• Bamberg - es muß nicht immer Italien sein

    September 28 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C

    Weil uns heute morgen schon multiples Glockengeläut geweckt hat - an Kirchen mangelt es in Bamberg (Achtung!Wortspiel😉!) weiß Gott nicht - ist es nur folgerichtig, daß heute die Besichtigung des "heiligen Bezirks" von Bamberg auf unserem Programm steht. Ordentlich im Hotel gefrühstückt und gestärkt brechen wir auf. Zunächst wieder die Regnitz über- und die Altstadt durchquert, geht es am westlichen Regnitzufer den Hang hinauf. Bamberg soll auf sieben historischen Hügeln erbaut worden sein, den Ausläufern des Steigerwaldes. Sagt man auch von Rom (also das mit den sieben Hügeln, ohne Steigerwald, den haben die in Rom nämlich nicht 😜). Gefühlt fadt jeder Hügel wird von einer Kirche oder einem Kloster gekrönt. Wir arbeiten uns da langsam aber systematisch durch. Erst rauf zu St. Stephan, Hauptkirche der evangelischen Minderheit von Bamberg. Weiter zur Oberen Pfarre. Danach der Dom, dem noch ein eigener Footprint gewidmet werden soll. Vom Dom (mit ausgiebiget Besichtigung) und Domhügel wandern wir rüber auf den Kaulberg, da steht ein Karmeliterkloster, das einen sehenswerten romantischen Kreuzgang haben soll. Am Kloster angekommen, finden wir und ein anderes Paar eine einzige große Baustelle vor. Kommt am besten in zwei Jahren wieder, meint ein vorm Eingang zur Basilika Steine klopfender fränkischer Scherzkeks. Da tritt justament ein Mönch aus der Kirchentür. Kein Wunder, keine Erscheinung, sondern Bruder Klaus, einer der 12 noch im Kloster verbliebenen Karmeliter. Er hat ein gutes Herz, und führt uns - unter dem Mantel der Verschwiegenheit - an der Baustelle vorbei zum Kreuzung. Dafür ein großes Dankeschön und ein " vergelt's Gott", wie man hier wohl sagt.
    Nun umrunden wir den südlichen Abhang des Domhügels mit stillen, hübschen alten Wohngassen und gelangen so zu St. Jakob. Von hier ist es nicht mehr weit zum dem Domhügel benachbarten Michelsberg (oder auch Michaelsberg), auf dem das weithin sichtbare ehemalige Benediktinerkloster St. Michael thront. Das Kloster wird derzeit auch umfangreich restauriert, aber von seinem Biergarten hat man einen schönen Blick über ganz Bamberg und auf den gegenüberliegenden Dom, der inzwischen schon von der Abendsonne in ganz besonderes Licht getaucht wird. Die Pause hier haben wir uns nun wirklich erlaufen und verdient! Ich teste sogar das Rauchbier - wat mutt, dat mutt! Der Rückweg zur Stadt hinunter führt uns durch Streuobstwiesen und einen kleinen Weinberg - sogar den haben die hier in Bierfranken. Unten gibt's dann Abendessen mit deftiger fränkischer Hausmannskost (und natürlich noch ein Bier). Fazit des Tages ( und des vorherigen): Bamberg ist wirklich sehenswert und hat sehr viel Flair, das uns Nordlichtern schon ganz schön südländisch vorkommt!
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