• Weiter geht's - von Schweinfurt nach...

    October 1 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    ... Kitzingen ist geplant. Wir und die Hüfte schaffen es aber nur bis Münsterschwarzach. Macht nix, man kann und soll es auch nicht zwingen. Wird trotzdem ein schöner Radeltag. Das Wetter ist heute als bedeckt und wechselhaft vorher gesagt. Aber die Sonne bricht immer mal durch den Dunst und es bleibt trocken bei 18 bis 20 Grad.
    Früh um 9 Uhr geht's los in Schweinfurt - nach sehr gutem Frühstück im Hotel Stadtvilla. Aus Schweinfurt raus, erst am Main lang, bald aber durch weite abgeerntete Ackerflächen, durchbrochen von Bundesstraßen, Autobahn und Stromtrassen. Erst als wir nach Garstadt einbiegen und damit das erste Weindorf erreichen, wird die Route wieder schöner. Bis Wipfeld fahren wir mit Blick nach links auf den Main durch Wiesen und Mainauen. Ab Wipfeld gibt es kaum noch Biergärten, abet immer mehr Heckenwirtschaften mit Weinverkauf. Wir wechseln nach kurzem Rundgang durch Wipfeld mit der Fähre auf die andere Mainseite und durchqueren nette kleine Winzerdörfer. Bei Winzer Niedermeyer in Stammheim - stolzer Vater der amtierenden fränkischen Weinkönigin - kaufen wir uns eine Flasche Frankenwein für den heutigen Abend. Gegen 13 Uhr erreichen wir Volkach. Hier steppt der Wein- und Fahrradtourist 🍷🍾. Wir zwei sind die Exoten unter ihnen - erstens noch Biobiker, zweitens gefühlt 20 Jahre unterm Altersdurchschnitt 👵👴. Bis jetzt haben wir heute ca. 30 km in den Waden, leider auch in der Hüfte. Bis zu unserem geplanten Etappenziel Kitzingen wären es fast nochmal so viele. Das möchte die Hüfte nicht mehr, zumal wir gerne die weitere Strecke entlang der Mainschleife fahren möchten. Diese Route führt uns wieder durch hübsche Weindörfer. Am Ausgang der Mainschleife nisten wir uns für die nächste Nacht im Gästehaus "Zum Benediktiner" in Münsterschwarzach ein, einem Gasthaus von 1478 mit angeschlossenem (modernen) Hotel. Genau gegenüber liegt die Benediktinerabtei, deren wuchtige vier Türme schon von weitem am Horizont aufragen. Leider ist von der 1743 nach Plänen von Balthasar Neumann erbauten Barockbasilika nichts erhalten, stattdessen steht eine monumentale, neoromanische, düstere Kirche (1935-1938) an ihrer Stelle. Mächtig gewaltig für dieses kleine Dorf. Aber der Gasthof ist urig und das Bier aus dem Steinkrug sehr süffig!
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