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  • Day2

    Harlem (1) - ein ganz normaler Stadtteil

    August 30, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C

    Wer denkt nicht an Ghetto und Armut, wenn der Name Harlem fällt. Auch von einem Deutsch sprechenden New Yorker werden wir bei der Suche nach dem richtigen Weg ermahnt: "Aber laufen Sie da nicht im Dunkeln alleine herum." - Unsere AirBnB-Vermieter beantworten die Frage nach der Sicherheit jedoch mit: "No, it's safe. You can go anywhere you want". Die Wahrheit liegt vermutlich dazwischen. Es gibt keine Straßen, die nach Slums aussehen, statt dessen wird überall saniert und gebaut. Auf den Hauptstraßen brummt auch abends das Leben und es gibt zahlreiche hippe Restaurants, einige Nebenstraßen könnten auch in schicken Bremer Stadtteilen liegen. Aber es gibt auch die andere Seite. Mietskasernen, vernachlässigte Häuser und offensichtlich arme Menschen. Aber Harlem wandelt sich. Der alte Ruf wird dem Stadtteil jedoch sicherlich noch weiter anhaften, denn die Bevölkerung ist überwiegend afroamerikanisch und diese Bevölkerungsgruppe ist die ärmste in den USA. Zudem ist das Denken in Rassen- und Ethnien-Kategorien so selbstverständlich, dass man sogar beim Arzt Rasse und Ethnie angeben muss, bevor man behandelt wird bzw. sogar in einem anderen Warteraum sitzt (s. Beitrag Zahnarzt in Harlem).
    Die Regierung Trump wird diese Einstellung sicherlich nicht verändern.
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