Rammang Rammang
27. Oktober 2023 in Indonesien ⋅ ☁️ 25 °C
Der Nachtbus...
... auf den ersten Blick sahen die Sitze sehr bequem aus und auch der Abstand zum Nachbarn war angenehm. Während der Fahrt zeigte sich dann doch, dass die Bequemlichkeit zu wünschen übrig ließ. Kein Seitenhalt im Sitz, der Straßenzustand und die Fahrweise unseres Driver's ließen nicht viel Schlaf zu. Gerädert verließen wir kurz vor drei Uhr früh den Bus.
Hier wurden wir von Dodo, dem Penman, wie er sich selbst nennt, abgeholt. Wir wollten uns die Karstlandschaft von Rammang Rammang ansehen, bevor es nach Makassar und dann nach Kalimantan weiter ging.
Dodo brachte uns zum Bootsanleger. Nach kurzer Wartezeit kam in der Dunkelheit ein Licht auf uns zu, Um halb vier Uhr morgens fuhren wir, nur beleuchtet von der Stirnlampe des Bootsführers, in den Nationalpark - unglaublich...
Da lagen wir nun, auf der Plattform eines Homestays in Rammang Rammang. Todmüde warteten wir auf den Sonnenaufgang, der allerdings nicht sehr spektakulär daher kam.
Dafür wurde bei einem Rundgang das ganze Ausmaß der Verschmutzung dieses Ortes sichtbar. Es stank aus den kleinen Teichen und überall lag Müll. Die Abwässer, auch von den Toiletten, werden in die Teiche geleitet. Bei den vielen Besuchern kann man sich ungefähr vorstellen, wie das duftet. Es mag sein, dass nach der Regenzeit, wenn die Teiche gefüllt und die Reisfelder wieder grün sind, alles freundlicher aussieht. Aber das ist nur Makulatur.
Wir jedenfalls hatten nur Fluchttendenzen und brachen den langen Rundweg ab. Sehr schade, denn die Landschaft ist sehenswert.
Auf dem Rückweg mit dem Boot konnten wir sehen, was uns in der Nacht verborgen blieb. Links und rechts von uns ragten die Karstfelsen auf. Mit dem Fluss voraus und den Palmen am Ufer gab das ein schönes Bild. Hin und wieder ragten Felsen so weit in die Fahrrinnen, dass man meinte, den Kopf einziehen zu müssen.
Sehenswerter fanden wir jedoch das Steinlabyrinth, in das uns der Besitzer des Geländes gegen ein kleines Entgeld führte. Das war wirklich imposant und vor allem: kein Müll...
Dodo unterhielt uns auf der Fahrt zum Flughafen recht gut. Er ist ein Unikum, aber auch ein ehrlicher Mensch. Etwa eine Stunde, nach dem er uns am Flughafenhotel abgesetzt hatte, rief er an, um uns zu sagen, wir hätten einen Pullover im Auto vergessen.
Sams Lieblungshoodie... nach einigem Hin und Her bot Dodo an, das Teil zu uns zu bringen. Immerhin eine Stunde Fahrt für ihn ...
Wegen Verständigungsproblemen warteten wir ziemlich lange, es war schon Abend. Er brachte uns doch tatsächlich noch frittierte Bananen fürs Frühstück mit!
Da wir noch nichts gegessen hatten, fuhr Dodo mit uns noch in ein Restaurant, das er vorschlug. Er war selbstverständlich eingeladen und eine Kostenentschädigung kam noch oben drauf. Wir kamen auf diese Weise noch zu einem guten, authentischen Abendessen und wurden mit Zaubertricks unterhalten. Dodo verabschiedete uns herzlich, so dass wir wieder einmal feststellen mussten, was für ein liebenswertes, hilfsbereites Völkchen die Indonesier doch sind!Weiterlesen










