• Es geht los 🚴‍♂️🚴 - von Bamberg nach Schweinfurt

    September 30 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    Um 10 min nach 9 Uhr haben wir die Drahtesel beladen und kommen also rechtzeitig los. Unser heutiges Etappenziel ist Schweinfurt, bis dahin haben wir 57 km vor uns. Alles flach, gut ausgebaut und beschildert, meist asphaltierte separate Fahrradwege. Wenn nur Jan's rechte Hüfte durchhält. Die zickt nämlich seit einigen Tagen rum, und es ist gar nicht so einfach für ihn sich auf's Rad zu schwingen. Locker geht anders. Aber wenn er erst mal oben ist, dann hält er sich sehr tapfer.
    Zunächst aus Bamberg raus, wir nehmen den bequemen Weg am Main-Donau-Kanal, da sparen wir uns das Kopfsteinpflaster der Altstadt und einige Schiebestellen (die Hüfte!). Am westlichen Ortrand treffen wir auf den Mainradweg, dem wir von nun an folgen.
    Der Weg führt bis Hassfurt oft neben mehr oder weniger stark befahrenen Straßen entlang. Erster Höhepunkt ist die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung des Barockbaumeisters Balthasar Neumann bei Limbach. Kurze Fürbitte für die Hüfte kann nicht schaden!
    Bei Zeil am Main queren wir denselben wieder, nun geht's rechtsseitig den Main flußabwärts. Zeil sieht schon fast wie ein kleines Weindorf aus, für's Weinfest geschmückt und mit Weinverkauf. Allmählich verlassen wir wohl Bierfranken und nähern uns Weinfranken. Aber an kleinen Brauereibetrieben kommen wir auch vorbei, ist hier wohl so fifty-fifty.
    Dann Mittagsrast in Hassfurt. Viel Verkehr hier in dem Örtchen: Stadttor vorne, Stadttor hinten, dazwischen eine sehr befahrene schmale Durchgangs- und Einkaufsstraße mit dem Alten Rathaus in der Mitte. Wir finden ein ruhiges Plätzchen an einem lustigen Schweinbrunnen und gönnen uns ein Eis.
    Nach Hassfurt wird der Radweg schön ruhig: Es geht immer am Main und seinen Altarmen entlang. Prima Radweg, wir schaffen die restlichen 22 km bis Schweinfurt im Handumdrehen. Hotel mitten im Ortskern ist auch schnell gefunden, von Hassfurt aus noch fix vorgebucht. Die Esel dürfen nun gut untergestellt ruhen, und wir gönnen uns Dusche, kurzen Stadtrundgang und ein Abendessen (genau in der Reihenfolge 😅) in der im Vergleich zu Bamberg doch sehr überschaubaren und mäßigen Gastroszene von Schweinfurt.
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