dylan ist eben halt einfach einfach und gelassen. Es fühlt sich an als ob ihn absolut nichts aus der Ruhe bringt - auch kein Asylgesuch einer Fahrradreisenden. 

    Wir steuerten den Pazifischen Ozean an und suchten einen Wildcamping platz. Wir parkierten neben einem Restaurant und fragten ob wir hier schlafen können. Diese bestätigten, die Strände in Costa Rica seinen öffentlich, dieser Platz sei sicher und Ruhig. Es war ein privater Anlass. Wir liesen uns nicht irritieren, kochten und spilten Yazi. Naja der Platz war sicher, aber sicher nicht ruhig. Der privat Anlass ging die ganze Nacht und die Musik wurde immer lauter bis morgen um 6 Uhr. Obwohl ich unglaublich tieff schlafe, ich habe da wirklich nicht viel geschlafen. Aber der Platz war schön. Am nächsten Tag schwatzten wir mit lokals (sie sind definitiv mehr an Vans als an Fahrräder interessiert) und fuhren weiter richtung Süden. Challange off the day waren Flussüberquerungen und Umdrehen weil Fluss dan doch zu gross. Dylan lief einen Fluss ab um zusehen wie hoch er ist. Als wir beschlossen haben ihn nicht zu fahren kehrten wir um und sahen das es Krokodiele im Fluss gibt - naja ich war froh ist nichts passiert. Es machte spass, all die schwierigen passagen zu meister und Costa Rica ist sehr schön. 

    Wir fanden einen Abstellplatz in einem Quartier in der Nähe von Samara. Und liefen am Strandentlang in das Dorf. Gönnten uns in der Happy Hour ein Gin und ein Bier und kochten im Van. Am nächsten Tag gings wieder weiter. Etwas ruhiger und wir fanden einen Campingplatz (wie beide Abende zuvor) direkt am Meer und waren umgeben von Millionen von Einsiedlerkrebsen. Es bewegte sich überall und alles wohin man auch schaute. Am Abend krochen dann noch die Haloweenkrebsen aus ihren Löcher. Wir schauten dem Geschehen lange zu und mit einer Krebsüberdosis und einer Dusche legten wir uns pünktlich zum Regen schlafen. 

    Dylan sagte bereits am Vorabend das er sich nicht so wohl fühlt. Nach dem Frühstück, luden wir mein Fahrrad ein und fuhren los richtung Fähre. Wir sind auf einer Halbinsel und umfahren würde wahrscheindlich Kostenmässig hörer ausfallen. Und Dylan hat noch nicht 13 Fähren hintersicht und findet Fährenfahren toll 🙂🙃 also Fähre. An der anderen Seite fuhren wir aus Hygiene, Toilette und Magenverstimmungsgründen einen Campingplatz an. Dieser war eine kleine Einfahrt die wir ganz für uns hatten. Dylan ging es wirklich nicht so gut. Also legte er sich schlafen und ich genoss den Ort und schaute woh ich nächste Nacht in San José verbringen will und buchte ein Hostel. Auch am morgen ging es ihm nicht wirklich besser - aber wir pakten und fuhren los richtubg Hauptstadt von Costa Rica.

    In San José herschte viel Verkehr und ausladen war nicht so einfach. Somit hilten wir auf einem McDonald Parkplatz, gönnten uns etwas Fastfood (was sicher das Beste für den Magen von Dylan war - er ist alt genug) und luden mein Fahrrad aus. Wir verabschiedeten uns. Obwohl wir über Schwächen, Stärken und Träume gesprochen haben... ich weis nicht ob Dylen verstanden hat, wie sehr mir unsere Begegung geholfen hat und wie wichtig er für mich war! Danke Dylan! Und im Namen aller Biketraveler, denen du in Zukunft deine Hilfe anbietest (stand der Verfassung dieses Berichtes waren es mind. noch 2 weitere) - wir sind dir zu grossem Dank verpflichtet. Und bei allen wo ich mich mit "wir sehen uns" verabschiede und das auch so wünsche - bei Dylan ist die Change auf ein Wiedersehen bei irgendeinem Skilehrertreffen gross - wir sehen uns - und ich werde mich immer freuen dich zu sehen und uns über unser kleines Adventure in Costa Rica auszutauschen. Du bist toll!
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  • San Juan del Sur - una nueva amiga

    Apr 22–25, 2025 in Nicaragua ⋅ 🌬 31 °C

    Ich war zu früh... meine Eltern landen am 02.05. in Costa Rica. Jetzt schon nach Costa Rica zu radeln wäre blöd, teuer und ich darf das Land mit meiner Familie erkunden. Also beschloss ich mich für einen Abstecher nach San Juan del Sur. Ab ans Meer. Ich buchte ein Hostel das oberhalb am Hügel liegt und wurde nach kampfansage mit der Steigung mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Jedoch hatte ich nicht eingekauft, in die Stadt zu radeln erschien mir umständlich und ernährte mich von Spagetthis ohne sausce. Ich fand am ersten Abend nicht wirklich anschluss und ging früh ins Bett. Am nächsten Tag wartete ich lange auf meine Wäsche, lief ins Dorf und ging einkaufen. Ich schlenderte umher und genoss ein feines Bier. Mit dem Shuttle gings wieder hoch ins Hostel. Dort traff ich auf eine schöne Dame welche sich mit ihren Instatntnudeln herum schlug. Ich hatte mitleid und dachte an meinen Vorabend. Ich fragte sie, ob sie lust auf Gemüse hat. Sie nam dankend an und wir schnippelten einen Salat. Die Dame heisst Isi und ist aus Deutschland. Sie ist die sorte Mensch, die mit ihrem Lachen ein Raum erhellen. Isi war auch schon mit dem Fahrrad unterwegs und befand sich zuhause in einer schwierigen Entscheidungsphase. Wir waren innerhalb kurzer Zeit in ein Gespräch über unser Leben, Zukunft, Ängste, Stärken und Probleme verwikelt. Wir plauderten bis spät Abends. Isi ist super und ich fühlte mich wohl bei ihr. Als uns beiden fast die Augen zuvielen gingen wir zu Bett. Am nächsten morgen plauderten wir weiter. Sie fotografiert gerne und wir machten ein Fotoshooting mit meinem Fahrrad. Ich liebe die Bilder. Isi zog weiter. Und auch wenn wir uns nicht mal 24 Stunden kannten weinte ich fast beim Abschied. Isi ist echt toll.
    Und dan war ich wieder alleine. Mit all meinen Gedankendrehen. Ich ging in die Stadt und lief zu der Statue hoch. Das war cool. Und dan Shuttle zurück ins Hostel und kochen. Fand ein cooles Pärchen und unterhielt mich mit ihnen und ging in mein Zimmer. Ich schlief in einem 6er Dorm und wir wurden noch von einem Skorpion im Zimmer überrascht. Holten den Nachtwächter der das Tuch mit dem Tier nam und es drausen vertrampelte. Ich fühlte mich schlecht. Es war so ein schönes Tier und wir sind in seinem Gebiet... und nun einfach tod 🥺. Naja nächster Tag war aufbruchstag und ich trat in die pedale richtung Grenze zu Costa Rica. Ich wollte möglichst früh an der Grenze sein, ass Frühstück (was inkl. War und ich somit schon bezahlt hatte) und radelte 08.30 Uhr los.
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