NiKiTravel

Joined July 2017Living in: Münster, Deutschland
  • Day1

    Auckland

    February 16 in New Zealand

    Von Buenos Aires aus erreichen wir Auckland nach einem 13stündigen Flug über den Pazifik. Während wir in Südamerika gegenüber der deutschen Zeit hinterher waren, sind wir euch nun auf Grund des Datumssprungs voraus. 12 Stunden Zeitverschiebung und 18.000 km Luftlinie entfernt, so weit waren wir noch nie von Zuhause entfernt. Und trotz der großen Entfernung ist uns das Leben der Menschen hier sofort viel vertrauter als in Südamerika.
    Auckland ist die größte Stadt Neuseelands und Dreh- und Angelpunkt der beiden Inseln, aber nicht die Hauptstadt. Vom Erscheinungsbild hat es viel Ähnlichkeit mit nordamerikanischen Großstädten, während die Geschäftszeiten und Tagesabläufe der Menschen "very British" sind. Ganz anders als in Buenos Aires, wo die meisten Leute überhaupt erst ab 21.00 Uhr Lokale betreten, schließen in Auckland die Läden bereits um 18.00 Uhr und ab 16.00 Uhr kehren viele schon in Bars ein, um ein Feierabendbier oder einen Aperitif zu trinken. Spätestens um 18.00 Uhr sind die Restaurants dann rappelvoll und um 20.00 Uhr herrscht bereits gähnende Leere.
    In der Stadt lässt es sich gut aushalten, am schönsten und auch sehr lebhaft ist es am Hafen.
    Zufälligerweise fiel unser Aufenthalt genau in die Zeit des zweiwöchigen Pride Festivals. Highlight des Festivals ist die Pride Parade, die man gut mit dem Christopher Streets Day vergleichen kann. Das Event lockt alle Menschen an. Wir hatten den Eindruck ganz Auckland hätte mitgefeiert. Besonders beeindruckt hat uns die Präsenz und das Engagement vieler Unternehmen und Institutionen. So unterstützt z.B. die Polizei als aktiver Teil des Zuges die queere Bewegung. Unternehmen "nutzen" die Veranstaltung, um ihre Offenheit zu demonstrieren. Das hat uns einerseits gefallen, andererseits hoffen wir, dass diese Offenheit nicht nur eine " Modeerscheinung" ist. Es wurde jedenfalls trotz Alkoholverbots gut gefeiert.
    Der Naturraum Aucklands muss hier auch noch erwähnt werden. Innerhalb des Stadtgebietes befinden sich 60 Vulkane, die allerdings schon lange nicht mehr aktiv sind. Wenige Kilometer vor der Küste liegt die Vulkaninsel Rangitoto. Dieser Vulkan ist zuletzt vor 600 Jahren ausgebrochen und ein weiterer Ausbruch ist durchaus möglich. Das vorherrschende subtropisch-feuchte Klima lässt nicht nur die Vegetation auf der unbewohnten Insel wild wuchern, selbst im Stadtgebiet wachsen gigantische Bäume.
    Read more

  • Explore, what other travelers do in:
  • Day42

    Buenos Aires - bunt und offen

    February 12 in Argentina

    Die argentinische Metropole ist sehr vielseitig und kann vom kulturellen Angebot und Lebensstandard gut mit Städten wie Berlin, Paris oder New York verglichen werden. Sie hat von allem etwas.
    Da wäre zum Beispiel der Stadtteil Palermo, indem wir auch untergebracht waren, der sehr an Berlin-Prenzlauer Berg zu Beginn der Gentrifizierung erinnert. Auf den recht ruhigen Alleen trifft man v.a. viele junge Menschen. Es gibt überwiegend Designerläden und individuelle Restaurants und Cafés, die oft künstlerisch gestaltet worden sind. Dem Namen nach zu urteilen, müssten hier viele Italiener leben. Dem ist zwar nicht so, aber ein großer Teil der Porteños, so werden die Einwohnern von Buenos Aires genannt, ist tatsächlich italienischer Herkunft. Und diese haben das Stadtbild und das Leben hier auch geprägt. Wie in New York, gibt es Stadtteile, wie z.B. San Telmo, in dem man zahlreiche italienische Restaurants und Läden mit italienischen Lebensmitteln findet. Und nach italienischem Eis sind die Argentinier sowieso ganz verrückt.
    Einen ganz anderen Eindruck wiederum vermittelt das Microcentro. Hier hat man wegen der Architektur das Gefühl in Paris gelandet zu sein und auch in den Cafés fühlt man sich ein wenig wie in der französischen Metropole.
    Das Hafenviertel wiederum erinnert doch sehr an den Hamburger Hafen mit dem Nebeneinander der alten Speicherstadt und den sehr futuristisch anmutenden neuen Gebäuden. Genau wie in Hamburg ist es tagsüber sehr belebt und abends wirkt es sehr ausgestorben, da hier zu wenig Menschen leben. Viele Wohnungen stehen (noch) leer, da sie vermutlich reine Investitionsobjekte sind.
    Die argentinische Metropole zeigt sich aber auch noch in anderer Hinsicht von ihrer bunten und offenen Seite. In Buenos Aires gibt es eine sehr große schwul-lesbische Szene und auch diese prägt das Stadtbild. Über die Stadt verstreut findet man die eine oder andere "gleichgeschlechtliche" Ampel und im wohlhabenden Stadtteil Recoleta ist sogar eine ganze U-Bahn Station mit Bildern homosexueller Paare gestaltet worden. Und ganz nebenbei erwähnt, können gleichgeschlechtliche Paare schon seit 2008 heiraten.
    Read more

  • Day42

    BA - lebendige Kultur und Geschichte

    February 12 in Argentina

    Bei uns in Deutschland versucht man Kultur und Geschichte den Menschen nah zu bringen, auch "Bildungsferne" (schreckliches Wort) ins Museum zu locken. Dass es überhaupt eine Distanz zwischen Kultur und "Mensch" gibt, ist eigentlich erstaunlich. In Buenos Aires vermittelt sich ein ganz anderes Bild. Als wir zum Centro Cultural Kirchner gehen, landen wir in einer großartigen Fotoausstellung einer argentinischen Künstlerin, dürfen fast das ganze Gebäude besichtigen, um in der obersten Etage Installationen von internationalen Künstlern, wie Patti Smith zu besuchen - ohne zu zahlen. Im Museum de Bellas Artes, ein paar Blocks weiter, ist es laut und rummelig. Ganze Familien machen Selfies vor Miros Bildern und eine lange Schlange hat sich vor der Kinderbetreuung gebildet, wo jede Menge Kinder eifrig selbst Skulpturen formen. In einem Saal werden Rodins Skulturen von allen Seiten fotographiert und bestaunt, ohne dass Museumswärter einschreiten. Beide Sonderausstellungen sind wieder kostenfrei. Wie wir es auch in Chile erlebt haben, gibt es in Stadtteilen wie San Telmo oder Palermo ein aktive Streetartszene und wir haben auch der ganzen Reise nie so viel individuelles, kreatives Kunsthandwerk gesehen wie hier. Natürlich gehört auch der Tango zur Kultur der Stadt. Es gibt zahlreiche Shows für Touristen, aber in San Telmo treffen sich Einheimische zum Tangotanzen, trotzdem bleibt ein bisschen das Gefühl, dass dies nicht mehr so lebendig ist.
    Aber die Geschichte ist in der Stadt präsent, was bei einem so jungen Land, das erst seit 1880 unabhängig ist und von insgesamt sechs Diktaturen geprägt wurde, kaum verwunderlich. Eine Stadtführerin erzählte uns, dass Evita und der Perónismus auch heute noch auf Familienfeiern Anlass für heftige Diskussionen geben würde. Daran, dass die letzte Diktatur der Militärjunta, die bis 1983 dauerte, bis in die Gegenwart wirkt, erinnern die Madres de Desparecidos, die Mütter der über 30.000 Verschwundenen, die sich auch heute noch jeden Donnerstag auf dem Plaza de Mayo versammeln, um an ihre Kinder zu erinnern.
    Read more

  • Day37

    Der Titel dieses Footprints mag etwas merkwürdig klingen, doch sind es genau diese drei Eigenschaften, die Bariloche und seine Umgebung auszeichnen.
    Die Seenlandschaft ist einfach bezaubernd. Mit dem Fahrrad sind wir um die Halbinsel Llao Llao, die westlich des Ortes liegt, geradelt. Durch die Hügellandschaft geht es ständig auf und ab (gefühlt natürlich mehr auf als ab😉), weshalb man immer wieder tolle Aussichten genießt. Die Seen laden zum Baden ein, allerdings ist es wegen des heftigen Windes fast schon zu kühl zum Baden.
    Auf dem Weg rund um die Halbinsel liegen diverse Mikrobrauereien, deren Biergärten zum Verweilen einladen. Das argentinische Bier ist sehr vielfältig und lecker, aber erstaunlicherweise auch viel teurer als in Deutschland.
    Zuguterletzt kann man auf dem Weg rund um die Insel auch noch eine Schweizer Kolonie besuchen. Ja, richtig gelesen... Hier leben einige Schweizer und die haben in der Region auch eindeutige Spuren hinterlassen: Viele Häuser sind im schweizer Stil erbaut und in Bariloche findet man diverse Schokoladengeschäfte, die sich über mangelnde Kundschaft kaum beklagen können. Die Argentinier sind ganz heiß auf Schokolade ...😋!
    Read more

  • Day78

    Die Ortschaften und Felder erscheinen durch die deutsche Besiedlung (s. Beitrag Valdivia) lieblich und vertraut. Doch dort, wo das Land nicht einfach zu bewirtschaften ist, wird die Landschaft schlagartig wild und ist nur an wenigen besonders schönen Stellen für Touristen erschlossen. Während sich z.B. auf der einen Seite eines Wasserfalls die Massen tummeln, hat auf der anderen Seite möglicherweise noch kaum ein Mensch die Wälder betreten. Es regnet in der Region normalerweise viel und so dicht wuchert auch die Vegetation. In den tieferen Regionen wachsen verschiedene Südbuchenarten, dazwischen wachsen riesige Farne und Bambusdickicht. Je höher man steigt, desto häufiger gesellen sich die Araukarien dazu. Da die seltsamen Bäume für die Mapuche heilig sind, wurden sie kaum gefällt und ragen entsprechend gigantisch in den Himmel. Nahe der Küste sind es die Alercen, Verwandte der Sequoias, die alles überragen. Die ältesten Bäume sind fast 4000 Jahre alt. Die ganze Region wird durch Wasser geprägt, auf der Westseite bringt das kalte Meerwasser beständig kühle Luft, Nebel und Regen. Von den Bergen fließen kalte Bäche, die zahlreiche Seen speisen, und in Kaskaden in Richtung Meer fließen.
    Über all dem thronen die Vulkane, die zum Teil noch aktiv sind. Der Villarica und der Calbuco sind zuletzt 2015 ausgebrochen und gehören zu den aktivsten Vulkanen Chiles. Der Osorno ist besonders schön, er schweigt seit über 150 Jahren. Von der tektonischen Aktivität zeugen übrigens auch die zahlreichen Evakuierungsschilder am Straßenrand! Chile ist vorbereitet.
    Read more

  • Day76

    Die malerische Seenregion in der Mitte Chiles zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Chilenen. Kein Wunder, denn jetzt im Hochsommer kann man hier einiges unternehmen: Zahlreiche Bergseen mit kristallklarem Wasser laden zum Baden oder Kanufahren ein. Wer es lieber etwas kühler hat, unternimmt eine Wanderung durch einen der bezaubernden Wälder. Die Besteigung des 2800 m hohen und immer noch aktiven Vulkans Villarrica zählt sicherlich zu den größten Highlights. Aber auch mit dem Rad lässt sich die Region gut erschließen. Und wenn einem beim ewigen Auf und Ab durch die Hügellandschaft dann irgendwann zu warm wird, nimmt man ein erfrischendes Bad in einem der eiskalten Flüsse.Read more

  • Day71

    Puerto Montt und Valdivia

    January 27 in Chile

    Puerto Montt ist der wichtigste Hafen im "kleinen Süden" Chiles, eine raue Arbeiterstadt, die von ihrer Nähe zum Meer geprägt wird. So ist die einzige Sehenswürdigkeit der Fischmarkt "San Angelmó", wo eine wirklich beeindruckende Vielfalt an Fischen und vor allem Meeresfrüchten in jeglicher Form feilgeboten werden. Ansonsten gibt die Stadt wenig her, sodass wir uns auf die Weiterreise nach Valdivia freuen konnten. Doch auch diese Stadt hat uns nicht wirklich beeindruckt. Das Schönste ist wohl die Lage am Rio Valdivia und zwei weiteren Flüssen, die nur wenige Kilometer weiter ins Meer münden, sodass sie ebenfalls maritimes Flair und einen schönen Fischmarkt hat. Man nähert sich der Stadt daher am schönsten vom Wasser aus, weswegen wir uns ein Kajak geliehen haben.
    Valdivia ist wie die ganze Region stark durch deutsche Siedler geprägt. Nachdem die Mapuche-Indianer ihr Land im 16. und 17. Jh. zunächst von den Spaniern zurückerobern konnten, wurden das Gebiet 1883 gewaltsam dem chilenischen Staat angegliedert und die Mapuche in Reservate verdrängt. Nun war es ein Anliegen der chilenischen Regierung das Land auch zu besiedeln und zu kultivieren, um den Besitzanspruch zu verdeutlichen. Dazu wurde es deutschen Siedlern überlassen und so sieht die ganze Landschaft mit ihren Feldern und Hecken sehr nach Deutschland aus. Manchmal wähnt man sich in der Eifel, manchmal am Rhein. Es werden Cerveza "Kunstmann", "Kuchen" (Plural: "Kuchenes") und Mettbrötchen verkauft - vor unserer Cabaña wurden die Rasenkanten ordentlich geschnitten. Manchmal verraten nur die spanischsprachigen Ortsschilder, das vorherrschende Baumaterial Wellblech und die im Hintergrund aufragenden Vulkane, dass wir uns nicht zu Hause befinden.
    Read more

  • Day67

    Nach Feuerland ist Chiloé die zweitgrößte Insel Chiles. Hier fahren viele Chilenen hin, um selbst Urlaub zu machen. Die Insel wurde uns immer wieder als das Urlaubsparadies Chiles angepriesen. Und so waren wir doch etwas überrascht bei dem Anblick der sanften und von Landwirtschaft geprägten Hügel, die uns doch sehr an unsere Mittelgebirge erinnerten. Nun gut, unsere Mittelgebirge liegen nicht am Meer, aber die Ähnlichkeit ist schon erstaunlich.
    Chiloé ist nicht nur landschaftlich anders als der Rest Chiles, es hebt sich auch dadurch ab, dass es als letzter Landesteil die Unabhängigkeit verlor. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Einwohner der Insel gegen den Bau der Brücke wehren, die eine Verbindung zum nördlichen Festland herstellen soll.
    Landschaftlich ist Chiloé aber eigentlich zweigeteilt. Die weiter oben beschriebenen sanften Hügel befinden sich auf der Wind abgewandten östlichen Seite. Die regenreiche Westseite ist geprägt von einer stürmischen Küste und einem mystisch anmutenden Regenwald, indem laut der Legenden zahlreiche verlorene Seelen und mythische Wesen leben.
    Die landwirtschaftliche Fruchtbarkeit gepaart mit dem ungeheuren Fischreichtum bescherten uns jedenfalls besondere kulinarische Erlebnisse. Besonders schön ist es in einem der Palafitos, den typischen Pfahlbauten der Insel zu speisen.
    Read more

  • Day63

    Durch die Fjorde Patagoniens

    January 19 in Chile

    Während unseres Aufenthalts im Torres del Paine Nationalpark erzählte uns der Neuseeländer Daniel von seinem Vorhaben mit dem Schiff von Puerto Natales nach Puerto Montt durch die Fjorde Patagoniens zu gelangen. Es brauchte nicht lange, um auch uns für diese Schiffsreise zu begeistern.
    Bereits am Vorabend des Abfahrtstages betraten wir die "Eden", die in aller Frühe den Hafen von Puerto Natales verließ. Auf der dreitägigen Reise durch die Fjorde Patagoniens legten wir ca. 1500 km zurück. Der größte Teil des Weges führt durch unbesiedeltes Gebiet. Zu beiden Seiten ragen die teilweise schneebedeckten Berge über den wolkenverhangenen Wäldern empor und bieten einen mystischen Anblick. Die Fahrt durch die geschützten Fjorde ist ruhig. Ein Teil der Route aber führt über die offene See, auf der die bis zu 6 m hohen Wellen das Schiff ganz schön ins Schwanken bringen.
    Die Stimmung auf der Eden ist sehr angenehm, da die meisten Passagiere kein großes Unterhaltungsprogramm erwarten, sondern sich wie wir an der langsamen Form des Reisens erfreuen. Das tägliche Angebot von Vorträgen über den Naturraum Patagoniens und die Yogastunden ist für die meisten von uns eine passende Ergänzung.
    Read more

  • Day12

    El fin del mundo

    January 13 in Argentina

    Nun haben wir das südliche Ende des Kontinents erreicht und tatsächlich fühlt es sich gar nicht so an, denn hier in der südlichsten Stadt der Welt, in Ushuaia, leben immerhin 60.000 Menschen und der relativ große Hafen wird von zahlreichen Container-, Kreuzfahrt- und Expeditionsschiffen angesteuert. Obwohl der Panamakanal als direktere Verbindung zwischen den Ozeanen noch vor kurzem verbreitert worden ist, reicht dieser nicht für die größten Containerschiffe aus und so fahren immer noch zahlreiche Schiffe durch den Beagle-Kanal, an dem auch Ushuaia liegt. Ihren Namen erhielt die Wasserstraße übrigens von dem ersten Schiff, auf dem der Naturforscher Charles Darwin und Kapitän Fitz Roy die Verbindung zwischen den Ozeanen entdeckten. Magellan wiederum gab der Region den Namen "Tierra del Fuego", da er beim Durchqueren der Wasserstraße zahlreiche Feuer der Ureinwohner erblickte.
    Auch wenn die Antarktis nicht mehr fern ist - die Expeditionen in die Antarktis starten alle von hier aus - ist die Landschaft doch weniger rauh und lebensfeindlich als erwartet. Die umgebenden Berge sind von Wäldern bedeckt und Orchideen blühen am Wegesrand. Der eisige Westwind allerdings lässt uns auch jetzt im Sommer frösteln.
    Read more

  • Day8

    We found penguins...

    January 9 in Argentina

    ... auf unserer Bootstour rund um die Islas de Tierra del Fuego im Beagel-Kanal.
    Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Antarktis. Dementsprechend rauh ist das Klima. Ständig wehen heftige Westwinde, die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt gerade einmal 8 Grad und das Wasser ist eisig kalt. Die für uns Menschen eher lebensfeindlichen Bedingungen sind für das Leben von Pinguinen, Seelöwen und Seevögeln optimal. Die Gewässer sind reich an Fisch und garantieren so eine beständige Nahrungsgrundlage.
    Wir haben uns die Inselwelt im Beagel-Kanal mit einem Segelschiff erschlossen. Allerdings war es an unserem Ausflugstag ungewöhnlich windstill, sonnig und relativ warm, sodass wir erst auf dem Rückweg unter Segeln fahren konnten.
    Read more

  • Day5

    Fitz Roy, so heißt der höchste Berg des gleichnamigen Massivs rund um das Inlandeis des Hielo Patagónico Sur. Der Namensgeber für den imposanten 3441m hohen Berg war übrigens der Kapitän des Schiffs Beagel, mit dem Charles Darwin den südamerikanischen Kontinent umfahren hat.
    Direkt vom kleinen Ort El Chalten kann man zur Laguna de los Tres wandern, dem wohl spektakulärsten Ziel der Gegend, denn von hier genießt man bei Sonnenschein den besten Blick auf den Fritz Roy und seine beiden Nachbartürme. Jetzt im Sommer wandern so viele Touristen dorthin, dass es auf dem letzten Stück vor dem Gletschersee oft zu Staus kommt. Auch wenn das Wandererlebnis dadurch etwas getrübt wird, ist doch der Anblick der drei Türme vor dem bezaubernden Gletschersee atemberaubend und lässt die vielen anderen Wanderer klein und unbedeutend erscheinen.
    Obwohl rein touristisch und maßlos überteuert, ist der Ort El Chalten mit seinen zahlreichen netten Cafés und guten Restaurants tatsächlich sehr gemütlich. Gegründet wurde El Chalten erst in den 50er Jahren. Dabei ging es den Argentiniern weniger um die Erschließung für den Tourismus als um die Grenzsicherung gegenüber Chile. Die sonst sehr menschenleere Region sollte auf diese Weise besiedelt werden.
    Vom Ort aus führen einige schöne Wanderwege in die Gegend, die doch oft an die Alpen erinnert. Der Vergleich mit der Alpenregion passt allerdings nur sehr bedingt, viel imposanter doch der Anblick der Berge wie der Cerro Torre oder der Cerro Solo und auch die Vergletscherungen sind viel umfangreicher.
    Read more

Never miss updates of NiKiTravel with our app:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android