Zurück in London: Ham House & Richmond
June 1 in England ⋅ ☁️ 19 °C
Heute heißt es endgültig Abschied nehmen von Sonja. Nach einem extra leckeren finnischen Frühstück (denn Sonja hat auch finnische Wurzeln) mit Graved Lachs und Knäckebrot radeln wir fix rüber nach Otford und nehmen dort den Zug nach London Elephant&Castle. Von hier ist es nur ein Katzensprung zu unserem Fahrradverleih. Trotzdem sind wir froh, als wir den einen Kilometer heil überstanden haben, denn Linksverkehr auf dem platten kentischen Land ist doch weniger anspruchsvoll als an einem Montagvormittag in London. Um 13 Uhr sind wir in unserem kleinen Hotel in Chelsea und dürfen sogar schon ins Zimmer. Da schaffen wir es doch noch nach Richmond, um dort Ham House ansehen (denn ursprünglich wollten wir von dieser Seite über den Thames Path und Ham House ja wieder nach London Einzug halten). Also Gepäck abstellen - viel ist es ja nicht, frisch machen, einen Nescafe' und ab zur Tube. Praktisch, daß von unserer nächstgelegenen Station die District Line nach Richmond abfährt.
Richmond ist ein sehr hübscher Vorort Londons, bevorzugte Wohngegend, und hat noch viel Kleinstadtflair. Am Themse-Ufer lädt Richmond Riverside zum Entspannen und Flanieren ein. Beeindruckend übrigens, wie stark der Einfluß der Gezeiten hier bei Richmond, ca. 88 km nach der Mündung der Themse in die Nordsee noch ist. Und beeindruckend ist hier auch der Fluglärm von Heathrow, die einkommenden Flieger sind in Richmond schon gefühlt zum Greifen nah, und sie kommen minütlich. Starten tun sie bei dieser Wind- und Wetterlage übrigens über Windsor Castle 🏰, hoffentlich haben die bei Königs da schon Lärmschutzfenster. Und sage in Hamburg noch mal jemand was über Fluglärm in Fuhlsbüttel 🫤.
Wir spazieren durch immer ländlicher werdende Umgebung den Thames Path entlang zum Ham House, einem Herrenhaus von 1610 inmitten der Auenlandschaft an der Themse. Es gehörte ursprünglich William Murray, einem Freund und Unterstützer von König Charles I. (was zu Zeiten des englischen Bürgerkrieges von 1642-49 sehr unpopulär wurde und mit der Kopflosigkeit des Königs endete). Die kostbare Inneneinrichtung ist zum Großteil noch original erhalten. In der Gemäldesammlung finden sich u.a. Werke von Reynolds und van Dyck. Uns kostet die Besichtigung mal wieder nichts, da Ham House vom National Trust verwaltet wird und unser Pass noch bis inklusive heute gültig ist. Anschließend spazieren wir durch den weitläufigen Garten, dort blühen noch die Rosen und schon der Lavendel.
Zurück geht's wieder über den Thames Path nach Richmond, wo wir noch ein wenig durch den Ort schlendern und in einem gemütlichen Restaurant zu Abend essen.Read more























