• Highgate Cementery & British Museum

    June 2 in England ⋅ ☁️ 19 °C

    In London hat es die ganze Nacht hindurch bis in den Vormittag hinein stark geregnet. War auch überfällig, hätte aber auch noch einen Tag warten können. So kommen fast am Ende des Urlaubs doch noch mal die Regenjacken zum Einsatz. Ausserdem streikt heute die Underground, wir müssen uns also überirdisch mit Bussen durch London schlagen. Unser erstes Schlechtwetterziel ist das British Museum. Aber es ist uns dort bald zu drängelig und zu viele Menschen in teils sehr schlecht belüfteten Ausstellungsräumen. So werfen wir nur einen Blick auf den Rosetta-Stein und bewundern die lichte Architektur im Innenhof des Museums. Dann brechen wir auf zu einer abenteuerlichen Fahrt nur mit Bus raus in Londons Norden nach Highgate und Hampstead.
    Auf dem Highgate Cementery befinden sich ca. 53.000 Gräber (u.a. auch das Grab von Karl Marx und seiner Familie), ca. 170.000 Menschen wurden hier bestattet, und noch immer ist er ein aktiver Friedhof (ca. 70 Bestattungen/ Jahr). Die erste Bestattung fand am 26. Mai 1839 statt. Der Friedhof ist sowohl historischer Park und Denkmal wie auch Naturschutzgebiet. Die viktorianische Einstellung zum Tod führte zur Errichtung zahlreicher neogotischer Gräber und Gebäude. Verschlungene Wege führen serpentinenartig über das Gelände mit von Efeu überwucherten alten Bäume. Zwischen alten, oft verwitterten und schiefen Grabsteinen wuchert Bärlauch und verbreitet seinen knoblauchartigen Duft - ist bestimmt gut gegen Vampire 🦇, für die die Anlage eigentlich ein Paradies sein müsste. Vielleicht sollten wir gegen Mitternacht mal vorbeischauen 😱🧟‍♂️?
    Dann vertreibt uns ein heftiges Gewitter. Passt ja auch irgendwie zur Mystik eines Friedhof.
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