• Paso de Cortes - raus aus der Stadt 🗻

    February 3, 2025 in Mexico ⋅ ☀️ 4 °C

    Raus aus der Stadt. In Bern ist das der Gurten. Ich habe mir gewünscht ich müsste nur den Gurten hoch radeln. Es wurde sehr schnell sehr sehr steil. So steil das ich gut mal 2-3 Stunden in einem kraftakt mein Fahrrad den Hügel hoch schob. So hollte mich die Nacht auch schnell ein. Ich war in einem etwas weniger wohlfühlendem Quartier und hatte keinen Plan wo ich diese Nacht mein Zelt aufschlagen soll. So fragte ich einfach eine Dame ob ich in ihrem Garten zelten darf. Dankbar für die Erlaubnis aber nicht mit dem besten Gefühl der Gefühle schlug ich meine Heringe ein. Ich war auf jeden Fall dankbar, als ich am Morgen mit allem meinem Hab und Gut aufwachte. Weiter ging es auf einer Zugschiene, die zu einem Fahrradweg umgebaut wurden, in eine Hippie Stad namens Tepoztlán. Das Wochenendziel für alle reichen Hippies von CDMX (oder die, die gerne Hippie werden möchten). Ein schöner Ort, mit vielen schönen Kleider und Farben. Für mich etwas überbevölkert und so zug ich mich auf mein Hippie Camping zurück. Am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg richtung Puebla oder genauer Richtung Paso de Cortes. Meine Theorie besagt, das alles bis 2'500 Meter über Meer normale Hügel sind und ab 3'000 Meter sprechen Mexikaner dan mal von einem Pass. Es ging hoch auf 3'700 Meter über Meer, rechts und links umgeben von zwei Vulkanen. Ich hatte Angst von der Steigung und der Höhenluft. Schlussendlich wäre das Einzige was ich Angst haben musste nur das Wetter. Motiviert radlete ich los. Dann fing es an zu regnen. Ich immer noch motiviert. Dan fing es an zu Hageln und meine Motivation sank trastisch. Froh um den Helm schob ich das Fahrrad hoch bis ich einen Holzunterstand fand. Alles war weiss, bis auf meine Hagelbeulen und meine Zehen, die wurdrn lagsam blau. Ich war 5km vor dem Ziel. Das Gewitter wurde stärker. Es Blizte und ich zählte bis zum Donner. Oder versuchte es zumindest. Ich konnte nicht mal mehr eine Sekunde zählen. In meinem Kopf versuchte ich verzweifelt mein Pfadfinder wissen bei Gewitter in Erinnerung zu rufen. Ich fand die Situation echt nicht mehr toll. Als es aufhörte zu Hageln, nam ich den Weg zum Ziel auf den Pass in Angriff. Die Strass war voller Hagelkörner und wie Seife. Ich wusste es wird -8 Grad in der Nacht und wenn ich nicht heute mein Fahrrad hoch kriege wird es morgen sicher brenzlig mit Eis. Ich schob und fuhr wenn immer möglich. Auf 3'700 Meter über Meer und am Ziel zeigte sich dan sogar die Sonne und die Vulkane. Ich fast den Tränen nahe, stellte mein Zelt unter eine Überdachung und versuchte mich mit warmen Essen aufzuwärmen. Kälte alleine... okey. Nässe alleine... okey. Nässe und kälte... weniger okey. Trotz super Schlafsack, warme Überhosen und flauschi Socken brauchte ich lange um halbwegs warm zu bekommen. Nach einer weniger erholsamen Nacht, machte ich mich auf die Abfahrt. Nun war ich sehr dankbar, dass ich seit Alaska Handschuhe mit mir rumradle ohne sie je gebraucht zu haben. Die Abfahrt war ungeteert und etwas matchig, aber ich kam unten an. Fazit: Höhe bis 3'700 Meter über Meer macht mir nichts... aber Hagel und Gewiter sind dan doch nicht so toll.Read more