• Baja California - after the frist Staat

    November 22, 2024 in Mexico ⋅ ☀️ 23 °C

    Ich verliess San Felipe und hilt mich an die App I-Overlander. Da sei eine Bar, die Fahrradfahrende im Garten gampen lässt. Und genau so war es. Coole Bar, lustiger Bartender und lustige Besucher. Da es Regnete (!! - in der Wüste regnet es nur so all Schaltjahr einmal - ich wurde somit Zeugen einer Kaktus tränkung) durfte ich in der Bar übernachten. Als ich das Fahrrad belud um weiter zu fahren, bemerkte ich einen platen Reifen. Wahrscheinlich ein Kaktusstachel eingefahren. Somit verbrach ich Stunden mit Reifen, Schlauch und Bremsklötze ersetzen. Stolz auf mich, belud ich mein Fahrrad zum zweiten Mal und radelte weiter. Ich fuhr zu einem Campground und wurde von locals zu Tacos, Bier, Tequilla und am Morgen zu Cacao eingeladen. So viel Herzlichkeit und Gastfreundscht ist für eine Schweizerin immer noch ungewohnt. Ich hoffe, ich kann genau diese Offenheit mit nach Hause nehmen. 

    Der nächste Tag war die reinste Challange. Gegenwind und der ganze Tag ein leichter bis steiller Aufstieg in einem Hügelgebiet. Der Gegenwind fegte durch die Strassen direkt entgegen. Weil es zu steill war konnte ich mein Zelt nicht einfach am Strassenrand stellen. Ich kämpfte, schrie und verlohr mich fast selbst. Mit dem wissen ich habe nur noch 1 Stunde Zeit bei Tageslicht einen Schlafplatz zu finden, stöpselte ich Techno Musik (was ja nicht wirklich meinem Musikgeschmack entspricht) in mein Ohr und kämpfte mich hoch. Pünktlich vor der kompletten Dunkelheit schaffte ich es zu einem Haus, bei welchem ich wusste, dass ich im Garten zelten darf. Dort truf ich auf Clotaire und sein Bruder Pierre aus Frankreich. Clotaire umrundet seit 6 Jahren mit seinem Fahrrad die Welt. Er ist schon über 63'000km geradelt! Die Jungs waren lustig und ich beschloss am nächsten Tag nicht weit zu radeln und nochmals mit ihnen zu campen... und Clotaire zu bekochen... der Arme hatte Fieber und fühlte sich gar nicht gut. Ich packte alle Medikamente aus die ich offerieren konnte und hoffte Tee und Essen würde sein Fieber sinken lassen. 

    Wir campten in der nähe eines Mini Market umgeben von ganz vielen grossen Kaktus und auch am nächsten Tag nutzen wir die Gelegenheit unser Elektrozeugs zu laden. Ich radelte in eine andere Richtung als die Jungs... nach 10km mit wunderbaren Rückenwind, merkte ich, dass ich meine Sachen nicht mitgenommen habe... also radelte ich 10km mit übelstem Gegenwind zurück. Die Jungs haben meine Sachen abgegeben und bis auf meine Köpfhörer habe ich somit alles wieder zurück - wer kein Kopf hat, hat in meinem Fall Glück und Beine... 

    Zurück beim Mini Market traff ich auf Kevin. Wir kennen uns von der West Küste in der USA. Voll erfreut uns wieder zusehen, radelten wir den Tag gemeinsam. Durften unsere Zelte im Garten eines Restaurant stellen und fuhren gemeinsam nach Guerrero Negro. Wir radelten in Baja Carlifornia Sur ein und liessen somit der erste Staad (Baja Carlifornia) von Mesiko hinter uns (Verwirrlich weil die fast gleich heissen - verstehe ich... Schulterklopfen werden trotzfem jederzeit gerne entgegengenommen 😄😜).
    Da sind wir nun auf einem Camping und Jan (habe ich im Starbucks in Malibu kennen gelernt) leistet uns ebenfalls Gesellschaft. Es ist so toll neue und bereits bekannte Freunde zu treffen. Ich liebe die Fahrradgmeinschaft und bin so dankbar, dass alle einfach wundervoll sind und einander helfen.
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